SFB 841: Leberentzündung

Abstraktes Logo, Schwarzer Balken mit rotem hineinragendem Dreieck, darunter steht SFB841
SFB 841: Leberentzündung

Im Sonderforschungsbereich 841 „Leberentzündung: Infektion, Immunregulation und Konsequenzen“ entschlüsseln Wissenschaftler das komplizierte Wechselspiel zwischen Leberschädigung, Entzündung und Reparatur. Ziel ist es, neue Ansatzpunkte für die Diagnostik und Therapie von entzündlichen Lebererkrankungen zu entwickeln. Der SFB 841 hat Anfang 2009 seine Arbeit aufgenommen und befindet sich gegenwärtig in der zweiten DFG Förderperiode (2014-2017).

Weitere Informationen finden sie auf der offiziellen Webseite .

KFO 296: Feto-maternal immune cross talk

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KFO 296: Feto-maternal immune cross talk

In dieser Klinischen Forschergruppen arbeiten Ärzte und Naturwisschenschaftler verschiedener Kliniken und Institute des UKEs und des Heinrich-Pette-Institutes eng zusammen. Sie haben das Ziel, herauszufinden, welche medizinischen Auswirkungen die immunologische Anpassung während der Schwangerschaft auf Mutter und Kind haben und wie Infektionen, Stress und Medikamenteneinnahme während dieser Zeit das Immunsystem des Fötus beeinflussen. Die KFO 296 startete 2015 in die erste Förderperiode von drei Jahren.

Für weitere Informationen lesen Sie hier KFO 296

Purinnukleotide und T-Zellregulation (PAK 362)

Regulation der Signaltransduktion über den T-Zell-Rezeptor durch die Ionenkanäle P2X7 und TRPM2

Die Ionenkanäle P2X7 und TRPM2 werden in T-Lymphozyten exprimiert und durch extra- bzw. intrazelluläre Nukleotide reguliert. Obwohl eine Reihe von Studien auf eine besondere Rolle dieser Kanäle bei Entzündungen hinweisen, so bleibt ihre Funktion in T-Zellen zunächst unklar. Das primäre Ziel des Projekts ist die Aufklärung der Funktion der beiden Kanäle bei frühen Ereignissen der T-Zellaktivierung. Methodisch werden wir dazu Live-Cell-Calcium- und ATP-Imaging, HPLC-Analysen und die Patch-Clamp-Technik einsetzen. Als spezielle Fragestellungen werden wir untersuchen, ob 2´-Deoxy-ADPR, und nicht wie bisher angenommen, ADPR, der wesentliche endogene Aktivator von TRPM2 ist. Weiterhin untersuchen wir die durch TZR- und P2X7-Aktivierung hervorgerufene Freisetzung von ATP, ihre Lokalisation innerhalb oder außerhalb der immunologischen Synapse, und ihre Bedeutung für die T-Zell-Aktivierung. Diese Untersuchungen könnten eine Verbindung zwischen den Welten der intra- und extrazellulären Nukleotide schaffen. Schließlich dienen die erwarteten Erkenntnisse über die Regulation der T-Zellaktivierung durch P2X7 und TRPM2 zur Etablierung neuer therapeutischer Interventionsprinzipien.

Molekulare Mechanismen und Funktion der Öffnung des P2X7 Ionenkanals in T Zellen

Der durch extrazelluläre Nukleotide gesteuerter P2X7 Ionenkanal spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungsreaktionen. Ziel des vorgeschlagenen Projekts ist die Klärung der Molekularen Mechanismen und der Funktion der Öffnung von P2X7 auf T Zellen. In Vorarbeiten haben wir Nanobodies (Einzeldomänen Antikörper aus immunisierten Lamas) gewonnen, die die Öffnung des P2X7 Kanals blockieren oder erleichtern können. Diese Nanobodies sind einzigartige experimentelle Werkzeuge - nicht nur für die Evaluierung der P2X7 Expression auf Immunzellen, sondern auch für die Modulation der P2X7 Funktion auf murinen und humanen T Zellen im Rahmen von Immunreaktionen. In dem Projekt werden wir Aminosäuren in P2X7 identifizieren, die für die Bindung von Nanobodies und für die Öffnung des Ionenkanals wichtig sind. Wir werden das therapeutische Potential P2X7-spezifischer Nanobodies bei experimentellen Entzündungen in zwei Mausmodellen evaluieren. Wir erwarten von den Ergebnissen neue Einblicke in die Rolle von P2X7 bei physiologischen und pathologischen Immunreaktionen. Wir werden die Expression und Funktion von P2X7 auf humanen T Zellen charakterisieren und unsere P2X7-spezifischen Nanobodies für die Modulation von humanen T Zellen Effektorfuntktionen einsetzen. Wir erwarten damit eine bessere Basis für therapeutische Anwendungen der P2X7-spezifischen Nanobodies zu schaffen. Langfristiges Ziel des Projekts ist eine verbesserte Diagnostik und Therapie von Entzündungserkrankungen.

Landesforschungsförderung Hamburg: Konsortium „ReAd Me!"

"ReAd Me! Regulatorische Adeninnukleotide auf Membranoberflächen: quantitative Bestimmung und Modulation von Zellfunktionen"Projektsprecher: Prof. Dr. Andreas Guse, Prof. Dr. Chris Meier

Zellen eines Organismus müssen ständig Signale aus ihrer Umgebung wahrnehmen und korrekt darauf reagieren. Chemische Botenstoffe, hier: Adeninnukleotide (AN), können als Reaktion auf ein Umgebungssignal aus der Zelle freigesetzt oder zu spezifischen neuen Produkten umgebaut werden. Diese Botenstoffe diffundieren dann zu ihren Rezeptoren auf der Zelloberfläche oder in der Zelle und übertragen so das Signal. Ziel ist es, die lokalen Mengen dieser Botenstoffe zu messen und deren spezifische Wirkung zu manipulieren. Insgesamt soll das Projekt zu einem besseren Verständnis dieser AN-Botenstoffe und langfristig zu neuen Strategien zur Therapie von Krankheiten führen