Behandlungsangebote

Das Team von Prof. Dr. Sommer sorgt dafür, dass Sie alle Informationen erhalten, die Sie für Ihre Entscheidung für die richtige Behandlung benötigen.

Männergesundheit

Männergesundheit ist ein aufstrebendes Fach und kümmert sich um die speziellen Bedürfnisse von Männern. Herr Prof. Dr. Sommer wurde 2005 zum Universitätsprofessor für Männergesundheit ans Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) berufen. Er hat für seine klinischen, als auch für seine wissenschaftlichen Tätigkeiten mehrere nationale, als auch internationale Preise erhalten. Sein Forschungsschwerpunkt ist Heilung von Erektionsstörungen.

Bezüglich Therapie von Sexualitätsstörungen und der mikrochirurgischen Refertilisation (Rückgängig machen einer Vasektomie) ist Prof. Dr. Frank Sommer eine der weltweit führenden Persönlichkeiten. Er hat mittlerweile über 2000 mikrochirurgische Refertilisierungsoperationen durchgeführt und leitet das internationale Ausbildungszentrum für diese Operationstechnik. Bezüglich seiner klinischen wissenschaftlichen Schwerpunkte ist er ein gerngesehener Gastdozent im Ausland, um sein Wissen ärztlichen Kolleginnen und Kollegen weiterzuvermitteln.

Folgende Behandlungsangebote gibt es im UKE in der Männergesundheit:

1. Erektionsstörungen - ein weitverbreitetes Männerleiden!

2. Refertilisierung - Rückgängigmachen einer Vasektomie

3. Ejakulations- / Orgasmus-Störungen

4. Hormone für den Mann

5. Umfassendes Vorsorgeangebot/Prävention

Klinische Schwerpunkte

  • So funktioniert die Therapie einer Erektilen Dysfunktion

    Erektionsstörungen gelten immer noch als Tabuthema. Leider! Denn zum einen ist eine Erektile Dysfunktion (ED), so der medizinische Fachbegriff, weiterverbreitet als viele Menschen glauben. So nimmt die Zahl der davon betroffenen Männer im Alter signifikant zu; bei den 60-Jährigen ist es etwa schon jeder Zweite. Aber auch jüngere Männer sind betroffen! Bei den unter 30zigjährigen ca. 5%! Zum anderen sollte eine erektile Dysfunktion, die im Volksmund auch als Impotenz bezeichnet wird, aber auch deshalb nicht einfach verschwiegen werden, weil es sehr wohl Heilungsmöglichkeiten gibt! Einen weltweit innovativen Therapieansatz verfolgt Prof. Dr. Frank Sommer. Der Professor für Männergesundheit ist nicht nur einer der führenden Ärzte für Mikrochirurgische Refertilisierung, also die Rückgängigmachung einer Sterilisation (Vasektomie), sondern er forscht auch mit großem Erfolg rund um das Thema Erektionsstörungen.Das Ziel von Professor Sommer und seinem Team ist es, dass Männer, die von einer erektilen Dysfunktion betroffen sind, wieder eine spontane und erfüllende Sexualität erleben können. Darüber hinaus sollen mit Hilfe der Therapie defekte Strukturen im Körper wieder verbessert werden. Für seinen Therapieansatz hat Herr Prof. Dr. Frank Sommer sowohl den Paul-Mellin-Gedächtnispreis erhalten als auch den Präventionspreis von Tumor & Health sowie als einziger Europäer die Auszeichnung des amerikanischen Wissenschafts-Kongresses.

    Erst die Untersuchung, dann die maßgeschneiderte Therapie

    Bevor eine maßgeschneiderte Therapie erfolgen kann, ist es zunächst wichtig, die genaue Ursache der Erektionsstörung zu kennen. Deshalb steht am Anfang immer eine mehrstündige Untersuchung durch das Professor-Sommer-Team innerhalb der Männergesundheits-Sprechstunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

    Erektile Dysfunktion: Was kann die Ursache sein?

    In der Untersuchung soll allen voran geklärt werden, ob die Erektionsstörung organisch oder psychisch bedingt ist. Oft liegt auch eine Mischform vor. Denn wenn Männer beispielsweise aufgrund einer körperlichen Vorerkrankung (Diabetes, Arteriosklerose, Erkrankung der Prostata) auch noch unter einer Erektionsstörung leiden, kann das als weitere Folge psychische Probleme haben. Denn so, wie sich ein erfülltes Sexleben positiv auf den gesamten Gemütszustand auswirken kann, besteht im gegenteiligen Fall auch die Gefahr von großen Sorgen, Minderwertigkeitsgefühlen und im schlimmsten Fall von Depressionen.Interessant ist in diesem Zusammenhang eine wissenschaftliche Erkenntnis: Heute wird davon ausgegangen, dass die überwiegende Zahl von erektilen Dysfunktionen (85 bis 90 Prozent) auf eine körperliche Beeinträchtigung zurückzuführen ist. Vor 20 bis 25 Jahren herrschte hingegen noch die Meinung vor, dass Erektionsstörungen in den meisten Fällen eine „Kopfsache“ wären.Das Erfreuliche an dieser neuen Erkenntnis ist: Organisch bedingte Erektionsstörungen lassen sich oft gut behandeln.

    Warum gelingt keine Erektion?

    Bei der Untersuchung durch das Professor-Sommer-Team steht somit die Frage im Mittelpunkt: Was genau ist der Grund, warum gar keine oder keine bis zum Orgasmus ausreichend Erektion möglich ist? In der Männergesundheits-Sprechstunde werden aber nicht nur Gespräche geführt und internationale validierte Fragebögen ausgefüllt, sondern es erfolgen auch körperliche Untersuchungen.

    Immer wird eine spezielle farbkodierte Sonografie, also eine Ultraschalluntersuchung, sowohl des Hodens als auch des Penis vorgenommen. Grob gesagt erfolgt eine Messung der Infrastruktur des Geschlechtsorgans. Weil zum Erreichen einer Erektion aber noch viele weitere Organe sowie verschiedene Gefäß- und Nervensysteme im Körper zusammenwirken, umfasst die Sonografie auch die Brust, die Niere, den Bereich der Prostata und die Blase. Speziell für die vier Gefäße im Penis gibt es noch die sogenannte Doppler-Duplex-Sonografie.

    Ein weiteres Augenmerk der Untersuchung gilt der Blutzufuhr in den Penis sowie der Frage, wie schnell das Blut wieder abfließt beziehungsweise wie viel Blut im Penis gehalten werden kann. Denn davon wiederum hängt ab, ob eine Erektion zustande kommt. In den meisten Fällen ist auch noch eine Blutabnahme erforderlich, damit das Blut selbst auf seine Beschaffenheit untersucht werden kann.

    Um sich ein Bild vom Zustand der Nerven und der Muskeln zu verschaffen, wird bei der Untersuchung auch eine Elektromyographie (EMG) durchgeführt. Diese erfolgt völlig schmerzfrei mit Hilfe von Elektroden, die im Beckenbereich befestigt werden. Diese Messung der Muskelkraft wird Dynamometrie genannt. Mittels spezieller Biothesiometrie werden auch die Nerven des Penis untersucht.Hier wurden noch nicht alle apparativen Untersuchungen erwähnt. Das würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

    Am Ende der Untersuchung verfügt das Professor-Sommer-Team über eine große Anzahl von Daten, die es gemeinsam auszuwerten gilt.

    Wichtig während der gesamten Untersuchung und auch bei der Auswertung und Analyse ist eine bestmögliche Offenheit. Wer sich wieder ein gutes Sexleben wünscht, sollte keine Scheu haben, darüber zu sprechen – nur dann kann es eine individuell passende und erfolgversprechende Therapie geben!

    Es gibt viele Wege, eine Erektionsstörung zu beheben

    Viele Männer, die von einer Erektionsstörung betroffen sind, greifen vorschnell zu Potenzmitteln – oft, ohne zu wissen, welche gesundheitlichen Risiken mit einem bestimmten Medikament verbunden sind. Noch gefährlicher wird es, wenn bestimmte Pillen komplett ohne ärztlichen Rat im Internet bestellt werden.

    Grundsätzlich gilt: Sogenannte PDE-5-Hemmer, wie etwa Viagra, Cialis oder Levitra, können bei einer erektilen Dysfunktion helfen, sind aber auch immer mit Nebenwirkungen verbunden, die individuell sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Deshalb ist es immer besser, vor der Einnahme mit einem Arzt zu sprechen – und noch besser ist es, mit dem Professor-Sommer-Team der Ursache ganz genau auf den Grund zu gehen und dann eine maßgeschneiderte Lösung zu finden. Denn wer es mit Potenzmitteln probiert, damit aber keinen Erfolg hat, kann erst recht in ein Stimmungstief fallen.

    Es muss nicht immer die Potenzpille sein

    So unterschiedlich die Ursachen einer Erektionsstörung sein könne, so unterschiedlich sind auch die möglichen Therapieansätze. Die Bandbreite reicht von einer medikamentösen Behandlung bis zu einem operativen Eingriff. Grundsätzlich möchte das Professor Sommer-Team aber immer eine Verbesserung von den defekten Strukturen erzielen. Durch Erstellung eines individuellen Trainingsprogrammes und Therapieschemas.Bis zum Eintritt der Verbesserung möchte Prof. Dr. Frank Sommer sichergehen, dass Sie eine temporäre Lösung haben, um Ihre Sexualität aus üben zu können. Sollte eine temporärer medikamentöse Behandlung nicht ausreichend sein, stellt die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) eine gute Alternative zu herkömmlichen Potenzpillen dar. Das entsprechende Medikament wird hierbei kurz vor dem gewünschten Sex in den Penis gespritzt. Diese Vorgehensweise mag zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein, ist in vielen Fällen aber deutlich wirksamer als die Einnahme von Tabletten.

    Grundsätzlich kann unterschieden werden, ob Hilfsmittel wie zum Beispiel eine Vakuumpumpe oder einen Penisring eine gute Möglichkeit sind, um wieder ein gutes Sexleben zu haben, oder ob sich bereits durch ein gezieltes Muskel- und Potenztraining (dynamisches Training) Verbesserungen erreichen lassen. Auch Testosteron-Therapien oder andere individuell auf Sie zugeschnittene Therapien haben sich in vielen Fällen als erfolgsbringend erwiesen.

    Wenn die Untersuchung ergeben hat, dass keine organische Beeinträchtigung der Grund für die erektile Dysfunktion ist, sollten die allgemeinen Lebensumstände näher betrachtet werden. So können sich beispielsweise private oder berufliche Belastungen negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Während Stress grundsätzlich schädlich ist, kann sich umgekehrt ein gesunder/gesünderer Lebenswandel (Ernährung, Bewegung) immer positiv auf das gesamte Wohlbefinden auswirken.

    Erektionsstörung – deshalb ist es wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen

    Wie bei jeder Erkrankung gilt auch bei einer erektilen Dysfunktion: Je eher sie behandelt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine Heilung. Bei einer erektilen Dysfunktion kommen aber noch zwei weitere Gründe hinzu, warum es wichtig, bei der Erforschung der genauen Ursache keine Zeit zu verlieren.

    Wenn keine individuelle Therapie erfolgt, nimmt die Wahrscheinlichkeit, eines Tages wieder eine Erektionsfähigkeit zu erlangen, im Laufe der Monate und Jahre kontinuierlich ab. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, ab dem eine Therapie kaum mehr möglich ist. Deshalb: Keine falsche Scheu zeigen und möglichst schnell einen Termin zur Beratung vereinbaren.

    Das Verschleppen einer Erektionsstörung kann auch deshalb gefährlich sein, weil eine Erektile Dysfunktion oft der Hinweis auf eine andere Erkrankung sein kann. So bleiben zum Beispiel Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oft unerkannt, bis sie sich in Folge durch eine Erektionsstörung bemerkbar machen. Auch ein erhöhter Harnsäurewert, der im Zusammenhang mit Gicht auftritt, kann Potenzprobleme verursachen – doch während viele Männer zunächst keinen Gedanken an eine mögliche Gicht-Erkrankung verschwenden, ist es dann eben die Erektionsstörung, die sie darauf aufmerksam macht. Vorausgesetzt, die Erektionsstörung wird nicht zum Tabu-Thema, sondern offen angegangen. Zum Beispiel in der Männergesundheits-Sprechstunde des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

    Erektionsstörung – was lässt sich präventiv dagegen tun?

    Selbst wenn keine andere Vorerkrankung vorliegt und auch psychisch ein guter Zustand vorhanden ist, kann es bei Männern zu einer Erektionsstörung kommen – und zwar vor allem mit zunehmendem Alter. So ist es schlicht und weg dem natürlichen Alterungsprozess geschuldet, dass zum Beispiel die Elastizität des Penisgewebes abnimmt oder eine schlechtere Durchblutung des Schwellkörpers erfolgt. Dies führt dann automatisch zu einer schlechteren Erektion beziehungsweise Standfestigkeit.

    Es gibt allerdings Möglichkeiten, diesen altersbedingten Schwächungen entgegenzuwirken. Empfohlen ist allen voran ein gezieltes Training der Infrastruktur des Penis, dessen Durchblutung aber auch der Beckenbodenmuskulatur und damit auch der Potenzmuskulatur.

    Bei der Untersuchung eines Mannes, der von einer Impotenz betroffen ist, wird insbesondere auf die Durchblutung geachtet. Ist diese zu niedrig, kann es sein, dass eine bislang nicht entdeckte Herz-Kreislauf-Erkrankung der Grund für die ED ist.

    Wer präventiv etwas für seine penile Durchblutung, also gegen drohende Erektionsstörungen leisten will, dem sei grundsätzlich geraten, auf ausreichend Vitamin B12 zu achten. Möglich ist dies durch entsprechende Vitamin-Präparate, besser aber durch eine bewusste Ernährung. Vitamin B12 ist in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Als beste Vitamin-B12-Lieferanten gelten Fleisch (vor allem Rind und Kalb), Fisch, Meeresfrüchte, Eier und Milchprodukte.

    Aber auch Folsäure kann helfen. Diese gibt es zwar ebenfalls in Tablettenform, doch auch hier lässt sich eine Wirkung bereits durch eine geringfügige Umstellung der Ernährung erreichen. Besonders viel Folsäure ist beispielsweise in Vollkornprodukten enthalten, aber auch in Spinat, Tomaten oder Paprika.

    Das Team von Prof. Dr. Sommer berät Sie gern und sorgt dafür, dass Sie alle Informationen erhalten, die Sie für Ihre Entscheidung benötigen. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (0) 40 7410 - 55056 und per Email unter sekretariat@maennergesundheit.info .

  • Viele Krankheiten lassen sich in einem frühen Stadium heilen. Für eine rechtzeitige Diagnose ist die „Vorsorge-Untersuchung“ von entscheidender Bedeutung. Auch ist es möglich, durch die von uns speziell ausgewählten Untersuchungen das Entstehen von Krankheiten zu verhindern. Der Fachmann spricht in diesem Rahmen von Prävention. Es bleibt dabei, die Vorsorge ist ein wahrer Lebensretter!

    Um unseren Patienten eine bestmögliche Vorsorge anbieten zu können, sind u.g. Untersuchungen elementarer Bestandteil einer Vorsorge im Institut für Männergesundheit.

    Untersuchung der männlichen Brust:

    Männer sind vom „Brustkebs“ leider nicht ausgeschlossen. Karzinome imponieren oft als schmerzlose Knoten in der Brust. Glücklicherweise können diese Konten beim Mann oft frühzeitig ertasten werden. Aber auch andere Veränderungen der Brust bedürfen der Aufmerksam eines geschulten Arztes. So können verschiedene Veränderungen zu einer Vermehrung des Fettgewebes und zu einem Brustwachstum führen. Dieses ist zwar meist gutartig (Gynäkomastie), kann jedoch durchaus Zeichen eines krankhaften Prozesses sein. Beispielsweise bemerken viele Hodentumorpatienten als Erstsymptom, bevor eine Raumforderung am Hoden auffällt, eine Gynäkomastie.

    Neben dem manuellen Ertasten ist eine sonograhpische Kontrolle (Ultraschall) der Brust obligat.

    Untersuchung der Hoden

    Leider stellen Hodentumore die häufigste Erkrankung bei jungen Männern (20-40 Jahren) dar. Somit ist eine Untersuchung der männlichen Keimdrüsen unerlässlich und jeder Mann sollte sich routinemäßig einmal monatlich selbst abtasten. Die Diagnose eines Hodentumors erfolgt über die manuelle Palpation und Sonographie. Hierbei ist besonders die Expertise des Untersuchers von entscheidender Rolle und auch spezielle Ultraschallverfahren (Doppler-Duplex) können dem Arzt bei der genauen Diagnose nützlich sein. Zusätzlich können Tumormarker im Blut weiteren Aufschluss bieten (ß-HCG, AFP, pLAP oder LDH).

    Der Penis - Wünschelrute des Herzens

    Ein Leben muss nicht mit einem Herzinfarkt enden. Die penilen Gefäße sind aufgrund ihres geringen Durchmessers von 1-2 mm sehr empfindlich bzgl. Gefäßerkrankungen. Oftmals ist somit der Penis die Erstmanifestation einer krankhaften Veränderung. Durch spezielle sonographische Untersuchungen (Doppler-Duplex-Sonographie) kann überprüft werden, ob ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall (Apoplex) besteht.

    Identifikation des individuellen kardiovaskulären Risikos

    Vor den Krebserkrankungen sind Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems die Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Für eine gute Prävention bedarf es hierbei mehrerer Parameter. Neben der o.g. Sonographie der penilen Gefäße, eignen sich verschiedene Blutwerte und die Bestimmung des Blutdruckes. Aber auch eine gezielte Anamnese ist wegweisend. Ungesunde, einseitige Ernährung, Rauchen, Übergewicht und Stress stellen eine bedeutende Belastung für das kardiovaskuläre System dar. Durch gezielte Gegenmaßnahmen können dem Patienten schwerwiegende Komplikationen erspart werden.

    Testosteron - Ein kleines Hormon mit großer Wirkung beim Mann

    Gerade für den Mann ist dieses Sexualhormon von entscheidender Bedeutung. Neben Potenz, Körperbau, Bartwuchs, Muskelkraft und Spermienbildung, ist es auch für das geistige Wohlbefinden bedeutend. Ein Testosteronmangel kann über das Blut bestimmt werden. Wichtig ist hierbei, dass nicht nur der alleineinige Testosteronwert, sondern auch die Testosteron-Transportproteine bestimmt werden. Nur das nicht an Transportproteine gebundene Testosteron kann biologisch wirken. Bei einem erniedrigten Testosteronwert (Hypogonadismus) kann eine Substitution in Form von intramuskulären Depot-Injektionen oder Cremes erfolgen.

    Metabolisches Syndrom

    Unsere moderne Zeit ist oft geprägt von hoher Arbeitsbelastung, Stress, einseitiger Ernährung und Bewegungsmangel. Hierdurch treten Bluthochdruck, Übergewicht, Fettstoffwechselstörung und eine Zuckerkrankheit (Diabetes) gehäuft auf. Diese Faktoren kennzeichnen ein metabolisches Syndrom (mS). Langzeitfolge ist eine massive Schädigung des Gefäß- und Herzkreislaufsystems. Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung kann das spezifische Risiko für mS anhand von verschiedenen Parametern (Bauchumfang, spez. Blutwerte, Blutdruck, etc.) ermittelt werden. Durch adäquate Gegenmaßnahmen können Langzeitfolgen abgewendet und ein längeres, gesünderes Leben erreicht werden.

    Der Beckenboden - Ein Garant für Potenz und Kontinenz

    Der aus Binde- und Muskelgewebe bestehende Boden des Beckens wird als Beckenboden bezeichnet. Oft als Frauenangelegenheit belächelt, ist er auch für den Mann für Kontinenz (Stuhl und Urin) als auch für die Potenz unerlässlich!

    Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann, nutze neuste Erkenntnisse aus den USA und führte erstmalig ein spezielles Beckenboden und Core-Training in der deutschen Fußballnationalmannschaft ein. Der sichtbare Penis des Mannes beträgt nur 66,6% der Gesamtlänge. Ein Drittel des Penis befindet sich im Körper und ist nicht sichtbar (intrakorporal). Dieser intrakorporale Anteil wird von der Beckenbodenmuskulatur ringförmig umschlossen und bewirkt eine standfeste Erektion. Manche Experten sprechen in diesem Zusammenhang auch von „Potenzmuskulatur“.

    Zur Prävention einer Potenzschwäche, als Resultat eines insuffizienten Beckenbodens, enthält unsere spezifische Vorsorgeuntersuchung eine Messung des Beckenbodens. Über die diffizile Bestimmung der Muskelströme kann eine Aussage über die Stärke des Beckenbodens getroffen werden. Somit ist es möglich, durch spezielles Training den Beckenboden zu stärken und mögliche Erektionsstörungen vor ihrem klinischen Auftreten zu verhindern.

    Wie bereits oben erwähnt ist der Beckenboden nicht nur für die Erektion, sondern auch für die Ejakulation und Kontinenz verantwortlich. Durch seine anatomische Begebenheit unterstützt er maßgeblich die Schließmuskeln der Blase und des Enddarms.

    Harnblasenkarzinom

    Das Harnblasenkarzinom ist die vierthäufigste Krebserkrankung beim Mann. Rauchen und die Exposition gewisser Chemikalien, beispielsweise in Lacken und Farben, zählen zu den Hauptrisikofaktoren. Frühsymptom ist das Vorliegen von Blut im Urin. Diese Rotfärbung des Urins (Makrohämaturie) ist oft schmerzlos und bedarf einer unabdinglichen ärztlichen Untersuchung.

    Oft sind bereits zuvor kleinere Mengen von Blut im Urin zu finden, welche jedoch nicht mit bloßem Auge sichtbar sind (Mikrohämaturie). Diese Mikrohämaturie kann durch einen Urintest detektiert werden. Die Ultraschalluntersuchung der Harnblase liefert weitere Informationen und ggf. kann eine Blasenspiegelung zur genauen Klärung notwendig sein.

    Ein zuverlässiger Tumormarker im Blut besteht für das Harnblasenkarzinom leider nicht. Jedoch ist es möglich über einen neuartigen Urintest, ein krebsspezifisches Protein (NMP-22) , nachzuweisen.

    Da bei einem Drittel der Patienten bei Diagnosestellung bereits ein fortgeschrittenes Tumorleiden mit einer erhöhten Sterblichkeit besteht, ist unser Rat: Vorsorge ist besser als Nachsorge!

    Die Prostata - Das Schreckgespenst des Mannes

    Die Funktion der Prostata ist oft unbekannt und ihre Erkrankungen sind in der gesamten Männerwelt gefürchtet. Diese Erkrankungen reichen von der gutartigen Vergrößerung mit einhergehender Schwierigkeit beim „Wasserlassen“ bis hin zum Prostatakrebs, welches die häufigste Krebserkrankung beim Mann darstellt.

    Als Vorsteherdrüse ist die Prostata Produzent der Samenflüssigkeit und ihr Anteil am Ejakualt beträgt 10-30%.

    Mit zunehmenden Alter kommt es oft zu einer Prostatavergrößerung. Diese Vergrößerung kann das Wasserlassen erschweren und ein abgeschwächter Harnstrahl mit häufigen Urinieren und kleinen Urinmengen sind die Folge. Die Beschwerden können oftmals durch Medikamente gelindert werden. Um bei schwerwiegenden Prostatavergrößerungen Harnsperren oder auch bleibende Nierenschäden zu vermeiden, ist eine Untersuchung der Prostata im Rahmen einer regelmäßigen Vorsorge wichtig.

    Die Untersuchung erfolgt über das Austasten der Prostata über den Enddarm und durch die Sonographie. Dabei ist gerade das Austasten der Prostata von entscheidender Bedeutung. Hierbei kann nicht nur eine Vergrößerung, sondern auch eine krankhafte Verhärtung, wie sie beim Prostatakrebs vorliegen kann, detektiert werden. In Zusammenschau mit dem Prostata-Spezifischen-Antigen (PSA), dem sich im Blut befindenden Tumormarker, können Prostatakarzinome rechtzeitig erkannt und therapiert werden. Mit einer frühen Diagnosestellung kann die Therapie wesentlich verbessert werden. Durch die moderne Medizin kann die Sterblichkeit so erheblich verringert und die Kontinenz inklusive Potenz oft erhalten werden.

    Die Nieren - Waschmaschine des Körpers

    Dieses bohnenförmige Organ ist paarig im Körper vorhanden und sorgt mit seinem Filtersystem für die Ausscheidung von Giftstoffen und anderen Stoffwechselprodukten. Auch wird der Flüssigkeitshaushalt über dieses Organ reguliert. Ein Leben ohne Nieren ist nur durch eine Lebensqualität einschränkende Blutwäsche (Dialyse) möglich. Verschiedene Krankheiten können die Niere schädigen und Ihre Funktion nachhaltig beeinflussen. Das tückische ist hierbei: Oft fehlen die Symptome und die Beschwerden treten erst auf, wenn ein irreversibler Schaden entstanden ist. Durch eine Blutanalyse kann die Nierenfunktion detektiert und mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung können Harntransportstörungen, Nierensteine oder Tumore rechtzeitig erkannt und die Nierenfunktion erhalten werden.

    Darum liebe Männer, ist es wichtig die Nieren durch eine Vorsorge regelmäßig zu untersuchen. Ein Leben muss nicht an der Dialyse enden!

    Oben sind nur einige wesentliche Untersuchungen aufgeführt. Es ist auch entscheidend, was Sie in der Anamnese (Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt) erzählen, was für Untersuchungen alles durchgeführt werden müssen.

    Aber eine Mindestanforderung ist und das Folgende sollte auf jeden Fall bei Ihnen untersucht werden:

    • Brust-Untersuchung (ab dem 40. Lebensjahr)
    • Prostatakarzinomvorsorge (ab dem 45. Lebensjahr oder bei familiärer Vorbelastung ab dem 40. Lebensjahr)
    • Hoden-Check (jedes Alter)
    • Blutdruck-Messung (ab dem 35. Lebensjahr)
    • Austausch und entsprechende Untersuchungen, ob man herzinfarkt- oder schlaganfall-gefährdet ist
    • Tastuntersuchung des Enddarms (ab dem 50. Lebensjahr)

    Das Team von Prof. Dr. Sommer berät Sie gern und sorgt dafür, dass Sie eine umfassende und individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Vorsorge erhalten. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (0) 40 7410 - 55056 und per Email unter sekretariat@maennergesundheit.info .


  • Refertilisierung: Eine Vasektomie ist umkehrbar

    Eine der sichersten Verhütungsmethoden ist die Vasektomie (Sterilisation). Etwa acht Prozent aller Männer entscheiden sich nach eingehender medizinischer Beratung dafür, mit steigender Tendenz. Doch Lebensumstände können sich bekanntlich ändern – und womöglich besteht Jahre später nach dem Eingriff doch ein Kinderwunsch, zum Beispiel, weil es eine neue Partnerschaft gibt oder finanzielle Verhältnisse sich verbessert haben. Viele Männer fragen sich dann, ob die Vasektomie sich wieder rückgängig machen lässt. Die Antwort lautet: Ja!. Vasektomien sind heute keine endgültige Entscheidung mehr, die ein Leben lang Bestand haben muss. Dank der mikrochirurgischen Refertilisation, die Prof. Dr. Sommer am Institut für Männergesundheit in Hamburg seit vielen Jahren erfolgreich durchführt, kann die Zeugungsfähigkeit nach einer Vasektomie wiederhergestellt werden.

    Vaso-Vasostomie und Vaso-Epididymostomie: Was geschieht bei einer Refertilisation?

    Bei der Refertilisierung handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der es ermöglicht, die Zeugungsfähigkeit des Mannes nach einer Vasektomie komplett wiederherzustellen. Grundsätzlich gibt es zwei Herangehensweisen: die Vaso-Vasostomie und die Vaso-Epididymostomie. Beide erfordern Feingefühl und Operationsgeschick und werden aufgrund der feinen anatomischen Verhältnisse unter dem Mikroskop bei bis zu 24-facher Vergrößerung durchgeführt. Welches Verfahren geeignet ist, um den Patienten wieder zeugungsfähig zu machen, entscheiden die Ärzte individuell, zumeist während der Operation durch eine spezielle Untersuchung der Samenflüssigkeit. Beide Eingriffe werden in Hamburg ambulant und in Vollnarkose durchgeführt. Damit die Operation von Erfolg gekrönt ist, sind Voruntersuchungen wichtig. Dazu gehören ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung inklusive Ultraschall und eine Blutabnahme. Anhand der Blutabnahme lässt sich erkennen, ob noch Spermien im Hoden gebildet werden. Für uns ist es selbstverständlich, den Patienten vor dem Eingriff maximal aufzuklären – auch über die postoperative Nachsorge.

    Schwanger trotz Vasektomie: Erfolgsaussichten von über 95 Prozent

    Nur langjährig erfahrene, mikrochirurgisch versierte Operateure sind in der Lage, eine erfolgreiche Refertilisierung durchzuführen. Prof. Dr. Frank Sommer ist einer der weltweit führenden Chirurgen auf dem Gebiet der Refertilisierung. Er führt diese bereits seit über 20 Jahren durch, mehr als 2.000 Refertilisierungen sind dabei zusammengekommen. Prof. Sommers Erfolgsquote bezüglich der Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit liegt bei über 95 Prozent! Für Patienten bedeutet das: Die Schwangerschaftsraten sind nach dem Eingriff so hoch, als hätte sich der Patient nie einer Vasektomie unterzogen. Übrigens: Eine Studie untermauert, dass es für eine Refertilisierung nie zu spät ist (A Magheli et al. 2010). Laut der Studie ist die Spermienqualität in der Samenflüssigkeit von Männern, bei denen die Sterilisation länger her ist oder die schon älter sind, genauso gut wie bei jüngeren Männer und bei Männern, bei denen die Sterilisation vor kurzem erfolgt ist.Bei Prof. Sommer und seinem Team sind Patienten in guten Händen, und zwar vor, während und nach der Operation. Nach der Entlassung wird eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet, sodass sämtliche Fragen sofort beantwortet werden können. Nach der Operation ist eine dreitägige Ruhezeit empfehlenswert. Je nach Ausmaß der körperlichen Beanspruchung im Beruf erfolgt eine Krankschreibung für 7 bis 14 Tage. Patienten, die schnell wieder sexuell oder auch sportlich aktiv sein wollen, können dies nach etwa 14 Tagen tun. Leistungssportler sollten sich allerdings 6 Wochen gedulden.

    Eine Refertilisierung will wohl überlegt sein. Sie haben weitere Fragen? Das Team von Prof. Dr. Sommer berät Sie gern und versorgt Sie selbstverständlich mit allen Informationen, die Sie für Ihre Entscheidung benötigen. Das Team von Prof. Dr. Sommer berät Sie gern und sorgt dafür, dass Sie alle Informationen erhalten, die Sie für Ihre Entscheidung benötigen. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (0) 40 7410 - 55056 und per Email unter sekretariat@maennergesundheit.info .

  • Verschiedene Medikamente können die Sexualität des Mannes beeinflussen. Leider nicht immer positiv. So können bestimmte Medikamentengruppen die Sexualfunktion dauerhaft schädigen. Hierzu zählen besonders Antidepressiva, als auch Mittel zur Behandlung einer symptomatischen Prostatavergrößerung (BPH), erblich bedingten Haarausfall oder auch Medikamente zur Behandlung von Akne (Retinoide).

    Post-Finasterid-Syndrom

    Der Wirkstoff Finasterid findet sich sowohl in Medikamenten gegen den erblich bedingten Haarausfall, als auch zur Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung, wo es eine Volumenreduktion der Prostata bewirkt. Die Wirkung beruht auf Hemmung der 5-Alpha-Reduktase. Dadurch wird die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) gehemmt. Zwar steigt dadurch der Testosteronspiegel leicht um 10%, allerdings wird die Bildung von Dihydrotestosteron zu 70 % blockiert. Dies ist von entscheidender Bedeutung, denn das hydroxylierte Testosteron (DHT) ist weitaus potenter und entfaltet eine stärkere Wirkung als Testosteron.

    Nebenwirkungen der Finasterid-Einnahme sind lange bekannt. Neben Libidoverlust, kann Fiansterid durch Umbauprozesse im Penis zu einer erektilen Dysfunktion führen. Auch Symptome einer schweren Erschöpfung bis zu einer starken Depression sind möglich.

    Ein Wirkstoff mit ähnlicher Wirkung zum Finasterid ist das neuere Dutasterid. Auch hier erfolgt die Anwendung bei einer vergrößerten Prostata. Während Fianstarid jedoch nur die 5-Alpha-Reduktase Typ 1 inhibiert, hemmt Dutasterid zusätzlich die 5-Alpha-Reduktase Typ 2. Generell besitzt Dutasterid neben Impotenz, Ejakulationsstörung und Libioverlust ähnliche Nebenwirkungen wie Finasterid. Auch kann die Einnahme eines 5-Alpha-Reduktase-Hemmers zu einem Brustwachstum beim Mann führen.

    Zur genauen Diagnosestellung erfolgen im Institut für Männergesundheit die genaue Analyse der Infrastruktur der Schwellkörper, Messung der penilen Nerven und Bestimmung der arteriellen Perfusionen. Hierbei ist ebenfalls zu klären, wie gut das Blut im Schwellkörper gehalten werden kann.

    Antidepressiva - Post SSRI-Sexual-Dysfunktion (PSSD)

    Antidepressiva sind weit verbreitete Medikamente. 15% der Bevölkerung der Industrienationen nehmen Antidepressiva täglich ein. 2 große Gruppen der Antidepressiva stellen die SSRI (Selektive Serotinin Reuptake Inhibitoren) und SNRI (Selektive Noradrenalin Reuptake Inhibitoren) dar. Hierzu zählen bekannte Wirkstoffe wie Escitalopram, Fluoxetin, Sertalin, Paroxetin oder Venlafaxin und Duloxetin.

    Neben ihren guten Eigenschaften zur Behandlung einer Depression haben diese Medikamente leider auch Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, aber auch die Beeinträchtigung von Sexualfunktionen kann die Folge sein. Hierbei sind besonders die erektile Dysfunktion und die Ejakulationsstörungen zu nennen. Auffällig ist, dass die Beschwerden auch nach Absetzten des Medikamentes weiter bestehen können und es somit zu einem langfristigen Schaden kommen kann.

    In einer amerikanischen Studie wurden 300 Männer mit sexueller Dysfunktion nach SSRI-Einnahme untersucht. 8 Männern gaben an seit über 10 Jahren, nach letzter SSRI-Einnahme, an sexueller Dysfunktion zu leiden. Generell wird eine große Dunkelziffer an Betroffenen vermutet. Zum einem ist dies an die Scham und Angst gebunden, über eine sexuelle Dysfunktion offen zu kommunizieren, zum anderen fragen auch Ärzte oftmals nicht nach Veränderung der sexuellen Funktion.

    SSRI´s greifen in den Serotonin-Stoffwechsel des Körpers ein. Es wird vermutet, dass es nach Absetzten zu entzugsartigen Symptomen kommt, wodurch ein PSSD (Post SSRI-Sexual-Dysfunktion) ausgelöst wird.

    Historisch wurde erstmals 1960 über ein Taubheitsgefühl im Genitalbereich in Kombination mit einer verzögerten Ejakulation (Ejakulatio retarda) durch die Einnahme eines SSRI (Amitryptlin) berichtet. Dieses Nebenwirkungsprofil machte man sich zunutze und 1973 wurde Clomipramin zur Behandlung des frühzeitigen Samenergusses (Ejaculatio Praecox) zugelassen.

    Interessanterweise erkranken Frauen doppelt so häufig an Depressionen als Männer. Allerdings tritt PSSD bei den Männern 6x mal häufiger als bei den Frauen auf. Somit kann eine geschlechtsspezifische Ursache angenommen werden.

    Eine Metaanalyse der Literatur zeigte, dass PPSD bereits einen Tag nach Einnahme des Antidepressivums auftreten kann und im längsten Fall bis zu 20 Jahren nach der letzten Einnahme bestehen kann. Hierbei werden als Ursache die Herunterregulation des 5HT1A-Rezeptors, epigenetische Faktoren und die serotonerge Neurotoxizität vermutet.

    Wir empfehlen bei Symptomen eine medizinische Vorstellung. Nur nach exakter Diagnosestellung kann eine suffiziente Therapie erfolgen.

    Post-NOAK-Syndrom

    Rivaroxaban, Apixaban oder Edoxaban zählen zu den Neuen Oralen Anti-Koagulantien (NOAK). Über die Hemmung von speziellen Gerinnungsfaktoren sind Sie als „Blutverdünner“ sehr beliebte Medikamente. Musste beim klassischen Blutverdünner Marcumar noch regelmäßig über eine Blutentnahme der Gerinnungswert (Quick-Wert) gemessen werden, um eine ideale Dosierung zu gewährleisten, ist dieses bei den NOAK nicht mehr notwendig.

    Eingesetzt werden Blutverdünner zur Prophylaxe eines Schlaganfalles bei Vorhofflimmern, aber auch zur Behandlung von pulmonalen Embolien oder Tiefen-Beinvenen-Thrombosen. Bei diesen neuartigen, gut wirksamen Blutverdünnern, bestehen Nebenwirkungen auch in Form von sexuellen Störungen.

    Retinoide

    Akne ist eine häufige, bekannte Krankheit. Als Auslöser gelten eine hormonelle Dysbalance, Stress und einseitige Ernährung. Bei einer Prävalenz von bis zu 95% erkrankt fast jeder Mensch schwerer oder leichter im Leben an Akne vulgaris. Doch nicht nur Jugendliche sind betroffen. Auch erwachsene Männer können an Akne erkranken. Diese kann nicht nur am Gesicht, sondern auch am Rücken und Oberkörper auftreten.

    Zur Behandlung von Akne wird der Wirkstoff Isotretinoin eingesetzt. Häufige Nebenwirkungen sind hier neben Hauttrockenheit, Augentrockenheit, allergische Reaktionen und Muskelbeschwerden. Sehr selten kann es jedoch auch zu Verhaltensauffälligkeiten, UV-Überempfindlichkeit und Störungen der sexuellen Funktion kommen.

    Bestehen sexuelle Störungen, so erfolgt im Institut eine ausführliche Diagnostik und zielorientierte, individuelle Therapie.

    Auch hierzu führen wir im Institut für Männergesundheit eine umfassende, ausführliche Diagnostik durch, sodass wir durch eine spezifische Therapie gute Heilerfolge erzielen können. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (0) 40 7410 - 55056 und per Email unter sekretariat@maennergesundheit.info .

Operative Eingriffe

  • Vaso-Vasostomie – der Weg zu einer natürlichen Schwangerschaft

    Die Vaso-Vasostomie ist die einzige Möglichkeit, nach einer Vasektomie eine natürliche Schwangerschaft herbeitzuführen. Andere Verfahren haben schlechtere Erfolgsquoten und können deutlich höhere Kosten bedeuten. Die Vaso-Vasostomie ist ein mikrochirurgisches Verfahren, bei dem der Operateur mit einem hochauflösenden Mikroskopund sehr feinen Instrumenten arbeitet, um die hodennahen Samenleiter des Mannes durch ein mehrschichtiges Nahtverfahren operativ wieder miteinander zu verbunden. Prof. Sommers Erfolgsquote liegt bei 92 Prozent. Er hat bislang weit über 2.000 Eingriffe dieser Art durchgeführt, Patienten sind somit bei ihm in besten Händen.

    Vaso-Epididymostomie – ein anspruchsvoller Eingriff

    Es kann vorkommen, dass der untere Teil des Samenleiters bzw. der Übergang vom Nebenhoden in den Samenleiter oder aber einige kleine Nebenhodenkanälchen verschlossen sind. Die Folge: In diesem Fall kommt die vergleichsweise komplexe Vaso-Epididymostomie (auch:. Epididymo-Vasostomie oder Epididymovasostomie) zur Anwendung. Dabei werden die Samenleiter mit den noch feineren und kleineren Nebenhoden-Kanälchen verbunden. Die Vaso-Epididymostomie ist in etwa 23 Prozent der Fälle der Eingriff der Wahl. Da er technisch hochanspruchsvoll ist, kann der Eingriff nur von versierten Operateuren wie Prof. Sommer durchgeführt werden.

    Erneute Refertilisierungs-Operation

    Zu uns nach Hamburg kommen viele Männer, die eine erfolglose Refertilisierungsoperation hinter sich haben. Das kann viele Gründe haben. Möglicherweise wurde keine mikrochirurgische Technik angewandt oder der Operateur war nicht erfahren genug. Als Spezialisten auf dem Gebiet können wir diesen Männern in Hamburg meistens helfen! Allerdings bedarf es dafür des alten Operationsberichts und einer eingehenden Untersuchung durch Prof. Sommer. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er eine erneute Refertilisierungsoperation durchführen können, damit Ihrer Zeugungsfähigkeit nichts mehr im Wege steht!

  • Die Verminderung oder das Ausbleiben des Ejakulates (Samenflüssigkeit) ist behandelbar, wenn es durch einen Verschluss der ductuli ejaculatores (Transportwege der Samenflüssigkeit in der Prostata-Region) bedingt ist. Die Ursache dafür liegt häufig in vorangegangenen Infekten.
    Verminderung oder Fehlen der Samenflüssigkeit kann zu einer Einschränkung oder zum Verlust der Zeugungsfähigkeit führen. Bei manchen Patienten wird bei dieser Erkrankung sogar der Orgasmus als schmerzhaft empfunden.
    Man kann nach einer Ejakult-, Urinanalyse und eine Ultraschalluntersuchung diese Diagnose oft stellen. Eine operative Eröffnung (TURED) dieser Gänge kann dann durch den geübten Operateur in einem kurzen Eingriff erfolgen.
    Man kann diese Diagnose durch eine Ejakulat-, Urinanalyse und eine Ultraschalluntersuchung oft feststellen. Eine operative Eröffnung (TURED) dieser Gänge kann dann durch den geübten Operateur in einem kurzen Eingriff erfolgen.
    Nach diesem Eingriff zeigt sich oft eine gute Verbesserung des Ejakulates mit verbesserter Zeugungsfähigkeit sowie ein nachlassendes Schmerzgefühl beim Orgasmus.

  • Besteht kein Kinderwunsch oder ist die Familienplanung abgeschlossen, stellt sich die Frage der Empfängnisverhütung. Die dauerhafte Durchtrennung der Samenleiter (Vasektomie) stellt in der Partnerschaft eine gute und vor allem sichere Alternative zur für die Frau ggf. belastenden hormonellen Empfängnisverhütung, wie beispielsweise die "Pille", dar.
    Während dieser kurzzeitigen ambulanten (es ist kein stationärer Aufenthalt notwendig!) Operation werden durch zwei minimale, kaum erkennbare Schnitte an der Haut des Hodensacks die beiden Samenleiter aufgesucht und durchtrennt.
    Wir bieten auch die Methode der "Non-Scalpel-Vasektomie" (NSV) an. Die Non-Scalpel-Vasektomie ist eine noch minimal invasivere Methode der Vasektomie, bei der kein Skalpell verwendet wird.
    In einem persönlichen Gespräch können wir gemeinsam erörtern, welche Methode für Sie die Beste ist!
    Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf die erlebte Sexualität, hormonelle Situation und die Prostata (Vorsteherdrüse) des Mannes. Sie ist eine sichere, effektive und vor allen Dingen unbelastende Methode, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden.

  • Der Fortschritt der medikamentösen Behandlung der Erektionsstörung hat zu einer deutlichen Verbreiterung des Therapiespektrums geführt.

    Schwellkörperimplantate werden operativ in den Penis eingesetzt und ermöglichen eine Versteifung des Gliedes. Solche Implantate kommen für Männer mit Erektionsstörungen in Betracht, bei denen alle anderen Therapieoptionen nicht zum Erfolg geführt haben.

    Es gibt verschiedene Modelle:
    Bei hydraulischen Implantaten wird mit einer Pumpe, die in den Hodensack eingesetzt ist, Flüssigkeit in einen künstlichen Schwellkörper gepumpt, bis der Penis steif ist. Auf diese Weise lässt sich ein natürlicher Erektionsablauf nachahmen. Ein erfülltes Sexualleben mit entsprechender Verbesserung der Lebensqualität kann so erreicht werden.

  • Eine Penisverkrümmung kann angeboren oder erworben sein. Sie kann sowohl beim Mann als auch bei der Frau zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Die Verkrümmung stellt für manche Männer einen Unsicherheitsfaktor dar und kann zu einer seelischen Belastung führen, bis hin zur Isolation vom anderen Geschlecht.

    Die häufigste Form der erworbenen Penisverkrümmung ist durch eine Induratio penis plastica (IPP) bedingt. Auch hier kann geholfen werden.

  • Die Länge und der Umfang des menschlichen Penis sind ausgesprochen großen Variationen unterworfen. Die mittlere Länge des erigierten Gliedes bei deutschen Männern beträgt ca. 13 cm. Ein erigierter Penis von unter 7,5 cm wird als Mikropenis bezeichnet. Hier besteht eine medizinische Indikation zur Behandlung. Es gibt Männer mit einer Länge des erigierten Penis von über 7,5 cm, die sich einen größeren Penis wünschen; hier kann sogar ein deutlicher Leidensdruck bestehen, jedoch ist keine medizinische Indikation zur Penisvergrößerung gegeben, sondern die Indikation wird höchstens aus kosmetischen Gründen gestellt. Es kann aber in einigen Fällen eine Indikation aus psychologischer Sicht für einen solchen operativen Eingriff bestehen.

  • Was ist eine Hydrozele?

    Eine Hydrozele ist eine Ansammlung von Flüssigkeit innerhalb der verschiedenen Hodenhüllen und führt oft zu einer unangenehmen Vergrößerung des Hodensacks. Sie tritt meistens im Erwachsenenalter (erworbene Hydrozele) beispielsweise nach Entzündungen auf, wird aber auch bei ein bis zwei Prozent der Neugeborenen angetroffen. Eine Operation kann je nach Beschwerdebild in allen Altersklassen erforderlich werden.

    Wie entsteht eine Hydrozele?

    Eine erworbene Hydrozele kann aus folgenden Gründen entstanden sein:

    • Entzündungen von Hoden oder Nebenhoden
    • Gewalteinwirkungen, beispielsweise durch Schläge oder Tritte
    • Hodentumor

    Im Neugeborenenalter oder sogar schon davor steigen die Hoden von der Bauchhöhle in den Hodensack hinab. Sie nehmen dabei einen Teil des Bauchfells mit in den Hodensack. Dieses Stück des Bauchfells bildet danach einen kleinen Spaltraum, der sich zum Bauchfell meist schon vor der Geburt, manchmal auch erst zum ersten Lebensjahr hin verschließt. Bleibt dieser Verschluss aus, so kann sich Flüssigkeit in dem Spaltraum ansammeln und zu einem Anschwellen des Hodensacks führen. Dies bezeichnet man als angeborene Hydrozele.

    Welche Symptome gibt es?

    Meist ist eine Anschwellung des Hodens das Leitsymptom. Diese ist im Falle einer Hydrozele meistens schmerzlos und sollte auf jeden Fall von einem Arzt angeschaut werden.

    Welche Untersuchungen werden zur Diagnose benötigt?

    Das Verfahren der Wahl ist eine Ultraschalluntersuchung. In einzelnen unklaren Fällen kann eine Magnetresonanztomografie Aufschluss geben. Man kann die Hydrozele auch mit den Fingern ertasten (sollte der Arzt machen, um die Oberflächenbeschaffenheit zu bestimmen). Bei Leistenbrüchen – die auch zu einer Vergrößerung des Hodensack-Inhaltes führen können – kann der Arzt diese oft am äußeren Leistenring ertasten oder mit einem Stethoskop Darmgeräusche im Hodenbereich wahrnehmen.

    Welche therapeutischen Möglichkeiten bestehen bei der Hydrozele?

    Bei größeren Hydrozelen ist aus kosmetischen Gründen oder bei Beschwerden beim Sitzen und Gehen eine Operation sinnvoll. Sollte bei einem Kind die Hydrozele über das erste Lebenshalbjahr hinaus fortbestehen, so kann eine Operation nötig sein. Eine Punktion mit einer Nadel sollte wegen des Infektionsrisikos und und der Gefahr des Immer-Wiederkehrens des Wasserbruches hiernach nicht durchgeführt werden.

    Operationstechnik:

    Der Operateur erreicht die Hydrozele meistens durch direkte Eröffnung des Hodensackes, lässt dann die Flüssigkeit ab, schneidet einen Teil der Hodenhüllen, welche den Bruch umgaben, heraus und vernäht diese wieder. In einzelnen Fällen muss von der Leiste her operiert werden.
    Eine Wiederkehr (Rezidiv) der Hydrozele ist nicht immer auszuschließen. Es kann dann ein weiterer Eingriff notwendig werden.
    In der Männergesundheit werden alle Formen der Diagnostik und auch der Therapie angeboten. Wir beraten Sie hierzu gerne.

  • Was ist eine Phimose?

    Bei einer Phimose ist die Vorhaut des männlichen Gliedes entweder mit der Eichel fest verklebt oder lässt sich nicht über die Eichel zurückschieben.
    Es gibt vollständige und unvollständige Phimosen. Vollständig heißt, dass man die Vorhaut auch bei erschlafftem Glied nicht zurückschieben kann, unvollständig heißt, es ist nicht möglich, die Vorhaut beim steifen Glied zurückzuschieben.

    Wie entsteht eine Vorhautverengung?

    Eine Vorhautverengung ist im Neugeborenen- und Säuglingsalter normal. Bis zum dritten Lebensjahr lässt sich die Vorhaut dann aber üblicherweise leicht zurückschieben. Sollte dies nicht möglich sein, spricht man von einer Phimose.
    Etwa ein Prozent der 16- bis 18-jährigen haben noch eine Phimose, aber auch mit zunehmendem Erwachsenenalter kann es zu einer Vorhautverengung kommen. Diese sollte dann operativ entfernt werden. Zum einen aus hygienischen Gründen, zum anderen kann eine Phimose den ungehinderten Urinfluss beeinträchtigen. Zudem weiß man, dass die Ansammlung von Rückständen körperlicher Sekrete unter der Vorhaut Krebs erzeugen kann. Meistens steht jedoch die Beeinträchtigung – oft während des Geschlechtsverkehrs – durch das Nichtzurückschiebenkönnen der Vorhaut an sich im Vordergrund.

    Weitere Gründe der Phimose sind Entzündungen und in sehr seltenen Fällen genetische Veranlagung. Zu nennen sind hier das Kindler Syndrom, eine erbliche Hauterkrankung, und der Lichen sclerosus (oft weiße, narbenartige Hautveränderungen), eine chronisch entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die zu den Autoimmunerkrankungen zählt.
    Man sollte nicht versuchen, die Vorhaut mit Gewalt zurückzuziehen. Es kommt dabei zu kleinen Verletzungen oder Einrissen in der Vorhaut, die zu einer Verschlechterung der Vorhautverengung führen können.

    Welche Symptome gibt es?

    Eine Phimose kann das ganze Leben Fortbestand haben, ohne dass Probleme entstehen. Entzündungen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen sind aber häufige Symptome. Eine angeborene narbige Enge der Vorhaut sollte bis zur Einschulung operativ versorgt werden.
    Ausnahmen sind Vorhautverengungen, die zu einer Harnstrahlabschwächung führen und ein Ballonphänomen der Vorhaut beim Wasserlösen zur Folge haben können. Diese sind immer und in jedem Alter zu operieren.
    Die Erektion des Gliedes kann durch die Phimose beeinträchtigt werden, so dass das anschließende Zurückziehen der Vorhaut Schmerzen bereitet. Oder die Vorhaut kann nicht wieder zurückgezogen werden, bis der Penis erschlafft. Bei stark ausgeprägter Phimose kann es dazu kommen, dass nach Erschlaffen des Gliedes die Vorhaut nicht wieder zurückgestreift werden kann und hinter der Eichel einen Blutstau durch Einschnürung verursacht. Dies nennt man Paraphimose; sie muss zügig korrigiert werden, notfalls durch einen Arzt.
    Bei Verdacht auf eine Entzündung (Rötung, Schwellung, Schmerzen beim Wasserlassen) unter der Vorhaut müssen Sie ebenfalls einen Arzt aufsuchen.

    Welche sonstigen Probleme können bei einer Vorhautverengung auftreten?

    Das Risiko, an einem Peniskrebs zu erkranken, ist bei Bestehen einer Phimose erhöht, da durch die Verengung das Glied, insbesondere die Eichel, nicht regelmäßig gesäubert werden kann.

    Wie diagnostiziert man eine Phimose?

    Der Arzt erkennt eine Vorhautverengung mit Hilfe der körperlichen Untersuchung: Lässt sich die Vorhaut nicht oder nur teilweise zurückschieben oder zeigt sich beim Zurückstreifen der Vorhaut über die Eichel ein Schnürring, so liegt eine Vorhautverengung vor.

    Wie wird die Vorhautverengung behandelt?

    Operation: Diese Operation nennt man auch Beschneidung oder Zirkumzision. Sie erfolgt meistens unter lokaler Betäubung, kann aber auf Wunsch auch in Vollnarkose erfolgen!
    Die Vorhaut wird dabei entweder ganz oder teilweise entfernt – je nach Befund bzw. Wunsch des Patienten. Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden, die sich nur in Einzelheiten unterscheiden und prinzipiell alle gleichwertig sind. Es werden fast immer Nähte verwendet, die sich nach der Wundheilung selbst auflösen, so dass eine Fadenentfernung nicht notwendig ist.
    In der Männergesundheit werden alle Formen der Therapie der Phimose durchgeführt. Wir beraten Sie gerne und legen mit Ihnen gemeinsam fest, ob zum Beispiel eine komplette Beschneidung erfolgen soll oder ob Sie einen Teil der Vorhaut behalten möchten, so dass die Eichel noch teilweise bedeckt ist.

  • Eine Varikozele ist eine Schwellung im Hodensack, die meist nur linksseitig auftritt und oft zu einer überwärmung des Hodens führen kann. Ursache ist eine Blutstauung in den Venen des Samenstrangs. Ungefähr 15 % der erwachsenen Männer haben eine Varikozele. Bei Jugendlichen sind zumeist fünf Prozent betroffen.

    Wie kommt es zu einer Varikozele?

    Ursache der Varikozele ist meistens ein erschwerter Blutabfluss der Hodenvene in die linke Nierenvene, da hier ein für den Fluss ungeeigneter Winkel zwischen den beiden Gefäßen besteht. Auf der rechten Seite fließt das venöse Blut unmittelbar in die untere Hohlvene in einem für die Flusseigenschaften günstigeren spitzeren Winkel.
    Infolge einer Druckerhöhung können die Venenklappen der Hodenvene geschwächt werden. Blut kann nicht mehr komplett in die linke Nierenvene abfließen. Es kommt zu einer Aussackung des Venenkomplexes, welche von außen sichtbar werden kann (z. B. „Sack voll Würmer“). Es gibt weitere Theorien für die Entstehung eines erschwerten Blutabflusses:
    Die Nierenvene kann durch die Hauptschlagader oder einen ihrer Abgänge verengt werden.
    Zystische, gutartige und bösartige Raumforderungen (Tumoren) in der Niere.
    Gefäßeinreißungen und Blutgerinnsel im Venenkomplex des Samenstrangs, die den Blutabfluss erschweren.

    Welche Symptome gibt es?

    Wie beim Wasserbruch des Hodens kann es zu Hodenschwellungen und dumpfem Spannungsgefühl mit Schmerzen beim Stehen oder Laufen kommen. Meistens wird die Varikozele jedoch als Zufallsbefund vom Arzt entdeckt oder infolge einer Abklärung einer männlichen Zeugungsunfähigkeit, da eine Varikozele negativen Einfluss auf die Spermaqualität haben kann.

    Welche Untersuchungen sollten durchgeführt werden?

    Sollten Sie an einer Varikozele leiden, so kann man durch Abtasten feststellen, wie ausgeprägt die Aussackung ist. Zudem führt man eine spezielle Ultraschalluntersuchung zur genaueren Bestimmung durch (Doppler-Duplex-Sonographie des Samenstrangs). Zum Ausschluss von raumfordernden Geschwüren der Niere wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Bei unerfülltem Kinderwunsch kann ggf. eine verminderte Fruchtbarkeit auf eine Varikozele zurückgeführt werden. Daher sollte eine zusätzliche Spermienuntersuchung erfolgen.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Die Behandlung der Varikozele wird nach Ausmaß und Schweregrad vorgenommen. Bei den Therapieverfahren muss zwischen Operation und Sklerosierung (Verödung) der Venen unterschieden werden. Die Zugangswege sind hierbei vielfältig. Es gibt die Möglichkeit, direkt am Hoden zu operieren, die Leiste freizulegen oder die Operation vom Bauch her zu beginnen. Diese Entscheidung wird je nach Befund getroffen
    Die klassische Operationstechnik ist die Unterbindung der Venen oberhalb des Leistenkanals (in der Leiste).
    Auch klassisch ist ein kleiner seitlicher Bauchschnitt, wobei die Hodenvene hier im Bereich des mittleren Harnleiters unterbunden wird.
    Die Sklerosierungstherapie (antegrad – vom Hoden her oder retrograd – von oben) ist ein etwas neueres Verfahren. Durch einen kleinen Schlauch wird ein spezielles Mittel zur Verödung der Krampfadern injiziert.
    Eine neue Operationsmethode ist die laparoskopische (Schlüssellochtechnik) Varikozelektomie. Welcher Stellenwert ihr zuzuordnen ist, wird in Langzeitstudien zu überprüfen sein.
    Bei Kindern sollte man routinemäßig die mikrochirurgische Varikozelenbeseitigung durchführen. Dies ist jedoch auch ein Verfahren, welches wir Erwachsenen anbieten. Durch die mikroskopische Vergrößerung ist es einfacher, die Krampfadern zu identifizieren und die Durchblutung des Hodens zu erhalten.
    In manchen Fällen kann eine Therapie der Varikozele die Fruchtbarkeit verbessern.
    Das komplette Spektrum der Behandlung der Varikozele wird vom Männergesundheitsteam beherrscht.

  • Männern, die einen chronischen Hodenschmerz nicht „in den Griff“ bekommen, können wir nach vorheriger eingehender Untersuchung und Testung die mikrochirurgische testikuläre Denervierung (Samenstrangneurolyse) als operative Alternative anbieten.