Klinische Krebsprävention

Ein Überblick über unsere verschiedenen Angebote zum Thema Krebsprävention am UKE:

  • SAPHIR - Studie für Angehörige zur Prävention des Kolorektalen Karzinoms

    Das kolorektale Karzinom ist in der westlichen Welt die zweithäufigste Krebserkrankung sowohl bei Männern als auch Frauen. Die Prognose ist dabei wesentlich vom Erkrankungsstadium abhängig. Gerade Familienangehörige mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten dieser Erkrankung sind durch ein präventionsaverses Verhalten gefährdet. So ist bei familiärer Häufung das Risiko für die Entstehung eines kolorektalen Karzinoms 2-4 fach erhöht.

    Die Vorsorgekoloskopie ist die effektivste Form der Prävention, jedoch liegt die Akzeptanz dieser Maßnahme bundesweit kumulativ bei nur 20%. Daher ist eine Interventionsstudie zur Optimierung des präventiven Verhaltens insbesondere bei erstgradig Verwandten von an kolorektalem Karzinom Erkrankten sinnvoll. Das von der Hamburger Krebsgesellschaft geförderte Forschungsprojekt untersucht das Potenzial einer Einbindung dieser Patientengruppe, um das Präventionsverhalten erstgradig Verwandter signifikant zu verbessern. Akzeptanz und Beweggründe für die Annahme der Vorsorgekoloskopie werden untersucht. Gründe fehlender Akzeptanz oder Erreichbarkeit der Zielpopulation werden ermittelt.

    Der Ansatz zur Lösung wird in der Befähigung und Motivation von Betroffenen im Sinne von "Kommunikatoren" gesehen, um die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen in die Risikogruppe zu vermitteln. Zusätzlich soll das Projekt die Wirtschaftlichkeit der Intervention aufzeigen, d.h. Kosten für Befähigung, Aufklärung und Vorsorgeuntersuchung sollen vermiedenen medizinischen und ökonomischen Folgekosten gegenübergestellt werden.

    Ihre Ansprechpartner für diese Studie sind:

    PD Dr. med. Andreas Block, MBA +49 (0) 40 74105 6305 block@uke.de

    Dr. jur. Fabian-S. Frielitz, LL.M., M.A., MBA +49 (0) 40 74105 8073 f.frielitz@uke.de

    Christine Fehrs, Studienkoordinatorin +49 (0) 40 74105 5237 c.fehrs@uke.de

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  • Antworten auf die wichtigsten Fragen in der Krebsprävention beantworten wir Ihnen gerne in einer persönlichen Beratung in der Krebspräventionssprechstunde des Hubertus Wald Tumorzentrums - Universitäres Cancer Center Hamburg. Unser Angebot richtet sich an Gesunde (= Primärprävention), die ihr Risiko an Krebs zu erkranken, senken wollen.

    Betroffenen (= Tertiärprävention) und allen Menschen, die eine Krebserkrankung haben oder hatten bieten wir eine persönliche Beratung an, um alle Möglichkeiten zu nutzen, die das Risiko für einen Rückfall oder einer Neuerkrankung verringern.

    An dem vereinbarten Beratungstermin bitten wir Sie zuerst, uns mittels eines kurzen Fragebogens Angaben zu Ihrer Person, Ihrem Beruf, Ihrem Lebensstil sowie ggf. zu Krebserkrankungen in Ihrer Familie zu machen. Anschließend erfolgt eine etwa 30-minütige Beratung mit Empfehlungen, wie Sie Ihr persönliches Krebsrisiko senken können und welche Krebsfrüherkennungsmaßnahmen und welche Selbstuntersuchungen Sie regelmäßig durchführen sollten. Sie erhalten eine Checkliste auf der die wichtigsten Empfehlungen für Sie zusammengefasst sind. Auf Ihre persönliche Situation abgestimmt, werden wir Ihnen ggf. auch eine weitere Beratung bzw. eine Untersuchung in speziellen Bereichen der primären, sekundären und tertiären Krebsprävention empfehlen.

Krebspräventionsprogramme

Darüber hinaus hat das UCCH Präventionsprogramme ins Leben gerufen. Gerade Schüler und Jugendliche können schon viel für die Krebsprävention tun. Das UCCH hat hier Programme zur Förderung dieser Maßnahmen zusammen mit unseren Kooperationspartnern ins Leben gerufen.

  • Nichtrauchen ist cool
    Logo der Kampagne

    „Nichtrauchen ist cool“ wird von der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik und dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) des UKE durchgeführt und ist Teil des Präventionsprogramms des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) des UKE.

    An über 360 Tabakpräventionsveranstaltungen „Nichtrauchen ist cool“ haben bisher seit der Initierung im Jahr 2005 über 80.000 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 aus Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen.

    In der zweistündigen Veranstaltung werden die Schüler über die medizinischen Auswirkungen des Tabakrauchens informiert. Unter anderem wird eine Lungenspiegelung bei einem Patienten mit Lungenkrebs gezeigt und ein Patient mit Lungenkrebs berichtet über seine Krankengeschichte und seinen Tabakkonsum. Er stellt sich außerdem den Fragen der Kinder und Jugendlichen. Eine Evaluation der Schülerveranstaltung durch das DZSKJ zeigt, dass „Nichtrauchen ist cool“ sich vor allem bei Gymnasiasten als wirksam erweist.

    Bei den Kindern, die an „Nichtrauchen ist cool“ teilgenommen hatten, stieg der Anteil der „Neuraucher“ mit 6,4 Prozent nur halb so stark an wie in einer Kontrollgruppe. Damit wird das vorrangige Ziel von Tabakprävention erfüllt, einen Einstieg in den Tabakkonsum möglichst zu verhindern oder zumindest zu verzögern.

    Die Studie zeigt ferner, dass „Nichtrauchen ist cool“ auch besonders gefährdete Kinder erreicht, in deren Elternhäusern geraucht wird oder deren gleichaltrige Freunde bereits rauchen. Sponsoren des interdisziplinären Projektes sind unter anderem die Hamburger Krebsgesellschaft, die Norddeutsche Bronchialkarzinom Arbeitsgruppe, die Budnianer Hilfe sowie die Deutsche Kinderhilfe. Im Förderverein „Prävention der Nikotinsucht bei Kindern und Jugendlichen in Hamburg und Umgebung e.V.“ engagieren sich Hamburger Prominente wie Alexandra von Rehlingen, Monica Lierhaus und Thorsten Schaubrenner.

    Zusätzlich wird das Projekt unter anderem von der Band Revolverheld, dem Comedian Ralf Schmitz, den Schauspielern Svenja Beneke und Sky du Mont, den Moderatoren Judith Rakers, Barbara Schöneberger, Markus Lanz und Johannes B. Kerner sowie dem Hamburger Sportverein unterstützt. Schulen, die an dem Projekt teilnehmen möchten, können sich im Internet informieren:

    www.nichtrauchen-ist-cool.de

  • Sunpass
    Sunpass-Logo der HKG

    Gesunder Sonnenspaß für Kinder

    Der Schutz der Haut ist schon ein wichtiger Bestandteil der frühkindlichen Erziehung. Die Hamburger Krebsgesellschaft e.V. hat in Kooperation mit dem Hubertus Wald Tumorzentrum - Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) die Kampagne SunPass ins Leben gerufen.

    Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Maßnahmen zum Sonnenschutz in Kindergärten, um insgesamt

    • die UV-Exposition kleiner Kinder im Kindergarten zu reduzieren
    • das Bewusstsein von Erzieher/Innen und Eltern zu diesem Thema zu wecken und
    • langfristig die Inzidenz von Hautkrebs zu senken.

    Die Ärtze der Dermatologie am UKE beteiligen sich dabei rege an den Schulungsmaßnahmen.

    Weitere Informationen gibt es bei der Hamburger Krebsgesellschaft e.V.:

    SunPass Projekt

  • Rudern gegen Krebs

    Die Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ ist eine Initiative der "Stiftung Leben mit Krebs“ . Seit 2005 wird diese Regatta bundesweit in Kooperation mit lokalen Rudervereinen und onkologischen Therapie-Einrichtungen ausgetragen.

    In Hamburg findet die Regatta auf der Außenalster statt, unterstützt durch den Ruderverein "RG Hansa" . Jedes Jahr nehmen bis zu 60 Boote mit über 300 Teilnehmer teil. Mit dabei sind auch Boote, die sich aus Patiententeams zusammensetzen. In wochenlanger Vorarbeit wird fleißig mit den Trainern und dem Equipment der RG Hansa für die Regatta trainiert. Der Regatta-Tag gestaltet sich mit Auswahl- und Einlagerennen in einem heiteren Umfeld aus Kennenlernen, Wetteifern und Freude über den Sieg.

    Ganzjähriges Rudertraining für Krebspatienten

    Das UCCH Ruderangebot für Patienten wird erweitert: Auf Initiative der Stiftung Leben mit Krebs und in Zusammenarbeit mit der Ruder-Gesellschaft Hansa e.V. wird ein ganzjähriges Rudertraining angeboten. Dieses kostenlose Angebot steht allen Krebspatienten offen.

    Die Patienten haben die Möglichkeit, mit anderen Betroffenen an einem ganzjährigen Rudertraining teilzunehmen und sich in eine Rudergemeinschaft zu integrieren. Das Rudertraining findet 1–2x pro Woche am Bootssteg der Ruder-Gesellschaft HANSA e.V. statt und ist für alle Patienten kostenlos. Die Trainingseinheiten werden von erfahrenen Trainern angeleitet.

    Weitere Informationen im Flyer zum Rudertraining