Aktuelle Veranstaltungen des IGEM


Interdisziplinäres Ethikseminar Sommersemester 2019
Details

Aktuelles im Medizinhistorischen Museum

Ausstellungseröffnung am 25.4.2019

Spurensuche – Erste Ärztinnen in Hamburg und am UKE.Ausstellung zur Geschichte der Arbeits- und Lebenswelt der Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 1889-2019

Die Ausstellung „Spurensuche – Erste Ärztinnen in Hamburg und am UKE“ wurde 2014 anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des Universitätsklinikums von Prof. Dr. Eva Brinkschulte konzipiert und im Medizinhistorischen Museum Hamburg gezeigt. Ab 25. April 2019 wird die Ausstellung nun dauerhaft im 3. Stock des Campus Lehre (N 55) gezeigt, erweitert um Beiträge zu den ersten Hamburger Medizinstudentinnen. Auch die Zahlen für den Anteil von Frauen im Wissenschaftsbetrieb als Promovendinnen, Habilitierte und Professorinnen wurden aktualisiert.

Die Ausstellung wird am 25. April eröffnet. Um 16.15 Uhr findet im Medizinhistorischen Museum (Gebäude N30b) eine Einführung von Prof. Dr. Eva Brinkschulte statt.

Unterstützt wurde das Projekt durch das Medizinhistorische Museum Hamburg, den Freundes- und Förderkreis des UKEs, das Gleichstellungsreferat und das Dekanat der Medizinischen Fakultät des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf.

Konzept und Ausstellungsgestaltung: Prof. Dr. Eva Brinkschulte Alexa Seewald, Diplom-Designerin, unter Mitarbeit von Anna Schäfer und Elke Mätschke

09.05.2019

Erste Ärztinnen. Lesung aus autobiografischen Texten

Als Frauen Ende des 19. Jahrhunderts im Deutschen Reich erstmals als Gasthörerinnen zum Medizinstudium zugelassen wurden, entbrannten heftige Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern.

N30 Fritz Schumacher-Haus - Etage EG

Lupe zum Vergrößern des Bildes
Ärzte bei der Visite vor dem Pavillon 6 der Kinderklinik

Ärztin/Arzt werden

Veranstaltungsreihe zur Neueröffnung des Ausstellungsraumes „Geschichte der medizinischen Lehre und Ausbildung“ im Medizinhistorischen Museum Hamburg

11.04.2019 – 04.07.2019, jeweils 18.30 Uhr–20 Uhr, Medizinhistorisches Museum Hamburg, Gebäude N30b (Fritz-Schumacher-Haus), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistraße 52 (Seiteneingang Frickestr.), 20246 Hamburg

Vor genau 100 Jahren begannen in Hamburg die ersten Medizinstudierenden mit ihrer Ausbildung. Anlässlich des Universitätsjubiläums widmet sich ein neuer Ausstellungsraum im Medizinhistorischen Museum Hamburg unter dem Titel "Ärztin/Arzt werden" der Geschichte der medizinischen Lehre. Er beleuchtet die Wechselwirkungen von Medizin, Gesellschaft und Politik von der umstrittenen Gründung einer medizinischen Fakultät in Hamburg, der umkämpften Zulassung von Frauen zum Medizinstudium, über die Komplizenschaft universitärer Institute mit der nationalsozialistischen Diktatur bis hin zu den Forderungen der 68er-Bewegung nach einem neuen Ärztinnen/Ärzte-Bild. Der weiße Arztkittel, ein zentrales Exponat, steht dabei stellvertretend für den Status und das Ansehen, welches dem Arztberuf bis heute zuteil wird. Zugleich fordert er zu einer kritisch-reflektierten Auseinandersetzung mit der ärztlichen Identität im Wandel der Zeit auf. Die Veranstaltungsreihe lädt mit einem Vortrag, einer Lesung, einer Buchpräsentation und einer Gesprächsrunde zur gemeinsamen Diskussion.

Informationen zum Programm und den Vortragenden finden Sie hier...

Dorothea Buck: Der Schmerz 1938/2017
Lupe zum Vergrößern des Bildes
Dorothea Buck: Der Schmerz 1938/2017

Medizinverbrechen im Nationalsozialismus

Der Lern- und Gedenkort Medizinverbrechen im Nationalsozialismus ist Teil der Dauerausstellung des Museums. Er erinnert an die Hamburger Opfer der NS-Euthanasie, der Zwangssterilisationen und der Humanexperimente im Nationalsozialismus und thematisiert die Verantwortung der Wissenschaften für die Herleitung eines an Eugenik, Rassenideologie und Produktivität orientierten Menschenbilds.

Untersuchung von Auswanderern
Untersuchung von Auswanderern

Fortschritt und Erfassung

Ab dem 22.11.2017 eröffnet ein weiterer neuer Raum mit dem Titel „Fortschritt und Erfassung“, der die ambivalente Geschichte der öffentlichen Gesundheit in den Jahren 1890 bis 1930 vorstellt. Vor über 125 Jahren forderte in Hamburg Europas letzte große Cholera-Epidemie über 8 600 Tote. Die Hafenstadt wurde zum Symbol der verkommenen, ungesunden Großstadt – ohne adäquate Wasserversorgung und mit Slums, in denen Tuberkulose grassierte. In den 1920er Jahren aber entwickelte sich das Schlusslicht urbaner Sanierung zu einer Vorzeigemetropole. Lebensbedrohliche Krankheiten verschwanden durch Prävention, die Säuglingssterblichkeit wurde halbiert. Der Aufbau einer effektiven kommunalen Gesundheitsfürsorge war einer der größten Erfolge der jungen Weimarer Demokratie – sie führte dennoch in eine Katastrophe. Erfassung und Kontrolle verwandelten den Sieg über die Krankheiten in einen Krieg gegen Kranke.