SFB 841: Leberentzündung

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SFB 841: Leberentzündung

Im Sonderforschungsbereich 841 „Leberentzündung: Infektion, Immunregulation und Konsequenzen“ entschlüsseln Wissenschaftler das komplizierte Wechselspiel zwischen Leberschädigung, Entzündung und Reparatur. Ziel ist es, neue Ansatzpunkte für die Diagnostik und Therapie von entzündlichen Lebererkrankungen zu entwickeln. Der SFB 841 hat Anfang 2009 seine Arbeit aufgenommen und befindet sich gegenwärtig in der zweiten DFG Förderperiode (2014-2017).

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SFB 1192: Immunvermittelte glomeruläre Erkrankungen

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SFB 1192: Immunvermittelte glomeruläre Erkrankungen

Immunvermittelte glomeruläre Erkrankungen sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, die primär eine schädigende Entzündungsreaktion in den Glomeruli und sekundär auch in anderen Kompartimenten der Niere hervorrufen. Trotz jüngster Fortschritte auf diesem Forschungsgebiet ist die Immunpathogenese der verschieden Formen dieser Erkrankung nur unvollständig verstanden. Ihnen liegt eine immunvermittelte Nierenschädigung zugrunde, die mit einer spezifischen Immunantwort beginnt und im Verlauf zu einer destruierenden Entzündung des Nierengewebes führt. Die Behandlung von Patienten mit immunvermittelten glomerulären Erkrankungen besteht zumeist in einer unspezifischen Immunsuppression, die toxisch und nur teilweise effektiv ist. Diese Gruppe von Erkrankungen ist daher immer noch eine der häufigsten Ursachen für eine terminale Niereninsuffizienz in der westlichen Welt. Für die Entwicklung von effektiveren und sichereren Therapiestrategien müssen die zugrundeliegenden Pathomechanismen besser untersucht werden und die Ergebnisse dieser Studien in neue Therapiekonzepte umgesetzt werden. Die vorgeschlagene SFB-Initiative stellt einen interdisziplinären Ansatz dar, bei dem Wissenschaftler mit großer Expertise in klinischer und experimenteller Nephrologie, Grundlagenimmunologie, Pathologie / Anatomie und Physiologie zusammenarbeiten werden. Durch Verwendung von "state of the art" Methoden und Tiermodellen, in Kombination mit prospektiven klinischen Studien in großen Patientenkohorten, hat die SFB-Initiative die Charakterisierung zentraler immunpathogenetischer Mechanismen zum Ziel.Diese Studien sind eine Grundvoraussetzung für einen Paradigmenwechsel auf dem Gebiet der immunvermittelten glomerulären Erkrankungen, weg von einer ungezielten immunsuppressiven Behandlung hin zur einer Pathogenese-basierten, personalisierten Therapiestrategie.

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KFO 296: Feto-maternal immune cross talk

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KFO 296: Feto-maternal immune cross talk

In dieser Klinischen Forschergruppen arbeiten Ärzte und Naturwisschenschaftler verschiedener Kliniken und Institute des UKEs und des Heinrich-Pette-Institutes eng zusammen. Sie haben das Ziel, herauszufinden, welche medizinischen Auswirkungen die immunologische Anpassung während der Schwangerschaft auf Mutter und Kind haben und wie Infektionen, Stress und Medikamenteneinnahme während dieser Zeit das Immunsystem des Fötus beeinflussen. Die KFO 296 startete 2015 in die erste Förderperiode von drei Jahren.

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KFO 306: Primär Sklerosierende Cholangitis

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KFO 306: Primär Sklerosierende Cholangitis

Die Primär Sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine chronische, vernarbende Erkrankung der Gallengänge in und außerhalb der Leber. Die PSC ist in 2/3 der Fälle mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung assoziiert. Diese Klinische Forschergruppe setzt sich zum Ziel, die Pathogenese der PSC aufzuklären, um durch dieses Verständnis neue Therapiemöglichkeiten zu eröffnen.

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SPP 1923: Innate Sensing and Restriction of Retroviruses

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SPP 1923: Innate Sensing and Restriction of Retroviruses

Retroviruses comprise a diverse group of exogenous and endogenous viruses defined by their unique replication strategy to reverse-transcribe their RNA genome into a complementary DNA. Millions of years of coevolution with their mammalian hosts gave rise to highly pathogenic as well as apathogenic members of this family of viruses. Evidence is emerging that cell-type specific cell-autonomous components of the innate immune system, including specialized pattern recognition receptors (PRRs) and broadly antiviral restriction factors (RFs), represent key determinants of the fundamentally different outcomes of retroviral infections. Specific parameters under consideration include the efficiency of cross- and intra-species transmission, pathogenesis, virus evolution, and the ability to establish a chronic infection in a new host.

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Purinnukleotide und T-Zellregulation (PAK 362)

Regulation der Signaltransduktion über den T-Zell-Rezeptor durch die Ionenkanäle P2X7 und TRPM2

Die Ionenkanäle P2X7 und TRPM2 werden in T-Lymphozyten exprimiert und durch extra- bzw. intrazelluläre Nukleotide reguliert. Obwohl eine Reihe von Studien auf eine besondere Rolle dieser Kanäle bei Entzündungen hinweisen, so bleibt ihre Funktion in T-Zellen zunächst unklar. Das primäre Ziel des Projekts ist die Aufklärung der Funktion der beiden Kanäle bei frühen Ereignissen der T-Zellaktivierung. Methodisch werden wir dazu Live-Cell-Calcium- und ATP-Imaging, HPLC-Analysen und die Patch-Clamp-Technik einsetzen. Als spezielle Fragestellungen werden wir untersuchen, ob 2´-Deoxy-ADPR, und nicht wie bisher angenommen, ADPR, der wesentliche endogene Aktivator von TRPM2 ist. Weiterhin untersuchen wir die durch TZR- und P2X7-Aktivierung hervorgerufene Freisetzung von ATP, ihre Lokalisation innerhalb oder außerhalb der immunologischen Synapse, und ihre Bedeutung für die T-Zell-Aktivierung. Diese Untersuchungen könnten eine Verbindung zwischen den Welten der intra- und extrazellulären Nukleotide schaffen. Schließlich dienen die erwarteten Erkenntnisse über die Regulation der T-Zellaktivierung durch P2X7 und TRPM2 zur Etablierung neuer therapeutischer Interventionsprinzipien.

Molekulare Mechanismen und Funktion der Öffnung des P2X7 Ionenkanals in T Zellen

Der durch extrazelluläre Nukleotide gesteuerter P2X7 Ionenkanal spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungsreaktionen. Ziel des vorgeschlagenen Projekts ist die Klärung der Molekularen Mechanismen und der Funktion der Öffnung von P2X7 auf T Zellen. In Vorarbeiten haben wir Nanobodies (Einzeldomänen Antikörper aus immunisierten Lamas) gewonnen, die die Öffnung des P2X7 Kanals blockieren oder erleichtern können. Diese Nanobodies sind einzigartige experimentelle Werkzeuge - nicht nur für die Evaluierung der P2X7 Expression auf Immunzellen, sondern auch für die Modulation der P2X7 Funktion auf murinen und humanen T Zellen im Rahmen von Immunreaktionen. In dem Projekt werden wir Aminosäuren in P2X7 identifizieren, die für die Bindung von Nanobodies und für die Öffnung des Ionenkanals wichtig sind. Wir werden das therapeutische Potential P2X7-spezifischer Nanobodies bei experimentellen Entzündungen in zwei Mausmodellen evaluieren. Wir erwarten von den Ergebnissen neue Einblicke in die Rolle von P2X7 bei physiologischen und pathologischen Immunreaktionen. Wir werden die Expression und Funktion von P2X7 auf humanen T Zellen charakterisieren und unsere P2X7-spezifischen Nanobodies für die Modulation von humanen T Zellen Effektorfuntktionen einsetzen. Wir erwarten damit eine bessere Basis für therapeutische Anwendungen der P2X7-spezifischen Nanobodies zu schaffen. Langfristiges Ziel des Projekts ist eine verbesserte Diagnostik und Therapie von Entzündungserkrankungen.

Landesforschungsförderung Hamburg: LFF-FV 45

LFF-FV 45: Geschlechtsdimorphismus im Immunsystem

Immunantworten unterscheiden sich zwischen Männern und Frauen und fuhren zu Unterschieden in der Prävalenz, der Schwere und den Manifestationen von Autoimmunerkrankungen, Infektionen und Tumoren. Auch die Ausbildung der Immunität in der pränatalen Entwicklung unterliegt geschlechtsspezifischen Einflüssen. Geschlechtsspezifische Einflüsse können sich Uber genetische Faktoren und Geschlechtshormone manifestieren, welche zudem in wechselseitiger Beziehung mit der kommensalen Darmflora (Mikrobiom) stehen. Diese Einflüsse entscheiden über Aktivierung oder Suppression des Immunsystems mit spezifischen Folgen für den Verlauf unterschiedlicher immunvermittelter Erkrankungen. Wir wollen Ursachen und Konsequenzen geschlechtsspezifischer Einflüsse untersuchen und Regelkreise identifizieren, die zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei dem Auftreten von immunvermittelten Erkrankungen führen.

Landesforschungsförderung Hamburg: Konsortium „ReAd Me!"

"ReAd Me! Regulatorische Adeninnukleotide auf Membranoberflächen: quantitative Bestimmung und Modulation von Zellfunktionen"Projektsprecher: Prof. Dr. Andreas Guse, Prof. Dr. Chris Meier

Zellen eines Organismus müssen ständig Signale aus ihrer Umgebung wahrnehmen und korrekt darauf reagieren. Chemische Botenstoffe, hier: Adeninnukleotide (AN), können als Reaktion auf ein Umgebungssignal aus der Zelle freigesetzt oder zu spezifischen neuen Produkten umgebaut werden. Diese Botenstoffe diffundieren dann zu ihren Rezeptoren auf der Zelloberfläche oder in der Zelle und übertragen so das Signal. Ziel ist es, die lokalen Mengen dieser Botenstoffe zu messen und deren spezifische Wirkung zu manipulieren. Insgesamt soll das Projekt zu einem besseren Verständnis dieser AN-Botenstoffe und langfristig zu neuen Strategien zur Therapie von Krankheiten führen

European HIV Alliance (EHVA)

EHVA

The European HIV Alliance (EHVA) is a five year project funded by the European Union’s Horizon 2020 Research and Innovation Programme designed to foster the development of an effective vaccine. The EHVA encompasses 39 partners, each with the expertise to promote a comprehensive approach to the development of an effective HIV vaccine. The international alliance, which includes academic and industrial research partners from all over Europe, as well as sub-Saharan Africa and North America, will work to discover and progress novel vaccine candidates through the clinic. The UKE is one of the EHVA partners, and Prof. Altfeld is responsible for the Immune Profiling Work Package of EHVA (WP 6) that is designed to provide assays and technologies to monitor, fully characterize and compare immune responses in different tissues induced by prophylactic and therapeutic HIV vaccination.

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DZIF: Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

DZIF's mission is to coordinate and strategically align translational infection research with the aim of developing new diagnostic, preventative and therapeutic methods for treating infectious diseases. The UKE is part of the Hamburg-Borstel-Lübeck DZIF site. Prof. Altfeld is a member of the TTU HIV within the DZIF, and several of Prof. Altfeld‘s research projects on HIV-1 pathogenesis and Cure research are funded by the DZIF.

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