Therapiebegleitende Angebote am UCCH

  • Liebe Eltern,

    Sie oder Ihr/e Partner/in sind durch eine ernsthafte, vielleicht sogar lebensbedrohliche körperliche Erkrankung belastet und haben minderjährige Kinder? Vielleicht fragen Sie sich manchmal, wie Sie in dieser Situation angemessen auf Ihr Kind eingehen können.

    Möglicherweise sind Sie unsicher, was Sie den Kindern sagen können und was diese verstehen? Oder Sie wundern sich, dass Ihr Kind wenig nachfragt, wenn es um Ihre Erkrankung oder die Ihres Partners geht. Welche Worte begreift es, wie viel Wahrheit verträgt es? Dabei geht es um eine Wahrheit, die für Sie selbst bestürzend ist.

    Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass sich solche und noch viele weitere Fragen für Eltern stellen, wenn sie selbst mit einer schweren körperlichen Krankheit konfrontiert sind. Eine solche Situation ist immer belastend. Es ist also verständlich, wenn Sie als Eltern erst einmal unsicher sind, wie Sie die Krankheit mit ihren Gefahren und Ungewissheiten erklären können.

    Daher haben wir ein Beratungsangebot für Familien mit Kindern - von der Säuglingszeit bis ins Jugendalter - entwickelt, in denen ein Elternteil ernsthaft erkrankt ist. Ziel unserer Arbeit ist eine präventive Unterstützung der Mütter, Väter und Angehörigen. In Gesprächen versuchen wir, die Situation und möglicherweise auftretende Schwierigkeiten mit Ihnen gemeinsam zu erfassen. Dabei kann es um alle Fragen gehen, die die Auswirkungen der körperlichen Erkrankung auf die Beziehungen zu den Kindern und deren Entwicklung betreffen. Wir möchten Ihnen dabei helfen, als Familie miteinander ins Gespräch zu kommen: über die Krankheit, über Ihre Wünsche, Ängste und Fragen, über das, was sich schwer sagen lässt.

    Ablauf und Anmeldung

    Unser Team steht Ihnen zunächst für ein ausführliches Gespräch mit möglichst beiden Eltern zur Verfügung. Danach lassen sich je nach Bedarf weitere Elterngespräche, gemeinsame Familiengespräche bzw. Einzeltermine mit Ihrem Kind/ Ihren Kindern vereinbaren. Die Gespräche finden auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf im Hubertus Wald Tumorzentrum (Gebäude O24) statt. Wenn Sie derzeit als Patient stationär im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt werden, können wir für ein Gespräch zu Ihnen kommen. Die Anmeldung erfolgt in diesem Fall über den Stationsarzt (Konsil).

    Kontakt:

    Frau Cartus +49 (0) 40 7410 - 56803 Montag bis Freitag 10.00 - 12.00 Uhr

    Leitung:

    Frank Schulz-Kindermann
    Dr. phil. Dipl.-Psych.
    Frank Schulz-Kindermann
  • Kunsttherapie im UCCH
    Kunsttherapie im UCCH

    Die Diagnose Krebs bedeutet immer einen tiefen Einschnitt ins Leben des Betroffenen und wie kaum eine andere Erkrankung ist diese häufig mit Ängsten und belastenden Gefühlen verbunden.

    Die Kunsttherapie unterstützt Sie darin, Wege im Umgang mit Ihrer Erkrankung zu erproben und zu finden. Sie können einen inneren Halt entwickeln, der Ihnen einen eigenen Standpunkt und einen aktiven Umgang mit Ihrer Situation ermöglicht.

    Hierfür stehen Ihnen mehrere Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung: Sie können zeichnen, mit Farbe malen oder in Ton arbeiten - je nach Ihrer Situation und Ihrem persönlichen Bedürfnis.

    Unter der Leitung einer diplomierten Kunsttherapeutin bietet das Hubertus Wald Tumorzentrum - Universitäres Cancer Center Hamburg einmal wöchentlich eine kunsttherapeutische Begleitung an.

    Vor dem Beginn der kunsttherapeutischen Begleitung findet ein Vorgespräch statt, in dem unter anderem Ihre persönlichen Ziele und Erwartungen besprochen werden. Hierfür ist ein separater Termin erforderlich, für den sich die Therapeutin mit Ihnen in Verbindung setzt.

    Kontakt:

    Martina Riedrich

    Dipl.-Kunsttherapeutin

    +49 (0) 178 2828476

  • Eine Krebserkrankung kann für die Betroffenen und deren Angehörige eine erhebliche psychische Belastung mit sich bringen. Sorgen und Ängste können dabei sehr drängend sein - offen mit anderen darüber zu sprechen scheint aber oftmals schwierig. Hier kann eine professionelle Unterstützung von Fachleuten für alle Beteiligten sehr hilfreich sein. Deshalb bieten wir über die Psychoonkologie psychologische Hilfe an, die der besonderen Situation der Patienten und ihren Angehörigen gerecht wird. Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: sowohl während der stationären als auch der ambulanten Behandlung, in Tageskliniken und in der Nachsorge (auch wenn Sie kein Patient mehr im UKE sind). Unser Team aus speziell ausgebildeten Psychologen und Ärzte bietet Ihnen Gespräche, aber auch regelmäßige Gruppenangebote, Paar- und Familienberatung und Entspannungstrainings an.
    Sie können frei entscheiden, ob und zu welchem Zeitpunkt Ihrer Behandlung Sie diese Angebote wahrnehmen. Wenn Sie Patientin oder Patient im UKE sind, wenden Sie sich bitte über Ihr Behandlungsteam an uns oder rufen Sie die rechts angegebene Telefonnummer an. Wenn Sie kein UKE-Patient mehr sind, rufen Sie bitte direkt die rechts angegebene Nummer an.

    Kontakt:

    Michaela Cartus +49 (0) 40 7410 - 56803

    Dipl.-Psych. Sigrid Mathiszig

    +49 (0) 40 7410 - 52962

    Leitung der Sprechstunde:

    Alexander Stein
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Alexander Stein
    • Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
  • Die Diagnose Krebs bedeutet immer einen tiefen Einschnitt in den beruflichen und privaten Alltag und erfordert meist ein Umdenken in der Lebensplanung und Zielsetzung für Sie, aber auch für Ihr soziales Umfeld.

    Es gibt viele Informationen zu verarbeiten und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Häufig sind die Zuständigkeiten und Verfahren von Einrichtungen und Behörden, aber auch die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialgesetzgebung, z.B. bezogen auf Ihre berufliche Wiedereingliederung oder auf Pflege- und Versorgungsleistungen nur schwer durchschaubar.

    In dieser belastenden Situation bietet Ihnen das UCCH über den Sozialdienst psychosoziale und sozialrechtliche Beratung und Unterstützung an. Unser Ziel ist es, mit Ihnen gemeinsam die notwendigen Entscheidungen zu treffen, sowie Hilfsstrategien zu entwickeln und umzusetzen, die für Sie im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung und Ihrer sozialen und/ oder beruflichen Situation wichtig sind.

    Auf Wunsch beraten wir Sie gern mit Ihren Angehörigen oder anderen Vertrauenspersonen. Wir beraten und unterstützen Sie in folgenden Anliegen:

    • Anbindung an Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
    • Angelegenheiten mit Behörden, Einrichtungen, Kostenträgern
    • Schwerbehindertenangelegenheiten, Arbeitsplatzfragen und berufliche Wiedereingliederung
    • Lohnersatzleistungen: Krankengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Erwerbsminderungsrente, Grundsicherung (Sozialhilfe)
    • Medizinische Rehabilitation
    • Pflege- und Versorgungsleistungen bei drohender oder vorhandener Pflegebedürftigkeit
    • Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, gesetzliche Betreuung

    Kontakt:

    Leitung der Sprechstunde:

  • Aktiv leben durch Bewegung

    Im Hubertus Wald Tumorzentrum - Universitäres Cancer Center Hamburg gibt es ein breit gefächertes Angebot an Sport- und Bewegungsprogrammen zur Prävention, begleitend zur Therapie und für die Zeit nach einer erfolgten Krebstherapie.

    Mit der Prävention werden Menschen angesprochen, die durch eine gesunde Lebensführung ihr persönliches Krebsrisiko senken wollen. Im Rahmen der Nachsorge nach kurativer Chemotherapie, aber auch für Patienten in kurativer/palliativer Erkrankungssituation unter laufender Chemotherapie bzw. in den therapie-freien Intervallen gibt es ein vielseitiges und individuell angepasstes Trainingsprogramm unter fachkundiger Anleitung und Betreuung.

    Um das für jeden individuell passende Programm zu finden, werden alle Angebote von einer Diplom Sportwissenschaftlerin koordiniert, die in einem Beratungsgespräch mit Patienten, Angehörigen und/oder Interessierten den Bedarf ermittelt.

    Unser Ziel ist es, dass jeder Patient, Angehörige und Interessierte im UCCH an unterschiedlichen Bewegungsangeboten teilnehmen kann. Darüber hinaus wird in wissenschaftlichen Studien der Stellenwert körperlicher Aktivität und gezielter Trainingsprogramme bei bestimmten Krebserkrankungen untersucht.

    Eine Vielzahl von onkologischen Patienten hat bereits diese Programme angenommen und es zeigte sich rasch, dass viele von dieser Trainingsmöglichkeit und auch den damit verbundenen Möglichkeiten, neue soziale Kontakte mit anderen Patienten zu knüpfen, sehr profitierten.

    Kontakt

    Ambulante Physiotherapie des UKE

    +49 (0) 40 7410 - 57036

    Physiotherapie am UKE

    Leitung

    Jannike Salchow
    Dipl.-Sportwiss.
    Jannike Salchow

    Partner und Förderer

    Stiftung Leben mit Krebs