Aktuelles aus dem UKE | Februar 2021

Prof. Dr. Ondruschka

18.02.2021

Auswertung bestätigt: Therapieumstellung bei COVID-19-Erkrankten reduziert Risiko

Die in Folge einer UKE-Studie angepasste, empfohlene Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten mit Blutverdünnungsmitteln zeigt Erfolge. Das hat die Auswertung der im vergangenen Jahr vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführten Obduktionen bestätigt. Bereits im Mai 2020 hatten UKE-Forschende veröffentlicht, dass COVID-19 in ungewöhnlich vielen Krankheitsfällen zu Thrombosen sowie Lungenembolien führt. Daraufhin wurden die bundesweit geltenden Leitlinien für die Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten angepasst. Seitdem wird darin empfohlen, diese Patientinnen und Patienten nach individueller Risikoeinschätzung mit einem Blutverdünnungsmittel zu behandeln.

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16.02.2021

UKE und HPI führen mit Unterstützung der Stadt Hamburg systematisches Frühwarnsystem ein

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) leistet gemeinsam mit dem Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung des öffentlichen Gesundheitssystems bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene des UKE (Prof. Dr. Martin Aepfelbacher und Prof. Dr. Nicole Fischer) und die Forschungsgruppe Virus Genomik & Technologieplattform Hochdurchsatzsequenzierung des HPI (Prof. Dr. Adam Grundhoff) haben gemeinsam ein sequenzbasiertes SARS-CoV-2-Überwachungs- und Frühwarnsystem etabliert. Die Plattform baut auf Forschungsarbeiten aus der Virusgenomik auf, die UKE und HPI bereits seit mehreren Jahren in Patientenproben durchführen. Nun werden UKE und HPI für sechs Monate von der Freien und Hansestadt Hamburg mit rund 377.000 Euro gefördert.

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10.02.2021

COPSY-Studie: Kinder und Jugendliche leiden psychisch weiterhin stark unter Corona-Pandemie

Die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat sich in Deutschland im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert. Fast jedes dritte Kind leidet ein knappes Jahr nach Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten. Sorgen und Ängste haben noch einmal zugenommen, auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden sind verstärkt zu beobachten. Erneut sind vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund betroffen. Das sind die Ergebnisse der zweiten Befragung der sogenannten COPSY-Studie (Corona und Psyche), die Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) durchgeführt haben. Sie ist bundesweit die erste und international eine der wenigen Längsschnittstudien ihrer Art.

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10.02.2021

Vermutlich höhere Dunkelziffer an Kindeswohlgefährdungen während des Lockdowns

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Fälle von Kindeswohlgefährdungen in deutschen Kinderkliniken und Kinderschutzambulanzen im März und April 2020 zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsnetzwerks Medizinischer Kinderschutz des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), an der 159 Kinderschutzambulanzen und Kinderschutzgruppen in Deutschland teilgenommen haben. Die Mitarbeitenden des Forschungsnetzwerks vermuten daher, dass die Dunkelziffer von Misshandlung und Vernachlässigung betroffener Kinder weiter gestiegen sein könnte.

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Hübler

09.02.2021

UKE beruft Prof. Dr. Michael Hübler als Klinikdirektor für die Kinderherzmedizin

In der Kinderherzmedizin am Universitären Herz- und Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gibt es eine neue Doppelspitze: Prof. Dr. Michael Hübler hat zum 1. Februar 2021 seine Tätigkeit als W3-Professor für Kinderherzchirurgie und Chirurgie angeborener Herzfehler aufgenommen. Gemeinsam mit dem Kinderkardiologen Prof. Dr. Rainer Kozlik-Feldmann leitet er die neu strukturierte Klinik und Poliklinik für Kinderherzmedizin und Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern.

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Tobias Huber

08.02.2021

Mitglied der Association of American Physicians (AAP)

Prof. Dr. Tobias Huber, Direktor der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik, ist in die Association of American Physicians (AAP) aufgenommen worden. Die AAP ist eine der ältesten amerikanischen Ehrengesellschaften für Medizinerinnen und Mediziner, insgesamt gehören ihr rund 1200 aktive Mitglieder an. Bereits 2014 ist Prof. Huber in die American Society of Clinical Investigation berufen worden.

Gerloff

05.02.2021

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Prof. Dr. Christian Gerloff, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, ist seit dem 1. Januar Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Mit über 10.000 Mitgliedern ist die DGN die zweitgrößte neurologische Fachgesellschaft weltweit nach der amerikanischen ANA. Die DGN-Präsidentschaft ist auf zwei Jahre angelegt.

Prof. Dr. Katja Weisel

04.02.2021

Weltkrebstag 2021: Drei Fragen an... Prof. Dr. Katja Weisel

Die Corona-Pandemie ist vor allem auch für Krebspatientinnen und -patienten herausfordernd. Viele Krebserkrankte sind derzeit verunsichert, weil sie sich fragen, ob geplante Operationen oder medikamentöse Therapien weiter gewährleistet werden können. Im Interview beantwortet Prof. Dr. Katja Weisel, Stellvertretende Direktorin der II. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Fragen zum Thema Corona und Krebserkrankung.

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02.02.2021

Neues aus der Forschung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) veröffentlichen neueste Erkenntnisse aus klinischer und Grundlagenforschung. Hier einige Hinweise auf aktuelle Publikationen und Forschungsprojekte.

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Aktuelles aus dem UKE | Januar 2021

Jan Schilling

28.01.2021

UKE-Stationsleiter als Nachwuchs-Pflegemanager ausgezeichnet

UKE-Stationsleiter Jan Schilling ist vom Bundesverband Pflegemanagement mit dem 2. Platz in der Kategorie „Nachwuchs-Pflegemanager des Jahres“ ausgezeichnet worden. Damit würdigte die Jury die besondere Leistung von Schilling beim Aufbau einer COVID-19-Intensivstation. Der Bundesverband stellte heraus, dass es dem Stationsleiter in der Klinik für Intensivmedizin des UKE neben allen organisatorischen Notwendigkeiten auch gelungen ist, das gesamte Team auf diese besondere Aufgabe vorzubereiten, mitzunehmen und zugleich den Kolleginnen und Kollegen ihre Ängste zu nehmen. Außerdem wurde Schilling mit der Preisverleihung für sein großes Engagement bei der Hamburger Pflegekampagne „Das ist Pflege“ ausgezeichnet.

„Ich gratuliere Jan Schilling herzlich zu seinem Erfolg. Er steht stellvertretend für ein hervorragendes und hoch motiviertes Pflegeteam im UKE, das während der Pandemie eine beispiellose Arbeit leistet. Ich freue mich gerade auch über den Preis des Nachwuchs-Pflegemanagers, da uns im UKE die Weiterentwicklung und Förderung unserer Mitarbeitenden sehr am Herzen liegt“, sagt Joachim Prölß, Direktor für Patienten- und Pflegemanagement und Vorstandsmitglied des UKE.

Der Award für den Nachwuchs-Pflegemanager wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Das UKE konnte in diesen zehn Jahren mit einem 1. Platz und zwei 2. und zwei 3. Plätzen sehr erfolgreich das Nachwuchsförderungsprogramm unter Beweis stellen.

14.01.2021

Familien für digitales Präventionsprogramm „Familien (achtsam) stärken“ gesucht

Für das digitale Präventionsprogramm „Familien (achtsam) stärken“ sucht das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) des UKE interessierte Familien. Das Programm zielt darauf ab, das alltägliche Miteinander in Familien positiver und konfliktfreier zu gestalten.

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13.01.2021

17,4 Millionen Euro Ausgleichszahlungen für Defizit durch die zweite Corona-Infektionswelle

Das UKE erhält 17,4 Millionen Euro aus den Corona-Sondermitteln des Senats. Hintergrund sind weitere Einnahmeeinbußen des UKE im Zuge des Anstiegs der Infektionsraten seit dem Spätsommer 2020. Die Eindämmung der Corona-Pandemie erfordert einen erheblichen finanziellen und personellen Mehraufwand: So war und ist das UKE dazu angehalten, seine OP-Kapazitäten zeitweise deutlich herunterzufahren und die Bettenauslastung auf bis zu 65 Prozent der regulären Auslastung zu reduzieren.

Im September hatte der Hamburger Senat daher 40,8 Millionen Euro an Sondermitteln bereitgestellt, um die bis dato im Jahresverlauf entstandenen Einbußen zu kompensieren. Im Zuge der zweiten Infektionswelle ist ein weiteres, derzeit nicht ausgeglichenes Defizit von etwa 17,4 Millionen Euro entstanden, das durch die erneute Zahlung zunächst abgefedert wird – sofern rückwirkend gewährte Ausgleichsleistungen Dritter an das UKE ausbleiben. Sollten solche Leistungen noch erfolgen, muss das UKE die nun von der Stadt gewährten Sondermittel rückerstatten.

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