Untersuchung zur Hör- und Sprachentwicklung bei Kindern mit konnataler Cytomegalievirusinfektion

Doktorandin: Sofia Sinopidis

Thema ist die Erstellung eines Nachsorgeprogramms zur Verlaufskontrolle der Hör- und Sprachentwicklung bei Kindern mit einer konnatalen Cytomegalievirus (cCMV) Infektion. Alle Kinder mit V.a. eine cCMV-Infektion durchlaufen zunächst das Neugeborenen Hörscreening. Da es bei cCMV-Infektionen jedoch auch zu Spätfolgen (u.a. Hörstörungen, Sprachentwicklungsstörungen) kommen kann, werden die Kinder in unserer Klinik routinemäßig bis in das 6. Lebensjahr hinein nachuntersucht.

Im Rahmen der regelmäßigen Kontrolluntersuchungen können auch late-onset Schwerhörigkeiten sowie Sprachentwicklungsstörungen rechtzeitig diagnostiziert und entsprechend therapiert werden.

Dysphagie nach Radiatio bei Patienten mit Oropharynx-Carcinom

Doktorandin: Corinna Eberhardt

Diese klinische Studie umfasst Patienten des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, die aufgrund eines Oropharynx-Karzinoms eine Radiatio erhielten. Die Studie untersucht Prävalenz und Ausprägungsgrad einer Dysphagie sowie mögliche Einflussfaktoren. Die Patienten wurden dafür im Universitären Dysphagiezentrum entsprechend klinisch und endoskopisch untersucht.

Parkinson-Patienten mit Dysphagie und kritischer Aspiration (one-year-follow-up)

Masterarbeit (MSc) von: Verena Hövelmann

Diese prospektive Kohorten-Studie in Form einer Follow-Up-Studie untersucht, ob bei Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom und endoskopisch gesicherter Aspiration das Anlegen einer ärztlich empfohlenen PEG (perkutane endoskopische Gastrostomie) Auswirkungen auf die Morbiditäts- und Mortalitätsrate hat. Darüberhinaus wird der Verlauf der Erkrankung im Zeitraum eines Jahres nach Feststellung einer schweren Dysphagie untersucht.

Vergleich der oropharyngealen 24h-pH-Metrie mit den klinischen Symptomen und den subjektiven Reflux assoziierten Beschwerden bei Patienten mit Verdacht auf einen laryngopharyngealen Reflux

Doktorandin: Zeynep Gallucci

Die oropharyngeale 24h-pH-Metrie mittels Restech Dx-System ist eine Methode zur Messung der oropharyngealen Säureexposition über 24 Stunden. Diese wird am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in der Klinik für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde bei Patienten mit Verdacht auf einen laryngopharyngealen Reflux durchgeführt. In einer retrospektiven Studie untersuchen wir, ob die subjektiven Reflux assoziierten Beschwerden und die klinischen Symptome miteinander und mit den Ergebnissen der oropharyngealen pH-Metrie korrelieren.

Vergleichende Evaluation des Zusammenhanges zwischen Aspirationspneumonie und Schwerengrad der Dysphagie bei neurologischen und Kopf-Hals-Tumor Patienten

Doktorandin: Ferkhunda Tinat

Bei vergleichsweise ähnlich schwerer Schluckstörung erkranken Patienten mit einer neurologischen Grunderkrankung klinischen Beobachtungen zufolge häufiger an einer Pneumonie als Patienten mit einer Kopf-Hals-Tumorerkrankung. Diese Hypothese wird anhand eines großen Patientenkollektivs des Universitären Dysphagiezentrums überprüft und nach möglichen Ursachen dafür gesucht.

Prävalenz und Grad von Dysphagie bei Parkinsonpatienten in verschiedenen klinischen Stadien

Doktorand: Dr. med. Moritz Bihler

Es wurde untersucht, ob sich die Selbstwahrnehmung einer Dysphagie mit der klinischen und technischen Untersuchung deckt und ob sich Prädiktoren ableiten lassen, um gefährdete Patienten frühzeitig zu entdecken. Von 146 sich konsekutiv vorstellenden ambulanten Patienten mit einem idiopathischen Parkinsonsyndrom konnten 122 Patienten (84%) in die Studie eingeschlossen werden. Sie schätzten ihr Schluckvermögen auf mehreren Skalen ein und wurden anschließend klinisch und mit der FEES (flexibel endoskopische Evaluation des Schluckakts) untersucht.

Auswirkung von Schluckstörungen auf die Tabletteneinnahme bei Parkinsonpatienten

Doktorandin: Katharina Emich

Parkinsonpatienten nehmen täglich oft eine Vielzahl an Tabletten. Es ist jedoch nicht bekannt, ob M. Parkinson einen Einfluss auf das Schlucken von Tabletten hat oder ob es bestimmte Tablettenformen bzw. -größen und Oberflächenbeschaffenheiten gibt, die besser geschluckt werden können als andere. Vor diesem Hintergrund wurden 120, ambulant an das UKE angebundene, Parkinsonpatienten aller klinischen Stadien untersucht. Getestet wurde zum einen die Schwere und Beeinträchtigung durch den M. Parkinson und zum anderen das Schluckvermögen von 4 verschiedenen Placebo Tabletten mit Hilfe der transnasalen Endoskopie (FEES). Verglichen wurden die Ergebnisse untereinander und mit einer Kontrollgruppe bestehend aus 30 neurologisch unauffälligen und schluckgesunden Personen. Erste Ergebnisse dieser Studie legen nahe, dass ein erheblicher Teil der Parkinsonpatienten teilweise gravierende Einschränkungen bei der Tabletteneinnahme hat und diese oft nicht bemerkt. Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Medikamente sowie lokale Schädigungen der Schleimhaut sind anzunehmen und sollte insbesondere bei „non-respondern“ zu einer weitergehenden Diagnostik Anlass geben. Gleichzeitig bestehen signifikante Abhängigkeiten von Form, Größe und Oberflächenbeschaffenheit der Tabletten, sodass insbesondere bei bestehender Dysphagie die Darreichungsform entsprechend ausgewählt werden sollte.

weitere

  • Videogestützte Laryngo-Stroboskopie mit Leuchtdioden-Illumination
  • Lasergestützte endoskopische Kehlkopfvermessung (in Zusammenarbeit mit Abt. für Medizinische Optik, Augenklinik, UKE Hamburg)
  • Doppelbelichtungsstroboskopie (in Zusammenarbeit mit dem Dept. of Surgery, Massachussetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston, USA)
  • Finite-Elemente-Modell der Eustachischen Tube (in Zusammenarbeit mit der Klinik für HNO, UKE Hamburg, und der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, Institut für Mechanik
  • Molekulargenetik der benignen Stimmlippenveränderungen (in Zusammenarbeit mit der ENT-Clinic, University of Utah, Salt Lake City)
  • Bestimmung der viskoelastischen Eigenschaften der Stimmlippen (in Zusammenarbeit mit der De Montfort University, UK, und dem Dept. of Surgery, Massachussetts General Hospital, Harvard Medical School, Boston, USA)
  • Aerodynamische Messungen bei der Stimmgebung (in Zusammenarbeit mit der Bowling Green State University, USA, und dem Dept. of Speech, Music and Hearing, Königlich-Technische Hochschule (KTH), Stockholm)