Forschung
Die Forschungsschwerpunkte des Instituts für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung liegen im Bereich der ökonomischen Evaluation von Gesundheitsleistungen und der Versorgungsforschung, mit einem Schwerpunkt im Bereich der Versorgung psychisch kranker und alter Menschen.
Gegenwärtig werden Methoden zur Messung der präferenzbasierten Bewertung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und der Kosten in verschiedenen Diagnosegruppen weiterentwickelt und getestet. Außerdem werden Krankheitskostenstudien durchgeführt und Krankheitsmodelle als Grundlage für entscheidungsanalytische Evaluationsstudien entwickelt. Darüber hinaus werden ökonomische Evaluationsstudien von neuen präventiven, diagnostischen und therapeutischen Versorgungsleistungen für Patienten aus verschiedenen Krankheitsgruppen durchgeführt sowie neue Finanzierungsformen der psychiatrischen Versorgung evaluiert.
Des Weiteren liegt ein Forschungsschwerpunkt im Feld der Versorgungsepidemiologie. Dieser Bereich ist an der Schnittstelle von Versorgungsforschung, Gesundheitsökonomie und Epidemiologie angesiedelt. Interdisziplinäre Fragenstellungen der Versorgungsforschung werden dort empirisch analysiert, ebenfalls mit einem Schwerpunkt auf Versorgung im Alter und bei psychischen Erkrankungen und überwiegend basierend auf Daten aus Kohortenstudien.
Arbeitsgruppen
Aktuelle Forschungsprojekte
Geriatrische und pflegebezogene Forschungsprojekte
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Interaktionen von Systemischen Erkrankungen und Mundgesundheit bei ambulanter Pflegebedürftigkeit (InSEMaP)
Für ältere Menschen mit Pflegebedürftigkeit treten zunehmende Hemmnisse auf, Ihre häusliche Mundpflege selbstständig zu erbringen und die empfohlenen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen in der Zahnarztpraxis wahrzunehmen. Ohne adäquate häusliche Zahnpflege und ohne regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen verschlechtert sich jedoch die Mundgesundheit und dies kann wiederum negative Auswirkungen auf die Ausprägung der systemischen Erkrankungen haben, derentwegen die Pflegebedürftigkeit eingetreten ist.
Durch den Abbruch der zahnärztlichen Betreuung sind die Konsequenzen für die Mundgesundheit häufig nicht bekannt. Hinzu kommt, dass es keinen koordinierten und verbindlichen Austausch zwischen Zahn- und Hausarztpraxis, Pflegepersonal, Angehörigen oder Patientinnen und Patienten gibt. Das Projekt InSEMaP knüpft an diese ungünstige Versorgungssituation von ambulant gepflegten Menschen an und zielt auf die Verbesserung von deren zahnärztlicher Versorgung.
Im Projekt werden zuerst förderliche und hinderliche Versorgungsfaktoren identifiziert sowie Versorgungspfade (Ablaufpläne zur Durchführung von medizinischen Behandlungen) beschrieben. Eine Routinedatenauswertung soll Zusammenhänge zwischen Zahnarztleistungen, Pflegebedürftigkeit, Morbidität und Kosten aufdecken. Parallel werden ambulant Pflegebedürftige von einem Studienzahnarzt aufgesucht. Durch anschließende radiologische Diagnostik wird objektiv analysiert, ob eine unerkannte Behandlungslast besteht. Aus den Daten wird ein Versorgungspfad entwickelt, in dem alle beteiligten Personen berücksichtigt sind. Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. 1,363 Millionen Euro gefördert.
Im Erfolgsfall kann das Konzept weitergeführt und dadurch eine Verbesserung der Mundgesundheit von ambulant gepflegten Menschen erreicht werden. Durch Wechselwirkungen mit systemischen Erkrankungen kann sich dies wiederum positiv auf den gesamten Gesundheitszustand und die Lebensqualität auswirken.Förderer: Innovationsfonds
Laufzeit: 2021-2024
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe III
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Altern in Bewegung für Menschen im ländlichen Raum (ABSCHaLoM)
Das Projekt ABSCHaLoM evaluiert im Rahmen einer dreiarmigen randomisierten kontrollierten Studie, inwieweit Stürze und sturzbedingte Verletzungen bei älteren Menschen der neuen Bundesländer durch die Implementierung von konventionellen und Tele-Bewegungskursen vermieden und die motorische Funktionalität und körperliche Aktivität verbessert werden können. Hierzu werden insgesamt mehr als 2.700 Menschen im Alter von 70 bis 90 Jahren nach dem Zufallsprinzip einer konventionellen Bewegungsgruppe, Tele-Bewegungsgruppe oder Kontrollgruppe zugeteilt. In diesem Zusammenhang führt das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf eine gesundheitsökonomische Evaluation der konventionellen und Tele-Bewegungskurse im Vergleich zu einer Kontrollgruppe durch. Auf Grundlage eines Fragebogens zur Erhebung von Gesundheitsleistungen im Alter wird die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen über 12 Monate retrospektiv erhoben. Zusätzlich wird die sturzbedingte Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen sowie die generische gesundheitsbezogene Lebensqualität durch den EQ-5D-5L alle 3 Monate retrospektiv erfasst. Die Berechnung der aus der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen resultierenden Kosten erfolgt aus gesellschaftlicher Perspektive anhand standardisierter monetärer Bewertungssätze. Zur Bestimmung der Gesundheitseffekte werden qualitätsadjustierte Lebensjahre (QALYs) basierend auf dem EQ-5D-5L berechnet. Zur Analyse der Kosteneffektivität nach 12 Monaten werden die Unterschiede in den Kosten und
QALYs zwischen den beiden Interventionsgruppen und der Kontrollgruppe bestimmt und in Form von inkrementellen Kosten-Nutzwert-Relationen in Beziehung gesetzt. Zur Unsicherheitsanalyse wird das nicht-parametrische Bootstrap-Verfahren eingesetzt. Zusätzlich werden zur Visualisierung der statistischen Unsicherheit der Kosten-Nutzwert-Relationen auf Net-Benefit-Regressionen basierende Kosten-Effektivitäts-Akzeptanz-Kurven konstruiert.Förderer: Innovationsfonds
Laufzeit: 2022-2026
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
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Telebasierte, multidisziplinäre Intervention zur Stabilisierung des häuslichen Pflegesettings (TemPus)
Beim Projekt „Telebasierte, multidisziplinäre Intervention zur Stabilisierung des häuslichen Pflegesettings“ (TemPus) handelt es sich um eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie, in der eine telemedizinische Intervention zur Stärkung der häuslichen Pflege evaluiert wird, die die Inhalte einer Mobilen Geriatrischen Rehabilitation aufgreift und sich sowohl an pflegebedürftige Personen als auch pflegende Angehörige richtet. Die Intervention wird bei pflegebedürftigen Personen in einem 1:1 Tele-Setting mittels Videotelefonie erbracht. Bei pflegenden Angehörigen werden Belastungs- und Resilienzfaktoren erhoben, um individuell Angebote zur Schulung (z.B. In Bereich, Ernährung, Kontinenz und Wohnraumpassung) und Entlastung einzubringen. Begleitend zu dieser Studie bestimmt das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die Interventionskosten. Darüber hinaus wird eine gesundheitsökonomische Evaluation durchgeführt. Die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen wir durch eine angepasste Form des FIMA-Fragebogens erhoben. Zur Bestimmung der Gesundheitseffekte werden der EQ-HWB und EQ-5D-5L verwendet. Auf Basis dieser werden inkrementelle Kosten-Effektivitätsrelationen sowie Kosten-Effektivitäts-Akzeptanzkurven berechnet.
Förderer: Innovationsfonds
Förderzeitraum: 2026-2029
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
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Prävention für mehr Teilhabe im Alter (PromeTheus)
In einer multizentrischen randomisierten kontrollierten Studie soll ein multidimensionales Pro-gramm zur Förderung der Teilhabe älterer, zuhause lebender und zunehmend gebrechlicher Personen untersucht werden. Ziel dieses Programmes ist es, den weiteren Funktionsverlust aufzuhalten und die Teilhabe zu verbessern. Kernkomponente des multidimensionalen Pro-gramms ist ein zwölfmonatiges Trainingsprogramm. Bei Bedarf können weitere Komponenten wie Beratung zu Themen der sozialen Teilhabe und zu psychosozialen Themen sowie Ernäh-rungs- und Wohnraumberatung zusätzlich vermittelt werden. Begleitend zu dieser Studie be-stimmt das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung des Universitätsklini-kums Hamburg-Eppendorf die Interventionskosten. Darüber hinaus wird eine gesundheitsöko-nomische Evaluation durchgeführt. Zur Bestimmung der Gesundheitseffekte werden qualitäts-adjustierte Lebensjahre basierend auf den EQ-5D-5L berechnet. Auf Basis dieser werden in-krementelle Kosten-Effektivitätsrelationen sowie Kosten-Effektivitäts-Akzeptanzkurven berechnet.
Förderer: Innovationsfonds
Laufzeit: 2020-2023
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
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Geriatrische Rehabilitationserfolge nachhaltig sichern (GeRas)
Beim Projekt „Geriatrische Rehabilitationserfolge nachhaltig sichern“ (GeRas) handelt es sich um eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie, in der ein Nachsorgeprogramm nach stationärer geriatrischer Rehabilitation evaluiert wird. Primäre Ziele des Programms sind eine Verbesserung von Funktionalität und Teilhabe sowie ein Erhalt der Selbstständigkeit nach Entlassung aus der stationären Reha in das häusliche Umfeld. Die Proband:innen werden in 3 Studienarme randomisiert (2 Interventionsgruppen, 1 Kontrollgruppe). Der erste Interventionsarm beinhaltet neben einem strukturierten Trainingsprogramm ein Schnittstellenmanagement zwischen dem Sozialdienst der Reha und sog. Versorgungsmanager:innen der Krankenkassen sowie eine strukturierte Überprüfung der Person-Umwelt-Passung. Diese Leistungen werden durch Hausbesuche und Telefonate erbracht. Im zweiten Interventionsarm werden dieselben Inhalte über eine Telemedizin-Plattform erbracht. Begleitend zu dieser Studie bestimmt das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf die Interventionskosten der jeweiligen Interventionsarme. Darüber hinaus wird eine gesundheitsökonomische Evaluation durchgeführt. Zur Bestimmung der Gesundheitseffekte werden qualitäts-adjustierte Lebensjahre basierend auf dem EQ-5D-5L berechnet. Auf Basis dieser werden inkrementelle Kosten-Effektivitätsrelationen sowie Kosten-Effektivitäts-Akzeptanzkurven berechnet.
Förderer: Innovationsfonds
Laufzeit: 2022-2025
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
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Eine multizentrische cluster-randomisierte kontrollierte Multikomponenten-Interventionsstudie zur Prävention kognitiver Abbauprozesse bei älteren Hausarztpatienten (AgeWell)
Das Projekt AgeWell.de zielt auf selbstständig lebende Personen zwischen 60 und 77 Jahren ab, die unter einem erhöhten Risiko stehen Demenz zu entwickeln. Die Intervention besteht aus sieben Komponenten, u.a. Ernährungsberatung, kognitives Training, Medikamentenoptimierung. Im Rahmen einer multizentrischen, zweiarmigen, Beobachter-verblindeten, cluster-randomisierten kontrollierten Studie wird diese Intervention mit der Standardversorgung verglichen. Primärer Endpunkt ist die kognitive Funktionsfähigkeit gemessen einer neuropsychologischen Testbatterie zum 24-Monats-Zeitpunkt.
Das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung führt eine Kosten-Effektivitätsanalyse basierend auf Befragungsdaten durch. Berücksichtigung finden direkte Kosten. Als Effektmaß dienen qualitätsadjustierte Lebensjahre (QALY), die mittels des EQ-5D-5L berechnet werden. Zielgrößen sind die inkrementelle Kosten-Effektivitätsrelation (IKER) und Wahrscheinlichkeit für Kosteneffektivität erfasst mittels einer Kosten-Effektivitätsakzeptanzkurve (KEAK). Es findet der Net-Benefit Ansatz hierbei Anwendung.Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 2017-2021
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
Forschungsprojekte zu psychischer Gesundheit
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Spezialisierte post-stationäre Psychotherapie mittels Videotherapie zur Erhaltung der Genesung bei Anorexia nervosa: eine randomisierte kontrollierte Studie (SUSTAIN)
Im Rahmen einer multizentrischen, prospektiven randomisierten kontrollierten Studie erhalten Patientinnen und Patienten mit Anorexia nervosa im Anschluss an einen stationären Aufenthalt eine 20 Sitzungen umfassende individuelle Psychotherapie, die größtenteils mittels Videokonferenz erbracht wird. Die Kontrollgruppe erhält eine optimierte Standardversorgung. Primärer Endpunkt ist der Body Mass Index am Ende der Behandlung nach 8 Monaten.
Das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung führt eine Kosten-Effektivitätsanalyse basierend auf Befragungsdaten durch. Die Analyse wird über einen Zeithorizont von 14 Monaten aus der gesellschaftlichen Perspektive durchgeführt. Berücksichtigung finden direkte wie auch indirekte Kosten. Als Effektmaß dienen qualitätsadjustierte Lebensjahre (QALY), die mittels des EQ-5D-5L berechnet werden. Zielgrößen sind die inkrementelle Kosten-Effektivitätsrelation (IKER) und Wahrscheinlichkeit für Kosteneffektivität erfasst mittels einer Kosten-Effektivitätsakzeptanzkurve (KEAK).Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 2020-2024
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
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Enhancing treatment and understanding of post-traumatic stress disorder related to child maltreatment (PTSD-CM) (ENHANCE)
Im Rahmen des Projektes „ENHANCE“ wird eine multizentrische randomisierte kontrollierte Studie zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen nach Misshandlung in der Kindheit durchge-führt. Die Behandlung erfolgt durch eine ambulante traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (STAIR-Exposition) oder durch eine ambulante psychodynamische Therapie (TF-PDT). Patientinnen und Patienten in der Kontrollgruppe sind auf einer 6-monatigen Warteliste. Die Ergebnismaße werden zu Baseline, nach 8 und 16 Sitzungen, unmittelbar sowie 6 und 12 Monate nach Abschluss der Behandlung erhoben.
In diesem Zusammenhang führt das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung eine gesundheitsökonomische Evaluation zum Vergleich von STAIR-Exposition und TF-PDT im Vergleich mit einer Kontrollgruppe (Wartelite) durch. Direkte und indirekte Kosten werden aus gesellschaftlicher Perspektive auf Basis der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, reduzierter Produktivität am Arbeitsplatz und Arbeitsunfähigkeitstagen berechnet. Zur Bestimmung der Gesundheitseffekte wer-den qualitätsadjustierte Lebensjahre (QALYs) basierend auf dem EQ-5D-5L berechnet. Auf dieser Basis werden inkrementelle Kosten-Effektivitätsrelationen (IKER) berechnet sowie Kosten-Effektivitäts-Ak-zeptanzkurven (KEAK) mittels net-benefit-Regressionen konstruiert.Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 2019-2023
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
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PTSD after ICU Survival, Caring for Patients with Traumatic Stress Sequelae following Intensive Medical Care (PICTURE)
Im Rahmen einer bizentrischen (LMU Klinikum München, Charité Berlin), prospektivenrandomisierten kontrollierten Studie erhalten Patient:innen mit posttraumatischerBelastungsstörung (PTBS), die nach einer Behandlung auf der Intensivstation auftrat, eine durch dieHausärzt:innen erbrachte, auf den Prinzipien der narrativen Expositionstherapie basierte Behandlungim Umfang von 3 Sitzungen. Zusätzlich erfolgt ein telefonisches Fallmanagement durch dasPraxisteam. Die Kontrollgruppe erhält eine optimierte Standardversorgung. Primärer Endpunkt ist dieSchwere der Symptomatik der PTBS nach 6 Monaten.
Das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung führt eine Kosten-Effektivitätsanalyse basierend auf Befragungsdaten durch. Die Analyse wird über einen Zeithorizontvon 12 Monaten aus der gesellschaftlichen Perspektive durchgeführt. Berücksichtigung findendirekte wie auch indirekte Kosten. Als Effektmaß dienen qualitätsadjustierte Lebensjahre (QALY), diemittels des EQ-5D-5L berechnet werden. Zielgrößen sind die inkrementelle Kosten-Effektivitätsrelation (IKER) und Wahrscheinlichkeit für Kosteneffektivität erfasst mittels einer Kosten-Effektivitätsakzeptanzkurve (KEAK).Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: 2018-2023
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
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Evaluation eines interaktiven sektorübergreifenden „Blended-Treatment“-Ansatzes bei Alkoholkonsumstörungen nach Entzug (EVA-RADIUS)
Begleitend zu einer multizentrischen (Berlin, Bielefeld, Essen, Potsdam), randomisierten, kontrollierten Studie (EVA-Radius) sollen in diesem Vorhaben die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen von Patienten mit Alkoholabhängigkeit mit Hilfe des CSSRI-EU erfasst werden. Dabei wird ein interaktiven Online-Tool sowohl kombiniert mit einem „Blended-Treatment“-Ansatz einer „Face-to-Face“ Psychotherapie als auch mit einer herkömmlichen „Face-to-Face“ ambulanten Psychotherapiebehandlung. Durch anschließende Bewertung mit Kostensätzen werden die medizinischen Versorgungskosten und die volkswirtschaftlichen Produktivitätsverluste ermittelt. Darüber hinaus werden mit Hilfe des EQ-5D die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten gemessen und qualitätsgewichtete Lebensjahre ermittelt. Zur Analyse der Kosteneffektivität werden die Unterschiede in den Kosten und QALYs zwischen beiden Interventionsgruppen und der Kontrollgruppe mit Hilfe der inkrementellen Kosten-Nutzwert-Relation in Beziehung gesetzt. Zusätzlich werden Kosten-Effektivitäts-Akzeptanz-Kurven eingesetzt, um die statistische Unsicherheit der Kosten-Nutzwert-Relation zu visualisieren.
Förderer: Innovationsfonds
Förderzeitraum: 2024-2027
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
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Urban Mental Health Studie (UMH)
Die Urban Mental Health (UMH)-Studie (Förderung der psychischen Gesundheit von jungen Menschen in der Stadt) als Flagship-Projekt des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) unter der Leitung von Prof. Dr. Silvia Schneider (Ruhr-Universität Bochum) evaluiert eine flächendeckende und niedrigschwellige Strategie zur Prävention und Frühintervention psychischer Störungen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Studie nutzt ein pragmatisches nicht-randomisiertes Kontroll-Gruppen-Design, das sozialräumlich in einer Region im Ruhrgebiet implementiert wird. Dabei wird in den Lebenswelten (Schulen, Kindergärten, Jugendhilfeeinrichtungen) ein transdiagnostischer und partizipativer Ansatz etabliert. Durch die Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention sollen Fach- und Lehrkräfte sowie Alltagshelfende in die Lage versetzt werden, die psychische Gesundheit der jungen Menschen frühzeitig zu fördern. Im Rahmen der kontinuierlichen multidimensionalen Evaluation am Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung (UKE) erfolgt eine Analyse der gesundheitsökonomischen Konsequenzen. Unter Nutzung von Routinedaten der Krankenkassen werden medizinische Versorgungskosten und Leistungsinanspruchnahmen analysiert. Die Annahme der ökonomischen Evaluation ist, dass der UMH-Ansatz durch die frühzeitige und ambulante Förderung der psychischen Gesundheit langfristig ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist und kostenintensive, späte stationäre Behandlungen vermeiden kann.
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Landesministerium NRW
Laufzeit: ab 2023
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
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Einsamkeit, soziale Isolation und Vielnutzung von Hausärzt:innen
Anhand einer bevölkerungsbasierten Längsschnittbefragung in Deutschland, der DEAS-Studie, zielt diese Arbeit mithilfe spezifischer Regressionsmodelle für Längsschnittdaten darauf ab, die Beziehung von Einsamkeit und sozialer Isolation mit der Vielnutzung von Hausärzt:innen zu untersuchen. Die Stichprobe gilt dabei als repräsentativ für zuhause lebende Individuen ab 40 Jahren in Deutschland. Dieses Wissen ist wesentlich, um eine entsprechende unverhältnismäßig starke Leistungsinanspruchnahme in Zukunft zu vermeiden – und die Zufriedenheit der Patient:innen und der Hausärzt:innen gleichermaßen zu erhalten bzw. zu erhöhen. Dies erscheint möglich, da Einsamkeit und soziale Isolation modifizierbar sind. Dieses Projekt kann auch als ein Beitrag gesehen werden, um Einsamkeit und Isolation zu bekämpfen (siehe die WHO/UN Kampagne Dekade des gesunden Alterns) – insb., wenn eine positive Assoziation zwischen Einsamkeit bzw. Isolation und der Wahrscheinlichkeit einer Vielnutzung im Längsschnitt vorliegen sollte.
Laufzeit: 2026-2027
Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
ZUständigkeit: Professur für Interdisziplinäre Versorgungsepidemiologie
Forschungsprojekte zu somatischen Erkrankungen
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Sektorenübergreifende koordinierte Nachsorgebehandlung von Schlaganfallpatienten mit patientenzentrierter Ergebnisqualitätsmessung (StroCare)
Das Modellprojekt StroCare beinhaltet die Umsetzung und Evaluation einer sektorenübergreifenden akutstationären Schlaganfallbehandlung mit anschließender neurologischer Rehabilitation. Die Besonderheit der Versorgung in diesem Projekt ist die sektorenübergreifenden Prozesskette mit einem strukturierten, sektorenübergreifenden und koordinierten Behandlungspfad mit Integration einer patientenorientierten Outcomemessung. Anknüpfend an die Akutphase wird der Übergang in die neurologische Rehabilitation optimal gestaltet, indem Fallmanager Patienten unterstützen und eine elektronische Portallösung die Übermittlung klinischer Daten in die Rehakliniken sicherstellt. Die anschließende ambulante medizinische Nachsorge findet in den beteiligten, auf Schlaganfall spezialisierten Klinikambulanzen statt und wird durch das Fallmanagement der Krankenkasse organisatorisch und inhaltlich unterstützt.
In diesem Zusammenhang vergleicht das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung im Rahmen einer gesundheitsökonomischen Evaluation die Kosten von StroCare mit den Kosten in der Routineversorgung. Des Weiteren soll die Leistungsinanspruchnahme in den einzelnen Sektoren analysiert werden. Die Kostenvergleichsanalyse wird unter Verwendung eines quasi-experimentellen Designs auf Basis von Routinedaten der BARMER durchgeführt. Zielgrößen der Kostenvergleichsanalyse sind die Versorgungskosten im gesamten Follow-up-Zeitraum (z.B. ambulant,stationär, Medikamente, Heil- und Hilfsmittel, Pflege). Die Daten werden sowohl deskriptiv als auch inferenzstatistisch ausgewertet. Die Vergleichbarkeit der Gruppen in Hinsicht auf soziodemographische und klinische Charakteristika wird mittels geeigneter Matching-Verfahren hergestellt.Förderer: Innovationsfonds
Laufzeit 2019-2023
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe 1
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Randomized, Multi-Center, Event-Driven Trial of TAVI versus SAVR in Patients with Symptomatic Severe Aortic Valve Stenosis and Intermediate Risk of Mortality, as assessed by STS-Score (Dedicate)
Die DEDICATE-Studie unter der Leitung von Prof. Blankenberg (UKE) ist eine vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. geförderte Interventionsstudie in der der Einsatz endovaskulären Aortenklappenersatzes (TAVI) mit offen chirurgischem Herzklappenersatz (SAVR) verglichen wird. Die Studie ist mit einer geplanten Stichprobengröße von 800 Patienten pro Studienarm die größte ihrer Art weltweit und weist als weitere Besonderheit auf, das TAVI-Herzklappen einer Vielzahl von Herstellern eingesetzt und nach rein klinischen Gesichtspunkten ausgewählt werden. Im Rahmen des gesundheitsökonomischen Teilprojektes soll eine vollständige ökonomische Evaluation von TAVI-Herzklappen durchgeführt werden. Zu diesem Zweck werden die krankheitsspezifische Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen dokumentiert, um Kosten zu ermitteln und der EQ-5D-5L Lebensqualitätsfragenbogen eingesetzt, um qualitätsgewichtete Lebensjahre zu ermitteln. Primäres Outcome der ökonomischen Evaluation ist die inkrementelle Kosten-Effektivität-Relation (ICER) von TAVI im Vergleich zu SAVR aus einer gesellschaftlichen Perspektive.
Förderer: Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung e.V. (DZHK)
Laufzeit: 2017-2021
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
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Prehabilitation „Karl-Heinz“ mit Schwerpunkt auf cardiale und kognitive Funktionen vor Eingriffen am Herzen: eine Analyse des Gesundheitszustands (PRECOVERY)
Etwa 40 Prozent der über 75-Jährigen in Deutschland leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen; mehr als die Hälfte aller Todesfälle in dieser Altersgruppe sind darauf zurückzuführen. Insbesondere die Häufigkeit von fortschreitenden Herzklappenerkrankungen und koronaren Herzkrankheiten steigt mit zunehmendem Lebensalter an. Bei Menschen in höherem Lebensalter, die an mehreren Krankheiten leiden, besteht zudem ein erhöhtes Risiko bei Eingriffen am Herzen, die oft mit einer langen Genesungsphase verbunden sind. Nur etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten kann das Krankenhaus direkt nach einem solchen Eingriff verlassen; bei jedem zehnten Betroffenen wird eine Langzeitpflege notwendig.
Vor allem für Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten haben, eine Herzschwäche oder eine koronare Herzerkrankung aufweisen, ist ein kardiales Rehabilitationsprogramm angeraten. Genauso sinnvoll aber kann es sein, Patientinnen und Patienten über 75 Jahre gezielt auf einen bevorstehenden größeren Eingriff am Herzen vorzubereiten. Ein solches sektorenübergreifendes und auf zwei Wochen angelegtes „Prehabilitationsprogramm“ soll im Projekt PRECOVERY entwickelt und evaluiert werden. Im Rahmen des Programms wird untersucht, ob sich der Gesundheitszustand der an der Prehabilitationsmaßnahme namens „Karl-Heinz“ (Kognitiv & cArdiale PRehabiLitation vor HErZINterventionen) teilnehmenden Patientinnen und Patienten im folgenden Jahr im Vergleich zur teilnehmenden Kontrollgruppe verbessert. Darüber hinaus werden gesundheitsökonomische Aspekte berücksichtigt und die Interventionskosten des Programms bestimmt. Das Projekt ist als randomisierte kontrollierte Studie angelegt, bei der jeweils 211 Patientinnen und Patienten nach dem Zufallsprinzip einer Interventions- und einer Kontrollgruppe zugeordnet werden. Deutschlandweit nehmen acht kardiologische/kardiochirurgische Fachzentren teil. Das Projekt wird für vier Jahre mit insgesamt ca. 5,3 Millionen Euro gefördert.
Im Erfolgsfall kann der postoperative Genesungsprozess unterstützt und beschleunigt und das Programm in die Regelversorgung aufgenommen werden. Dies würde die Versorgung im Bereich der Herzmedizin insgesamt verbessern.Förderer: Innovationsfonds
Laufzeit: 2022-2026
Zuständigkeit: Dirk Heider
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PANcreatic CAncer Initial Detection via liquid biopsy (PANCAID)
Pankreaskarzinome werden normalerweise in einem späten Stadium erkannt und die meisten Patient:innen versterben innerhalb eines Jahres nach Diagnosestellung. Das Projekt PANCAID hat das Ziel einen neuartigen Bluttest basierend auf der Technik der Liquid Biopsy zu entwickeln, der es ermöglicht Pankreaskarzinome in einem frühen Stadium zu identifizieren und somit die Lebenserwartung substantiell zu beeinflussen.
Das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung ist verantwortlich für die Modellierung der Früherkennungsstrategien und die ökonomische Evaluation. Ziele dieser Aufgaben sind die Entwicklung eines computerbasieren Simulationsmodells zur Abbildung der Langzeitkonsequenzen verschiedener Früherkennungsstrategien, der Vergleich von Kosten und Effekten dieser Strategien, die Identifikation sensitiver Parameter, die einen Einfluss auf die (Kosten-)Effektivität der Strategien haben, sowie die Information von Entscheidungsträger:innen in Hinsicht auf den Budget-Impact der Strategien.
Förderer: Europäische Union (Horizon Europe)
Laufzeit: 2023-2027
Zustandigkeit: Arbeitsgruppe II
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Schonende Hämatom-Fragmentierung zur Behandlung intrazerebraler Blutungen (OPTICH)
Das Projekt OPTICH entwickelt und testet ein neuartiges Aspirationsgerät zur Entfernung intrazerebraler Blutungen, um diese schneller und schonender behandeln zu können als mit bisherigen Geräten. Zunächst werden Laborversuche durchgeführt; anschließend folgt eine erste klinische Machbarkeitsstudie, die sowohl das Instrument als auch neue Behandlungsabläufe umfasst. Das Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung übernimmt ergänzend die Analyse der Krankheitslast intrazerebraler Blutungen anhand von Krankenkassendaten der BARMER, um schlussendlich eine Modellierung zur Analyse von Kosten und Nutzen des neuen Aspirationsgeräts zu erarbeiten.
Förderer: Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Laufzeit: 2024-2027
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
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Präklinische Triage bei vermutetem akuten Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung (PREDICT)
Die PREDICT-Studie (Präklinische Triage bei vermutetem akuten Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung) unter der Leitung von Prof. Dr. med. Holger Thiele (Leipzig Heart Science gGmbH) evaluiert eine neue Versorgungsform zur präklinischen Triagierung von Patient:innen mit Verdacht auf akutes Koronarsyndrom ohne ST-Strecken-Hebung. Die cluster-randomisierte Interventionsstudie vergleicht die aktuelle Regelversorgung mit einem präklinischen Vorgehen, bei dem mithilfe eines hochsensitiven Point-of-Care-Troponin-Tests und einer webbasierten App ("ACS-Pathfinder") das individuelle Herzinfarktrisiko direkt am Einsatzort ermittelt wird. Mit einer geplanten Stichprobengröße von insgesamt ca. 2.902 Patienten (ca. 1.299 pro Studienarm in der randomisierten Phase) in 30 Clustern zielt die Studie darauf ab, medizinisch nicht notwendige Krankenhauseinweisungen in Notaufnahmen zu reduzieren und die Versorgungseffizienz zu steigern, ohne die Patient:innensicherheit zu gefährden.
Im Rahmen des gesundheitsökonomischen Teilprojektes erfolgt eine Kostenvergleichsanalyse aus der Kostenträgerperspektive. Zu diesem Zweck wird eine Entscheidungsbaumanalyse für einen Studienzeitraum von 90 Tagen durchgeführt, um die neue und die alte Versorgungsform bezüglich ihrer medizinischen Versorgungskosten zu vergleichen. Die Hypothese der ökonomischen Evaluation ist, dass die neue Versorgungsform im Vergleich zur Standardversorgung zu einer Reduzierung der medizinischen Versorgungskosten führt.Förderer: Innovationsfonds
Förderzeitraum: 2025-2029
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
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Kooperative Schlaganfallakutversorgung mit verbessertem Therapiezugang durch Einbindung des Rettungsdienstes in ein neurovaskuläres Netzwerk (StroConnect)
Die StroConnect-Studie (Kooperative Schlaganfallakutversorgung mit verbessertem Therapiezugang durch Einbindung des Rettungsdienstes in ein neurovaskuläres Netzwerk) unter der Projektleitung von Prof. Dr. Götz Thomalla und Dr. Dr. Eckhard Schlemm vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf evaluiert eine neue Versorgungsform zur prähospitalen Beurteilung und Zuweisung von Patient:innen mit Verdacht auf akuten Schlaganfall. Die multizentrische stepped-wedge cluster-randomisierte Interventionsstudie vergleicht die aktuelle Regelversorgung mit einem neuen prähospitalen Vorgehen, bei dem durch teleneurologische Konsultationen zwischen Rettungsdienst und Schlaganfall-Ärzt:innen sowie einen digitalen Behandlungskapazitätennachweis das Risiko eines Großgefäßverschlusses direkt am Einsatzort ermittelt wird. Mit einer geplanten Stichprobengröße von insgesamt 3.000 Patient:innen zielt die Studie darauf ab, durch den Abbau von Verzögerungen im prähospitalen und innerklinischen Behandlungsablauf dauerhafte Einschränkungen der Patient:innen zu vermeiden und die Rate an Thrombektomien zu steigern.
Im Rahmen des gesundheitsökonomischen Teilprojektes am Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung erfolgt eine Bestimmung der Kosten und Kosteneffektivität. Zu diesem Zweck wird im kurzfristigen Zeithorizont eine Entscheidungsbaumanalyse über drei Monate durchgeführt, an die sich langfristig ein Markov-Modell anschließt, um die Kosteneffektivität sowie den Budget-Impact aus der GKV-Perspektive zu analysieren. Die Hypothese der ökonomischen Evaluation ist, dass die neue Versorgungsform StroConnect hinsichtlich Gesamtkosten und Wirksamkeit der Standardversorgung überlegen ist und kosteneffektiv in die Regelversorgung übernommen werden kann.Förderer: Innovationsfonds
Förderzeitraum: 2025-2028
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
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Entwicklung, Implementierung und Pilotierung eines Hospital Mobility Konzeptes zur Verbesserung der körperlichen Aktivität von Patient:innen (HosMo AKTIV)
Die HosMo AKTIV-Studie Entwicklung, Implementierung und Pilotierung eines Hospital Mobility Konzeptes zur Verbesserung der körperlichen Aktivität von Patient:innen) unter der Projektleitung von Prof. Dr. Susanne Klotz vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf evaluiert eine komplexe, multimodale Intervention zur Förderung der körperlichen Aktivität im Krankenhaus. Die cluster-randomisierte kontrollierte Pilotstudie vergleicht die Standardversorgung mit einem partizipativ entwickelten Hospital Mobility Konzept, das auf die Reduktion von krankenhausbedingter Immobilität abzielt. Mit einer geplanten Stichprobengröße von insgesamt 1.344 Patient:innen in 12 Clustern über drei Universitätsklinika (Hamburg, Münster und Essen) zielt die Studie darauf ab, die körperliche Aktivität zu steigern, immobilitätsbedingte Komplikationen zu verringern und die Aufenthaltsdauer zu reduzieren.
Im Rahmen des gesundheitsökonomischen Teilprojektes am Institut für Gesundheitsökonomie und Versorgungsforschung erfolgt eine Kostenvergleichsanalyse aus der Krankenhausperspektive sowie der Perspektive der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zu diesem Zweck werden Implementierungskosten, Kosten des Krankenhausaufenthalts und Erträge je Bett sowie abgerechnete DRG-Kosten analysiert. Die Hypothese der ökonomischen Evaluation ist, dass durch HosMo AKTIV die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus reduziert und somit Kosten gesenkt werden können.Förderer: Innovationsfonds
Förderzeitraum: 2026-2029
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe II
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Neue Technologien zur Quantifizierung der Vorhofflimmern-Belastung und zur Unterstützung von Vorsorge, Behandlung und Gesundheitspolitik (AF-B-STEP)
Das Projekt „Neue Technologien zur Quantifizierung der Vorhofflimmern-Belastung und zur Unterstützung von Vorsorge, Behandlung und Gesundheitspolitik“ (AF-B-STEP) zielt darauf ab, die Rolle der Vorhofflimmern-Belastung für die kardiovaskuläre Gesundheit zu definieren und Instrumente zur Quantifizierung dieser Belastung bereitzustellen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen auf die Gesundheit und die Rolle in der Präzisionstherapie quantifiziert, während gleichzeitig Standards für die Erfassung der Vorhofflimmern-Belastung in implantierbaren Herzschrittmachern und in Wearables für Verbraucher festgelegt werden, um die personalisierte Versorgung, die Forschung und die Regulierungswissenschaft zu verbessern. Das Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsdienstleistungsforschung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wird die ökonomischen Folgen einer auf der Vorhofflimmern-Belastung basierenden Versorgungsstruktur ermitteln. Zu diesem Zweck werden die jährlichen Gesundheits- und gesellschaftlichen Kosten quantifiziert, die mit verschiedenen Schwellenwerten für die Vorhofflimmern-Belastung verbunden sind. Darüber hinaus wird ein Markov-Modell entwickelt, um die Kosten-Effektivität potenzieller Behandlungsoptionen auf der Grundlage der Vorhofflimmern-Belastung zu untersuchen. Zu diesem Zweck werden die inkrementellen Kosten-Nutzen-Verhältnisse bestimmt sowie deterministische, multivariate und probabilistische Sensitivitätsanalysen durchgeführt.
Förderer: Europäische Union
Laufzeit: 2026-2029
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe I
Methodische und weitere Forschungsprojekte
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Nachwuchsgruppen Klima, Umwelt und Gesundheit: Auswirkungen von Wetter auf die menschliche Gesundheit (HeWeCon)
Der Klimawandel zieht vermehrt Wetterbedingungen nach sich, die die Gesundheit beeinflussen. Das Ziel dieser retrospektiven Kohortenstudie ist es, den Effekt von Wetterbedingungen auf die Gesundheit zu ermitteln. Krankenkassendaten und Wetterdaten ermöglichen eine Analyse auf Patientenebene, bei der individuelle Charakteristika wie Geschlecht, Alter, Pflegebedürftigkeit sowie Vorerkrankungen berücksichtigt werden können. Wir nutzen dazu eine breite, repräsentative Bevölkerungsstichprobe, um Zusammenhänge zwischen Wetter und Gesundheit mit Hilfe von Mehrebenenmodellen im Machine-Learning-Design zu finden (WP 1). Basierend auf diesen Ergebnissen wird ein Risikoprädiktionstool entwickelt, um das Risiko für vulnerable Patientengruppen abschätzen zu können und die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen während bestimmter Wetterbedingungen voraussagen zu können (WP 2). Zudem werden Mortalität, Krankenhausaufnahmen, Arbeitsunfähigkeitstage, DALYs und Versorgungskosten identifiziert, die direkt bestimmten Wetterbedingungen zugerechnet werden können („Excess“-Effekte). Dabei werden zeitliche Trends und saisonale Effekte durch folgende Vorgehen berücksichtigt (WP 3): Time-Series-Modelle zum Vergleich von zeitlichen Entwicklungen, und Querschnittsanalysen zum Vergleich von Personengruppen innerhalb bestimmter Wetterperioden und Vergleichszeiträumen anderer Jahre.
Wir erwarten z.T. unbekannte Zusammenhänge zwischen Wetter und Gesundheit in Deutschland aufzudecken. Das Risikoprädiktionstool soll relevante Wetterbedingungen und vulnerable Personen identifizieren und entsprechende Risikoscores zuordnen. Dadurch kann es zur Prävention von Risikogruppen beitragen, sowie die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen prädizieren. Außerdem soll die Höhe von gesundheitlichen und gesundheitsökonomischen Excess-Outcomes wie Mortalität, Morbidität, Arbeitsunfähigkeit und Versorgungskosten bestimmt werden, die direkt bestimmten Wetterbedingungen zugerechnet werden können.
Link zum Förderer: FONAFörderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit: 2023-2028
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe III
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Hamburg City Health Study (HCHS)
Link zur Studie: HCHS
Förderer: Eigenmittel des UKE, Industriesponsoren
Laufzeit: 2016-2026
Zuständigkeit: Professur für Interdisziplinäre Versorgungsepidemiologie
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Stigmatisierung von ME/CFS und Post-COVID und ihre Auswirkungen auf Qualität und Kosten der Gesundheitsversorgung (StiMECO)
Die Ziele des Vorhabens sind die Erarbeitung eines umfassenden Verständnisses der Auswirkungen von Stigmatisierung auf die medizinische Versorgung von ME/CFS- (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom) und Post COVID-Erkrankten sowie die Identifizierung von möglichen Faktoren, die die Stigmatisierung verursachen. Für die Verbesserung der medizinischen Versorgung sollen Strategien zur Verringerung der Stigmatisierung abgeleitet werden. Hierzu sollen Literaturrecherchen und qualitative Interviews mit Betroffenen bzw. Angehörigen schwer Betroffener sowie Versorgenden im Gesundheitswesen durchgeführt und quantitative Erhebungen in diesen Personenkreisen sowie der Allgemeinbevölkerung erarbeitet werden. Anschließend sollen die gesundheitsökonomischen Auswirkungen von Stigmatisierung auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und auf die direkten und indirekten Kosten geschätzt werden. Ein Expertengremium wird unter Einbeziehung von Betroffenen Strategien für Maßnahmen zur Verringerung der Stigmatisierung ableiten.
Quelle: Stigmatisierung von ME/CFS und Post-COVID und ihre Auswirkungen auf Qualität und Kosten der Gesundheitsversorgung (StiMECO)Förderer: Bundesministerium für Gesundheit
Laufzeit: 2024-2027
Zuständigkeit: Arbeitsgruppe IV ; Professur für Interdisziplinäre Versorgungsepidemiologie
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Graduiertenkolleg
Abgeschlossene Forschungsprojekte
Eine Übersicht über abgeschlossene Forschungsprojekte finden Sie hier .