Sonderausstellung

 „Verschluckt und ausgestellt“ – Fremdkörper aus der Sammlung des Hals-Nasen-Ohren-Arztes Karl Wittmaack

„Verschluckt und ausgestellt“ – Fremdkörper aus der Sammlung des Hals-Nasen-Ohren-Arztes Karl Wittmaack (1876-1972)
Der Lebenswecker: ein längliches Gerät mit spitzen Nadeln an der Vorderseite

Können Mückenstiche heilen? Kleine Exponate erzählen große Geschichten: Baunscheidts "Lebenswecker", um 1850
Operationstisch, verhangen mit einem weißen Laken

Lange waren sie "verschluckt" im Depot: Besondere Objekte der Sammlung werden erstmals ausgestellt

Verschluckt und ausgestellt
Die materielle Kultur der Medizin, erzählt mit Objekten aus der Sammlung

Die Sonderausstellung ist bis auf Weiteres verlängert.

Jedes Museum hat ungezeigte Schätze in seinem Depot. Verpackt und inventarisiert harren sie dort jahrelang auf ihren Einsatz. Nun erstmals gezeigte Objekte des Medizinhistorischen Museums Hamburg repräsentieren die materielle Kultur der Medizin im 19. und 20. Jahrhundert.

Das Wachsmodell eines Säuglings ist darunter, das noch heute den gleichen Blick auf das fragile Gut des menschlichen Lebens eröffnet, wie zu seiner Entstehung vor bald 100 Jahren; Instrumente zur Erforschung der menschlichen Sinne; Zeugnisse jüdischer Ärzte, die im Nationalsozialismus zu „Krankenbehandlern“ degradiert wurden; und dutzende kleine Dinge, die vor über 80 Jahren von Kindern verschluckt oder eingeatmet wurden und die am UKE erfolgreich entfernt wurden.

Ausgewählt wurden die Objekte vom gesamten Team des Medizinhistorischen Museums Hamburg. Sie berichten von technischen Errungenschaften, gesellschaftlichen Umbrüchen und von privaten Schicksalen. Die Ausstellung zeigt am Beispiel einzelner Exponate die Geschichte der Medizin aus dem Blickwinkel von Patienten, Pflegekräften, Studierenden und Ärzt(inn)en.

Weitere Infos im Faltblatt zur Ausstellung