In enger Zusammenarbeit seiner fünf klinisch-experimentellen Arbeitsgruppen werden aktuelle Forschungsthemen aufgegriffen, die sich durch den stetigen Wandel in der Arbeitswelt „an Land und in der Seefahrt“ ergeben.

Thematisch steht dabei die Entwicklung arbeitsplatzbezogener und zugleich Public Health-bezogener Präventionsstrategien im Vordergrund, so z. B. zu den zunehmenden Fehlzeiten und Frühverrentungen aufgrund psychischer Belastungen und Erkrankungen oder zu gesundheitlichen Belastungen durch die zunehmende Arbeitsverdichtung, den globalisierten Warenhandel und neue Branchen und Technologien. Hierzu greift das ZfAM auf eine umfangreiche Expertise zurück, setzt aber zugleich thematische Schwerpunkte in neu etablierten Forschungsprojekten, z. B. zu gesundheitlichen Auswirkungen von Nacht- und Schichtarbeit und zu qualitätsgesicherten Methoden in der Frühdiagnostik berufsbedingter Atemwegs- und Lungenerkrankungen.

Das Zentralinstitut beschäftigt sich weiterhin insbesondere mit Forschungsthemen, die einen Hamburg-spezifischen Bezug haben, exemplarisch genannt sei der Themenkomplex „Psychomentale Belastungen in der Schifffahrt“. Für die Küstenländer stellt der aufstrebende Technologiebereich „offshore-Windenergie“ eine Herausforderung an die arbeitnehmer- und arbeitsplatzbezogene Prävention dar, zu der das Zentralinstitut seine Expertise einbringt.

Auch die Diagnostik der „klassischen“ chemisch-irritativen, toxischen, kanzerogenen und biologischen Belastungen bilden weiterhin einen Schwerpunkt im ZfAM.

Die Zusammenarbeit mit dem UKE erfolgt durch Kooperationen im Rahmen der Hamburg City Health Study (HCHS), für die das ZfAM insbesondere arbeits- und umweltmedizinische Fragestellungen entwickelte, auch das Engagement im Center for Health Care Research (CHCR), dem UKE-Verbund zur Versorgungsforschung, wurde erweitert.