Gesundheits- und Krankenpflegedienst und Erziehungsdienst

Überblick

  • Wir legen Wert auf flache Hierarchien und fördern die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter.
  • Wir arbeiten in interdisziplinären Teams, die gemeinsam mit den PatientInnen die Therapie festlegen und begleiten.
  • Die Sicherheit der Patienten sowie der Mitarbeiter liegt uns am Herzen. Daher verfolgen wir im Umgang miteinander einen deeskalierenden Ansatz und hat die Qualitätssicherung unserer Arbeit höchste Priorität.
  • Wir orientieren uns an dem Konzernleitbild und dem gemeinsam entwickelten Pflegeverständnis in der Psychiatrie.
  • Psychiatrische Pflege bedeutet für uns die Gestaltung der Beziehung zu den PatientInnen, die auf Vertrauen und Verbindlichkeit basiert sowie die professionelle Nähe und Distanz wahrt.
  • Unsere Grundlage bilden die individuelle Bezugsarbeit und die kompetenzfördernden Gruppenangebote.
  • Wir legen Wert auf Weiterentwicklung der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der interdisziplinären Teams

Pflegeverständnis

Mitarbeiter
Unser Leitungsteam
Bezugspflege auf höchstem Niveau

Im Zentrum unseres pflegerischen Handelns stehen die zu uns kommenden PatientInnen und die Verantwortung für die Qualität und Weiterentwicklung der psychiatrischen Pflege. Dabei beziehen wir uns einerseits auf die positiven Entwicklungen in der Psychiatrie innerhalb der letzten Jahrzehnte, andererseits auf psychosozial- und pflegewissenschaftliche Erkenntnisse.

Die praktische Grundlage unseres Handelns ist das Pflegemodell "Psychiatrie-Pflege-Perspektive":

Die "Aktivitäten des tägliches Lebens" bilden den Orientierungsrahmen für unser pflegerisches Handeln. Sie eignen sich, bedürfnisorientiert auf die individuelle Situation der Patientinnen und Patienten einzugehen und ein möglichst umfassendes Bild von ihren Gewohnheiten, Ressourcen und Problemen zu erhalten.

Wir betrachten Pflege als Beziehung. Menschen mit psychischen Problemen leiden häufig unter Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten. Durch Annahme und Wertschätzung wollen wir ein Klima der Offenheit bereiten, in dem es den Patientinnen und Patienten möglich werden soll, ihr Selbst- und Fremdvertrauen wiederzufinden bzw. zu stärken, um Kontakt und Beziehungen zu sich und anderen aufnehmen zu können. Unterstützt durch die Bezugsarbeit soll diese Fähigkeit stabilisiert werden, um eine soziale Integration zu erleichtern.

Weiterhin betrachten wir Pflege als Erhaltung und Förderung der Unabhängigkeit. Menschen mit psychischen Problemen verlieren nicht selten in der Gestaltung des Lebens ihre Autonomie. Deshalb wollen wir den Patientinnen und Patienten ermöglichen, ihre Selbständigkeit und Selbstverantwortlichkeit im Alltag wiederzuerlangen bzw. zu halten und zu stärken. Daher sind das Üben oder auch Neu-Entdecken und Lernen "verlorengegangener" alltäglicher Verrichtungen von der Selbstpflege über Haushalts­tätigkeiten bis hin zur Freizeitgestaltung als Schwerpunkte der psychiatrischen Pflege zu betrachten. Dabei ermöglichen wir neben der individuellen auch Gruppenbetreuung sowie die Einbeziehung des sozialen Umfeldes.

Bezugspflege

Wir gehen davon aus, dass ganzheitliche Pflege am besten in Form der Bezugspflege durchgeführt werden kann. Sie ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. In diesem Sinne erhalten alle Patientinnen und Patienten zu Beginn der Behandlung eine feste und verbindliche Bezugsperson, die sie bis zur Entlassung und in einigen Fällen auch darüber hinaus begleitet.

Während des gesamten Aufenthaltes sorgt die Bezugsperson für eine zielgerichtete, der individuellen Situation angepasste und interdisziplinär abgesprochene Pflege. Bei einer erneuten Aufnahme, übernimmt sie wenn möglich und wenn therapeutisch-pflegerisch sinnvoll erneut die Rolle Bezugsperson.

Weiterbildung

Unsere berufliche Kompetenz besteht aus psychosozialen, pflegerischen und organisatorischen Fähig- und Fertigkeiten, die nicht ein- für allemal erworben werden, vielmehr in einem anhaltenden Prozess des Hinterfragens und Lernens fortgeschrieben werden müssen. Durch die Teilnahme an mono- und interdisziplinären Arbeitsbespre­chungen, Supervisionen, Fort- und Weiterbildungen wollen wir diese Entwicklung in Bewegung halten.

Verantwortlich für den Inhalt
Autoren: Prof. Dr. Martin Lambert
Erstellung: 28.01.2017
Letzte Änderung: 28.01.2017