SFB & ERC

Das Institut für systemische Neurowissenschaften ist an verschiedenen SFBs beteiligt und ist Gastinstitution für ein ERC advanced grant (Büchel) und ein ERC starting grant (Gamer).

Im Transregio SFB 289 „Treatment expectation“ ist das Institut mit 3 Projekten (Büchel: A02, Rose: A03, Brassen: A06), einem assoziierten Projekt (Nestoriuc: A14) sowie den Zentralprojekten vertreten. Erwartungen können einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf einer Erkrankung und die Wirksamkeit von Behandlungen haben. Am Beispiel chronischer Schmerzen und Depressionen möchte dieser SFB die neuronalen und psychologischen Mechanismen solcher Erwartungseffekte besser verstehen, um somit eine Grundlage für klinische Interventionen zu schaffen.

Im ERC advanced grant „Placebo“ ( erc.europa.eu/pdf ) von Christian Büchel wird die Rolle der Erwartung und der Erfahrung auf Atmung, Schmerzwahrnehmung und kognitive Faktoren untersucht. Hierbei werden neben Placeboeffekten auch Noceboeffekte untersucht.

Im ERC starting grant „Mechanisms of social attention - MESA“ von Matthias Gamer werden Effekte der sozialen Aufmerksamkeit untersucht. Hierbei kommen moderne Blickbewegungsanalysen und fMRI zum Einsatz. Nach der Annahme einer W2 Professur in Würzburg wird dieses Projekt kontinuierlich nach Würzburg transferiert.

Im Transregio SFB 58 „Furcht, Angst, Angsterkrankungen“ ( sfbtrr58.uni-muenster.de ) ist das Institut mit 5 Teilprojekten vertreten (B3, B5, B6, B7 und Z2). Dieser Sonderforschungsbereich ist ein gemeinsames Projekt der Universitäten Münster, Hamburg und Würzburg sowie des Universitätsklinikums Mainz. Ziel ist die Erforschung der grundlegenden Mechanismen von Furcht, Angst und Angsterkrankungen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt bereits für acht Jahre.

Im SFB 936 „Multi-Site Communication in the Brain – Funktionelle Kopplung neuronaler Aktivität im ZNS“ (sfb936.net) ist das Institut mit zwei Teilprojekten vertreten (A5, A6). Kognitive Prozesse wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Emotion, Motivation, Handlungsplanung und -ausführung beruhen auf der Aktivierung verteilter Netzwerke im Gehirn und erfordern das Zusammenwirken zahlreicher Hirnregionen. Fehlfunktionen in diesen Netzwerken tragen daher zur Entstehung neuropsychiatrischer bei.

Im SFB 654 „Plasticity and sleep“ (sfb654.uni-luebeck.de) ist das Institut mit einem Projekt (A12) beteiligt. Der Forschungsansatz des Sonderforschungsbereichs basiert auf der Hypothese Schlaf bildet Gedächtnis , das heißt, Schlaf fördert adaptive plastische Prozesse, die eine langfristig stabile Regulation verschiedener Organsysteme unter wechselnden Umgebungsbedingungen ermöglichen.

SFB TRR 169: Im Transregio SFB 169 „Crossmodal Learning: Adaptivity, Prediction, and Interaction“ ist das Institut mit zwei Projekten (B2, B3) vertreten. An diesem SFB sind die Universität Hamburg, das Uniklinikum Hamburg-Eppendorf sowie verschieden chinesische Universitäten (Tsinghua University, Beijing Normal University, Peking University, Chinese Academy of Science) beteiligt. Das Ziel diese SFBs ist es, den wechselseitigen Einfluss von multisensorischer Integration und Lernen aus der Perspektive der Informatik und Robotik, der Psychologie, und den Neurowissenschaften zu erforschen.