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    Institut für Psychotherapie
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
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    Dr. phil. Dipl.-Psych. Annegret Boll-Klatt
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Verhaltenstherapie

Unter dem Begriff Verhaltenstherapie werden eine Reihe von Ansätzen, Interventionen und Methoden subsummiert, die sich seit den Anfängen dieser Therapierichtung in den fünfziger Jahren herausgebildet und entwickelt haben. Als gemeinsamer Nenner dieser Ansätze und therapeutischen Methoden ist die Hilfe zur Selbsthilfe durch Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verstehen, die eine funktionale Selbstorganisation ermöglichen.

Was ist Verhaltenstherapie?

Ihre Ursprünge hat die Verhaltenstherapie in der empirisch-wissenschaftlichen Psychologie. In ihren Anfängen war die Verhaltenstherapie eine Anwendung von Lerntheorien auf menschliches Problemverhalten und vor allem auf die Veränderung offen beobachtbaren Verhaltens fokussiert. Im Rahmen der „kognitiven Wende“ in den siebziger Jahren rückte die Bedeutung kognitiver Prozesse in der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen immer mehr in den Vordergrund. Mit dem Blick in die „black box“ wurde die Bedeutung von Gedanken und Überzeugungen betont. Auch der Beginn einer stärker störungsspezifischen Betrachtungs- und Vorgehensweise fällt in diese Zeit. Inzwischen hat sich die Verhaltenstherapie in vielen unterschiedlichen Bereichen kontinuierlich weiterentwickelt. Einzelne therapeutische Ansätze haben sich herausgebildet und wurden ausgearbeitet, wie z.B. die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT), das Metakognitive Training, die Schematherapie sowie die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT). Die Bedeutung der therapeutischen Beziehung, der Umgang mit Emotionen, die Förderung von Achtsamkeit und Akzeptanz sind nur einige der vielfältigen Aspekte des dynamischen Veränderungsprozesses, der seit Jahrzenten in der Verhaltenstherapie zu beobachten ist (siehe Abbildung 1).

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Abb. 1: Entwicklung der Verhaltenstherapie

Von Beginn an orientierte sich die Verhaltenstherapie an empirisch gewonnen Erkenntnissen und positionierte sich wissenschaftstheoretisch eher im Sinne einer Naturwissenschaft. Ihre Wirksamkeit wurde und wird mit vor allem mit quantitativen Methoden fortlaufend evaluiert, so dass es mittlerweile eine Vielzahl an Belegen für ihre Effektivität und Effizienz gibt, die auch in Form von Ergebnissen aus großen Meta-Analysen vorliegen.

Inzwischen hat die Verhaltenstherapie in vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung Eingang gefunden, ist Bestandteil der S3-Leitlinien für die Behandlung einer Vielzahl psychischer Störungen (siehe Abbildung 2). Über die ambulante und stationäre Psychotherapie hinaus haben verhaltenstheoretische Ansätze unter anderem in der Prävention und Gesundheitsförderung, in der Rehabilitation sowie in der psychosozialen Beratung eine große Bedeutung.

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Abb. 2: Evidenz der Verhaltenstherapie

Trotz der Diversität der Ansätze und Methoden, die sich unter dem „Dach der Verhaltenstherapie“ wiederfinden, ist allen gemein, dass das Ziel eine Hilfe zu Selbsthilfe ist und dass die eigenständige Lebensführung sowie eine verbesserte Lebensqualität der Patienten im Fokus stehen.

Ausbildungsbeginn Verhaltenstherapie

Am Institut für Psychotherapie (IfP) der Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) werden voraussichtlich ab April 2018 (vorbehaltlich der Anerkennung durch das Landesprüfungsamt) sowohl die Ausbildung zur/m Psychologischen Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeuten mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie (VT) als auch die Facharztweiterbildungen Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Psychiatrie in Ergänzung zu dem bereits erfolgreich am UKE laufenden Tiefenpsychologisch fundierten (TP) Ausbildungen angeboten.

Bewerbungsfristen

Es sind noch Restplätze vorhanden, bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen kurzfristig ein!

Hinweis: Der VT-Lehrgang des IfP befindet sich derzeit im Akkreditierungsprozess durch die Behörde für Gesundheit und Soziales der Freien und Hansestadt Hamburg.

(Änderungen sind vorbehalten.)