SFB & ERC

Das Institut für systemische Neurowissenschaften ist an verschiedenen SFBs beteiligt und ist Gastinstitution für ein ERC advanced grant (Büchel) und ein ERC starting grant (Gamer).

Im ERC advanced grant „Placebo“ ( erc.europa.eu/pdf ) von Christian Büchel wird die Rolle der Erwartung und der Erfahrung auf Atmung, Schmerzwahrnehmung und kognitive Faktoren untersucht. Hierbei werden neben Placeboeffekten auch Noceboeffekte untersucht.

Im ERC starting grant „Mechanisms of social attention - MESA“ von Matthias Gamer werden Effekte der sozialen Aufmerksamkeit untersucht. Hierbei kommen moderne Blickbewegungsanalysen und fMRI zum Einsatz. Nach der Annahme einer W2 Professur in Würzburg wird dieses Projekt kontinuierlich nach Würzburg transferiert.

Im Transregio SFB 58 „Furcht, Angst, Angsterkrankungen“ ( sfbtrr58.uni-muenster.de ) ist das Institut mit 5 Teilprojekten vertreten (B3, B5, B6, B7 und Z2). Dieser Sonderforschungsbereich ist ein gemeinsames Projekt der Universitäten Münster, Hamburg und Würzburg sowie des Universitätsklinikums Mainz. Ziel ist die Erforschung der grundlegenden Mechanismen von Furcht, Angst und Angsterkrankungen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt bereits für acht Jahre.

Im SFB 936 „Multi-Site Communication in the Brain – Funktionelle Kopplung neuronaler Aktivität im ZNS“ (sfb936.net) ist das Institut mit zwei Teilprojekten vertreten (A5, A6). Kognitive Prozesse wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Emotion, Motivation, Handlungsplanung und -ausführung beruhen auf der Aktivierung verteilter Netzwerke im Gehirn und erfordern das Zusammenwirken zahlreicher Hirnregionen. Fehlfunktionen in diesen Netzwerken tragen daher zur Entstehung neuropsychiatrischer bei.

Im SFB 654 „Plasticity and sleep“ (sfb654.uni-luebeck.de) ist das Institut mit einem Projekt (A12) beteiligt. Der Forschungsansatz des Sonderforschungsbereichs basiert auf der Hypothese Schlaf bildet Gedächtnis , das heißt, Schlaf fördert adaptive plastische Prozesse, die eine langfristig stabile Regulation verschiedener Organsysteme unter wechselnden Umgebungsbedingungen ermöglichen.

Im Transregio SFB 134 „Essverhalten: Homöostase und Belohnungssysteme“ (sfb134.de) ) ist das Institut mit 2 Projekten (C3, C5) vertreten. Das Überangebot an energiereicher Nahrung, das im Besonderen in industrialisierten Ländern besteht, fördert die Nahrungsaufnahme über den eigentlichen Energiebedarf hinaus und gilt daher als eine der Hauptursachen für den dramatischen Anstieg an Übergewicht. Unter diesen Bedingungen wird die Nahrungszufuhr nicht allein durch homöostatische, sondern auch durch hedonische, belohnungsassoziierte Prozesse sowie die Ausbildung von Gewohnheiten reguliert. Dieser SFB möchte genau diese Mechanismen besser verstehen um somit eine Grundlage für klinische Interventionen zu schaffen.

SFB TRR 169: Im Transregio SFB 169 „Crossmodal Learning: Adaptivity, Prediction, and Interaction“ ist das Institut mit zwei Projekten (B2, B3) vertreten. An diesem SFB sind die Universität Hamburg, das Uniklinikum Hamburg-Eppendorf sowie verschieden chinesische Universitäten (Tsinghua University, Beijing Normal University, Peking University, Chinese Academy of Science) beteiligt. Das Ziel diese SFBs ist es, den wechselseitigen Einfluss von multisensorischer Integration und Lernen aus der Perspektive der Informatik und Robotik, der Psychologie, und den Neurowissenschaften zu erforschen.