Aktuelles aus dem IGEM

Mahnwache auf dem Joseph-Carlebach-Platz
Anschließend "Grindel leuchtet" - Gedenken an den Stolpersteinen

Mahnwache anlässlich des 84. Jahrestags der Reichsprogromnacht

Am 9.11. findet von 15.30 bis 17 Uhr eine Mahnwache auf dem Joseph-Carlebach-Platz (Grindelhof) statt.

An diesem Ort wurden im faschistischen Deutschland am 9. November 1938 die Bornplatz-Synagoge angezündet.

Es sprechen:

  • Prof. Dr. Ursula Büttner (Historikerin)
  • Dr. Regula Venske (Autorin)
  • PD Dr. phil. Rebecca Schwoch (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, UKE)
  • Sophie Lierschof (Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V.)
  • Prof. Dr. Hauke Heekeren (Universität Hamburg)
  • Galina Jarkova (Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg)
Moderation: Traute Springer-Yakar (VVN-BdA Hamburg)

Veranstalter:

  • Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA Hamburg)
  • Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg
  • Universität Hamburg

Link zum Flyer

Bibliothek wieder regulär geöffnet

Öffnungszeiten:

  • Montag 10-14 Uhr
  • Freitag 10-14 Uhr

Vorherig Anmeldung ist erwünscht. In der Bibliothek besteht weiterhin die Pflicht zum Tragen einer FFP-2-Maske.

Für spezielle Anfragen wenden Sie sich bitte an Hn. Thomas Schertler:
Telefon: +49 (0) 40 7410 - 53141
Telefax: +49 (0) 40 7410 - 52462
E-Mail: t.schertler@uke.de

Aktuelle Publikationen aus dem Institut

Osten - Pockengift
Osten - Pockengift
 Osten - Ethik des Impfens
Osten - Ethik des Impfens
Rogge/Woellert - Besuchsregelungen
Rogge/Woellert - Besuchsregelungen
Eßler - Elektrotherapie im 20. Jh.
Eßler - Elektrotherapie im 20. Jh.
Woellert - Praxisfeld Klinische Ethik
Woellert - Praxisfeld Klinische Ethik

Philipp Osten: Ethik des Impfens. Impfentscheidungen, ethische Konflikte und historische Hintergründe. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.): APuZ 24/25 (2021), S. 12-19. Online unter https://www.bpb.de/apuz/medizin-und-ethik-in-der-pandemie-2021

Philipp Osten: Pockengift. Geschichten aus der Berliner Impfbibliothek. In: Nassehi, Armin; Felixberger, Peter (Hg.): Impfstoffe. Kursbuch 206 (2021), S. 20-46. Online für 99 Cent unter www.heymann-buecher.de/shop/article/45049132/philipp_osten_pockengift

Katharina Woellert: Praxisfeld Klinische Ethik. Theorie, Konzepte, Umsetzung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Herausgegeben von B. Göke, J. Prölß, P. Osten, Berlin 2021. Leseprobe unter https://www.mwv-berlin.de/produkte/!/title/praxisfeld-klinische-ethik/id/767

Rogge A, Naeve-Nydahl M, Nydahl P, Rave F, Knochel K, Woellert K, Schmalz C (2021): Ethische Entscheidungsempfehlungen zu Besuchsregelungen im Krankenhaus während der COVID-19-Pandemie. In: Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin. Online unter doi:10.1007/s00063-021-00805-4

Henrik Eßler: Auf der Frequenz der Zeit: Elektrotherapie als medizinische Selbsttechnik im 20. Jahrhundert. In: Virus - Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin. 19 (2021), 1, S. 155-180. Online unter https://doi.org/10.1553/virus19s155

Henrik Eßler: Die Präsenz des Abwesenden. Lepra im plastischen Modell. In: Sara Doll, Navena Widulin (Hrsg.): Spiegel der Wirklichkeit. Heidelberg 2019: Springer, 131-148. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-662-58693-8_10

Veranstaltungen des IGEM

Lern- und Gedenkort Alsterdorf
Lern- und Gedenkort Alsterdorf
Das Bild zeigt die Versetzung des Altarbildes am 26.5.2021.

Tagung des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation

Die Tagung findet am 10.-12. Juni 2022 in der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf statt.

Das Programm zur Tagung finden Sie hier.

Anmelden können Sie sich bis zum 1. Juni formlos per Mail - geben Sie bitte dabei auch Ihre Wunsch-AG an!

Die Tagungsgebühr beträgt 45€ (regulär) / 25€ (Studierende) und sollte im Vorfeld überwiesen werden.

Eine Liste mit kostengünstigen Hotels in der Nähe der Tagungsorte finden Sie hier.


Interdisziplinäres Ethikseminar Wintersemester 2019/2020
Details

Aktuelles im Medizinhistorischen Museum

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das Museum ist Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 18 Uhr für Sie geöffnet.

Nach wie vor steht die Sicherheit der Besucher:innen und Mitarbeiter:innen unseres Museums für uns an oberster Stelle. Das Medizinhistorische Museum wird deshalb das Tragen von FFP2-Masken weiterhin in den Innenräumen beibehalten. Wir danken für Ihr Verständnis!

Besucher:innen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben, werden gebeten, eine FFP2-Maske zu tragen. Besucher:innen, die das sechste Lebensjahr vollendet und das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden gebeten, eine medizinische Maske zu tragen.

HINWEIS: Im Museum ist derzeit nur Bargeldzahlung möglich!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Team des Medizinhistorischen Museums

Themenheft der Bundeszentrale für politische Bildung
Jetzt neu:
Materialien für den Unterricht

Aus Seuchen lernen? Themenblätter für die Schule

Die größten Krisen in der Geschichte sind neben Kriegen stets Seuchen gewesen. Sie sind dabei nicht "nur" ein Stresstest für das Gesundheitssystem einer Gesellschaft, sie bringen auch Ungleichheit und gesellschaftliche Schieflagen zum Vorschein. Die Ungewissheit über Herkunft und Verbreitungswege bringt außerdem oft die Stigmatisierung bestimmter sozialer Gruppen mit sich, die als Sündenböcke gebrandmarkt werden.

Die neuen Themenblätter "Aus Seuchen lernen" der Bundeszentrale für politische Bildung bieten ab sofort Lehrkräften und Schüler/innen die Möglichkeit, das Thema im Unterricht zu behandeln. Die Autoren Philipp Osten und Malte Thießen geben eine ausführliche Einführung ins Thema sowie methodische Hinweise zum Einsatz der Arbeitsblätter im Unterricht. Die gedruckte Ausgabe enthält zusätzlich den Spicker "Alles eine Verschwörung?" zum Heraustrennen.

Weitere Infos, Bestellmöglichkeiten und die Broschüre als pdf finden Sie hier!

Masken mit Klammern an einer Wäscheleine befestigt
Neuerscheinung:
Seuchengeschichte in Objekten

Corona Journal

Die Corona-Epidemie bestimmt derzeit das öffentliche Leben. Infektionskrankheiten und ihre Bekämpfung brachten auch in vergangenen Zeiten gravierende Einschnitte für die Menschen mit sich. In unserem "Corona Journal" stellen wir Ihnen regelmäßig Objekte und Inhalte unserer Sammlung und Ausstellung vor.
Anhand ausgewählter Exponate erzählen wir die Geschichte der großen Seuchen, die unsere Stadt seit dem 18. Jahrhundert heimsuchten.

Mehr...

Die kompletten Beiträge des Corona Journals als Begleitheft finden Sie hier...

Rahel Plaut mit einem Patienten an einem Gerät
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Rahel Plaut
Erste habilitierte Ärztin in Hamburg

Neue Ausstellung "Ärztin werden"

Vor genau 100 Jahren begannen in Hamburg die ersten Medizinstudierenden mit ihrer Ausbildung. Anlässlich des Universitätsjubiläums widmet sich ein neuer Teil der Dauerausstellung der Geschichte der medizinischen Lehre. Sie beleuchtet die Wechselwirkungen von Medizin, Gesellschaft und Politik von der umstrittenen Gründung einer medizinischen Fakultät in Hamburg, der umkämpften Zulassung von Frauen zum Medizinstudium, über die Komplizenschaft universitärer Institute mit der nationalsozialistischen Diktatur bis hin zu den Forderungen der 68er-Bewegung nach einem neuen Ärztinnen/Ärzte-Bild. Der weiße Arztkittel, ein zentrales Exponat, steht dabei stellvertretend für den Status und das Ansehen, welches dem Arztberuf bis heute zuteil wird.

Weitere Infos hier

Dorothea Buck: Der Schmerz 1938/2017
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Dorothea Buck: Der Schmerz 1938/2017

Medizinverbrechen im Nationalsozialismus

Der Lern- und Gedenkort Medizinverbrechen im Nationalsozialismus ist Teil der Dauerausstellung des Museums. Er erinnert an die Hamburger Opfer der NS-Euthanasie, der Zwangssterilisationen und der Humanexperimente im Nationalsozialismus und thematisiert die Verantwortung der Wissenschaften für die Herleitung eines an Eugenik, Rassenideologie und Produktivität orientierten Menschenbilds.

Untersuchung von Auswanderern
Untersuchung von Auswanderern

Fortschritt und Erfassung

Ab dem 22.11.2017 eröffnet ein weiterer neuer Raum mit dem Titel „Fortschritt und Erfassung“, der die ambivalente Geschichte der öffentlichen Gesundheit in den Jahren 1890 bis 1930 vorstellt. Vor über 125 Jahren forderte in Hamburg Europas letzte große Cholera-Epidemie über 8 600 Tote. Die Hafenstadt wurde zum Symbol der verkommenen, ungesunden Großstadt – ohne adäquate Wasserversorgung und mit Slums, in denen Tuberkulose grassierte. In den 1920er Jahren aber entwickelte sich das Schlusslicht urbaner Sanierung zu einer Vorzeigemetropole. Lebensbedrohliche Krankheiten verschwanden durch Prävention, die Säuglingssterblichkeit wurde halbiert. Der Aufbau einer effektiven kommunalen Gesundheitsfürsorge war einer der größten Erfolge der jungen Weimarer Demokratie – sie führte dennoch in eine Katastrophe. Erfassung und Kontrolle verwandelten den Sieg über die Krankheiten in einen Krieg gegen Kranke.