Prof. Dr. Nienhaus
Prof. Dr. Nienhaus
Leiter des CVcare

Das CVcare wurde zum 1 Oktober 2010 im Zuge der Berufung von Prof. Dr. Nienhaus auf die gleichnamige Stiftungsprofessur gegründet.

Zielsetzung: Das CVcare stellt epidemiologische Daten zur Arbeits- und Gesundheitssituation von Pflegekräften und anderen Beschäftigten in Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege zur Verfügung. Maßnahmen arbeitsbezogener Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation für diese Berufsfelder werden im Sinne der Versorgungsforschung evaluiert. Sowohl der Bedarf an neuen Maßnahmen als auch die Effektivität von bestehenden Methoden werden untersucht. Wesentliche Datengrundlage sind die Routinedaten der Sozialversicherungen (Unfall-, Kranken- und Rentenversicherung), die Registrierung von Ergebnissen aus Vorsorgeuntersuchungen von Betriebsärzten sowie eigene Surveys und kontrollierte Studien. Angebote für Pflegekräfte und andere Beschäftigte im Gesundheitswesen hinsichtlich arbeitsbezogener Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation werden im Sinne der Versorgungsforschung kritisch hinterfragt.

Themenschwerpunkte des CVcare sind die Arbeitssituation Beschäftigter in der Pflege, Beschwerden im Bewegungsapparat (MSD), Infektionsrisiken mit den Schwerpunkten Tuberkulose und Multiresistente Erreger (MRE), psychische Belastungen in der Pflege sowie die Evaluation der Rehabilitationsleistungen der Unfallversicherung.

Das Team des CVcare

Info-Flyer CVcare

Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen

Im CVcare sind folgende Arbeitsgruppen tätig:

  • Betriebliche Prävention
  • Infektiologie
  • Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (MSE)

Erfahren Sie mehr über die Forschungschwerpunkte der einzelnen Arbeitsgruppen

Aktuelle Projekte des CVcare

  • Es sollen mit dieser Studie neue Erkenntnisse über die Häufigkeit, Art und Schwere von aggressiven Übergriffen in Pflege- und Betreuungsberufen gewonnen werden. Zudem wird untersucht, inwiefern Unterstützungsangebote zu Deeskalation von Gewaltübergriffen umgesetzt werden und wie sie sich auf das Beschäftigtenkollektiv auswirken. Die Studienergebnisse dienen dazu, das Ausmaß der Problematik zu beschreiben und liefern wichtige Erkenntnisse zum Bedarf und zur Umsetzung von Präventionsmaßnahmen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Folgende konkrete Fragen sollten dabei beantwortet werden:

    • Wie häufig werden Beschäftigte in Pflege- und Betreuungsberufen mit physischen und verbalen Gewalt- und Aggressionsübergriffen am Arbeitsplatz konfrontiert?
    • Welcher Art und Schwere sind die Übergriffe, und welche Auswirkungen haben sie auf die Beschäftigten?
    • Welche Veränderungen zeigen sich im Vergleich zu einer Erhebung von 2009, bezüglich Gewalt- und Aggressionsübergriffen und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten der untersuchten Berufsgruppen?
    • Welche Unterstützungsangebote gibt es für die Beschäftigten in den Einrichtungen zur Vorbeugung und zum Umgang mit Gewalt- und Aggressionsübergriffen?
    • Inwieweit werden diese Angebote in Anspruch genommen und als vorbeugend und hilfreich im Umgang mit Gewalt- und Aggressionsübergriffen bewertet?
    • Gibt es Unterschiede in der Art und Häufigkeit von Übergriffen gegenüber Pflege- und Betreuungskräften mit und ohne Migrationshintergrund?

  • Mit diesem Projekt soll im Vergleich einer Kontroll- und einer Interventionsgruppe untersucht werden, ob die Integration von Modulen der Verhaltens- und Verhältnisprävention zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Ausbildungsalltag von Altenpflegekräften zu einer Verbesserung der Gesundheits- und Arbeitsschutzkompetenz führt und sich auf deren Arbeitszufriedenheit auswirkt.

    Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer "Gesundheit von Anfang an"

  • Die Tätigkeit in der Palliativpflege und die Betreuung todkranker Menschen stellt eine wichtige Aufgabe dar. Im Jahr 2015 wurde bereits ein Pilotprojekt zur Arbeitssituation und Gesundheit von Pflegekräften in der Palliativversorgung in Rheinland-Pfalz durch das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin an der Universitätsmedizin Mainz durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in einem bundesweiten Forschungsprojekt in Kooperation mit dem Competenzzentrum Epidemiologie und Versorgungsforschung bei Pflegeberufen (CVcare) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, überprüft werden.

    In diesem Projekt sollen die Belastungen, Beanspruchungen und Ressourcen von Pflegekräften in der Palliativversorgung deutschlandweit ermittelt werden. Hierzu werden Pflegekräfte mit und ohne spezieller Ausbildung in Palliative Care,

    • die in der spezialisierten Palliativversorgung (Hospize, Palliativstationen, SAPV, ambulante Hospizberatungsdienste) oder
    • in der allgemeinen Palliativversorgung (Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste) tätig sind, befragt.

    Die Pflegekräfte werden mittels eines schriftlichen Fragebogens befragt. Die Fragebögen können entweder in Papierform oder online beantwortet werden. Die Beantwortung dauert ca. 20 Minuten. Nähere Informationen zum Projekt können Sie der Homepage des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz sowie dem Informationsflyer entnehmen.

Aktuelles

Abschlußveranstaltung "Neue Wege bis 67"
Prof. Göring, Prof. Schmidt-Trenz, Prof. Nienhaus

Beitrag vom 02. Dezember 2016

Praxistipps - "Neue Wege bis 67 - In der Dienstleistung bis zur Rente"

Gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius führte das CVcare eine Studie zum Umgang mit körperlichen und psychischen Belastungen in der Altenpflege durch. Im Rahmen der durch den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Schmidt initiierten Untersuchungsreihe „Neue Wege bis 67 – gesund und leistungsfähig im Beruf“ wurden Handlungsanleitungen zur Prävention von psychischen Belastungen in der Altenpflege entwickelt.

Am 30. November 2016 fand die Abschlußveranstaltung im Handelskammer InnovationsCampus (HKIC) statt. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden des Vorstands der Zeit-Stiftung, Prof. Dr. M. Göring und des Hauptgeschäftsführers der Handelskammer Hamburg, Prof. Dr. H.-J. Schmidt-Trenz, stellte Prof. Dr. Nienhaus (CVcare) die Ergebnisse der Studie vor und präsentierte als Resultat zwei Broschüren mit Unterstützungsangeboten und Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Mitarbeiter, die aufzeigen wie eine Beschäftigung bis zum Alter von 67 Jahren gelingen kann.

Diese Broschüren, sowie den detaillierten Projektbericht finden Sie hier zum Download:

Neue Wege bis 67 - Praxistipps für Mitarbeiter

Neue Wege bis 67 - Praxistipps für Führungskräfte

Neue Wege bis 67 - Projektbericht

(Foto: Handelskammer Hamburg/Stephan Wallocha)

Prof. Nienhaus beim Arbeitsmedizinischen Symposium in Dresden
Prof. Nienhaus beim Arbeitsmedizinischen Symposium in Dresden

Beitrag vom 02. Dezember 2016

Arbeitsmedizinisches Symposium - "Tuberkulose als Berufskrankheit"

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) führte mit der Unterstützung des Competenzzentrums Epidemiologie und Versorgungsforschung bei Pflegeberufen (CVcare) am 25. und 26. November 2016 in Dresden ein arbeitsmedizinisches Symposium zum Thema Tuberkulose als Berufskrankheit durch.

Referentinnen und Referenten des CVcare, der BGW, des Robert Koch-Instituts (RKI), des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose, des Instituts für Klinikhygiene, Medizinische Mikrobiologie und Klinische Infektiologie und des Forschungszentrums Borstel berichteten über die in mehr als zehn Jahren gemachten Erfahrungen mit dem Einsatz der Interferon Gamma Release Assays (IGRA) bei der Vorsorgeuntersuchung und die Auswirkungen der Novelle der ArbMedVV auf die TB-Vorsorge von Beschäftigten im Gesundheitswesen. Auch eine neue Generation der IGRA, deren Reproduzierbarkeit und Variabilität bei Studierenden aus Hochinzidenzländern getestet wurden, und Auswirkungen auf die Inzidenz der Tuberkulose in Deutschland durch den Zustrom von Flüchtlingen waren weitere Themen.

Auf den Ergebnissen dieses Symposiums wird die Erstellung der vierten Auflage der Publikation „Tuberkulose als Berufskrankheit – ein Leitfaden zur Begutachtung und Vorsorge“ basieren. Dort möchten wir die Erfahrungen der Teilnehmer umfassend einbringen.

Forschungsbericht

Publikationen

Veranstaltungen

07.03.2017

CVcare Journal Club

Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Journal Club des CVcare findet an jedem 1. Dienstag eines Monats statt.

Campus Lehre N55 -

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