• Als durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziertes Kopf-Hals-Tumorzentrum im Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) sind wir auf die Behandlung sämtlicher Tumore des Kopf-Hals-Gebietes spezialisiert. Tumore von Kehlkopf, Rachen, Schlund und Mundhöhle zählen genauso dazu, wie solche der Nase, Nasennebenhöhlen und der Speicheldrüsen.

    Kopf-Hals-Karzinome stellen nach wie vor eine häufig diagnostizierte Tumorentität dar. Krebsneuerkrankungen im Bereich von Mundhöhle und Rachen stehen laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei Männern an 5. Stelle. Die Untersuchung von HPV- assoziierten Tumoren im Kopf-Hals-Bereich hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und Therapieschemata werden derzeit in Studien mehr noch im amerikanischen Raum als in Europa dieser Entwicklung angepasst. Jedoch unabhängig vom HPV-Status können behandelnde Kliniken ihren Patienten heutzutage eine Vielfalt von Behandlungsmöglichkeiten anbieten bei einer Diagnose vom Karzinom im Kopf-Hals-Bereich.

    Die aktuelle Behandlung von lokal fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumoren besteht in einem interdisziplinären, multimodalen Therapieansatz. Sie beinhaltet in der Regel eine Kombination aus Operation, Radio(chemo)therapie oder Radioimmuntherapie, in bestimmten Fällen von einer neoadjuvanten Induktionstherapie eingeleitet. Durch den technischen Fortschritt sind die operativen Verfahren in den letzten Jahren wesentlich schonender für die Patienten geworden. Roboter-assistierte Verfahren ermöglichen die Resektion von pharyngealen Tumoren ohne mutilierende Eingriffe. Auch konservative Therapien, wie die konkomitante oder sequentielle Radiochemotherapie, spielen bei Subentitäten eine immer größer werdende Rolle in der Primärbehandlung.

    Neben einer chirurgischen Therapie soll die konservative Behandlung von Kopf-Hals Karzinomen bezüglich Indikationen und Grenzen der Induktionschemotherapie, der konkomitanten Radiochemotherapie und der alleinigen Strahlentherapie im Hinblick auf den Organ- und Funktionserhalt diskutiert werden.

    Grundsätzlich erfolgt jede Therapieempfehlung und Behandlung zusammen mit den beteiligten Tumorspezialisten aus Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Strahlentherapie und internistischer Onkologie, im Rahmen einer gemeinsamen Sprechstunde mit einem einzigen Termin. Dabei werden diese durch die Fachrichtungen der Pathologie und Radiologie und andere unterstützt.

    Wichtig ist uns dabei zu allererst, dass der Patient mit seinen Wünschen und Vorstellungen nicht nur intensiv in den Prozess mit einbezogen wird, sondern auch die individuellen Erkrankungsmerkmale berücksichtigt werden. Unser wichtigstes Qualitätsmerkmal ist der stete Wunsch, neben einer zeitnahen, möglichst schonenden aber auch effektiven Behandlung, in Zeiten der „Hochleistungsmedizin“ den Patienten als Menschen mit seinen Sorgen zu begleiten.

    Als universitäre Einrichtung gelten für uns die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft als obligatorischer Standard. Darüber hinaus sind wir selbst an nationalen und internationalen Studien beteiligt und bilden national wie international Fachkollegen zu entsprechenden Themen fort.

    Finden Sie im Folgenden die einzelnen Behandlungsmöglichkeiten kurz und bündig erklärt. Für weitere Informationen empfehlen wir das individuelle Gespräch mit einem unserer Fachspezialisten und bitten Sie um eine Terminierung über unsere Terminvergabe.

    Konservative Therapie (Medikamentöse Therapie bzw. Chemotherapie; Induktionschemotherapie; Strahlentherapie)

    Personalisierte konservative Therapie (Medikamentöse Therapie bzw. Chemotherapie; Induktionschemotherapie; Strahlentherapie) Die Entfernung des Tumors ist das vordringlichste Ziel jedes Behandlungskonzeptes. Darüber hinaus ist die Erhaltung des Organs und der Funktion (Schlucken, Sprechen, Atmen) bzw. die Möglichkeit einer Rehabilitation dieser Funktionen nach erfolgreicher Therapie immens bedeutend. Ist der Tumor auf Grund seiner anatomischen Lage oder seiner Ausdehnung unter Erhalt der wichtigen die Lebensqualität beeinflussenden Funktionen nicht operabel, ist ein personalisiertes Therapiekonzept für den Patienten vorgesehen. Gleiches gilt für den Organerhalt. Hier sind besonders Patienten mit Larynxkarzinomen betroffen. Sollte die Ausdehnung des Tumors bei einer Operation die komplette Entfernung des Kehlkopfes zur Folge haben, so sollten hier organerhaltende Therapieformen gewählt werden. Im Vordergrund stehen hier Kombinationstherapien mit Strahlentherapie und Chemotherapie, individuell angepasst auf die jeweilige Patientensituation. In unseren Therapieentscheidungen versuchen wir, die Nebenwirkungen der einzelnen Therapien maximal zu reduzieren und die Vorteile zu nutzen. So können unterstützende Therapien in bestimmten Fällen die Operation vermeiden oder das Ausmaß der Operation verkleinern.

    Als Beispiel kann nach Ansprechen des Tumors auf ein Induktionschemotherapie nach 3 Zyklen T(Taxan), P (Cisplatin) F(5-Fluorouracil) die Therapie durch eine Radiochemotherapie komplettiert werden und so das Organ / Die Funktion erhalten werden. Der Einsatz von Targettherapeutika (Antikörpertherapie) in Kombination mit einer Bestrahlung kann im Individualfall ebenfalls zur Vermeidung vor allem bei internistisch vorerkankten Patienten als personalisiertes Vorgehen gewählt werden. Bei der Behandlung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich gibt es grundsätzlich die Möglichkeit einer konservativen Therapie. Der Ausdruck „konservativ“ bezeichnet dabei eine Therapie, die auf einen operativen Eingriff nach der Diagnosefindung verzichtet. Der Tumor wird also nicht chirurgisch entfernt, sondern durch die individuelle Kombination aus Medikamenten und Bestrahlung zerstört. Der große Vorteil eines solchen Vorgehens ist der Organerhalt, was beispielsweise in Bezug auf den Kehlkopf die entsprechende Funktionalität weitestgehend erhalten kann. Unterschieden wird hier zwischen einer primären Radiochemotherapie und einer Induktionschemotherapie mit anschließender Radiochemotherapie.

    Operative Therapie und adjuvante Therapie

    Eine operative Therapie legt den Schwerpunkt der Behandlung in die chirurgische Entfernung des Tumors. Dabei wird meistens nicht nur der Tumor an sich, sondern auch die dazugehörenden Lymphknoten entfernt. Je nach dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchungen schließt sich ggf. eine Bestrahlung der Tumorregion mit oder ohne medikamentöser Behandlung an. Der Vorteil dieser Methode ist, dass durch den operativen Eingriff die genaue Ausdehnung des Tumors bekannt ist, und somit eine noch präzisere Therapie getroffen werden kann. Im Rahmen der offenen Chirurgie bieten wir ebenso die verschiedenste rekonstruktive Operationen an, von lokalen und gestielten bis zu mikrovaskulär anastomosierten freien Lappen an, die gleichzeitig für die plastische und für die funktionelle Wiederherstellung sorgen, die Lebensqualität unserer Tumorpatienten auf das gewünschte Niveau zu heben.

    Roboter-assistierte Tumoroperationen (TORS)

    TORS steht für „transoral roboter-assisted surgery“, also transorale robotor-assistierte Roboterchirurgie. Diese Form der Chirurgie ermöglicht bei speziellen Tumorerkrankungen von Rachen und Schlund aufgrund der aktuellsten technischen Errungenschaften eine schonendere und genauere operative Therapie, um die Dosis und dadurch die Nebenwirkungen einer sich anschließenden Strahlentherapie zu minimieren. Der Operationsroboter ist im wahrsten Sinne des Wortes eher als ein Telemanipulator zu verstehen, wo die Handbewegungen des Operateurs verfeinert und filtriert an die Roboterarme übersetzt werden, eine höhere Präzisität zu gewährleisten. Dadurch gelingt der minimalinvasive Zugang zu engen und tiefen Halsbereiche, wo man auf diesem Wege ohne äußeren Schnitt und ohne Narbe operieren kann. Unsere Expertise mit dieser Methode gilt als Alleinstellungsmerkmal in Deutschland, und auch im internationalen Vergleich sind wir damit eine der führenden Kliniken Europas.

    Ansprechpartner:

    PD Dr. med. Adrian Münscher

  • Unsere HNO-Klinik führt bereits seit 2011 jährlich ca. 50 roboterassistierte Operationen bei Oropharynxkarzinomen (Mundrachenkrebs), Hypopharynxkarzinomen (Krebs des Schlundes) und supraglottischen Larynxkarzinomen (Krebs des oberen Teils des Kehlkopfes) durch. Diese Operationstechnik kombiniert die onkologische Sicherheit einer offenen Tumorresektion mit der minimalen Invasivität von endoskopischen bzw. laserchirurgischen Operationen

    Zudem führen wir robotorassistiert auch die transaxilläre Schilddrüsenchirurgie durch (Transaxillary Robotic Surgery, TARS), die mit dem Ausbleiben einer Halsnarbe den Patienten eine besonders ästhetische und kosmetische Alternative anbietet. Hierbei wird die Schilddrüse allein über einen Schnitt in der Achselhöhle entfernt, ganz ohne einen Zugang am Hals. Da von den meisten Schilddrüsenerkrankungen vor allem Frauen betroffen sind, und viele davon in einem jüngeren Alter sind, ist das Ausbleiben einer Halsnarbe für diese Patienten besonders attrakiv.

    Mit diesem Spektrum und der Anzahl roboterassistierter Eingriffe stellt unsere Klinik das bundesweit mit Abstand erfahrenste Team der transoralen roboterassistierten Chirurgie (Transoral Robotic Surgery, TORS), und kann auch durch die intensive wissenschaftliche Arbeit wichtige Erkenntnisse auf diesem Gebiet beitragen.

    Ansprechpartner:

    PD Dr. med. Adrian Münscher

  • Eine zunehmende Schwerhörigkeit kann verschiedene Ursachen haben. Unterschieden wird die reine Innenohrschwerhörigkeit von der Mittelohrschwerhörigkeit.

    Eine Innenohrschwerhörigkeit kann im frühen und mittleren Stadium durch fachgerechte Anpassung eines Hörgerätes gut behandelt werden. Ziel ist die Normalisierung des Ton- und Sprachgehörs. Nicht immer lassen sich mittel- und hochgradige Schwerhörigkeiten zufriedenstellend versorgen. Auch werden Hörgeräte nicht von jedem gleich gut vertragen.

    Alternativ zu den bekannten Hörgeräten können knochenverankerte Hörgeräte (BAHA="Bone Ancored Hearing Aid"), teilimplantierbare Hörgeräte oder auch Cochlear Implantate ein gutes Sprachgehör wieder herstellen. Demgegenüber liegt bei einer reinen Mittelohrschwerhörigkeit ein Problem bei der Schallübertragung vom Trommelfell zum Innenohr vor. Häufigste Ursachen sind die chronische Mittelohrentzündung, Otosklerose oder ein Unfall mit Kopfverletzung. Zur Behandlung einer chronischen Mittelohrentzündung kann nach entsprechender Diagnostik gegebenenfalls eine Operation notwenig sein. Durch Anwendung minimal invasiver mikrochirurgischer Methoden und moderner Mittelohrprothesen aus Reintitan kann neben einer Beschwerdefreiheit ein sehr gutes Hörergebnis erreicht werden. Gleiches gilt für die Steigbügeloperation. Auch hier führen modernste Prothesen aus Reintitan zu sehr guten Langzeitergebnissen. Eine einfache Untersuchung zusammen mit einigenHörtests reicht aus, um eine vorliegende Schwerhörigkeit sicher einzustufen und eine Behandlungsstrategie zu entwickeln.

    Ansprechpartner:

    PD Dr. med. Miklós Tóth, Dr. med. Johannes Bier

  • Hörtherapie mit einer Patientin
    Lupe zum Vergrößern des Bildes
    Postoperative Rehabilitation
    CI-Sprachprozessor
    Beratung vor Cochlea Implantation

    Bei ausgeprägter Schwerhörigkeit oder sogar Ertaubung, bei der eine Hörgeräteversorgung keinen Erfolg bringt, kann ein Cochlea Implantat (CI) wieder zu einem sehr guten Sprachgehör führen. Unser Team ist spezialisiert auf Cochlea Implantationen, unsere Mitglieder des Teams haben bereits in anderen Kliniken und Zentren reichhaltige Erfahrungen im Bereich der implantierbaren Hörsysteme sammeln dürfen. Wir versorgen Patienten mit Cochlea Implantaten, Mittelohrimplantaten (Vibrant Soundbridge) sowie knochenverankerten Hörgeräten (BAHA). Wir arbeiten eng mit niedergelassenen HNO-Ärzten und Akustikern in und um Hamburg zusammen, so dass wir Ihnen eine individuelle und optimale Versorgung der Hörschädigung anbieten können. Wir bieten Cochlea Implantate und Hörsysteme der Firmen Advanced Bionics, Cochlear GmbH & Co. KG sowie Med-El an.

    Der erste Kontakt und Voruntersuchungen

    Unsere Ohrsprechstunde richtet sich an betroffene Patienten, die Probleme mit dem Hören haben und eine unabhängige Beratung mit Therapiemöglichkeiten wünschen. Die Cochlear-Implant (CI) Sprechstunde richtet sich an Patienten, die sich über ein Cochlea Implantat informieren möchten, eine Versorgung mit einem Cochlea Implantat (CI) wünschen oder bereits mit einem CI versorgt sind. Sie werden zuerst medizinisch untersucht, damit wir uns ein Bild über Ihre Hörstörung machen können. Anschließend besprechen wir mit Ihnen, welche Therapiemaßnahme wir für Sie empfehlen.
    Sollten Sie aufgrund Ihrer Hörstörung für ein Cochlea Implantat in Frage kommen, müssen wir individuell abklären, ob noch weiterführende Untersuchungen in unserem Hause notwendig sind. Hierbei untersuchen wir Ihr Hörvermögen mit Ihren bisherigen Hörgeräten (sofern vorhanden) und führen verschiedene Hörteste durch.
    Ebenso benötigen wir eine Aufnahme der Innenohrstrukturen mittels einer Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT).
    Sollten Sie für ein Implantat in Frage kommen, werden wir ausführliche Gespräche mit Ihnen zur Technik eines Cochlea Implantates sowie zur anschließenden Rehabilitation führen. Da wir Implantate von drei verschiedenen Herstellern anbieten, werden wir gemeinsam mit Ihnen den Hersteller des CI's auswählen.

    Operation

    Haben Sie sich für eine Implantation entschieden, planen wir gemeinsam den OP-Termin. Hierzu nimmt unser zentrales Bettenmanagement Kontakt mit Ihnen auf und stimmt ggfs. zwei Termine mit Ihnen ab. Der erste Termin wird ein prästationärer Termin sein, an dem u. a. die Einnahme oder Absetzung von Medikamenten mit Ihnen besprochen wird. Der 2. Termin wird der direkte Operationstermin sein, an dem Sie bequem morgens anreisen können. Auf Wunsch können Sie die präoperative Voruntersuchung aber auch zum OP-Termin durchführen lassen. In diesem Fall würden wir Sie einen Tag vor der Operation stationär aufnehmen. Die Operation dauert ca. 120 min.. Nach der Operation bleiben Sie ca. 3-5 Tage in unserer Klinik. Die OP findet in Vollnarkose statt und ist nicht risikoreicher als eine normale Ohr-OP. Wir operieren bei uns in minimalinvasiver und minimaltraumatischer Technik, so dass wir auch in der Lage sind, hörerhaltene Implantationen durchzuführen.Nach der Operation muss das Implantat 4 Wochen lang einheilen. Wenn Sie nach der OP entlassen werden, sprechen wir einen Termin ab, an dem die Erstanpassung des Sprachprozessors stattfinden soll.

    Audiometrie
    Audiometrie nach erfolgter Basistherapie

    Basistherapie

    Vier Wochen nach der Operation findet die ambulante Erstanpassung des Soundprozessors im Rahmen der Basistherapie an fünf aufeinanderfolgenden Tagen statt.
    Der Sprachprozessor wird direkt an unser Haus geschickt, so dass Sie nichts mitbringen müssen. Die Basistherapie besteht aus der Anpassung des Sprachprozessors, der audiometrischen Kontrolle der Anpassung sowie der Hörtherapie. Während der Basistherapie werden Sie von uns in den Umgang und die Handhabung mit Ihrem Sprachprozessor eingewiesen, so dass Sie mit Ihrem Sprachprozessor vertraut sind.

    Hörtherapie
    Einzelhörtherapie nach Cochlea Implantation

    Rehabilitation und Nachsorge (Hör- und Sprachtherapie) - Unsere CI-Tagesklinik

    Im Anschluss an die Basistherapie findet die ambulante Rehabilitation in regelmäßigen Abständen statt, die wir individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Die Rehabilitationsphase wird bei uns ambulant durchgeführt und erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von zwei Jahren. Pro Termin planen Sie bitte ca. 3-4 Stunden ein. Die Termine werden individuell abgesprochen, so dass sich die Rehabilitation optimal in das Berufsleben integrieren lässt. Bei Babys und Kindern, die bei uns mit einem CI versorgt werden, empfehlen wir, die Rehabilitation an einem der etablierten und nahegelegenen Zentren durchzuführen, da insbesondere bei Babys eine intensive Förderung erfolgen muss. Informationen hierzu erhalten Sie während der Voruntersuchung. Der Prozess der Rehabilitation ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und wird von uns individuell begleitet. Hierbei muss das Hören neu erlernt werden. Stimmen und Geräusche hören sich mit dem Cochlea Implantat anders an und daran muss sich das Hörsystem gewöhnen. Während der Basistherapie wird mit den Patienten besprochen, welche Übungen zu Hause durchgeführt werden können, um die Rehabilitation zu unterstützen. Während der Rehabilitationsphase wird der Fortschritt durch Kontrolltermine dokumentiert, die ausgehend vom Zeitpunkt der ersten Anpassung des Sprachprozessors nach 1, 3, 6, 9, 12, 18 und 24 Monaten stattfinden. Zu diesen Terminen findet eine Anpassung der Einstellungen des Sprachprozessors statt, ebenso wird eine Hör- und Sprachtherapie sowie ein Hörtest durchgeführt.

    Jährliche Kontrolltermine

    Nach den zwei Jahren Rehabilitationsphase werden jährliche Kontrolltermine vereinbart, zu denen eine technische Überprüfung des Cochlea Implantates mit seinen Komponenten stattfindet. Ebenso wird zu diesem Termin ein Hörtest gemacht. Ein Cochlea Implantat zu bekommen bedeutet, dass eine lebenslange Begleitung und Unterstützung für die Patienten seitens der Klinik oder des CI-Zentrums stattfindet.

    Kontaktaufnahme und Fragen

    Sie haben Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Ihre "Hörgeschichte". Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf unter der Mailadresse: ci-info@uke.de oder verfolgen Sie den unten stehenden Link.

    Unser CI-Team

    • PD Dr. med. Miklós Tóth (m.toth@uke.) - Oberarzt, Leiter der Otologie
    • Dr. med. Johannes Bier (jbier@uke.de) - Oberarzt
    • Michaela Dabrowski-Vöge (m.dabrowski.voege@uke.de) - Logopädin, Hörtherapie
    • Dipl.-Ing. Alexander Elsholz (a.elsholz@uke.de) - Leiter der Audiologe, Programmierung von Sprachprozessoren, Funktionsdiagnostik
    • Merle Saft, B.Eng. (m.saft@uke.de) - Programmierung von Sprachprozessoren, Funktionsdiagnostik
    • Sarah Nowak (s.nowak@uke.de) - Logopädin, Hörtherapie

  • Über die Speicheldrüsensprechstunde bieten wir ein spezialisiertes Angebot für die konservative und operative Behandlung von Entzündungen und Immunerkrankungen sowie Tumoren der Speicheldrüsen.

    Zusammen mit unseren Fachkollegen aus anderen Abteilungen bieten wir alle Möglichkeiten der Diagnostik (Farbdoppler-Sonografie, Speicheldrüsenendoskopie und Kernspintomographie) von Erkrankungen der Speicheldrüsen und Speicheldrüsentumore.

    Durch die Speicheldrüsenendoskopie erfolgt die Darstellung der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen und erlaubt die sichere Diagnostik von Steinen und Stenosen, und in einer großen Zahl von Fällen auch deren Therapie. Daneben besteht mit der Stoßwellenlithotripsie eine zweite organerhaltende Therapieoption. Bei der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie erfolgt die Zertrümmerung mittels Ultraschallwellen-Impulsen.

    Die gleichen diagnostischen Maßnahmen werden auch bei Tumorerkrankungen der Kopfspeicheldrüsen angewandt. Hierbei handelt es sich überwiegend um gutartige Tumorerkrankungen und seltener um bösartige Tumoren.

    Die Operationen der Kopfspeicheldrüsen, insbesondere der Ohrspeicheldrüse, wird ausnahmslos mit einer dauernden Überwachung der Funktion des Gesichtsnerven (Fazialismonitoring) durchgeführt. Sollte im Falle eines bösartigen Tumors doch der Gesichtsnerv befallen sein, bieten wir sämtliche Möglichkeiten der plastischen Rekonstruktion des gelähmten Gesichtes an. Hierzu zählen statische Rehabilitationsmaßnahmen, wie Zügelplastiken genauso wie Nerveninterponate oder Jump-Anastomosen am Zungennerv.

    Endoskopische Techniken lassen ein narbenloses Operieren - sollte ein Stirn- / Augenbrauenlift indiziert sein - ohne weiteres zu.

    Bezüglich der onkologischen Therapie bei Parotismalignomen werden individuelle Therapiekonzepte interdiziplinär erarbeitet, sodass nach der OP und Rekonstruktion eine adjuvante Therapie und / oder eine Targettherapie ansetzen können.

    Ansprechpartner allgemein:

    PD Dr. med. Adrian Münscher

    Ansprechpartner Speicheldrüsenendoskopie:

    Dr. med. Sebastian Prochnow

  • Abflußstörungen der Speicheldrüsen

    Die großen Speicheldrüsen des Kopf-Hals-Bereiches sind die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) und die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis). Störungen des Speichelabflusses und daraus resultierende Entzündungen sind häufige Erkrankungen dieser Drüsen.

    Symptome:

    Folgende Beschwerden können in diesem Zusammenhang auftreten:

    - Schmerzhafte Schwellung der betroffenen Drüse während und kurz nach Mahlzeiten

    - Langsame Besserung der Beschwerden nach Ende der Nahrungsaufnahme

    - Teils spontan auftretender salziger Geschmack und Knirschen zwischen den Zähnen beim Essen

    - Teils spontaner Abgang von Steinen in der Vergangenheit

    - Im Rahmen einer bakteriellen Infektion der Speicheldrüse zusätzliche Überwärmung und Rötung mit anhaltenden Beschwerden

    Ursachen:

    Abflußstörungen von Speicheldrüsen können auf diverse Ursachen zurückzuführen sein. Hierzu zählen unter anderem:

    - Speichelsteine (Sialolithen)

    - Schleimpfropfen (sog. Mucous plaques)

    - Vernarbungen sog. Gangstenosen (entzündlich, traumatisch, postoperativ, nach Radioiodtherapie)

    - Kompression des Speicheldrüsenganges (z.B. durch einen Tumor)

    Diagnostik:

    Treten zuvor genannte Beschwerden auf, sollte eine Hals-Nasen-Ohren-ärztliche Untersuchung angestrebt werden.

    Klinische Untersuchung:

    Hier erfolgt zunächst die Inspektion der Drüse von außen und von der Mundhöhle. Mittels Austastung des Mundbodens (Gl. Submandibularis) oder der Wangen (Gl. Parotis) sowie Ausstreichversuch der entsprechenden Drüse kann eine erste grobe Verdachtsdiagnose gestellt werden.

    Sonographie:

    An die klinische Untersuchung schließt sich standardmäßig eine Untersuchung mittels Ultraschall an. Hier können die Speicheldrüsen, deren Ausführungsgänge und das umliegende Gewebe beurteilt werden. Steine, Gangverengungen und Drüsenveränderungen können in dieser Untersuchung bereits häufig den wegweisenden Befund liefern. Dennoch kann nicht in jedem Fall ein korrelierender Befund gefunden werden.

    Weitere bildgebende Verfahren:

    Zur weiteren Diagnostik der Ursache von Abflußstörungen der Speicheldrüsen kann unter anderem auch das MRT (Kernspin) eingesetzt werden. Dies gibt zumeist detaillierte Informationen über eingetretene Veränderungen der Speicheldrüse und über ggf. Veränderungen im umliegenden Weichgewebe. Häufig lassen sich Speichelsteine im Rahmen einer routinemäßigen Röntgenaufnahme beim Zahnarzt als Zufallsbefund darstellen.

    Sialendoskopie – Diagnostik und Therapie

    Die Sialendoskopie bezeichnet die Untersuchung des Gangsystems von Speicheldrüsen mittels kleinster Optiken. Sie bedarf primär keiner chirurgischen Eröffnung des Speicheldrüsenganges, sondern wird über die natürliche Öffnung der Speicheldrüsenausführungsgänge eingebracht. Anschließend kann der Gang der betroffenen Speicheldrüse beurteilt und zuvor genannte Pathologien diagnostiziert werden. Befunde wie Steine, Gangstenosen, Vernarbungen etc. können so auch direkt unter Sicht therapiert werden.

    Was geschieht nach der OP?

    Gangschienung – ist es intraoperativ notwendig den Gang zu eröffnen bzw. besteht die Gefahr einer postoperativen Gangverengung, so kann die Einlage einer temporären Gangschienung notwendig werden. Diese gewährleistet einen regelrechten Speichelabfluß und verhindert Vernarbungen im Gangsystem der behandelten Speicheldrüse. Sollte eine Einlage notwendig sein, erfolgt die Entfernung innerhalb weniger Wochen.

    Cortisonapplikation – nach erfolgter Operation kann eine weiterführende lokale Therapie mit Spülungen des Drüsenganges u.a. mit Cortison erforderlich sein. Hierzu erfolgt eine individuelle Therapieplanung vor Ort.

    Was können Sie tun?

    Trinken – Bei Beschwerden im Bereich der Speicheldrüsen sowie postoperativ ist generell auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

    Einnahme von Sialogoga – Hierunter versteht man Mittel, welche den Speichelfluß anregen. Hierdurch können Schleimpfropfen sog. Mucous plaques ausgeschwemmt und die Wundheilung unterstützt werden. Hierzu zählen saure Drops, Kaugummi und Zitrusfrüchte etc..

    Ausmassieren der Drüse – Sowohl bei Beschwerden im Bereich der Speicheldrüsen als auch nach einer endoskopischen Behandlung ist ein Ausmassieren der betroffenen Drüse in Richtung Öffnung des Ausführungsganges für den Heilungsverlauf förderlich.

    Ansprechpartner: Dr. med. S. Prochnow, PD Dr. med. A. Münscher

    Terminvergabe unter Tel.: +49 (0) 40 - 7410 – 52407

  • Gesamtkonzept der Schilddrüsenchirurgie

    Die Schilddrüse stellt ein zentrales Organ des Halses dar und befindet sich somit anatomisch in einem Bereich, der durch die Kopf-Halschirurgie per definitionem versorgt wird. So können die Stimmbandkontrollen vor und nach einer Schilddrüsenoperation ebenfalls durch unsere HNO-Klinik durchgeführt werden, was den Behandlungsablauf und die Qualitätskontrolle wesentlich vereinfacht. Die HNO-Klinik bietet für Patienten mit operativ zu behandelnden Schilddrüsenerkrankungen eine hochspezialisierte und zugleich den individuellen Bedürfnissen angepasste Therapie. Hierzu zählt unter anderem auch die roboterassistierte Chirurgie (daVinci) der Schilddrüse und die minimal invasive Behandlung der endokrinen Orbitopathie. Die Indikation stellen wir in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Kollegen der Endokrinologie, der Onkologie, der Pathologie, der Augenheilkunde und der Nuklearmedizin. Ebenso wird die qualitativ hochwertige Vor- und Nachsorge der Schilddruüsenerkrankungen interdisziplinär gewährleistet.

    Qualitätskriterien der Schilddrüsenchirurgie in der HNO-Klinik des UKE:

    • Konsequente, vollständige Darstellung und Schonung des Stimmbandnerven (Nervus laryngeus recurrens), der für die Beweglichkeit der Stimmbänder verantwortlich ist, im Sinne einer nicht-skelettierenden, durchblutungserhaltenden Präparation mit intraoperativem Neuromonitoring der neuesten Generation und mit automatischer, periodischer Stimulation (APS) des gesamten Verlaufs seines Stammes (Nervus vagus);
    • Vollständige Darstellung und Schonung des für die Stimmqualität, den Klang, den Ton und die Kraft der Stimme zusätzlich verantwortlichen, kleinkalibrigen Nerven (Ramus externus des Nervus laryngeus superior);
    • Darstellung und Schonung aller vier für den Kalziumspiegel im Blut verantwortlichen Nebenschilddrüsen (Epithelkörperchen) mit einer gewebeschonenden Technik unter Lupenvergrößerung, die eine sichere Separation vom Schilddrüsengewebe ermöglicht. Dadurch gelingt der Erhalt der Blutversorgung der Nebenschilddrüsen und die Gewährleistung regelrechter postoperativer Kalzium- und Parathormonwerte im Blut;
    • Minimierung des intraoperativen Blutverlusts mithilfe der Verwendung des Ultraschallskalpells in einer Kombination mit bipolarer Diathermie (Thunderbeat);
    • Plastischer, fortlaufender, intrakutaner Wundverschluß für eine unauffällige Narbe mit farblosem, resorbierbarem Nahtmaterial ohne Notwendigkeit eines Fadenzugs.

    Roboter-assistierte Schilddrüsenoperationen: die daVinci-Thyreoidektomie:

    Seit September 2012 bieten wir als eine der ersten Kliniken in Deutschland die Möglichkeit einer Schilddrüsenoperation ohne sichtbare Narbe. In diesen Fällen bleibt die typische Narbe am Hals vollständig aus, da die Schilddrüse durch einen Schnitt in der Achselhöhle operiert wird. Diese minimal invasive und maximal kosmetische Möglichkeit der Schilddrüsenentfernung wird zur Zeit vor allem bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen, wie z. B. der Knotenstruma oder der Basedow-Krankheit angewendet. Es ist mit der roboterassistierten OP-Technik sogar möglich, beide Schilddrüsenlappen gleichzeitig durch einen einseitigen Hautschnitt zu operieren. Allerdings benötigt diese Technik einer sorgfältigen Beratung nach vorheriger Prüfung der individuellen Gegebenheiten jedes einzelnen Patienten. Bei der roboterassistierten Methode werden, wie bei der herkömmlichen Technik, alle wichtigen Strukturen (Nervus laryngeus recurrens, Nervus laryngeus superior und alle Nebenschilddrüsen) konsequent dargestellt und geschont. Das routinemäßig eingesetzte intraoperative Neuromonitoring und die Neurostimulation gewährleisten eine hohe Sicherheit für die zu erhaltenden Nerven. Die roboterassistierte Schilddrüsenoperation dauert im Durchschnitt eine Stunde länger als die konventionelle Methode. Mit dieser Methode hat unser Team bundesweit die meisten Eingriffe durchgeührt und auch im europäischen Vergleich gehört unsere Klinik zu den Erfahrensten.

    Zusätzliche Eingriffe bei bösartigen Schilddrüsenerkrankungen:

    Die meisten bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse haben mit der richtigen Behandlung in der Regel eine sehr gute Prognose. In bestimmten, fortgeschrittenen Fällen sind jedoch zusätzlich andere Halsstrukturen und Organe betroffen, die entsprechend operiert werden müssen. Durch unsere weitreichenden Kopf-Hals-tumorchirurgischen Erfahrungen bieten wir nicht nur die onkologisch sichere Resektion des Tumors, sondern auch die bestmögliche Rekonstruktion dieser Strukturen an, z. B. des Pharynx (Schlund), des Larynx (Kehlkopf), der Trachea (Luftröhre) und der Haut. Dazu gehören verschiedene plastische Eingriffe mit gestielten oder mikrovaskulär anastomosierten freien Transplantaten, die eine gute postoperative Schluck- und Sprechfunktion mit gleichzeitiger exzellenter Ästhetik gewährleisten. Desweiteren gehört die Stimmrehabilitation zu den Aufgaben unserer Klinik, die die chirurgische Gesamtversorgung aller Schilddrüsenerkrankungen anbietet. In den Fällen, in denen der Stimmbandnerv tumorbedingt entfernt werden muss, können wir durch das Medialisieren (bei einseitiger Betroffenheit) oder das Lateralisieren (bei beidseitiger Betroffenheit) der Stimmlippen die Stimmqualität bzw. die Atemwege bestmöglich wiederherstellen. Zur tumorchirurgischen Versorgung bösartiger Schilddrüsenerkrankungen gehört auch die onkologisch vollständige Entfernung der Halslymphknoten bestimmter Regionen (Neck Dissection). Unsere zweifache Zertifizierung als Kopf-Hals-Tumorzentrum des Universitären Cancer Centers Hamburg (UCCH) durch die Deutsche Krebshilfe (DKH) und durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) sichert ein hohes Maß an Qualität in der onkologischen Versorgung von SchilddrüsenpatientInnen.

    Ansprechpartner:

    PD Dr. med. Adrian Münscher, OA Dr. Arne Böttcher

  • Kehlkopf- und Luftröhrenverengungen können die Atmung einschränken und zu Luftnot führen. Ursachen für solche Verengungen können narbige Veränderungen nach Operationen, Infektionen, Langzeitbeatmung, Verätzungen durch Säuren/ Laugen oder Verbrennungen durch heiße Flüssigkeiten, aber auch Stimmbandlähmungen sein. Bei Kindern können solche Verengungen auch angeboren sein.

    Heutzutage können Verengungen des Kehlkopfes oder der Luftröhre mit sehr guten Ergebnissen operativ behandelt werden. Für die Behandlung stehen zahlreiche unterschiedliche Verfahren zur Verfügung: Teile des Kehlkopfes können chirurgisch erweitert werden, bestimmte Medikamente können zur Unterstützung der guten Heilung eingespritzt oder auch eingenommen werden, Teile der Luftröhre können entfernt werden und die restlichen Anteile wieder durch Nähte verbunden werden. Wie genau vorgegangen wird muss von Fall zu Fall entschieden werden. Wurde von Ihrem HNO-Facharzt eine Verengung von Kehlkopf oder Luftröhre festgestellt, führen wir in unserer Ambulanz / Poliklinik genauere Untersuchungen durch, um Sie über die bestmögliche Behandlungsweise zu beraten. Dazu werden Videoaufnahmen der betroffenen Strukturen gemacht, so dass genauestens die Funktion beobachtet werden kann. Diese Videoaufnahmen sind im Verlauf besonders dazu geeignet, postoperative Erfolge zu beurteilen, da man die Funktion vor und nach der Behandlung vergleichen kann.

    In einigen Fällen, insbesondere im Falle von Luftröhrenverengungen, müssen vor einer operativen Behandlung bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. In der HNO-Abteilung des UKE werden Kehlkopf- und Luftröhrenverengungen nach modernsten Standards von speziell dazu ausgebildeten Operateuren behandelt.

    Ansprechpartner:

    PD Dr. med. Adrian Münscher

  • Funktionell endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS)

    Sind konservative (nicht-chirurgische) Behandlungsansätze der chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen (chronische Sinusitis) ohne entsprechenden Erfolg geblieben, kann eine Operation notwendig werden. Durch eine Operation können anatomische Hindernisse, die die Belüftung der Nasennebenhöhlen beeinträchtigen, entfernt werden. Früher waren solche Operationen für Patienten sehr belastend, da über Operationszugänge von außen operiert wurde. Inzwischen werden Nasennebenhöhlenoperationen nur in besonderen Ausnahmefällen offen operiert. Stattdessen hat sich die endonasale Chirurgie der Nasennebenhöhlen in Deutschland durchgesetzt, die durch schonendere Operationstechniken einerseits sichtbare Narben verhindert und andererseits die Wundheilung durch geringere Gewebsverletzungen erleichtert.

    Allerdings gibt es heutzutage noch schonendere Operationsmethoden: Die „functional endoscopic sinus surgery“ (FESS; funktionell endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie) zeichnet sich dadurch aus, dass durch den Einsatz von mit Kameras ausgestatteten Endoskopen die Operation unter Sicht durchgeführt werden kann, ohne dass große Gewebstraumata (Gewebsverletzungen) gesetzt werden müssen. Die schlanken Endoskope ermöglichen den „Blick um die Ecke“ und die Operation „durch ein Schlüsselloch“. So kann besonders schonend und effektiv gearbeitet werden. Es wird nicht mehr, wie früher üblich, das gesamte Nasennebenhöhlensystem „ausgeräumt“, sondern es wird funktionell- also nur dort, wo es für die problemlose Funktion des Nasennebenhöhlensystems notwendig ist- eine Erweiterung der natürlichen Belüftungsöffnungen durchgeführt. Dadurch kann meist der Teufelskreis, der zu chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen führt, durchbrochen werden. Allerdings erfordern endoskopische Operationen am Nasennebenhöhlensystem eine besondere Expertise, denn der Umgang mit den Endoskopen erfordert Übung.

    Im Bereich der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Deutschland gibt es bisher nicht viele Kliniken, in denen endoskopische Nasennebenhöhlenoperationen durchgeführt werden können. Am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf wird seit Jahren fast ausschließlich endoskopisch operiert. Nur in besonderen Ausnahmefällen ist es notwendig, einen offenen Operationszugang zu wählen (beispielsweise zur restlosen Tumorentfernung bei bösartigen Gewebsveränderungen oder bei besonders komplizierten anatomischen Verhältnissen). Durch einen offenen Operationszugang (Zugang von außen) muss in solchen Fällen eine bessere Übersicht gewährleistet werden. In besonders komplizierten Fällen operieren wir mit unseren Kollegen aus der Neurochirurgie gemeinsam. Durch die Kombination des speziellen Fachwissens der HNO und der Neurochirurgie werden am UKE daher auch besonders schwierige Operationen durchgeführt. Auch Defekte der vorderen Schädelbasis mit oder ohne Liquorfluss (Hirnwasseraustritt) werden bei uns professionell versorgt. Falls notwendig führen wir solche Operationen bei besonders komplizierten Fällen ebenfalls gemeinsam mit Kollegen der Neurochirurgie durch.

    Ansprechpartner:

    OA Dr. med. Johannes Bier

  • Viele Menschen leiden unter Allergien, einer spezifischen Abwehrreaktion auf körperfremde, an sich jedoch meist harmlose Stoffe. Solche so genannten Allergene finden sich in der menschlichen Umwelt in großer Zahl. Zu den häufigsten Allergien gehören Gräser-, Pollen-, Hausstaub- und Tierhaarallergien. Die Reaktionen des Körpers können bei Allergikern von leichten und örtlich begrenzten Reaktionen wie Nasenlaufen, Augenbrennen oder Hautrötungen bis hin zu systemischen (den ganzen Körper oder Kreislauf betreffenden) Reaktionen reichen. Solche kreislaufrelevanten Reaktionen können schlimmstenfalls bis zu einem massiven Asthmaanfall mit Luftnot und/oder einem Herz-Kreislaufversagen führen. Allergien können sich jedoch auch durch leichte, dauerhafte oder saisonal auftretende Beschwerden äußern. Solche Beschwerden können eine Nasenatmungsbehinderung, Naselaufen, Augenbrennen und –tränen beinhalten. Auf dem Boden einer Allergie kann es auch zu chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen kommen (siehe bitte auch Klinischer Schwerpunkt „funktionell endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie“). Hausstauballergien gehören sogar zu den häufigsten Ursachen immer wieder auftretender Nasennebenhöhlenbeschwerden.

    Eine Besonderheit unserer Hals-, Nasen- und Ohrenklinik ist die Diagnsotik und Behandlung der ASS-Intoleranz (ASS= Acetylsalicylsäure = Wirkstoff von Aspirin®). Beim ASS-Intoleranz-Syndrom, auch Samter Trias oder Morbus Widal genannt, kommt es zum gleichzeitigen Auftreten folgender drei Symptome: bronchialem Asthma, immer wieder auftretende ausgeprägte Polypenbildung in den Nasennebenhöhlen (NNH) und allergieähnliche Reaktionen auf Acetylsalicylsäureeinnahme. Salicylate finden sich nämlich nicht nur in Aspirin®, sondern auch in zahlreichen Lebensmitteln und weiteren Schmerzmitteln. Diese Salicylate können das Gleichgewicht bestimmter Entzündungsstoffe im Körper durcheinanderbringen und das bereits in geringen Mengen. Der Körper reagiert dann durch verstärkte Entzündungsreaktionen, die zu der Polypenbildung und Asthmaanfällen führen können.

    Wie wird eine ASS-Intoleranz diagnsotiziert?

    Der erste Schritt ist der nasale Provokationstest (NPT),der bei uns ambulant im Rahmen unserer Allergiesprechstunde durchgeführt wird. Bei diesem Testverfahren wird die Reaktion der Nasenschleimhaut auf einen inhalierbaren Stoff (hier ASS) geprüft. Bei einer Unverträglichkeit reagierten Sie auf das in ein Nasenloch gesprühte Aspirin z. B. mit Niesen, Naselaufen, Augentränen oder dass dieses Nasenloch leicht zu schwillt.

    Was Sie vor Ihrem ambulanten Untersuchungstermin beachten sollten:

    • Bitte bringen Sie einen gültigen Überweisungsschein von ihrem HNO-Arzt mit

    Um das bestmögliche Testergebnis zu erhalten, sollten Sie folgende Medikamente sieben Tage vor Ihrem ambulanten Untersuchunsgtermin absetzen:

    • Cortisonhaltiges Nasenspray und topische Antihistaminika
    • Systemische Glukokortikoide und Antihistaminika
    • Betablocker (bitte erst nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt)

    Im zweiten Schritt erfolgt dann die stationäre orale ASS-Austestung mit anschließender Desensibilisierung. Bei Patienten mit einem sehr schnellen Polypenwachstum ist die stationäre Desaktivierung bereits einige Wochen nach der NNH-Operation möglich.Terminvereinbarung dann bereits während des stationären Aufenthalts.

    Die Verlaufskontrollen nach der Desalktivierung erfolgen vierteljährlich in unserer ambulanten Allergiesprechstunde.

    Terminvergabe für alle Termine der ASS- Intoleranz: 040 7410 - 22606/ - 22505

    Ansprechpartner:

    OA Dr. med. Johannes Bier

  • Plastische Nasenoperationen (Septorhinoplastik) und

    In der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf werden plastische Operationen im Gesichtsbereich durchgeführt. Durch Unfälle, als Operationskomplikation oder auch angeboren können Veränderungen der äußeren und inneren Nase entstehen, die die Funktion der Nase beeinträchtigen. So kann es durch eine übermäßige Schiefstellung, Höcker- oder Sattelbildung zu einer Nasenatmungsbehinderung kommen.

    Solch eine Nasenatmungsbehinderung kann zu Problemen beim Sport oder im Alltag führen. Zum Teil ist es auch die Kosmetik (das Aussehen), die zusätzlich zu einer Belastung der Patienten führt. Durch eine Operation kann die Funktion und Optik der Nase so optimiert werden, dass die Nasenatmung wieder optimal verläuft. Auch Höcker oder Sattel des Nasenrückens können durch ungünstige Verwirbelung des Luftstromes (Turbulenzen) den Luftfluss beeinträchtigen. Im Rahmen der Operation können nicht nur Schiefstellungen der Nasenscheidewand behoben werden, sondern auch des Gerüstes der äußeren Nase. Denn auch Veränderungen an der Nasenform können notwendig sein, um eine gute Nasenatmung zu gewährleisten. Dazu werden bestimmte Stellen der knöchernen Strukturen gezielt gebrochen und so gerichtet, dass Sie wieder besser durchatmen können. In einigen Fällen muss fehlendes Gewebe von anderen Körperstellen entnommen werden (z.B. Ohr- oder Rippenknorpel), um eine gute Kontur des Nasenrückens zu erreichen. Daher wird bei uns im Rahmen der Voruntersuchung von unseren Operateuren geplant und mit Ihnen erörtert, wie der Eingriff verlaufen soll und was das Ziel des Eingriffes ist. Dabei werden Ihre individuellen anatomischen Gegebenheiten und auch Wünsche berücksichtigt. Optimale Funktion und Kosmetik sind unser Ziel.

    Otapostasis ("abstehende Ohren")

    Abstehende Ohren sind für die Funktion der Ohren an sich nicht beeinträchtigend. Allerdings können gerade bei Kindern Hänseleien zu erheblicher Störung des Selbstbewusstseins und der psychischen Entwicklung führen. Sozialer Rückzug kann die Folge sein. Die Veranlagung zu abstehenden Ohren ist meist angeboren. Durch ein Ungleichgewicht zwischen den „Konturfalten“ im Ohrknorpel stehen die Ohren ab. Bei einem operativen Korrektureingriff wird das Ohr so modelliert, dass die Ohren nicht mehr abstehen, die Ohren möglichst symmetrisch sind und andererseits nicht zu viel korrigiert wird, so dass das kosmetische Ergebnis weiterhin natürlich wirkt.

    Nach der Operation müssen die Ohren vor zu starker Belastung geschont werden. Sport und wildes Toben sollten zunächst vermieden werden. Beim Schlafen sollte für die ersten Wochen ein Stirnband getragen werden, um die Ohren vor zu viel Belastung zu schützen. Genaueres besprechen wir mit Ihnen persönlich. Es wird üblicherweise empfohlen eine Ohrmuschelkorrektur vor der Einschulung vorzunehmen, um Hänseleien vorzubeugen. In unserer Klinik werden regelmäßig solche Korrekturen durchgeführt. Dadurch sind unsere Operateure sehr routiniert. Es wird jedoch immer individuell vorgegangen, damit das kosmetische Ergebnis optimal wird und die Ohren natürlich erscheinen.

    Andere Plastische Operationen im Gesichtsbereich

    An unserer Klinik werden auch sämtliche andere plastische Operationen im Gesichtsbereich durchgeführt. Es können kosmetisch störende Narben, „Warzen“ oder andere Hautveränderungen sein. Wir entfernen die Veränderungen professionell. Bei Gesichtsnervenlähmungen kann manchmal das Augenlid nicht mehr vollständig geschlossen werden. Dadurch kann es durch Austrocknung der Hornhaut des Auges zu Schäden kommen. Um dies zu vermeiden gibt es verschiedene Möglichkeiten den Augenschluss wieder zu ermöglichen oder herabhängende Lider zu korrigieren. Auch herabhängende Mundwinkel bei einer Gesichtsnervenlähmung können korrekturbedürftig sein. Wir beraten Sie gern.

    Ansprechpartner:

    OA Dr. med. Johannes Bier

  • In der klassischen Schulmedizin stehen uns heutzutage zahlreiche Verfahren zur Detektion von Erkrankungen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich häufig um statische, apparative Verfahren (z.B. Bildgebungen wie MRT, CT, Röntgenaufnahmen) sowie einfache funktionelle, teils aktive (z.B. Hörtest) teils passive Untersuchungen (z.B. Durchflußmessungen an der Nase). Diese eignen sich sehr gut um Strukturveränderungen zu erfassen und einer entsprechenden Therapie zuzuführen. Eine Betrachtung der Zusammenhänge von komplexen funktionellen, energetischen und auch psychischen Komponenten eines Erkrankungsbildes erfolgt hierbei meist nicht. In der Spezialsprechstunde für Manuelle Therapie, Osteopathie und Akupunktur wird auf eine ganzheitlich-medizinische Sichtweise Wert gelegt. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs. Jedoch werden auch zahlreiche Erkrankungen außerhalb des Bereichs der HNO-Heilkunde therapiert. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte den entsprechenden Abschnitten.

    Manuelle Therapie und Osteopathie

    Die manuelle Medizin (manus lat. = Hand) und Osteopathie (ostéon griech. = Knochen; páthos griech. = Leiden) beschäftigt sich mit funktionellen Einschränkungen von Gelenken, Bindegewebshäuten und der Beweglichkeit innerer Organe. Um die Entstehung von Störungen im Skelett, den Gelenken und Muskeln unseres Körpers zu verstehen, sind folgende Punkte wichtig:

    1) Unser Achsenskelett ist ein zusammenhängendes System von Knochen und Gelenken.

    2) Alle mit dem Achsenskelett in Verbindung stehenden Gewebe (Sehnen, Muskeln etc.) können auf dieses Einfluss nehmen bzw. werden von ihm beeinflusst.

    3) Störungen in der Haltung unseres Körpers können Einfluss auf die Lage und Beweglichkeit von Organen in den Körperhöhlen und damit auf die Funktion dieser nehmen.

    Aufgrund obiger Gegebenheit führt eine Störung z.B. Fehlstellung in einem Gelenk zwangsläufig zu Veränderungen des Gesamtsystems. Hierbei können Beschwerden akut oder auch erst viele Jahre nach dem eigentlich auslösenden Ereignis bemerkt werden. Ursachen von Funktionsstörungen werden daher oft erst nach intensiver Erhebung der Krankengeschichte und einer gründlichen körperlichen Untersuchung offenbar. Voraussetzung für eine Behandlung einer/s Patientin/en ist eine vorausgegangene schulmedizinische Abklärung der vorliegenden Beschwerden. Hierzu gehört zwangsläufig eine orthopädische Vorstellung, um Verletzungen, wie Bandscheibenvorfälle und andere organische Störungen (z.B. Meniskusriss bei Knieschmerz etc.) auszuschließen. Weitere klinische Untersuchungen können je nach Beschwerdebild vor einer Behandlung notwendig werden. In der Spezialsprechstunde für Manuelle Therapie, Osteopathie und Akupunktur erfolgt hierzu eine enge Zusammenarbeit mit allen Fachdisziplinen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, um eine gewissenhafte Abklärung der Beschwerden zu ermöglichen, die richtigen Diagnosen zu stellen und damit Schaden von unseren Patienten abzuwenden.

    Schwerpunkte der Sprechstunde:

    1) Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD): Es handelt sich hierbei um eine Erkrankung des Kiefergelenks mit zusätzlich kiefergelenksbedingten Störungen im Achsenskelett und umgebenden Muskeln. Hierbei wird das Augenmerk zusätzlich auf Beckenfehlstellungen, Wirbelsäulenfehlhaltungen und –fehlstellungen - insbesondere der Halswirbelsäule und der Kopfgelenke - sowie Bewegungseinschränkungen der Schädelknochen gelenkt, um einen nachhaltigen Therapieerfolg zu erzielen. Zur Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen erfolgt auf Wunsch des Patienten eine enge Abstimmung mit den jeweilig behandelnden Zahnärzten, Kieferorthopäden oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen.

    2) Diagnostik, Therapie und Behandlung von muskulären Dysfunktionen (Fehlfunktionen) im Kehlkopfbereich und Gelenkbeschwerden des Kehlkopfskeletts: Hierbei handelt es sich um eine gezielte Therapie der muskulären Strukturen im Bereich des Kehlkopfes und Zungenbeins, die zu einer ergänzenden Behandlung von Zungenbrennen, Heiserkeit sowie funktionellen Stimmeinschränkungen und Globusgefühl (sog. "Kloß im Hals") unklarer Genese eingesetzt werden kann.

    Welche Symptome können in Verbindung mit Veränderungen des Achsenskeletts, der Kiefergelenke, der Schädelknochen und auch Störungen des muskulären Apparates auftreten? Unklarer Schwindel · Tinnitus („Pfeifton“) sowie andere Ohrgeräusche („Rauschen“, „Brummen“, „Flattern“) · Hörsturz · Globusgefühl („Kloß im Hals“) · Schluckstörungen · Heiserkeit · Schmerzen der Zunge, des Mundbodens und des Halses unklaren Ursprungs · Kopfschmerzen · Migräne · Rückenschmerzen · Gelenkschmerzen

    Wichtig: Bei Erstvorstellung bitten wir um Beibringung aller vorhandenen Unterlagen zu klinischen Voruntersuchungen insbesondere von Röntgenbildern, MRT- oder CT-Aufnahmen sowie falls vorhanden einer bereits vorhandenen Aufbißschiene.

    Akupunktur

    Aus dem Verständnis der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) entstehen Erkrankungen des Körpers und der Psyche aus einem energetischen Ungleichgewicht in den sogenannten Meridianen. Auf dieses kann mittels Akupunktur Einfluss genommen werden. Hierbei erfolgt die Wirkung über einen Reflexbogen eines Akupunkturpunktes über das Gehirn hin zum Erfolgsorgan bzw. Symptompunkt (z.B. Schmerzpunkt). In der Spezialsprechstunde für Manualtherapie, Osteopathie und Akupunktur werden zum einen die oben genannten funktionellen Störungen sowie Schmerzen des Bewegungsapparates supportiv (=unterstützend) mit Akupunktur behandelt. Zum anderen wird das Therapiespektrum durch die oben beschriebene Wirkungsweise erweitert.

    Beschwerden, welche mittels Akupunktur in unserer Sprechstunde behandelt werden, sind hierbei: · Allergien (insbesondere bei Heuschnupfen, Hausstaub, Tierhaarallergien) · Allergisches Asthma bronchiale · Unterstützende Behandlung von akuten und chronischen Entzündungen im HNO-Bereich · Geruchs- und Geschmacksstörungen · Gesichtsnervenlähmung (im akuten Intervall unterstützend) · Hörsturz · Knirschen sog. Bruxismus · Kiefergelenksprobleme · Spannungskopfschmerz · Migraine · Morbus Menière (unterstützend) · Schmerzen nach Operationen · Tinnitus · Trigeminusneuralgie · Schwindel (unklarer Genese) · Linderung der Beschwerden bei Bandscheibenvorfall · Raucherentwöhnung · Unklare Beschwerden nach Kaiserschnitt oder Dammschnitt · Rheumatische Beschwerden · Linderung der Beschwerden bei Fersensporn · Karpaltunnelsyndrom · Phantomschmerzen · Reizung von Muskeln, Sehnen und Bändern · Unklare Zahnschmerzen

    Welche Arten der Akupunktur werden angeboten?

    In der Spezialsprechstunde für Manuelle Therapie, Osteopathie und Akupunktur erfolgt die Therapie mittels Akupunktur zumeist über eine sogenannte Ohrakupunktur. Auch werden je nach Notwendigkeit Akupunkturpunkte im Bereich des Körpers und des Gesichts behandelt. Hierzu stehen in der Spezialsprechstunde die neuesten Methoden zur Verfügung.

    Neben der klassischen Akupunktur, in der Akupunkturnadeln zum Einsatz gelangen, steht die Möglichkeit der schmerzfreien Laserakupunktur zur Verfügung. Bei der Behandlung von chronischen, rezidivierenden Beschwerden sowie Allergien kann in der Sprechstunde auch auf sogenannte Dauer- und Implantatakupunkturnadeln zurückgegriffen werden. Bei den Dauerakupunkturnadeln handelt es sich um Metallnadeln, welche für bis zu 10 Tage in einem aktiven Akupunkturpunkt verweilen können und so für einen verlängerten Zeitraum zu einer Linderung der Beschwerden beitragen können.

    Implantatakupunkturnadeln bestehen au einem Polymer-Zucker und werden unter die Haut in einen aktiven Akupunkturpunkt eingebracht. Die Implantatakupunkturnadeln lösen sich in einem Zeitraum von bis zu 18 Monaten vollständig auf. Hierdurch erfolgt eine anhaltende Stimulierung eines Symptompunktes bis zu eineinhalb Jahren. Chronische Beschwerden können so über einen langen Zeitraum behandelt werden. Rezidivierende, zeitnahe Wiedervorstellungen zu weiteren Akupunktur-Therapiesitzungen können so vermieden werden.

    Die Art sowie die Dauer der Anwendung und weitere Therapieoptionen werden in der Spezialsprechstunde je nach Krankheitsbild und maßgeblich nach Patientenwunsch besprochen.

    Ansprechpartner:

    Dr. med. Sebastian Prochnow