Behandlungsangebote

Das Team von Prof. Dr. Sommer sorgt dafür, dass Sie alle Informationen erhalten, die Sie für Ihre Entscheidung für die richtige Behandlung benötigen.

Klinische Schwerpunkte

Refertilisierung - Vasektomien sind nicht mehr endgültig

Die Vasektomie ist eine sehr sichere und häufige Verhütungsmethode. Ungefähr acht Prozent aller Männer wählen diese Methode - Tendenz steigend. Wenn sich allerdings die Lebensumstände ändern und der Wunsch nach einem (weiteren) Kind entsteht, möchten viele Männer ihre Vasektomie wieder rückgängig machen. Rund ein Drittel aller sterilisierten Männer wünschen sich dies im Laufe ihres Lebens.
Lange Zeit ging man davon aus, dass Vasektomien endgültig sind. Durch eine mikrochirurgische Refertilisation kann diese allerdings wieder rückgängig gemacht werden.

Was ist eine Refertilisation?

Die Refertilisierung ist ein operativer Eingriff, durch den die Zeugungsfähigkeit des Mannes wieder vollständig hergestellt werden kann.Abhängig vom individuellen Fall führt der Arzt eine Vasovasostomie oder eine Vaso-Epididymostomie durch. Bei der ersten Verfahrensweise werden die Samenleiter des Mannes wieder miteinander verbunden. Wenn die hodennahen Samenleiter keine Spermien enthalten, wird eine Vaso-Epididymostomie durchgeführt. Hier verbindet der Operateur die Samenleiter mit den Nebenhoden-Kanälchen. Die Entscheidung, welche Methode angewendet wird, treffen erfahrene Operateure während der Operation. Beide Eingriffe werden bei uns am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ambulant und in Vollnarkose durchgeführt.

Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

Entscheidend für den Erfolg der Refertilisierung ist eine langjährige Erfahrung des Operateurs. Der Eingriff erfolgt aufgrund der feinen anatomischen Verhältnisse unter dem Mikroskop bei bis zu 24facher Vergrößerung. Dies setzt sowohl eine hohe mikrochirurgische Versiertheit als auch entsprechend viel Erfahrung beim Operateur voraus. Prof. Dr. Frank Sommer gehört weltweit zu den führenden Chirurgen auf diesem Gebiet. Er führt diese Operation bereits seit über 15 Jahren durch und hat mehr als 1000 Refertilisierungen ausgeführt. Seine Erfolgsquote bezüglich der Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit liegt bei über 95 Prozent. Die Schwangerschaftsraten sind nach dem Eingriff genauso hoch, als hätte der Mann nie eine Vasektomie gehabt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass selbst Männer, bei denen die Sterilisation sehr lange her ist oder die schon ein fortgeschrittenes Alter erreicht haben, genauso gute Spermien in der Samenflüssigkeit haben, wie junge Männer und Männer bei denen die Sterilisation vor nicht langer Zeit erfolgt war (A Magheli et al. 2010).Bei uns sind Sie in guten HändenVor, während und nach der Operation sorgen wir für eine Patientenversorgung auf allerhöchstem Niveau. Prof. Dr. Sommer wird Sie operieren und steht Ihnen auch nach der Operation bei Fragen zur Verfügung. Sollte er nach dem Eingriff nicht anwesend sein können, betreuen Sie hochqualifizierte ärztliche Vertreter. Darüberhinaus haben wir nach Ihrer Entlassung eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet.Nach der Operation sollten Sie sich 3 Tage absolute Ruhe gönnen. Darüberhinaus ist eine Krankschreibung von 7 bis 14 Tagen erforderlich (abhängig vom Ausmaß Ihrer körperlichen Betätigung im Beruf). Schon nach 14 Tagen können Sie wieder sexuell aktiv sein und leichtem Sport nachgehen. Wer Leistungssport betreibt, sollte hiermit 6 Wochen nach der Operation warten.Sprechen Sie uns an.

Das Team von Prof. Dr. Sommer berät Sie gern und sorgt dafür, dass Sie alle Informationen erhalten, die Sie für Ihre Entscheidung benötigen. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 (0) 40 7410 - 55056 und per Email unter sekretariat@maennergesundheit.info .

Operative Eingriffe

  • Vaso-Vasostomie – der Weg zu einer natürlichen Schwangerschaft

    Eine Vasektomie (Samenleiterunterbindung) kann häufig rückgängig gemacht werden. Diese Prozedur nennt sich Vaso-Vasostomie. Die Vaso-Vasostomie ist die einzige Möglichkeit zu einer natürlichen Schwangerschaft. Andere Verfahren haben meist eine schlechtere Erfolgsquote und können deutlich höhere Kosten mit sich bringen.
    Die Vaso-Vasostomie ist ein mikrochirurgisches Verfahren unter Verwendung eines hochauflösenden Mikroskops und sehr feiner Instrumente.
    Dies setzt ein spezielles operatives Training und vor allem große Erfahrung auf dem Gebiet der chirurgischen Refertilisierung (Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit) voraus.
    Dieser Eingriff wird ausschließlich von Prof. Dr. med. Frank Sommer durchgeführt, der auf diesem Gebiet führend ist und weit über 1.000 Eingriffe dieser Art bislang durchgeführt hat. Hierbei ist essenziell, die richtige Technik anzuwenden. Unsere Erfolgsquote bezüglich der Durchgängigkeit nach Zusammenführung der Samenleiter liegt bei 92 %.

    Vaso-Epididymostomie – ein anspruchsvoller Eingriff

    Die operative Zusammenführung des Samenleiters an die noch feineren und kleineren Nebenhodenkanälchen nennt sich Vaso-Epididymostomie. Die Entscheidung, ob eine Vaso-Vasostomie oder eine Vaso-Epididymostomie durchgeführt wird, fällt intraoperativ durch eine spezielle Untersuchung der Samenflüssigkeitsqualität an.
    Je nach Befund wird dann die Vaso-Vasostomie oder der Eingriff der Vaso-Epididymostomie durchgeführt.
    Die Vaso-Epididymostomie ist in ca. 23 % der Fälle der Eingriff der Wahl. Nur sehr mikrochirurgisch versierte und geübte Operateure können dies erfolgversprechend durchführen.

    Erneute Refertilisierungs-Operation

    Sollte bei Ihnen bereits der erfolglose Versuch einer Refertilisierungsoperation (operative Verbindung der Samenleiter nach vorangegangener Vasektomie) durchgeführt worden sein, so kann dies mehrere Gründe haben:
    Es wurde keine mikrochirurgische Technik angewandt
    Der Operateur verfügte nicht über ausreichend Erfahrung, eine Refertilisierungsoperation durchzuführen
    Die Ausstattung des OP-Saales mit den notwendigen Instrumenten und Materialien war nicht für so einen feinen und sensiblen Eingriff ausgelegt
    Eine mangelhafte Durchblutung der neuen Verbindungsstelle der Samenleiter
    Eine etwaige Vaso-Epididymostomie wäre notwendig gewesen, wurde aber nicht durchgeführt
    Wir können anhand des alten Operationsberichtes und einer eingehenden Untersuchung eine Problemlösung erarbeiten und je nach Befund eine erneute Refertilisierungsoperation durchführen.

  • Die Verminderung oder das Ausbleiben des Ejakulates (Samenflüssigkeit) ist behandelbar, wenn es durch einen Verschluss der ductuli ejaculatores (Transportwege der Samenflüssigkeit in der Prostata-Region) bedingt ist. Die Ursache dafür liegt häufig in vorangegangenen Infekten.
    Verminderung oder Fehlen der Samenflüssigkeit kann zu einer Einschränkung oder zum Verlust der Zeugungsfähigkeit führen. Bei manchen Patienten wird bei dieser Erkrankung sogar der Orgasmus als schmerzhaft empfunden.
    Man kann nach einer Ejakult-, Urinanalyse und eine Ultraschalluntersuchung diese Diagnose oft stellen. Eine operative Eröffnung (TURED) dieser Gänge kann dann durch den geübten Operateur in einem kurzen Eingriff erfolgen.
    Man kann diese Diagnose durch eine Ejakulat-, Urinanalyse und eine Ultraschalluntersuchung oft feststellen. Eine operative Eröffnung (TURED) dieser Gänge kann dann durch den geübten Operateur in einem kurzen Eingriff erfolgen.
    Nach diesem Eingriff zeigt sich oft eine gute Verbesserung des Ejakulates mit verbesserter Zeugungsfähigkeit sowie ein nachlassendes Schmerzgefühl beim Orgasmus.

  • Besteht kein Kinderwunsch oder ist die Familienplanung abgeschlossen, stellt sich die Frage der Empfängnisverhütung. Die dauerhafte Durchtrennung der Samenleiter (Vasektomie) stellt in der Partnerschaft eine gute und vor allem sichere Alternative zur für die Frau ggf. belastenden hormonellen Empfängnisverhütung, wie beispielsweise die "Pille", dar.
    Während dieser kurzzeitigen ambulanten (es ist kein stationärer Aufenthalt notwendig!) Operation werden durch zwei minimale, kaum erkennbare Schnitte an der Haut des Hodensacks die beiden Samenleiter aufgesucht und durchtrennt.
    Wir bieten auch die Methode der "Non-Scalpel-Vasektomie" (NSV) an. Die Non-Scalpel-Vasektomie ist eine noch minimal invasivere Methode der Vasektomie, bei der kein Skalpell verwendet wird.
    In einem persönlichen Gespräch können wir gemeinsam erörtern, welche Methode für Sie die Beste ist!
    Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf die erlebte Sexualität, hormonelle Situation und die Prostata (Vorsteherdrüse) des Mannes. Sie ist eine sichere, effektive und vor allen Dingen unbelastende Methode, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden.

  • Der Fortschritt der medikamentösen Behandlung der Erektionsstörung hat zu einer deutlichen Verbreiterung des Therapiespektrums geführt.

    Schwellkörperimplantate werden operativ in den Penis eingesetzt und ermöglichen eine Versteifung des Gliedes. Solche Implantate kommen für Männer mit Erektionsstörungen in Betracht, bei denen alle anderen Therapieoptionen nicht zum Erfolg geführt haben.

    Es gibt verschiedene Modelle:
    Bei hydraulischen Implantaten wird mit einer Pumpe, die in den Hodensack eingesetzt ist, Flüssigkeit in einen künstlichen Schwellkörper gepumpt, bis der Penis steif ist. Auf diese Weise lässt sich ein natürlicher Erektionsablauf nachahmen. Ein erfülltes Sexualleben mit entsprechender Verbesserung der Lebensqualität kann so erreicht werden.

  • Eine Penisverkrümmung kann angeboren oder erworben sein. Sie kann sowohl beim Mann als auch bei der Frau zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen. Die Verkrümmung stellt für manche Männer einen Unsicherheitsfaktor dar und kann zu einer seelischen Belastung führen, bis hin zur Isolation vom anderen Geschlecht.

    Die häufigste Form der erworbenen Penisverkrümmung ist durch eine Induratio penis plastica (IPP) bedingt. Auch hier kann geholfen werden.

  • Die Länge und der Umfang des menschlichen Penis sind ausgesprochen großen Variationen unterworfen. Die mittlere Länge des erigierten Gliedes bei deutschen Männern beträgt ca. 13 cm. Ein erigierter Penis von unter 7,5 cm wird als Mikropenis bezeichnet. Hier besteht eine medizinische Indikation zur Behandlung. Es gibt Männer mit einer Länge des erigierten Penis von über 7,5 cm, die sich einen größeren Penis wünschen; hier kann sogar ein deutlicher Leidensdruck bestehen, jedoch ist keine medizinische Indikation zur Penisvergrößerung gegeben, sondern die Indikation wird höchstens aus kosmetischen Gründen gestellt. Es kann aber in einigen Fällen eine Indikation aus psychologischer Sicht für einen solchen operativen Eingriff bestehen.

  • Was ist eine Hydrozele?

    Eine Hydrozele ist eine Ansammlung von Flüssigkeit innerhalb der verschiedenen Hodenhüllen und führt oft zu einer unangenehmen Vergrößerung des Hodensacks. Sie tritt meistens im Erwachsenenalter (erworbene Hydrozele) beispielsweise nach Entzündungen auf, wird aber auch bei ein bis zwei Prozent der Neugeborenen angetroffen. Eine Operation kann je nach Beschwerdebild in allen Altersklassen erforderlich werden.

    Wie entsteht eine Hydrozele?

    Eine erworbene Hydrozele kann aus folgenden Gründen entstanden sein:

    • Entzündungen von Hoden oder Nebenhoden
    • Gewalteinwirkungen, beispielsweise durch Schläge oder Tritte
    • Hodentumor

    Im Neugeborenenalter oder sogar schon davor steigen die Hoden von der Bauchhöhle in den Hodensack hinab. Sie nehmen dabei einen Teil des Bauchfells mit in den Hodensack. Dieses Stück des Bauchfells bildet danach einen kleinen Spaltraum, der sich zum Bauchfell meist schon vor der Geburt, manchmal auch erst zum ersten Lebensjahr hin verschließt. Bleibt dieser Verschluss aus, so kann sich Flüssigkeit in dem Spaltraum ansammeln und zu einem Anschwellen des Hodensacks führen. Dies bezeichnet man als angeborene Hydrozele.

    Welche Symptome gibt es?

    Meist ist eine Anschwellung des Hodens das Leitsymptom. Diese ist im Falle einer Hydrozele meistens schmerzlos und sollte auf jeden Fall von einem Arzt angeschaut werden.

    Welche Untersuchungen werden zur Diagnose benötigt?

    Das Verfahren der Wahl ist eine Ultraschalluntersuchung. In einzelnen unklaren Fällen kann eine Magnetresonanztomografie Aufschluss geben. Man kann die Hydrozele auch mit den Fingern ertasten (sollte der Arzt machen, um die Oberflächenbeschaffenheit zu bestimmen). Bei Leistenbrüchen – die auch zu einer Vergrößerung des Hodensack-Inhaltes führen können – kann der Arzt diese oft am äußeren Leistenring ertasten oder mit einem Stethoskop Darmgeräusche im Hodenbereich wahrnehmen.

    Welche therapeutischen Möglichkeiten bestehen bei der Hydrozele?

    Bei größeren Hydrozelen ist aus kosmetischen Gründen oder bei Beschwerden beim Sitzen und Gehen eine Operation sinnvoll. Sollte bei einem Kind die Hydrozele über das erste Lebenshalbjahr hinaus fortbestehen, so kann eine Operation nötig sein. Eine Punktion mit einer Nadel sollte wegen des Infektionsrisikos und und der Gefahr des Immer-Wiederkehrens des Wasserbruches hiernach nicht durchgeführt werden.

    Operationstechnik:

    Der Operateur erreicht die Hydrozele meistens durch direkte Eröffnung des Hodensackes, lässt dann die Flüssigkeit ab, schneidet einen Teil der Hodenhüllen, welche den Bruch umgaben, heraus und vernäht diese wieder. In einzelnen Fällen muss von der Leiste her operiert werden.
    Eine Wiederkehr (Rezidiv) der Hydrozele ist nicht immer auszuschließen. Es kann dann ein weiterer Eingriff notwendig werden.
    In der Männergesundheit werden alle Formen der Diagnostik und auch der Therapie angeboten. Wir beraten Sie hierzu gerne.

  • Was ist eine Phimose?

    Bei einer Phimose ist die Vorhaut des männlichen Gliedes entweder mit der Eichel fest verklebt oder lässt sich nicht über die Eichel zurückschieben.
    Es gibt vollständige und unvollständige Phimosen. Vollständig heißt, dass man die Vorhaut auch bei erschlafftem Glied nicht zurückschieben kann, unvollständig heißt, es ist nicht möglich, die Vorhaut beim steifen Glied zurückzuschieben.

    Wie entsteht eine Vorhautverengung?

    Eine Vorhautverengung ist im Neugeborenen- und Säuglingsalter normal. Bis zum dritten Lebensjahr lässt sich die Vorhaut dann aber üblicherweise leicht zurückschieben. Sollte dies nicht möglich sein, spricht man von einer Phimose.
    Etwa ein Prozent der 16- bis 18-jährigen haben noch eine Phimose, aber auch mit zunehmendem Erwachsenenalter kann es zu einer Vorhautverengung kommen. Diese sollte dann operativ entfernt werden. Zum einen aus hygienischen Gründen, zum anderen kann eine Phimose den ungehinderten Urinfluss beeinträchtigen. Zudem weiß man, dass die Ansammlung von Rückständen körperlicher Sekrete unter der Vorhaut Krebs erzeugen kann. Meistens steht jedoch die Beeinträchtigung – oft während des Geschlechtsverkehrs – durch das Nichtzurückschiebenkönnen der Vorhaut an sich im Vordergrund.

    Weitere Gründe der Phimose sind Entzündungen und in sehr seltenen Fällen genetische Veranlagung. Zu nennen sind hier das Kindler Syndrom, eine erbliche Hauterkrankung, und der Lichen sclerosus (oft weiße, narbenartige Hautveränderungen), eine chronisch entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung, die zu den Autoimmunerkrankungen zählt.
    Man sollte nicht versuchen, die Vorhaut mit Gewalt zurückzuziehen. Es kommt dabei zu kleinen Verletzungen oder Einrissen in der Vorhaut, die zu einer Verschlechterung der Vorhautverengung führen können.

    Welche Symptome gibt es?

    Eine Phimose kann das ganze Leben Fortbestand haben, ohne dass Probleme entstehen. Entzündungen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen sind aber häufige Symptome. Eine angeborene narbige Enge der Vorhaut sollte bis zur Einschulung operativ versorgt werden.
    Ausnahmen sind Vorhautverengungen, die zu einer Harnstrahlabschwächung führen und ein Ballonphänomen der Vorhaut beim Wasserlösen zur Folge haben können. Diese sind immer und in jedem Alter zu operieren.
    Die Erektion des Gliedes kann durch die Phimose beeinträchtigt werden, so dass das anschließende Zurückziehen der Vorhaut Schmerzen bereitet. Oder die Vorhaut kann nicht wieder zurückgezogen werden, bis der Penis erschlafft. Bei stark ausgeprägter Phimose kann es dazu kommen, dass nach Erschlaffen des Gliedes die Vorhaut nicht wieder zurückgestreift werden kann und hinter der Eichel einen Blutstau durch Einschnürung verursacht. Dies nennt man Paraphimose; sie muss zügig korrigiert werden, notfalls durch einen Arzt.
    Bei Verdacht auf eine Entzündung (Rötung, Schwellung, Schmerzen beim Wasserlassen) unter der Vorhaut müssen Sie ebenfalls einen Arzt aufsuchen.

    Welche sonstigen Probleme können bei einer Vorhautverengung auftreten?

    Das Risiko, an einem Peniskrebs zu erkranken, ist bei Bestehen einer Phimose erhöht, da durch die Verengung das Glied, insbesondere die Eichel, nicht regelmäßig gesäubert werden kann.

    Wie diagnostiziert man eine Phimose?

    Der Arzt erkennt eine Vorhautverengung mit Hilfe der körperlichen Untersuchung: Lässt sich die Vorhaut nicht oder nur teilweise zurückschieben oder zeigt sich beim Zurückstreifen der Vorhaut über die Eichel ein Schnürring, so liegt eine Vorhautverengung vor.

    Wie wird die Vorhautverengung behandelt?

    Operation: Diese Operation nennt man auch Beschneidung oder Zirkumzision. Sie erfolgt meistens unter lokaler Betäubung, kann aber auf Wunsch auch in Vollnarkose erfolgen!
    Die Vorhaut wird dabei entweder ganz oder teilweise entfernt – je nach Befund bzw. Wunsch des Patienten. Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden, die sich nur in Einzelheiten unterscheiden und prinzipiell alle gleichwertig sind. Es werden fast immer Nähte verwendet, die sich nach der Wundheilung selbst auflösen, so dass eine Fadenentfernung nicht notwendig ist.
    In der Männergesundheit werden alle Formen der Therapie der Phimose durchgeführt. Wir beraten Sie gerne und legen mit Ihnen gemeinsam fest, ob zum Beispiel eine komplette Beschneidung erfolgen soll oder ob Sie einen Teil der Vorhaut behalten möchten, so dass die Eichel noch teilweise bedeckt ist.

  • Eine Varikozele ist eine Schwellung im Hodensack, die meist nur linksseitig auftritt und oft zu einer überwärmung des Hodens führen kann. Ursache ist eine Blutstauung in den Venen des Samenstrangs. Ungefähr 15 % der erwachsenen Männer haben eine Varikozele. Bei Jugendlichen sind zumeist fünf Prozent betroffen.

    Wie kommt es zu einer Varikozele?

    Ursache der Varikozele ist meistens ein erschwerter Blutabfluss der Hodenvene in die linke Nierenvene, da hier ein für den Fluss ungeeigneter Winkel zwischen den beiden Gefäßen besteht. Auf der rechten Seite fließt das venöse Blut unmittelbar in die untere Hohlvene in einem für die Flusseigenschaften günstigeren spitzeren Winkel.
    Infolge einer Druckerhöhung können die Venenklappen der Hodenvene geschwächt werden. Blut kann nicht mehr komplett in die linke Nierenvene abfließen. Es kommt zu einer Aussackung des Venenkomplexes, welche von außen sichtbar werden kann (z. B. „Sack voll Würmer“). Es gibt weitere Theorien für die Entstehung eines erschwerten Blutabflusses:
    Die Nierenvene kann durch die Hauptschlagader oder einen ihrer Abgänge verengt werden.
    Zystische, gutartige und bösartige Raumforderungen (Tumoren) in der Niere.
    Gefäßeinreißungen und Blutgerinnsel im Venenkomplex des Samenstrangs, die den Blutabfluss erschweren.

    Welche Symptome gibt es?

    Wie beim Wasserbruch des Hodens kann es zu Hodenschwellungen und dumpfem Spannungsgefühl mit Schmerzen beim Stehen oder Laufen kommen. Meistens wird die Varikozele jedoch als Zufallsbefund vom Arzt entdeckt oder infolge einer Abklärung einer männlichen Zeugungsunfähigkeit, da eine Varikozele negativen Einfluss auf die Spermaqualität haben kann.

    Welche Untersuchungen sollten durchgeführt werden?

    Sollten Sie an einer Varikozele leiden, so kann man durch Abtasten feststellen, wie ausgeprägt die Aussackung ist. Zudem führt man eine spezielle Ultraschalluntersuchung zur genaueren Bestimmung durch (Doppler-Duplex-Sonographie des Samenstrangs). Zum Ausschluss von raumfordernden Geschwüren der Niere wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Bei unerfülltem Kinderwunsch kann ggf. eine verminderte Fruchtbarkeit auf eine Varikozele zurückgeführt werden. Daher sollte eine zusätzliche Spermienuntersuchung erfolgen.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Die Behandlung der Varikozele wird nach Ausmaß und Schweregrad vorgenommen. Bei den Therapieverfahren muss zwischen Operation und Sklerosierung (Verödung) der Venen unterschieden werden. Die Zugangswege sind hierbei vielfältig. Es gibt die Möglichkeit, direkt am Hoden zu operieren, die Leiste freizulegen oder die Operation vom Bauch her zu beginnen. Diese Entscheidung wird je nach Befund getroffen
    Die klassische Operationstechnik ist die Unterbindung der Venen oberhalb des Leistenkanals (in der Leiste).
    Auch klassisch ist ein kleiner seitlicher Bauchschnitt, wobei die Hodenvene hier im Bereich des mittleren Harnleiters unterbunden wird.
    Die Sklerosierungstherapie (antegrad – vom Hoden her oder retrograd – von oben) ist ein etwas neueres Verfahren. Durch einen kleinen Schlauch wird ein spezielles Mittel zur Verödung der Krampfadern injiziert.
    Eine neue Operationsmethode ist die laparoskopische (Schlüssellochtechnik) Varikozelektomie. Welcher Stellenwert ihr zuzuordnen ist, wird in Langzeitstudien zu überprüfen sein.
    Bei Kindern sollte man routinemäßig die mikrochirurgische Varikozelenbeseitigung durchführen. Dies ist jedoch auch ein Verfahren, welches wir Erwachsenen anbieten. Durch die mikroskopische Vergrößerung ist es einfacher, die Krampfadern zu identifizieren und die Durchblutung des Hodens zu erhalten.
    In manchen Fällen kann eine Therapie der Varikozele die Fruchtbarkeit verbessern.
    Das komplette Spektrum der Behandlung der Varikozele wird vom Männergesundheitsteam beherrscht.

  • Männern, die einen chronischen Hodenschmerz nicht „in den Griff“ bekommen, können wir nach vorheriger eingehender Untersuchung und Testung die mikrochirurgische testikuläre Denervierung (Samenstrangneurolyse) als operative Alternative anbieten.