Unsere Arbeitsgruppen stellen sich vor

  • AG Prof. Dr. Dr. Sonja Loges | Personalisierte Krebstherapie
  • AG Prof. Dr. Dr. Sonja Loges | Personalisierte Krebstherapie
    Die Arbeitsgruppe im Labor
    Die Arbeitsgruppe im Labor
    Arbeit im Labor
    Arbeit im Labor

    Personalisierte Krebstherapie

    Dank neuer molekularbiologischer Verfahren können Krebserkrankungen heute viel differenzierter als noch vor einigen Jahren betrachtet werden. Die am Krankheitsprozess beteiligten Gene und Proteine sind von Tumortyp zu Tumortyp unterschiedlich und selbst bei ähnlichen Krankheitsstadien oder -verläufen gibt es von Patient zu Patient gravierende molekulare Unterschiede. Für diese verschiedenen Patientengruppen werden seit einigen Jahren möglichst maßgeschneiderte Therapien entwickelt, von denen man erwartet, dass sie bei nur geringen Nebenwirkungen einen maximalen Therapieerfolg erzielen. Das übergeordnete Ziel unserer Arbeitsgruppe ist die Entwicklung neuer zielgerichteter Therapien zur Behandlung von Krebserkrankungen.

    Prof. Dr. Dr. Sonja Loges, AG-Leiterin
    Prof. Dr. Dr. Sonja Loges, AG-Leiterin

    Unserer Arbeitsgruppe ist es in den letzten Jahren gelungen, eine solche Zielstruktur für diese personalisierte Krebstherapie zu identifizieren und ein entsprechendes Medikament zu entwickeln. Wir konnten zeigen, dass die Rezeptortyrosinkinase Axl und ihr Ligand Gas6 eine wichtige Rolle in der Pathogenese der Akuten myeloischen Leukämie und anderer maligner Erkrankungen spielen und das seine Hemmung dieses Signalweges mittels des kleinmolekularen Inhibitors BGB324 großes therapeutisches Potenzial hat. Inzwischen haben wir eine internationale, multizentrische Studie konzipiert und auf den Weg gebracht, in der der neue medikamentöse Behandlungsansatz bei krebskranken Patienten geprüft wird. Im Rahmen dieser Studie erforschen wir eingehend die Wirkungsweise des neuen Medikamentes in den Patienten und versuchen Biomarker zu entwickeln, mit deren Hilfe das Ansprechen von Patienten vorausgesagt werden kann.

    Wir arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung von klinischen und wissenschaftlichen Konzepten für die personalisierte Krebstherapie. Dabei beschäftigen wir uns intensiv mit der Erforschung der Interaktion zwischen Tumor und Wirt mit Schwerpunkten auf der Tumor-induzierten Neubildung von Blutgefäßen und Immunsuppression. Durch Erforschung dieser Prozesse wollen wir neue Zielstrukturen für die personalisierte Krebstherapie entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung von Biomarkern, um das Ansprechen von Patienten auf zielgerichtete Therapien vorauszusagen. Hier untersuchen wir große multinationale Studienkollektive. Unser wichtigstes Ziel ist es durch unsere Forschungsarbeit die Behandlung von Krebspatienten zu verbessern.

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  • AG Prof. Dr. Harriet Wikman | Metastasierungs-assoziierte Gene
  • AG Prof. Dr. Harriet Wikman | Metastasierungs-assoziierte Gene
    Wikman Group
    AG Wikman: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

    Identifizierung und funktionelle Charakterisierung von metastasierungs-assoziierten Genen bei Brust- und Lungenkrebs

    Unsere Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, die biologischen Prozesse einzelner Schritte der metastatischen Kaskade besser zu verstehen. Hierbei untersuchen wir insbesondere Gene und deren korrespondierende Genprodukte, die entweder mit einer frühen hämatogenen Disseminierung oder mit der Bildung von Hirnmetastasen assoziiert sind. Unsere Forschung fokussiert sich dabei auf Tumore, die aus Brust-, Lungen- oder Prostatagewebe entstehen.

    Durch die Kombination unterschiedlicher analytischer Verfahren konnten wir einzelne Gene und Signalwege identifizieren, die mit einer frühen Disseminierung von Brust und Lungentumoren in Verbindung stehen (Wrage et al., Clin Cancer Res 2009 and Int J Cancer 2015; Werner, Cancer Discovery 2015). Momentan konzentrieren sich unsere Forschungsarbeiten auf die funktionelle Charakterisierung des RAI2- und HERC5-Proteins, die mit einer frühen Disseminierung ins Knochenmark sowie mit der Bildung von Hirnmetastasen in Verbindung stehen. Darüber hinaus führen wir Forschungsarbeiten zur Charakterisierung und klinischen Relevanz zirkulierender Tumorzellen (CTCs) durch (Hanssen et al., Scientific reports 2016).

    Grundlage der Studien sind dabei sowohl Patientenmaterial als auch Zellkultur-basierende Modellsysteme. Für unsere Forschung nutzen wir die Kombination unterschiedlicher molekulargenetischer, biochemischer und zellbiologischer Arbeitsmethoden (z. B. shRNA-vermittelte RNA-Interferenz) sowie die Möglichkeiten funktioneller genomweiter Analysen.

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  • AG Dr. Volker Aßmann | Identifizierung Tumor-assoziierter Gene
  • AG Dr. Volker Aßmann | Identifizierung Tumor-assoziierter Gene

    Identifizierung, strukturelle und funktionelle Charakterisierung von Tumor-assoziierten Genen

    Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Identifizierung, strukturellen und funktionellen Charakterisierung von Genen, die möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Progression des humanen Mammakarzinoms spielen könnten. Mit Hilfe eines von der Arbeitsgruppe entwickelten und erfolgreich durchgeführten genetischen "Screenings", einer sog. "Retrovirus-vermittelten cDNA-Expressionsklonierung von Protoonkogenen", konnten einige weitestgehend unbekannte Kandidatengene identifiziert werden, die den Schwerpunkt der Untersuchungen bilden.

    Durch den Einsatz eines weitreichenden Spektrums molekularbiologischer, biochemischer, zellbiologischer und immunologischer Arbeitstechniken wird derzeit die Bedeutung einiger dieser Kandidatengene für das Mammakarzinom untersucht. Es ist zu hoffen, dass durch die Kombination eher deskriptiver Untersuchungen zur Expression der Kandidatengene in Primärtumoren und Metastasen mit Hilfe eigens von uns entwickelter Antikörper mit detaillierten Funktionsanalysen ein besseres Verständnis der molekularen Veränderungen, die zur Entstehung und Progression des Mammakarzinoms führen, erzielt werden kann.

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  • AG PD Dr. Katharina Harms-Effenberger |
  • AG PD Dr. Katharina Harms-Effenberger |
    Bild Effenberger
    Project overview

    Liquid Biopsy Analytik in gynäkologischen Tumoren und Präneoplasien: Vulvakarzinom und VIN-Läsionen, Zervixkarzinom und CIN-Läsionen

    In Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie des UKE sowie externen klinischen Partnern arbeitet unsere Arbeitsgruppe an Nachweisverfahren in der Liquid Biopsy (Flüssigbiopsie aus dem Blut anstelle der Gewebebiopsie) von Tumorarten, für die dieses Feld bislang wenig erforscht ist.

    Im Fokus stehen hier zurzeit das Vulvakarzinom sowie das Zervixkarzinom. Des Weiteren betrachten wir auch bereits die Vorläuferläsionen – vulväre sowie zervikale intraepitheliale Neoplasien hohen Grades, deren Vorhandensein zur Tumorentstehung führen kann.

    Mit neuesten technologischen Methoden isolieren wir beispielsweise CTCs (circulating tumor cells - zirkulierende Tumorzellen im peripheren Blut) und entwickeln neue Ansätze zur Charakterisierung der Zellen auf Proteinebene sowie genetischer und epigenetischer Ebene. Ziele, die wir mit der Liquid Biopsy-Analytik verfolgen sind vornehmlich: i) die Entwicklung von Panels (Markerkombinationen, bestimmte individuelle „Muster“), die den Patientinnen eine verbesserte Risikoabschätzung mit reduziertem Vor-, bzw. Nachsorgeaufwand geben können, und ii) die Erkennung möglicher therapeutischer Targets, die in der zukünftigen Behandlung zum Tragen kommen könnten.

    Vakante Stellen:

    Sollten Sie Interesse an einer medizinischen Doktorarbeit haben, melden Sie sich gern unter k.effenberger@uke.de. Wir freuen uns.

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  • AG PD Dr. Sabine Riethdorf | Mikrometastasierung
  • AG PD Dr. Sabine Riethdorf | Mikrometastasierung
    Immunzytologie
    Immunzytologie

    Mikrometastasierung

    Die Aufklärung von Mechanismen, die an der frühen Disseminierung einzelner potenziell Metastasen-initiierender Zellen aus dem Tumorgewebeverband beteiligt sind, ist Ziel der Forschungsaktivitäten der Arbeitsgruppe.

    Um disseminierte Tumorzellen (DTC) im Knochenmark und in Lymphknoten sowie zirkulierende Tumorzellen (CTC) im Blut von Patientinnen und Patienten mit hauptsächlich urologischen, gynäkologischen Tumoren sowie Tumoren aus dem Kopf-, Halsbereich und Glioblastomen zu detektieren und zu charakterisieren, setzen wir optimierte hochauflösende immunzytochemische und molekulare Verfahren ein. Im Mittelpunkt stehen dabei Analysen von potenziellen therapeutischen Zielstrukturen in DTC, CTC und in experimentellen Modellsystemen als Ausgangspunkt für die Testung und Entwicklung neuer zielgerichteter individueller Behandlungsstrategien.

    Die Arbeitsgruppe ist mit translationalen Forschungsprojekten zur Analyse von CTC, die zum einen die prognostische Bedeutung dieser Zellen erhärten und zum anderen einen möglichen Einsatz der CTC-Analysen als Biomarker zur Stratifizierung der Patienten für gezielte Therapien untersuchen sollen, an einer Vielzahl von klinischen Studien beteiligt. In diesem Kontext ist die Arbeitsgruppe auch eines der Referenzzentren für die Beurteilung von CTC in den Mammakarzinomstudien DETECT III-V und TREAT-CTC (suchen Sie hier nach der Studiennummer "90091"), in denen der CTC-Nachweis bereits eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Behandlung der Patientinnen bildet.

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