Therapieangebot

  • Für wen sind wir da?

    Sie sind unter 26 Jahre alt, nehmen Drogen und haben Schwierigkeiten
    oder
    in ihrer Familie gibt es Probleme mit Drogen
    oder
    Sie machen sich Sorgen, weil jemand, der Ihnen wichtig ist, Drogen nimmt
    und
    Sie wünschen sich Veränderung.

    Drogen:

    • Cannabis
    • Ecstasy und andere Partydrogen
    • Kokain
    • Heroin
    • LSD/Psilocybin
    • oder andere

    Exzessive Nutzung von Computer und/ oder Internet

    Auch junge Menschen, die ihre Computer- und vor allem Internetnutzung nicht mehr kontrollieren können, finden an der Drogen- und Alkoholambulanz für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien (DAA) eine kompetente Behandlung und Beratung. Das Angebot richtet sich an junge Menschen zwischen 12 und 26 Jahren, deren Internet- oder Computergebrauch so exzessiv geworden ist, dass er ein Problem für sie darstellt und mit negativen Folgen verbunden ist.

    Behandlungsansatz

    In der Drogen- und Alkohol-Ambulanz für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien werden junge Menschen im Alter von etwa 13 bis 26 Jahren mit problematischem Suchtmittelkonsum (Abhängigkeit, Missbrauch, schädlicher Gebrauch) behandelt. In der ambulanten Sucht-Therapie werden die daraus resultierenden persönlichen, familiären und sozialen Auswirkungen ebenso berücksichtigt wie zusätzliche psychische Störungen. Die Drogen- und Alkohol-Ambulanz für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien ist eine Ambulanz der gemeinsamen Psychiatrischen Institutsambulanz im Zentrum für Psychosoziale Medizin (PIA nach § 118 SGB V).

    Die Behandlung in der Ambulanz orientiert sich am bio-psycho-sozialen Modell von psychischen Erkrankungen. Sie gliedert sich idealtypisch in vier Phasen: Diagnostik, Indikationsstellung, Suchtbehandlung und gegebenenfalls Behandlung zusätzlicher psychischer Erkrankungen (Ängste, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosen etc.). Hinzu kommen Auffrischungstermine nach dem Ende der Therapie.

    In der Therapie kommen schulenübergreifend einzelpsychotherapeutische, gruppentherapeutische, sozial- und familientherapeutische Verfahren zur Anwendung. Daneben werden indikationsgerecht auch pharmakologische Behandlungen durchgeführt. Falls erforderlich werden weiterführende stationäre und ambulante Behandlungen eingeleitet und vorbereitet.

    Das Behandlungsteam der Ambulanz setzt sich aus einem Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie des Erwachsenenalters, einer Ärztin für Psychiatrie und Psycho- therapie des Kindes- und Jugendalters, einem Psychologischen Psychotherapeuten, einer Psychologin, einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und einer Sozialpädagogin zusammen.

    Die Behandlungen werden, das Einverständnis der Patient(inn)en und Angehörigen vorausgesetzt, wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Dadurch sind eine ständige Überprüfung der Effektivität der Therapien und ihre Ausrichtung am aktuellen wissenschaftlichen Standard gewährleistet.

    PC-Sprechstunde und Behandlung

    In der Ambulanz werden seit vielen Jahren junge Menschen, die eine problematische Computer und / oder Internetnutzung aufweisen, behandelt.

    In einem ersten Beratungsgespräch wird geprüft, wie ausgeprägt die problematische Computer- oder Internetnutzung ist, ob weitere Behandlungsschritte sinnvoll sind und wenn ja, welche Schritte dies sein könnten. Die Kosten für Beratung und Behandlung tragen in aller Regel die Krankenkassen.

    Eine gute Möglichkeit der Behandlung ist das Gruppenprogramm „Lebenslust statt Online-Flucht!“, das seit 7 Jahren an der Drogenambulanz etabliert ist und von Mitarbeitern der Drogenambulanz entwickelt wurde. Das Programm umfasst acht wöchentliche Termine à 90 Minuten. Behandlungsziele sind, einen kompetenten Umgang mit Internet und PC zu lernen, soziale Kompetenzen zu stärken sowie alternative Freizeitaktivitäten zu planen. Die Wirksamkeit des Programms wurde wissenschaftlich evaluiert. Die Drogenambulanz wird dabei durch den gemeinnützigen Verein „Hamburg macht Kinder gesund“ unterstützt.

  • In der Sucht-Tagesklinik für Jugendliche wird teilstationäre Behandlung für folgende Patientengruppen bereitgehalten:

    • Patienten mit vorausgegangener Behandlung auf der Jugend-Suchtstation in der letzten Phase der Behandlung (Phase 5: Verselbstständigung)
    • Patienten mit einem pathologischen PC-/Internetgebrauch und komorbiden psychischen Störungen, die keiner vollstationären Behandlung bedürfen
    • Patienten mit Suchtstörungen (Inhalanzien, Alkohol, Cannabis, andere illegale Drogen) und komorbiden psychischen Störungen, die keiner vollstationären Behandlung bedürfen

    Patienten, die direkt auf die Sucht-Tagesklinik für Jugendliche aufgenommen werden sollen, wird in der Drogen- und Alkoholambulanz für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien zunächst die Indikation zur tagesklinischen Behandlung in einem oder mehreren Vorgespräch(en) geklärt. Die differenzielle Indikation für eine Behandlung in der Jugend-Suchtstation oder auf der Sucht-Tagesklinik für Jugendliche richtet sich an folgenden Kriterien aus:

    • körperliche Entzugssymptome
    • medizinische Komplikationen
    • emotionale Störungen und Verhaltensstörungen
    • Behandlungseinsicht
    • Rückfallgefährdung
    • Umgebungsfaktoren

    Die Indikation für eine Behandlung in der Tagesklinik stellt sich, wenn die Schwere der Suchtstörung und Komorbidität keine stationäre Überwachung erfordern bzw. die psychosoziale Integration (Eltern, Schule, Freundeskreis) günstige Auswirkungen auf den Behandlungserfolg erwarten lassen.

    Die Therapie der Kinder und Jugendlichen erfolgt schulen-übergreifend nach einem Konzept, in dem sich verschiedene Therapieformen und -ansätze multimodal ergänzen. Ein interdisziplinäres Team aus Ärzt(inn)en, Psycholog(inn)en, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut(inn)en, Pädagog(inn)en, Krankenpflegepersonal, Körper-, Musik- und Ergotherapeut(inn)en sowie Lehrer/-innen steht zur Verfügung.

    Die psychotherapeutische Behandlung integriert kognitiv-behaviorale, verhaltenstherapeutische, psychodynamische und systemische bzw. familientherapeutische Elemente, die indikationsgeleitet Anwendung finden und sowohl als Einzel- wie als Gruppentherapie durchgeführt werden. Alle Patient(inn)en werden über die gesamte Zeit ihrer Behandlung von einem/einer Bezugstherapeuten(in) betreut.

    Ziel der Therapie ist es, individuelle Hintergründe der Suchtproblematik und weiterer psychischer Störungen bewusst und damit für Veränderung zugänglich zu machen. Aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht wird abgewogen, ob eine psychopharmakologische Behandlung der komorbiden psychischen Störung in Abstimmung mit dem Patienten oder der Patientin sinnvoll ist. Pädagogisch erfolgt eine enge Begleitung durch einen/eine Bezugsbetreuer(in). Eine besondere Bedeutung kommt dem dialogischen Verhältnis zwischen Einzel- und Gruppenpsychotherapie einerseits und der erzieherischen Arbeit andererseits zu. Es werden verschiedene komplementäre Therapieverfahren eingesetzt (z. B. Ergotherapie und kreatives Gestalten, Musiktherapie, Motopädie, Entspannungsverfahren, Akupunktur, Sporttherapie und physiotherapeutische Behandlung).

    Im Rahmen des Klinikschulunterrichts wird erneut an die Schule herangeführt bzw. eine Berufsplanung in die Wege geleitet. Sozialpädog(inn)en unterstützen im Bedarfsfall in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Maßnahmen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.Die ambulante Kinder- und Jugendpsychiatrische und -psychotherapeutische Weiterbehandlung nach der Entlassung aus stationärer Behandlung wird in der Ambulanz für seelisch erkrankte Kinder- und Jugendliche durchgeführt.

  • Auf der Jugend-Suchtstation werden Kinder und Jugendlichen mit substanzbezogenen und nicht stoffgebundenen Suchtformen und zusätzlichen psychischen Problemen und Drogenkonsum behandelt. Die Therapie der Kinder und Jugendlichen erfolgt nach einem multimodalem Konzept (verschiedene Therapieformen und -ansätze ergänzen sich gegenseitig) in einem interdisziplinärem Team aus Ärzt(inn)en, Psycholog(inn)en, Pädagog(inn)en, Krankenpflegepersonal, Körper-, Musik- und Ergotherapeut(inn)en und Lehrer(innen).

    Die strukturierte Behandlung unterteilt sich in fünf Phasen. Die Phase I (Entgiftung) und Phase II (Motivation) finden im Rahmen einer qualifizierten Entzugsbehandlung unter geschlossenen Bedingungen statt. Dabei stimmen die Kinder und Jugendlichen sowie deren Sorgeberechtigte zu, dass in dieser Phase zum besonderen Schutz der Kinder und Jugendlichen die Stationstür geschlossen bleibt und Ausgänge nur in Begleitung stattfinden.

    Liegt eine ausgeprägte Gefährdung des Kindeswohls vor, kann in Ausnahmefällen mit einem familiengerichtlichen Beschluss auch gegen den Willen der Kinder und Jugendlichen geschlossen behandelt werden. Die Entzugsbehandlung wird durch Akupunktur und bei Bedarf psychopharmakologisch unterstützt. Der Förderung der Motivation zur Aufrechterhaltung der Abstinenz und Weiterbehandlung psychischer Störungen kommt schon hier besondere Bedeutung zu. Der qualifizierte Entzug dauert in der Regel zwischen zwei und vier Wochen.

    Im Rahmen einer kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung weiterer psychischer Probleme (komorbide psychische Störungen) folgen Phase III (Begleitung), Phase IV (Stabilisierung) und Phase V (Verselbstständigung) auf der offenen Station. Die Dauer der Weiterbehandlung beträgt je nach den individuellen Erfordernissen zwischen acht und zwölf oder mehr Wochen.

    Die psychotherapeutische Behandlung integriert kognitiv-behaviorale, verhaltenstherapeutische, psychodynamische und systemische bzw. familientherapeutische Elemente, die indikationsgeleitet Anwendung finden und sowohl als Einzel- wie als Gruppentherapie durchgeführt werden. Alle Patient(inn)en werden über die gesamte Zeit ihrer Behandlung von einem/einer Bezugstherapeuten(in) betreut.

    Ziel der Therapie ist es, individuelle Hintergründe der Suchtproblematik und weiterer psychischer Störungen bewusst und damit für Veränderung zugänglich zu machen. Aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht wird abgewogen, ob eine psychopharmakologische Behandlung der komorbiden psychischen Störung in Abstimmung mit dem Patienten oder der Patientin sinnvoll ist. Pädagogisch erfolgt eine enge Begleitung durch einen/eine Bezugsbetreuer(in). Eine besondere Bedeutung kommt dem dialogischen Verhältnis zwischen Einzel- und Gruppenpsychotherapie einerseits und der erzieherischen Arbeit andererseits zu. Es werden verschiedene komplementäre Therapieverfahren eingesetzt (z. B. Ergotherapie und kreatives Gestalten, Musiktherapie, Motopädie, Entspannungsverfahren, Akupunktur, Sporttherapie und physiotherapeutische Behandlung).

    Im Rahmen des Klinikschulunterrichts wird erneut an die Schule herangeführt bzw. eine Berufsplanung in die Wege geleitet. Sozialpädog(inn)en unterstützen im Bedarfsfall in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Maßnahmen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.

    Die ambulante Kinder- und Jugendpsychiatrische und -psychotherapeutische Weiterbehandlung nach der Entlassung aus stationärer Behandlung wird in der Ambulanz für seelisch erkrankte Kinder- und Jugendliche durchgeführt.

  • Sie wollen mit dem Rauchen aufhören, langfristig rauchfrei leben und wünschen sich professionelle Unterstützung?

    Das Rauchfrei Programm ist ein modernes Gruppenbehandlungsangebot, das neueste wissenschaftliche Erkenntnisse beinhaltet. Entwicklet wurde es vom IFT - Institut für Therapieforschung mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklräung (BZgA).

    Der Rauchfrei Kurs wird in Gruppen mit sechs bis zwölf Teilnehmern durchgeführt. Die Kursdauer beträgt acht Wochen mit einem wöchentlichen Treffen von jeweils 90 Minuten.

    Die Kursgebühr beträgt 168,00€, mindestens die Hälfte der Kosten wird von den Krankenkassen erstattet.

    Die Kurse finden in der Drogenambulanz für Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien (Gebäude W 26, Raum Nr. 70b) dienstags oder Donnerstags von 18.00 - 19.30 Uhr statt.

    Weitere Informationen und Anmeldung unter:

    Tel.: 040 - 7410 54217

    E-Mail: drogenambulanz@uke.uni-hamburg,de

  • Die Ambulanz für seelisch erkrankte Kinder und Jugendliche ist ein Behandlungsangebot, das die Bereiche Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik umfasst. Einen Schwerpunkt stellen Suchterkrankungen bei Kindern und Jugendlichen dar. Insbesondere Patienten der Jugend-Suchtstation und / oder der Sucht-Tagesklinik für Jugendliche können hier ambulant weiterbehandelt werden.

Verantwortlich für den Inhalt
Autorin: Sabrina Kunze
Erstellung: 04.10.2016
Letzte Änderung: 04.10.2016