Hilfe bei Orgasmus- und Ejakulationsstörungen

Man(n) spricht nicht gerne über dieses Thema – dabei ist jeder Vierte davon betroffen! Die Rede ist von Störungen rund um den Orgasmus sowie den Samenerguss (Ejakulation).

Wie sehr ein Betroffener unter einer solchen Störung leidet, hängt oft von der jeweiligen Lebenssituation ab. Für jemanden, der einen Kinderwunsch verfolgt, hat zum Beispiel ein ausbleibender Samenerguss eine andere Bedeutung als für einen Mann, dessen Familienplanung abgeschlossen ist. Macht sich eine Ejakulationsstörung in Form von Schmerzen bemerkbar, kann dies auf Dauer die Lust bremsen, was wiederum negative Auswirkungen auf eine Partnerschaft und/oder allgemein die Psyche haben kann.

Doch selbst, wenn es Männern gelingt, sich mit einer bestimmten Störung zu arrangieren: Tritt diese Störung regelmäßig auf, sollte ein Arzt oder eine Ärztin kontaktiert werden. Zum einen gibt es in der Medizin heute viele Therapie-Möglichkeiten, die erfolgversprechend sind. Zum anderen ist es immer ratsam, der genauen Ursache einer Störung auf den Grund zu gehen, um eine andere, möglicherweise schwerwiegendere Erkrankung ausschließen oder zumindest frühzeitig erkennen zu können.

Maßgeschneiderte Therapie

Im Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin wird es beim Thema Orgasmus- und Ejakulationsstörungen immer zunächst um die individuelle Situation des Betroffenen gehen. Welche Symptome treten auf? Wie groß ist die Belastung, die von diesen Symptomen ausgeht? Welche, möglicherweise auch psychischen Ursachen kommen infrage?

Als einer der führenden Ärzte im Bereich Männergesundheit hat Professor Dr. Frank Sommer bereits viele solcher Gespräche geführt. Ebenso hat er große Erfahrung darin, anschließend – gemeinsam mit dem Patienten – eine maßgeschneiderte Therapie festzulegen. Oft kann bereits mit Medikamenten eine deutliche Verbesserung der Situation erreicht werden. Ebenso lässt sich mit einem gezielten körperlichen Trainingsprogramm einiges erreichen. In anderen Fällen kann der Einsatz von Hilfsmitteln ratsam sein, und manchmal muss an der Psyche des Betroffenen angesetzt werden.

Ejakulation: Das sind die 12 häufigsten Störungen

Rund um den Samenerguss können verschiedene Probleme auftreten. Sie unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Ursache. Ebenso kann die jeweilige Ausprägung variieren zwischen stark und weniger stark.

Hier ein Überblick der zwölf häufigsten Ejakulationsstörungen.

  • Umgangssprachlich wird diese Störung mit den Worten „zu früh kommen“ beschrieben. Beim Mann erfolgt die Ejakulation also schneller als es eigentlich gewünscht ist. Das kann insofern zu einer Belastung werden, weil dadurch auch oft das gesamte Liebesspiel eher beendet wird. Möglich, dass somit vor allem beim Sexpartner keine Befriedigung erreicht wird.

    Zu einem vorzeitigen Samenerguss kommt es zwar vor allem bei jungen Männern, die sexuell noch etwas unerfahren und deshalb leicht erregbar sind. Aber auch im fortgeschrittenen Alter kann diese Störung auftreten. Allerdings wissen viele Männer gar nicht, dass sich aktiv etwas dagegen unternehmen lässt.

    Wer dauerhaft von Ejaculatio praecox betroffen ist, sollte dies untersuchen lassen. Denn bei der Ursache kann es sich auch um eine entzündete Prostata, eine Erkrankung der Schilddrüse oder um den Vorboten einer erektilen Dysfunktion handeln.

    Schätzungen gehen davon aus, dass in Westeuropa etwa jeder dritte Mann im Laufe seines Lebens Probleme mit einem vorzeitigen Samenerguss hat.

    Mehr zum Thema Vorzeitiger Samenerguss

  • Das Gegenteil vom Ejaculatio Praecox wird Ejaculatio Retarda genannt: Hier „kommt“ der Mann zu spät zum Samenerguss. Unter „zu spät“ ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass es bis zur Ejakulation länger dauert als es der Mann und/oder der Sexpartner eigentlich wünscht.

    Nicht zu verwechseln ist eine solche verzögerte Ejakulation mit einer besonders langen Standfestigkeit, die von vielen Betroffenen ja vielleicht sogar als positiv empfunden würde. Bei einer Ejaculatio Retarda kann der Samenerguss, der auf sich warten lässt, sehr wohl zur psychischen Qual werden. Nicht selten beenden Männer sogar den Geschlechtsverkehr und masturbieren, um zumindest noch auf diese Weise ejakulieren und sich „entleeren“ zu können.

    Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine verzögerte Ejakulation bei weitem nicht so verbreitet ist wie ein vorzeitiger Samenerguss. Der Anteil der davon betroffenen Männer wird auf ein bis vier Prozent geschätzt. Grundsätzlich zu unterscheiden ist zwischen einer primären und einer sekundären Störung, was den Zeitpunkt der Ejakulation betrifft. Bei der Primären liegt die Störung von Anfang an im (sexuellen) Leben eines Mannes vor, bei der Sekundären war zunächst eine reguläre Ejakulation vorhanden, und die Störung ist dann erst später aufgetreten.

    Mehr zum Thema verzögerter Samenerguss.

  • Es gibt Männer, die „kommen“ zu früh oder zu spät – oder auch gar nicht. In diesem Fall wird von einer Anejakulation gesprochen: Die Ejakulation bleibt aus, obwohl sich sehr wohl das Gefühl eines Orgasmus einstellen kann.

    Wenn dieser Zustand dauerhaft anhält, ist dies eine totale Anejakulation. Hingegen kann der Mann bei einer situativen Anejakulation zumindest unter bestimmten Umständen beziehungsweise durch spezielle Formen der Stimulation ejakulieren.

    Die möglichen Ursachen einer Anejakulation sind vielfältig. Oft wurden zuvor wichtige Nervenbahnen geschädigt: etwa bei einer Operation im Beckenbereich oder auch durch eine Nerven- oder Stoffwechselerkrankung. Psychische Ursachen sind bei dieser Samenerguss-Störung eher selten, aber dennoch denkbar.

    Mehr zum Thema ausbleibende Ejakulation.

  • Auf den ersten Blick scheint hier alles in Ordnung zu sein: Der Samenerguss erfolgt zum gewünschten Zeitpunkt. Doch der betroffene Mann verspürt während der Ejakulation (und auch noch bis zu fünf Minuten danach) Schmerzen. Oft wird dieses Problem aus Scham verschwiegen, doch genau hierin liegt ein Grundproblem: Die immer wieder auftretenden Schmerzen können sich auf die Dauer negativ auf die Lust auswirken. Wichtig ist deshalb vor allem eine Offenheit dem jeweiligen Sexpartner gegenüber.

    Von einem schmerzhaften Samenerguss sind zwar Untersuchungen zufolge nur wenige Prozent aller Männer betroffen. Die Dunkelziffer könnte allerdings deutlich höher liegen.

    Ausgelöst werden können die Schmerzen sowohl durch Medikamente (vor allem Antidepressiva) als auch durch Infektionen im Bereich der Prostata und des Penis. Umso wichtiger ist es, der wahren Ursache auf den Grund zu gehen.

    Mehr zum Thema schmerzhafte Ejakulation

  • Anders als bei der Anejakulation kommt es bei der Anorgasmie nicht nur zu keinem Samenerguss, sondern noch nicht einmal zu einem Orgasmus.

    Studien besagen, dass Frauen davon deutlich häufiger betroffen sind als Männer. Mit zunehmendem Alter steigt aber auch bei Männern das Risiko.

    Als häufigste Ursache einer Anorgasmie gilt die Psyche und hier vor allem sexuelle Frustration. Ein Arzt oder eine Ärztin wird bei Betroffenen aber immer auch den Hormonhaushalt untersuchen sowie – bei Männern – die penile Sensitivität untersuchen.

    Mehr zum Thema Anorgasmie.

  • Auch bei einer retrogeraden Ejakulation gibt es auf den ersten Blick Parallelen zur Anejakulation. Doch der Unterschied besteht darin, dass sich sehr wohl eine Spermaflüssigkeit bildet, die vorne am Penis austreten könnte. Aufgrund einer Störung fließt das Ejakulat aber rückwärts in die Blase. Es verlässt den männlichen Körper dann schließlich beim Urinieren.

    Je nach der individuellen Lebenssituation lässt sich mit einer retrogeraden Ejakulation durchaus gut leben: Es gibt keine Schmerzen, und auch der Orgasmus wird erreicht. Für die Blase stellt es ebenfalls kein Problem dar, dass plötzlich auch Sperma durch sie fließt.

    Problematisch ist es für Paare mit einem Kinderwunsch. Denn ohne Ejakulat, das über den Penis einen Weg in die weibliche Vagina findet, kann natürlich auch keine Samenzelle befruchtet werden.

    Um sicher zu gehen, dass eine einer retrogerade Ejakulation vorliegt, ist immer eine ausführliche Untersuchung unter anderem auch des Urins erforderlich.

    Gefährdet, von einer retrograden Ejakulation betroffen zu sein, sind vor allem Männern, bei denen eine gutartige Prostatavergrößerung (BPH) behandelt wurde. Ebenso können Operationen rund um die Blase sowie im unteren Bereich der Wirbelsäule eine Ursache sein.

    Niemals zu unterschätzen sind auch die Nebenwirkungen von Medikamenten. In Bezug auf eine retrograde Ejakulation gelten vor allem Medikamente als gefährdend, die gegen Bluthochdruck, gegen Depressionen sowie bei einer vergrößerten Prostata verschrieben werden.

    Häufig tritt eine retrograde Ejakulation auch in Folge einer Nervenschädigung auf, die beispielsweise im Zuge von Multipler Sklerose oder auch Diabetes entstanden ist.

  • Der trockene Orgasmus ähnelt der retrogeraden Ejakulation. Entscheidender Unterschied: Hier fließt nirgends Samenflüssigkeit.

    Der Unterschied zur Anejakulation ist wiederum, dass sich in jedem Fall ein Orgasmusgefühl eingestellt. Anders als bei der Anejakulation muss das Problem auch nicht grundsätzlich in einer gestörten oder gar geschädigten Spermaproduktion liegen. Manchmal sind Männer auch dann davon betroffen, wenn sie binnen kurzer Zeit sehr viele Orgasmen hintereinander haben. Es ist also zumindest vorübergehend schlichtweg kein Ejakulat mehr vorhanden. Dieses Problem lässt sich deshalb oft schon durch ein paar Stunden Regeneration lösen.

    Ältere Männer kommen erfahrungsgemäß schneller in Produktionsschwierigkeiten beim Sperma als jüngere Männer.

    Doch nicht nur das Alter spielt eine Rolle: Ein trockener Orgasmus kann auch die Folge einer Operation (vorzugsweise: Entfernung der Prostata) oder einer Strahlentherapie im Bereich des Beckens sein. Ebenso kommen Nervenstörungen als mögliche Ursache infrage, Verletzungen des Rückenmarks oder Nebenwirkungen von Medikamenten.

    Möglich auch, dass aufgrund eines zu niedrigen Testosteronspiegels die Spermaproduktion nicht ausreichend angekurbelt werden kann.

  • Viele Männer sind mit ihrem Ejakulat und auch dem Zeitpunkt seines Austritts zufrieden, merken aber gar nicht, dass die Menge des Ejakulats im Laufe der Zeit abnimmt. Der Samenerguss findet also statt, aber das Volumen des Samens wird weniger.

    Eine mögliche Ursache können Störungen im Hormonhaushalt sein.

    Ein Arzt oder eine Ärztin wird aber auch immer untersuchen, ob nicht lokale Veränderungen der Grund dafür sein könnten, dass zwar nach wie vor ein bestimmtes Ejakulationsvolumen gebildet wird, aber nicht mehr das gesamte Volumen den Körper verlassen kann. Oft liegt dies in einer vergrößerten Prostata begründet. Ebenso kann eine „erschlaffte“ Potenz-und Beckenbodenmuskulatur der Auslöser sein.

    Die gute beziehungsweise beruhigende Nachricht in diesem Zusammenhang: Die Potenz-und Beckenbodenmuskulatur lässt sich bereits mit gezielten Übungen wieder stärken.

    Das Team von Professor Dr. Frank Sommer kann aber nicht nur welche Übungen am wirkungsvollsten sind. Es kann auch darüber informieren, welche weitere Faktoren Auswirkungen auf das Ejakulationsvolumen haben und wie sich die Spermamenge wieder erhöhen lässt.

  • Nicht nur das Volumen des Ejakulats kann aus verschiedenen Gründen abnehmen. Auch der Druck, mit dem das Ejakulat aus dem Penis austritt, kann weniger werden.

    Ebenso wie bei der Reduktion der Sperma-Menge kann die Ursache in einer zu schwachen Potenz- beziehungsweise Beckenbodenmuskulatur liegen. Deshalb gilt auch hier: Mit gezielten Übungen lassen sich bereits deutliche Verbesserungen erzielen. Für viele weitere Therapie-Tipps steht das Team von Professor Dr. Frank Sommer gerne zur Verfügung.

  • Beim Post-Orgasmic-Illness-Syndrome handelt es sich um eine sehr seltene Erkrankung, die auch eigentlich gar keine klassische Ejakulationsstörung ist. Denn: Erst nachdem es zu einem Orgasmus mit Samenerguss gekommen ist, tritt die Erkrankung auf. Sie macht sich in den ersten 30 Minuten nach dem Orgasmus bemerkbar durch grippeähnliche Symptome (Fieber, Schwitzen, Schüttelfrost) und kann bis zu sieben Tage andauern.

    Die Ursachen sind bislang kaum erforscht. Statistisch gesehen ist von einer Million Männern weniger als einer davon betroffen. Aber: Wenn einer unter POIS leidet, dann tritt diese Erkrankung praktisch nach jedem Samenerguss auf.

    Mehr zum Thema POIS

  • Wenn Männer einen Orgasmus inklusive Ejakulation erreichen, dabei aber gar kein so richtiges Lustgefühl empfinden, kann es sich um PDOD handeln. Die Abkürzung steht für die englische Bezeichnung „pleasure dissociative orgasmic dysfunction“. Im Deutschen wird auch von einem „schwachen Orgasmus“ gesprochen.

    Im Mittelpunkt steht eine sogenannte Anhedonie. Darunter ist grundsätzlich zu verstehen, dass bestimmte Dinge, die früher noch Freude bereitet haben, plötzlich keinen Spaß mehr machen. Im Falle von PDOD liegt oft eine orgasmische Anhedonie vor.

    Eine PDOD macht sich meistens erst während der sexuellen Aktivität bemerkbar. Denn die Libido ist meistens ganz normal ausgeprägt, und die Betroffenen erreichen sowohl einen Orgasmus als auch eine Ejakulation – aber sie verspüren im Moment des vermeintlich so großen Glücks dann doch kaum oder gar keine Freude.

    Für den direkt Betroffenen kann es auf Dauer zur Folge haben, dass trotz vorhandener Libido die Lust auf Sex nachlässt – weil er ja befürchten muss, am Ende doch keinen besonders intensiven Orgasmus zu erleben.

    Für den jeweiligen Partner kann eine PDOD insofern unangenehm sein, weil er sich – ähnlich wie bei einer Anorgasmie – eine Mitschuld gibt, dass es zu keiner vollen Befriedigung kommt. Solche Selbstvorwürfe sind aber unangebracht.

    Wissenschaftler gehen stattdessen davon aus, dass PDOD oft eine Folge von neurochemischen Reaktionen im Gehirn ist. Bei der Suche nach der individuellen Ursache eines schwachen Orgasmus wird deshalb immer der Dopamin-Wert bestimmt; Dopamin ist ein Neurotransmitter, der erregend wirkt.

    Die Ursache für PDOD kann aber auch im psychologischen Bereich (Depressionen), in der Einnahme bestimmter Medikamente oder einem zu niedrigen Testosteronspiegel liegen. Ebenso können sich mögliche Verletzungen des Nervensystems negativ auf das Orgasmusempfinden auswirken. Deshalb gehört oft auch eine Biothesiometrie (dies ist eine spezielle Nervenmessung)zur Überprüfung der Nervensituation zum Diagnoseverfahren. Sobald die genaue Ursache von PDOD feststeht, kann mit einer individuellen Therapie begonnen werden.

  • Leider noch immer ein großes Tabuthema bei den Ejakulationsstörungen ist die Climacturia (auch: Klimakturia). Dabei handelt es sich um eine Form der Inkontinenz, die in direktem Zusammenhang mit einem Samenerguss beziehungsweise mit einem Orgasmus steht. Mediziner sprechen deshalb von einer Orgasmus-assoziierten Inkontinenz.

    In der Praxis sieht das so aus: Während der Mann ejakuliert, dringt über den Penis auch Urin mit nach draußen.

    Die Ursache für Climacturia ist häufig eine radikale Entfernung der Prostata (Prostatektomie), die meistens im Zuge einer bösartigen Veränderung der Prostata erforderlich wird. Weil die Prostata von sehr vielen Nerven und empfindlichem Gewebe umgeben ist, kann es bei einem solchen chirurgischen Eingriff zu Beschädigungen dieses sensiblen Bereichs kommen. Die dortigen Nerven sind nicht nur für die Steuerung einiger Sexualfunktionen zuständig, sondern auch für die Steuerung des Wasserlassens.

    In wissenschaftlichen Studien konnte gezeigt werden, dass bei Männern nach einer radikalen Prostatektomie sehr häufig Climacturia auftritt. So lag der Anteil zwischen 22 und 43 Prozent der betroffenen Männer.

    Rein gesundheitlich mag es keine negativen Auswirkungen haben, wenn außer dem Sperma auch noch Urin nach außen tritt. Sehr viel problematischer ist aber die psychische Situation, die sich daraus ergibt. Viele Männer empfinden eine gewisse Scham und trauen sich nicht, einen möglichen neuen Sexpartner damit zu konfrontierten. Auch in bestehenden Partnerschaften kann Climacturia zu einer Belastung werden.

    Doch wie bei nahezu allen Erkrankungen gilt auch hier: Reden hilft! Sowohl mit dem Partner als auch mit einem Arzt oder einer Ärztin. Um die Situation zu verbessern, kann vor allem ein gezieltes Muskeltraining im Beckenbodenbereich für viele positive Effekte sorgen.

    Zudem gibt es Hilfsmittel wie eine elastische Schlaufe, die beim Sex eingesetzt werden kann.

    In extremen Fällen wird ein Arzt oder eine Ärztin auch über die Möglichkeit einer erneuten Operation informieren, mit der sich eine Climacturia verbessern lässt.


Regelmäßiges Ejakulieren: Gut für die Gesundheit!

Bis vor etwa 20 Jahren war Lungenkrebs die bei Männern am häufigsten auftretende Krebserkrankung. Inzwischen ist es jedoch Prostatakrebs. Vermutet wird, dass negative Umwelteinflüsse eine Ursache sein könnten: Dabei kann es sich um schlechte Ernährung sowie um grundsätzlich schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen (viel Stress, wenig Bewegung, ungesunde Ernährung) handeln.

Entsprechend groß ist bei vielen Männern die Sorge, eines Tages von einem Tumor an der Prostata betroffen zu sein. Doch es lässt sich präventiv etwas unternehmen, um das Risiko von Prostatakrebs zu reduzieren.

Dazu gehört nicht nur eine Verbesserung der genannten Umwelteinflüsse, sondern auch regelmäßiges Ejakulieren. In wissenschaftlichen Studien konnte tatsächlich belegt werden, dass sich häufige Samenergüsse positiv auf die Prostata auswirken.

Bei der Studie wurde von vier bis fünf Samenergüssen in er Woche ausgegangen. Völlig egal ist es, ob die Ejakulation beim Sex erfolgt oder beim Masturbieren. Hinzu kommt doch die Möglichkeit der sogenannten Pollution. So wird ein Samenerguss bezeichnet, der praktisch unbemerkt während des Schlafens passiert.

Darüber hinaus wurden in einer Langzeitstudie mehrere zehntausend Männer über eine Spanne von 20 Jahren untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sich bei Männern, die nahezu täglich eine Ejakulation hatten, deutlich seltener ein Prostatatumor bildete als bei Männern, die von deutlich weniger Samenergüssen berichteten. Keine Rolle spielte dabei das Alter der Betroffenen, weshalb sich das Fazit ziehen lässt: Regelmäßiges Ejakulieren ist in jeder Lebensphase gut für die Gesundheit.

  • Viele Erkrankungen an der Prostata haben ihren Ursprung in einer Infektion. Diese wird häufig ausgelöst durch Bakterien. Beispielsweise können Darmkeime über die Harnröhre in die Prostata gelangen.

    Kommt es zu einer Ejakulation, gelangt nicht nur die Spermaflüssigkeit nach draußen. Stattdessen werden mit dem Ejakulat auch viele schädliche Stoffe regelrecht herausgespült. Das wiederum hat zur Folge, dass es seltener zu Infektionen kommen kann und in letzter Konsequenz auch seltener zu einer Tumorbildung.

  • In den USA wurden für eine große Studie 1000 Männer untersucht, die von Ejakulationsstörungen betroffen waren. Interessant: Bei 90 Prozent dieser Männer lag nicht nur eine Störung vor, sondern es gab gleich mehrere.

    Am weitesten verbreitet war ein Rückgang des Ejakulationsvolumen; dies war bei 88 Prozent der Männer der Fall.

    Immerhin 81 Prozent der untersuchten Männer hatten bei sich eine Abnahme des Ejakulationsdrucks festgestellt.

    Eine verzögerte Ejakulation gab es bei 62 Prozent der Männer, komplett aus blieb die Ejakulation (Anejakulation) bei 37 Prozent.

    Wichtig ist der Hinweis, dass bei dieser Studie ausschließlich Männer untersucht wurden, die bereits von einer Ejakulationsstörung betroffen waren. Die Zahlen lassen also nur sehr bedingt Rückschlüsse zu, inwieweit der Anteil der einzelnen Störungsarten auch auf alle Männer zutrifft.

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    Professor Dr. Sommer und sein Team sind weltweit anerkannte Experten auf dem Gebiet der Orgasmus- und Ejakulationsstörungen.

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