• Adresse Anfahrt
    Anschrift

    Institut für Psychotherapie
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Martinistraße 52
    Gebäude: W 26, Eingang B
    D-20246 Hamburg

  • Telefon
    Geschäftsstelle

    Sigrid Adomeit
    Tel.: +49 (0) 40 7410 - 56460
    Gebäude: W 26, Eingang B
    Raum 8
    Email: ifp-info@uke.de

  • Telefon
    Leitung der Ambulanz

    Dr. phil. Dipl.-Psych. Annegret Boll-Klatt
    Tel.: +49 (0) 40 7410 - 59712
    Gebäude: W 26, Eingang B
    Raum 9
    E-Mail: a.boll-klatt@uke.de

  • Telefon
    Sprechzeiten Geschäftsstelle

    Dienstag 11:00 – 12:00 Uhr
    Donnerstag 13:00 – 14:00 Uhr

Behandlungsangebot

Die Ambulanz des Instituts ist eine gem. § 117 SGB V ermächtigte Einrichtung, an der Patientinnen und Patienten mit psychischen oder psychisch mit bedingten Störungen und Erkrankungen untersucht und behandelt werden können.

Patientinnen und Patienten werden entweder von ihren behandelnden Ärzten an die Ambulanz überwiesen oder können sich direkt an die Ambulanz wenden. Es werden z.Zt. Behandlungen in zwei wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren angeboten:

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)

Gesprächspsychotherapie (GPT)

Die Behandlungskosten für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie werden von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Für die Gesprächspsychotherapie gilt dies in der Regel nicht, da diese Therapieform sozialrechtlich bisher nicht anerkannt wurde und somit nicht zu den kassenfinanzierten Verfahren zählt. Ab 2019 werden in der Ambulanz des IfP auch verhaltenstherapeutische Behandlungen angeboten.

Gerne kann außerhalb der Sprechzeiten die Anmeldung auch per Anrufbeantworter oder E-Mail erfolgen. Ein Terminvorschlag für ein Erstgespräch erfolgt dann zeitnah.

Das Institut für Psychotherapie (IfP) hat seinen Sitz auf dem Gelände des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) Martinistr. 52. Das IfP verfügt über eigene Behandlungsräume, in denen die meisten Therapien durchgeführt werden. Die Behandlungsräume befinden sich im Erdgeschoss des Gebäudes W 26, Eingang B (siehe Lageplan UKE ).

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP)

Laut Definition der Bundespsychotherapeutenkammer (BPTK) geht die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (abgekürzt: TP) davon aus, dass wir unser Leben nicht nur mittels unseres Willens gestalten, sondern dass alles, was wir fühlen, denken und entscheiden, auch von unbewussten psychischen Einflüssen abhängt. Zu diesen Faktoren, die wir nicht wahrnehmen und bewusst-absichtsvoll beeinflussen können, gehören insbesondere innere Konflikte, die das spätere Leben besonders bestimmen, wenn sie schon in den ersten Lebensjahren auftraten.

Schon ein Kind etwa erlebt den normalen menschlichen Konflikt zwischen dem Wunsch, einerseits unabhängig und selbstständig und anderseits geborgen und aufgehoben zu sein. Manchmal kann ein Kind einen solchen Konflikt nicht lösen, weil es befürchtet, zum Beispiel Mutter oder Vater zu verlieren. Dann wird der unerträgliche Konflikt verdrängt und ins Unbewusste verschoben, um sich vor ihm zu schützen. Von dort beeinflusst er aber weiterhin unser Fühlen und Denken und vor allem unsere Beziehungen zu anderen Menschen. In einer späteren Lebensphase, wenn wir zum Beispiel eine schmerzliche Trennung erleben, können diese früheren unbewussten Konflikte unser Fühlen und Verhalten erneut stark belasten und uns sogar psychisch krank machen.

Eine weitere Ursache für psychische Erkrankungen sieht die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zum Beispiel in schwerer Vernachlässigung, Gewalterfahrungen oder emotionaler Kälte während der ersten Lebensjahre. Unter solchen ungünstigen Lebensbedingungen entwickeln Menschen nicht oder nur eingeschränkt die Fähigkeit, sich ein Bild von sich selbst und von anderen Menschen mit allen positiven und negativen Eigenschaften zu machen, stabile Beziehungen zu leben und das eigene Verhalten zu steuern und sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Diese Defizite im Umgang mit sich selbst und anderen werden auch als strukturelle Beeinträchtigungen bezeichnet.

Unbewusste Konflikte und/oder strukturelle Beeinträchtigungen bestimmen auch die Beziehung zur Psychotherapeutin beziehungsweise zum Psychotherapeuten. Tiefenpsychologisch arbeitende Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten helfen ihren Patienten, die unbewussten Faktoren ihrer psychischen Beschwerden herauszufinden. Die Behandler unterstützen ihre Patienten darin, ihre Konflikte besser zu lösen. Gleichwohl helfen sie ihren Patientinnen und Patienten, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit sich selbst und anderen zu verbessern, um ihnen auf diese Weise eine gesündere und weniger belastende Lebensgestaltung zu ermöglichen. Offenheit und die Entwicklung von Vertrauen des Patienten in seinen Therapeuten sind für den Erfolg der Behandlung unverzichtbar.

In der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sitzen sich Patient und Therapeut gegenüber. Die Behandlung findet in Einzelgesprächen - in der Regel ein- bis zweimal pro Woche - statt. Eine Therapie kann zwischen drei Monaten und zwei Jahren dauern.

(Definition entnommen der Bundespsychotherapeutenkammer: http://www.bptk.de/ )

Gesprächspsychotherapie (GPT)

Laut Definition der Bundespsychotherapeutenkammer (BPTK) geht die Gesprächspsychotherapie (abgekürzt: GPT), auch „Personzentrierte“ oder „Klientenzentrierte Psychotherapie“ genannt, davon aus, dass es für die gesunde Entwicklung einer Person wesentlich ist, dass das Grundbedürfnis nach positiver, bedingungsfreier Wertschätzung, insbesondere durch die eigenen Eltern, erfüllt wird.

Negative Erlebnisse und ungünstige Entwicklungsbedingungen in der Kindheit können dazu führen, dass die Person ein negatives Bild von sich selbst entwickelt. Die Fähigkeiten der Person, konstruktive Erfahrungen zu machen und sich selbst zunehmend besser zu verstehen und sich weiterzuentwickeln, können dadurch eingeschränkt werden. Hinzu kommen belastende Lebensbedingungen und mögliche Probleme in der Partnerschaft oder im Berufsleben. Aus Sicht der Gesprächspsychotherapie entwickeln sich psychische Probleme dann, wenn sich ein Mensch, meist unbewusst, verbietet, Erfahrungen und Gefühle anzunehmen, die im Widerspruch zu seinem Selbstbild stehen.

Die Gesprächspsychotherapie geht davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, sich positiv zu entwickeln und zu entfalten. Er ist deshalb auch bei einer psychischen Erkrankung selbst am besten in der Lage, seine persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für seine Probleme zu erarbeiten. In der Gesprächspsychotherapie gilt der Patient als „Experte seiner selbst“. Deshalb steht die Selbsterforschung im Mittelpunkt der Therapie.

Nach Auffassung dieser Therapierichtung wird der natürliche Entwicklungs- und Heilungsprozess insbesondere dadurch unterstützt, dass sich die Psychotherapeutin beziehungsweise der Psychotherapeut empathisch in den Patienten einfühlt, möglichst ohne ihn zu bewerten, und dem Patienten Rückmeldungen gibt.

Die Psychotherapeuten nehmen den Patienten als Person bedingungslos an. Das bedeutet, dass sie konsequent „Ja“ zur Person des Patienten, zu dessen Wesen sagen, ohne dabei jeder Verhaltensweise zuzustimmen. Dabei begegnen sich Psychotherapeut und Patient auf Augenhöhe und der Psychotherapeut tritt dem Patienten offen und ehrlich gegenüber. So schaffen sie ein entwicklungsförderndes Klima, das dem Patienten dabei hilft, gesund zu werden. Diese Erfahrungen und während der Therapie neu erworbene Fertigkeiten helfen dem Patienten, auch bei künftigen Problemen kreative Lösungen zu finden. Weiterentwicklungen der Gesprächspsychotherapie betonen in der Behandlung insbesondere die emotionalen Erfahrungen des Patienten und fokussieren auf die Veränderung von Gefühlen und Gedanken.

Bei einer Gesprächspsychotherapie sitzen sich Patient und Psychotherapeut gegenüber. Die Behandlung dauert in der Regel ein halbes bis ein Jahr mit einer Therapiesitzung in der Woche.

(Definition entnommen der Bundespsychotherapeutenkammer: http://www.bptk.de/ )

Sonderregelungen für die Gesprächspsychotherapie

Patientinnen und Patienten, die eine selbstfinanzierte gesprächspsychotherapeutische Behandlung wünschen, erhalten nähere Informationen in den oben angegebenen telefonischen Sprechzeiten der Ambulanz.

Therapiebeginn innerhalb von zwei Wochen: Ein weiteres Angebot gibt es für Patientinnen und Patienten, die keinen kassenzugelassenen Psychotherapeuten gefunden haben, der einen Behandlungsbeginn in absehbarer Zeit in Aussicht stellen konnte. In diesem Fall können Patienten bei ihrer Kasse die Erstattung der Behandlungskosten beantragen.

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