Aktuelles aus dem UKE | Februar 2026
19.02.2026
UKE Talk mit Prof. Dr. Christian Gerloff
Mehr Investitionen in Bildung
Talkgast: Maryam Blumenthal
Im UKE Talk mit dem Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Christian Gerloff, hat Hamburgs Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal eine fehlende finanzielle Unterstützung des Bundes beklagt und von der Bundesregierung mehr Investitionen in Bildung und damit auch in Wissenschaft gefordert. Nur so könnten große gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel oder die Sicherung der Demokratie gelöst werden. Gleichzeitig sicherte sie dem UKE ihre volle Unterstützung für den Zukunftsplan 2050 zu.
12.02.2026
Dr. Martini-Preis 2026 geht an UKE-Nierenforscherin
Ältester Medizinpreis für herausragende medizinische Forschungsarbeiten
Der älteste Medizinpreis Deutschlands ist erstmals seit 14 Jahren wieder nur an eine Wissenschaftlerin verliehen worden: Der mit 15.000 Euro dotierte Dr. Martini-Preis ging an Dr. Felicitas Hengel aus der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) für ihre Forschungsarbeit zur Anti-Nephrin-vermittelten Podozytopathie – einer Autoimmunerkrankung der Niere.
Der Dr. Martini-Preis ist der älteste Medizinpreis Deutschlands und wurde bereits im Jahr 1880 von Hamburger Kaufleuten gestiftet. Er wird jährlich an hervorragende Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen verliehen, die in Hamburger Krankenhäusern tätig sind.
10.02.2026
Hamburg packt an – Gemeinsam gegen Sepsis
UKE veranstaltet Mitmach-Packaktion #HamburgErkenntSepsis
Deutschlandweit erkranken pro Jahr mindestens 230.000 Menschen an einer Sepsis. Unbehandelt verläuft die Erkrankung oft tödlich. Dabei können eine frühzeitige Erkennung und standardisierte Versorgung Leben retten. Doch in der Öffentlichkeit ist die Sepsis kaum bekannt. Mit der Aktion #HamburgErkenntSepsis möchten das UKE und das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. über die Ursachen und Symptome einer Sepsis aufklären und damit die Sicherheit von Patient:innen weiter erhöhen. Bei einer Mitmachaktion wurden am 10. Februar rund 1.000 Pakete mit Flyern, Broschüren und Plakaten mit hilfreichen Informationen für Betroffene und Angehörige gepackt. Diese Materialien wurden dann kostenfrei an alle Hausarztpraxen und Apotheken in Hamburg verschickt.
Auf dem Fotos v.l.n.r.: Dr. Silke Heinemann (Bundesministerium für Gesundheit), Dr. Ruth Hecker (#DeutschlandErkenntSepsis), Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer, Prof. Dr. Christian Gerloff (Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE), Dr. Lina Ko (Sepsisbeauftragte des UKE)
4.2.2026
Weltkrebstag: Die Kraft der Zellen
Der diesjährige Weltkrebstag steht unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“. Das macht deutlich: Die Diagnose verbindet Krebspatient:innen, aber gleichzeitig sind die Krankheitsverläufe, Bedürfnisse und Lebensrealitäten individuell. Genau diese Individualität rückt in der modernen Krebsforschung immer stärker in den Mittelpunkt: Ein Beispiel dafür ist die CAR-T-Zelltherapie, die für viele Patient:innen Hoffnung auf Heilung bedeutet. Wie Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen im UKE sie anwenden, zeigt ein neuer Forschungsfilm.
4.2.2026
Vorhofflimmern: UKE koordiniert internationales Projekt
18 Partner aus Europa und Kanada unter Leitung des UKE haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, die Diagnose und Behandlung von Menschen mit Vorhofflimmern grundlegend zu verbessern. Das neue internationale Forschungsprojekt AF-B-STEP soll erstmals systematisch erfassen, wie lange Vorhofflimmern individuell andauert und feststellen, wie dies das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinsuffizienz beeinflusst und sich auf die Lebensqualität insgesamt auswirkt. Das Projekt wird in den nächsten vier Jahren mit rund 18 Millionen Euro gefördert, koordiniert wird es von Prof. Dr. Paulus Kirchhof, Direktor der Klinik für Kardiologie des UKE.
Aktuelles aus dem UKE | Januar 2026
26.01.2026
Neues aus der Forschung
Studie: Acht Monate nach Cannabis-Teillegalisierung keine Auswirkungen festzustellen | Impfstoffkandidat gegen MERS zeigt langanhaltende Immunantwort | Nicht-invasive Diagnostik der Tuberkulose aus Atemschutzmasken | Schon moderate Hitze belastet chronisch erkrankte Menschen | Regulation super-schneller Signale bei der Aktivierung von T-Lymphocyten aufgeklärt | Förderung für Verbundprojekt CONtraCEPT zur Verbesserung von Zyklus-Apps | UKE-Neurologe erhält Barancik Prize der National Multiple Sclerosis Society | Else Kröner-Fresenius-Stiftung verlängert Förderung für UKE-Nachwuchsprogramm „iPrime-Clinical Scientist“
15.01.2026
Schwangerschaft schützt vor MS-Schüben: Gehirn-Immun-Achse unterdrückt Entzündungen
Während der Schwangerschaft verringert sich die Häufigkeit von Schüben bei Patientinnen mit Multipler Sklerose (MS) um bis zu 80 Prozent. Forschende des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben nun einen zugrunde liegenden Mechanismus entschlüsselt und dabei eine bislang unbekannte Schutzfunktion des Gehirns entdeckt. Bestimmte Nervenzellen im Hirnstamm können Signale des Fötus sowie Entzündungssignale wahrnehmen und gezielt das periphere Immunsystem dämpfen. Dadurch wird verhindert, dass Entzündungszellen in das Nervensystem eindringen. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature Immunology veröffentlicht.
14.01.2026
UKE Talk mit Prof. Dr. Christian Gerloff
Zukunft von Medien, Wissenschaft und Demokratie
Talkgast: Lars Haider
Über die Zukunft von Medien, Wissenschaft und Demokratie hat der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Christian Gerloff, mit dem Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, Lars Haider, im aktuellen UKE Talk gesprochen. Beide betonen, dass eine verständliche Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse dabei hilft, um Fakten besser einzuordnen und fundiertere Entscheidungen zu treffen.
08.01.2026
Wenn der Winter ans Herz geht: Erhöhtes Herzinfarktrisiko durch Schneeschaufeln
Fragen an…Prof. Dr. Christina Magnussen
Schneeschaufeln gehört in diesen Tagen für viele Menschen zum Winteralltag. Doch insbesondere die Kombination aus Kälte, ungewohnter körperlicher Anstrengung und individuellen Risikofaktoren stellt für das Herz-Kreislauf-System eine besondere Herausforderung dar. Prof. Dr. Christina Magnussen, stellvertretende Direktorin der Klinik für Kardiologie des Universitären Herz- und Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), erklärt, warum körperliche Anstrengungen bei Minusgraden das Herz belasten, wer besonders gefährdet ist und wie sich das Risiko durch gezielte Vorsichtsmaßnahmen reduzieren lässt.
07.01.2026
Neues aus der Forschung
UKE startet Projekt zur Erhöhung der Sicherheit von Patient:innen mit Weglauftendenz | Studie bestätigt erhöhtes Tuberkuloserisiko nach Organtransplantationen in Europa | Studie zur Blutdrucktherapie während Operationen | Genetischer Fingerabdruck von Hirntumoren bei Kindern | Neue genetische Faktoren für die Aortenklappenstenose entdeckt | Weiterförderung von Forschungsgruppe mit UKE-Beteiligung durch Deutsche Forschungsgemeinschaft