• Stationäre Behandlung
  • Stationäre Behandlung

    Die Station für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist eine Klinik für Patient:innen mit psychosomatischen Erkrankungen und umfasst 24 Behandlungsplätze.

    In der psychosomatischen Medizin werden körperliche, seelische und soziale Aspekte als sich gegenseitig beeinflussend betrachtet (Bio-psycho-soziales Modell). Körperliche Beschwerden können somit auch mit der gegenwärtigen Lebenssituation und/oder der eigenen Lebensgeschichte sowie den Beziehungserfahrungen zusammenhängen. Dieser ganzheitliche Ansatz fließt in das Behandlungskonzept ein, mit dem Ziel einer Verbesserung der Lebensqualität und einer werte-orientierten Lebensgestaltung.

    Wir sind ein interdisziplinäres Team und arbeiten nach einem schulenübergreifenden Konzept, welches sich an den individuellen Bedürfnissen der Patient:innen orientiert und kognitiv-verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische sowie systemische Therapie­konzepte verknüpft.

    Die Therapieprogramme sind zum einen Teil störungsspezifisch (Somatoforme Störung, Essstörung, Depression) und zum anderen Teil störungsübergreifend (Persönlichkeitsgruppe, Notfallkoffergruppe, Achtsamkeitsgruppe, Themengruppe, Entspannungsverfahren) ausgerichtet; sie finden im einzel- (2 x pro Woche) und gruppentherapeutischen Rahmen statt.

    Neben dem wesentlichen Element der Psychotherapie bieten wir Behandlungsformen wie Kunst-, Sozial- und Ernährungstherapie sowie nach medizinischer Indikation Physiotherapie an.

    • Somatoforme bzw. funktionelle Störungen
      • z.B. funktionelle Herz- oder Magen-Darm-Beschwerden, somatoforme und chronische Schmerzstörungen, funktionelle Bewegungs- oder Sensibilitätsstörungen

    • Somato-psychische (psychosomatisch beeinflusste) Erkrankungen
      • z.B. chronische Hauterkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

    • Essstörungen
      • z.B. Anorexia nervosa und Bulimia nervosa

    • Affektive Störungen, Angststörungen
      • z.B. Depressionen, unterschiedliche Angsterkrankungen

    • Reaktive Störungen
      • z.B. Belastungs- oder Anpassungsstörungen, Erschöpfungszustände nach lang anhaltenden Belastungen

    Nicht geeignet ist unser Therapieangebot für Patient:innen mit Suchterkrankungen, akuter Suizidalität, Psychosen, wahnhaften und dementiellen Erkrankungen sowie chronisch-komplexer, posttraumatischer Belastungsstörung.

  • Vorgespräch

    Die Indikationsstellung für eine stationäre Aufnahme erfolgt unter Berücksichtigung von Diagnose, Vorbefunden, Prognose und Behandlungsmotivation nach einem ambulanten Vorgespräch in unserer Poliklinik. Wenden Sie sich bzgl. einer Terminvereinbarung an unser Sekretariat:

    Telefonnummer: (040) 7410 - 54174 oder - 53993.

    Das Vorgespräch dient der Vorbereitung der stationären Behandlung und ist eine Voraussetzung für eine spätere Aufnahme. Zum Vorgespräch benötigen wir eine Überweisung mit dem Vermerk Psychosomatik UKE/ PIA.

    Bitte bringen Sie auch – falls vorhanden – ärztliche und psychotherapeutische Vorbefunde und Briefe mit.

    Kostenübernahme

    Bei Mitgliedern einer gesetzlichen Krankenversicherung werden die Behandlungskosten für eine stationäre, multimodale psychotherapeutische Behandlung nach entsprechender Indikationsstellung durch eine:n Fachärzt:in von der jeweiligen Krankenkasse in der Regel übernommen. Bitte bringen Sie zur Aufnahme einen Einweisungsschein Ihrer Fachärzt:in, alternativ nach Rücksprache mit uns, auch ihrer Hausärzt:in mit.

    Mitglieder in einer privaten Krankenversicherung müssen in der Regel vor der stationären Aufnahme die Kostenübernahme mit der Krankenkasse klären.

  • Multimodales Konzept

    Wir behandeln nach einem integrativen, multimodalen und interdisziplinären Modell. Wir nutzen in der Psychotherapie sowohl verhaltenstherapeutische als auch psychodynamische (tiefenpsychologische) Behandlungstechniken und arbeiten gerne mit Achtsamkeits- und Akzeptanz-basierten sowie schematherapeutischen Methoden.

    Interdisziplinäres Team

    Erfahrene Fachärzt:innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und für Innere Medizin sind verantwortlich für die ärztlich-medizinische Behandlung und zusammen mit ebenfalls erfahrenen psychologischen Psychotherapeut:innen für die Einzel- und Gruppenpsychotherapie.

    Zudem werden im Behandlungsteam je nach Indikation Bezugspflege, Kunsttherapie, Physiotherapie, Ernährungsberatung und sozialarbeiterische Einzelberatung eingesetzt.

    Individuelle Behandlungsdauer

    Die Behandlungsdauer ist abhängig vom vorliegenden Krankheitsbild und wird meist innerhalb der ersten 3 Behandlungswochen festgelegt. Durchschnittliche Behandlungsdauern liegen zwischen 6 bis 8 bzw. bei Essstörungen zwischen 8 und 12 Wochen.