Internationale und deutsche Forschungsverbünde

EU (Europäische Union)

  • CANCER-ID Logo

    Klaus Pantel, PI und Co-Coordinator (Scientific (wissenschaftlicher) Coordinator)

    Mehr als 32 europäische Partner
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    Blutbasierte Biomarker, wie zirkulierende Tumorzellen (CTC), freie Tumor-DNA (cfDNA) oder andere Tumorzell-Derivate wie MicroRNAs (miRNAs), sind potentielle Indikatoren für die Entwicklung von Tumoren bei Krebspatienten. Die Gewinnung solcher Blutmarker mittels Flüssig-Biopsien („liquid biopsies“) könnte zu einem wertvollen Hilfsmittel in der modernen Krebstherapie werden.

    Engmaschige Überwachung von Krankheitsmarkern

    Insbesondere in Krankheitsfällen, in denen Gewebebiopsien aufgrund der unzugänglichen Lage des Tumors nicht möglich sind, kann durch die blutbasierten Tests eine engmaschige Überwachung der Krankheitsmarker gewährleistet werden. Zudem wird so die Wirksamkeit der Behandlung überwacht und auch die Wahl der Therapiemöglichkeiten verbessert, was einen wichtigen Schritt in die Richtung personalisierter Medizin darstellt.

    Validierung blutbasierter Biomarker

    CANCER-ID ist ein europäisches Forschungskonsortium, gefördert von der Innovative-Medizin-Initiative (IMI). Ziel der Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) mit aktuell 32 Partnern aus 13 Ländern ist es, Standardprotokolle für Blut-basierte Biomarker zu etablieren und diese klinisch zu validieren. Das Konsortium vereint Experten aus der akademischen und klinischen Forschung, innovative kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Diagnostik-Firmen sowie Unternehmen aus der Pharmaindustrie, und besitzt dadurch hervorragende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Etablierung der klinischen Anwendbarkeit von „Liquid Biopsies“.

    Startdatum 1. Januar 2015
    Projektdauer 5 Jahre
    Fördersumme € 14.5 Mio

    Schlagwörter

    • Personalisierte Medizin
    • blutbasierte Biomarker
    • Krebs
    • microRNA
    • liquid biopsy (Flüssig-Biopsie)

EU / BMBF (Bundesministerium Bildung und Forschung)

  • "Liquid biopsy: In vivo capturing and molecular characterization of circulating tumor cells as a novel tool for improving tertiary prevention in breast cancer"

    Klaus Pantel, Project Coordinator

    Partner

    Griechenland: Universität Athen
    Griechenland: Universität Kreta
    Deutschland: GILUPI GmbH

    Verschiedene Blut-Assay-Formate werden als Werkzeuge zur Detektion der minimalen residualen Erkrankung (minimal residual disease – MRD) validiert und sind für Hochrisiko-Prostatakarzinom (PCA)-Patienten, die sich einer lokalen Therapie unterziehen werden (Operation oder Bestrahlung), prognostisch relevant. Die zugrundeliegende Forschungshypothese besagt, dass die Analyse der CTC in Bezug auf Quantität und Qualität wichtige Informationen über das Ausmaß und die Aggressivität der MRD bei Patienten mit primärem PCA liefern kann. Diese Informationen sollen helfen, die Risikobewertung zu verbessern und zu einer besseren Stratifizierung von PCA-Patienten für zukünftige, zusätzliche Therapien beitragen.

    Wir haben uns für PCA als Studienmodell zur Untersuchung der prognostischen Relevanz von CTC-Analysen entschieden, weil

    • die Follow-up-Analyse der PCA-Patienten nicht durch eine komplexe Reihe von systemischen adjuvanten Therapien wie beim Brustkrebs erschwert wird, was die Zahl der für unsere Studie erforderlichen Patienten reduzieren wird,
    • die CTC-Messung direkt mit einem etablierten Biomarker (PSA) verglichen werden kann,
    • die Auswirkungen von zwei konkurrierenden lokalen Therapien (Operation oder Strahlentherapie) auf MRD verglichen werden können, und
    • weiterhin ein unerfüllter medizinischer Bedarf für Biomarker, die eine bessere Risikobewertung nach lokaler Therapie ermöglichen, besteht.

    Da prognostische Studien in PCA-Patienten in der Regel durch die sehr langen Follow-up-Zeit erschwert werden, welche jedoch benötigt werden, um eine ausreichende Anzahl von Rückfällen beobachten zu können, werden wir uns auf eine Hochrisikountergruppe von PCA-Patienten im Stadium M0 konzentrieren. Die Assays, die im CTC-SCAN validiert werden, sind aufgrund der großen Menge und der Verunreinigung des Urins durch Epithelzellen nicht für die Analyse von Urin geeignet. Deshalb wird sich CTCSCAN auf den Tumorzellnachweis im Blut konzentrieren.

  • TRANSCAN-Logo

    TRANSCAN ERA-Network (European Research Area Network on Translational Cancer Research)

    "Circulating tumour cells (CTCs) have been verified as prognostic markers for disease progression in various cancer types"

    Klaus Pantel, PI

    Partner

    Frankreich: Universität Montpellier
    Griechenland: Universität Athen, Abteilung Analytische Chemie
    Österreich: Mediinische Universität Graz, Institut für Zellbiologie, Histologie und Embriologie
    Polen: Poznan Universät für Medizinische Wissenschaften, Department für Histologie und Embriologie
    Deutschland: GILUPI GmbH
    USA, Raritan: Janssen Diagnostics, LLC

    Verschiedene Blut-Assay-Formate werden als Werkzeuge zur Detektion der minimalen residualen Erkrankung (minimal residual disease – MRD) validiert und sind für Hochrisiko-Prostatakarzinom (PCA)-Patienten, die sich einer lokalen Therapie unterziehen werden (Operation oder Bestrahlung), prognostisch relevant. Die zugrundeliegende Forschungshypothese besagt, dass die Analyse der CTC in Bezug auf Quantität und Qualität wichtige Informationen über das Ausmaß und die Aggressivität der MRD bei Patienten mit primärem PCA liefern kann. Diese Informationen sollen helfen, die Risikobewertung zu verbessern und zu einer besseren Stratifizierung von PCA-Patienten für zukünftige, zusätzliche Therapien beitragen.

    Wir haben uns für PCA als Studienmodell zur Untersuchung der prognostischen Relevanz von CTC-Analysen entschieden, weil

    • die Follow-up-Analyse der PCA-Patienten nicht durch eine komplexe Reihe von systemischen adjuvanten Therapien wie beim Brustkrebs erschwert wird, was die Zahl der für unsere Studie erforderlichen Patienten reduzieren wird,
    • die CTC-Messung direkt mit einem etablierten Biomarker (PSA) verglichen werden kann,
    • die Auswirkungen von zwei konkurrierenden lokalen Therapien (Operation oder Strahlentherapie) auf MRD verglichen werden können, und
    • weiterhin ein unerfüllter medizinischer Bedarf für Biomarker besteht, die eine bessere Risikobewertung nach lokaler Therapie ermöglichen.

    Da prognostische Studien in PCA-Patienten in der Regel durch die sehr langen Follow-up-Zeit erschwert werden, welche jedoch benötigt werden, um eine ausreichende Anzahl von Rückfällen beobachten zu können, werden wir uns auf eine Hochrisikountergruppe von PCA-Patienten im Stadium M0 konzentrieren. Die Assays, die im CTC-SCAN validiert werden, sind aufgrund der großen Menge und der Verunreinigung des Urins durch Epithelzellen nicht für die Analyse von Urin geeignet. Deshalb wird sich CTCSCAN auf den Tumorzellnachweis im Blut konzentrieren.

    Weitere Informationen zur Förderung ERA-Net "TRANSCAN" finden Sie auf der Website des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung).

BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

  • Ci3 = Cluster für Individualisierte ImmunIntervention

    Klaus Pantel, PI für den Projektteil UKE

    "Im Rahmen des Verbundprojektes soll ein System zur Isolierung und individuellen Charakterisierung von zirkulierenden Tumorzellen (CTCs) entwickelt werden. Auf Basis eines mikrofluidischen Systems soll hierbei die Isolation von CTCs aus Blut weitgehend automatisiert und standardisiert stattfinden, um eine robuste und präzise Zählung dieser Zellen sowie die weitere molekulare Charakterisierung auf Einzelzell-Ebene zu ermöglichen. Die Umsetzung dieser Zielsetzung erfolgt durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Partnern mit exzellenten Expertisen auf den Gebieten der Krebsbiomarker, klinischer CTC-Analytik sowie Mikrofluidik-basierter Technologieprodukte. Das geplante System adressiert aktuelle Herausforderungen in der Biotechnologie und im Gesundheitswesen. Derzeit belegt ist die prognostische Relevanz der Anzahl von CTCs, die im Blut von Patienten nachgewiesen werden können. Die bisher am Markt erhältlichen Lösungen erlauben zwar eine Zählung von CTCs anhand bestimmter Markerantigene, als geschlossene Systeme aber keine weiterführende molekulare Analyse der isolierten Zellen. Die Etablierung eines Systems, welches CTCs detektieren, sortieren und isolieren kann sowie darüber hinaus eine nachfolgende molekulare Charakterisierung der gewonnenen Zellen anhand prädiktiver/theranostischer Marker erlaubt, eröffnet neben der prognostischen Aussage anhand der CTC-Zahl auch die Möglichkeit zur optimalen Auswahl der geeigneten therapeutischen Strategie und ggf. zum Monitoring der CTCs während der Therapie."

    zitiert aus der Website des Spitzenclusters Ci3