Studierende der Humanmedizin

Liebe Studierende,

wir heißen Sie herzlich willkommen. Hier erhalten Sie alle Informationen zur Humanmedizinlehre im Fach Psychiatrie und Psychotherapie. Hierzu gehören:

  • Informationen zu Lehrbeauftragten der Klinik und Studentensekretariat;
  • Informationen zu den Lerninhalten inklusive Lernzielkatalog und Lernformen;
  • Informationen zu den Second Tracks inklusive „Gehirn und Geist - Faszination Neurowissenschaften“ und „Psychosoziale Medizin und Versorgungsforschung“;
  • Informationen zu weiteren Lehrangeboten;
  • Informationen zu Lehrmaterialien, Lehrbüchern, Prüfungen und ein Downloadcenter, in dem Sie alle wichtigen Materialien herunterladen können;
  • Information zum Praktischen Jahr (PJ-ler ) und zu Famulaturen (Famulanten ) finden Sie unter Aus- & Weiterbildung .

Wir freuen uns, Sie in unserer Klinik begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen viel Erfolg!

Ihr Lehrbeauftragten-Team
Prof. Dr. Steffen Moritz
Dipl.-Psych. Martina Fieker
M.Sc. Psych. Lilian Pult
Dr. Michael Lipp
PD Dr. Sönke Arlt
PD Dr. Ingo Schäfer

  • Steffen Moritz
    Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.
    Steffen Moritz
    • Leitung Arbeitsgruppe Neuropsychologie
    • Lehrbeauftragter
    Sönke Arlt
    Priv.-Doz. Dr. med.
    Sönke Arlt
    • Oberarzt
    • Lehrbeauftragter
    • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
    Dr. med.
    Gregor Leicht
    • Oberarzt Station für Depression (P 3)
    • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
    Ingo Schäfer
    Prof. Dr. med.
    Ingo Schäfer
    MPH
    • Leitung Arbeitsbereich Suchtmedizin und abhängiges Verhalten
    • Leitung Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung
    • Oberarzt Station für Suchtmedizin und abhängiges Verhalten (P 2)
    • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Martina Fieker

    m.fieker@uke.de
    Telefon 040 7410 57539

    Lilian Pult

    l.pult@uke.de
    Telefon: 040 7410 53522

    Studierendensekretariat
    W37 Neubau
    4.OG Raum 04.07.1

  • Lehre
    Studium am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    Wissen und Fertigkeiten im Fach Psychiatrie und Psychotherapie

    Grundlagenwissen - Block F1

    • ... sich mit der Diagnostik und Differentialdiagnostik psychischer Erkrankungen detailliert auszukennen und dieses Wissen anwenden zu können, inklusive:
    • umfassende biopsychosoziale diagnostische und differentialdiagnostische Untersuchungsmethoden,
    • Erhebung eines systematischen psychopathologischen Befundes und
    • Diagnosestellung anhand Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV-TR / V
    • ... sich mit allen wesentlichen Aspekten psychiatrischer Notfälle und deren Behandlung detailliert auszukennen und dieses Wissen anwenden zu können.
    • ... sich mit den Grundlagen der psychiatrischer Pharmakotherapie auszukennen im Sinne des Wissens zur allgemeinen Psychopharmakologie.

    Weiterführendes Wissen - Block F2/G2 und F3/G3

    • ... sich krankheitsspezifisch mit Epidemiologie, Ätiologie, Phänomenologie (Symptomen und Syndromen), Früherkennung, biopsychosoziale Diagnostik und Differentialdiagnostik und Therapie(Planung) inklusive spezielle Psychopharmakotherapie, Psychotherapie, Notfalltherapie, Sozialtherapie) detailliert auszukennen.
    • ... sich dieses krankheitsspezifische Wissen insbesondere für diejenigen psychischen Erkrankungen anzueignen und anwenden zu können, welche die im Anhang aufgeführten Kriterien erfüllen inklusive
      1) dementielle Erkrankungen,
      2) alkoholbedingte Störungen,
      3) Schizophrenie,
      4) bipolare Störungen,
      5) Depression,
      6) Angst- und Zwangsstörungen und
      7) Emotional-instabile Persönlichkeitsstörungen (Borderline-Persönlichkeitsstörung).

    Fertigkeiten - Block F1 bis F3

    • Kontaktaufnahme und Gesprächsführung, auch mit Dritten (z.B. Familie)
    • Erhebung und Dokumentation systematischer Aufnahmebefunde
    • Erhebung des psychopathologischen Befundes
    • Erstellung eines Behandlungsplans
    • Therapiebegleitung psychiatrischer Patienten
    • Verhalten in der psychiatrischen Notfallsituation

  • Jedes Lernziel wurde einer oder mehreren geeigneten Lehr-/ Lernformen zugeordnet, um damit Lehrenden und Studierenden transparenter zu machen, was zu welchem Zeitpunkt und in welcher Unterrichtsveranstaltung gelehrt wird. Wenn bestimmte Lerninhalte aus zeitlichen Gründen während der Unterrichtsveranstaltungen den Studierenden nicht vermittelt werden können, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, – vorausgesetzt die Lerninhalte sind essentiell – dass sich die Studierenden diese im Selbststudium oder über E-Learning aneignen.

    Folgende Lehr- und Lernformen werden im Fach Psychiatrie und Psychotherapie angewendet:

    KürzelLehr- und Lernformen
    Vorl./360Vorlesung für eine Kohorte von 360 Studierenden
    Vorl./180Vorlesung für eine Kohorte von 180 Studierenden
    Sem./20Seminar für eine Gruppe von 20 Studierenden
    PoL/10PoL-Unterricht für eine Gruppe von 10 Studierenden
    UaK/3Unterricht am Krankenbett für eine Gruppe von 3 Stud.
    UaK/6Unterricht am Krankenbett für eine Gruppe von 6 Stud.
    eLearnE-Learning
    SelbststudSelbststudium
  • Wissen
    Second tracks
    Fach Psychiatrie und Psychotherapie

    Inhalt der Second tracks

    Der Wahlpflichtbereich soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, wissenschaftliches Arbeiten in einem strukturierten Mantelcurriculum zu erlernen und anzuwenden sowie ausgewählte Teilbereiche der Medizin methodisch und inhaltlich aufeinander abgestimmt kennen zu lernen. Der sog. „Second Track“ umfasst neun Module à 2 Wochen (1. bis 9. Semester) sowie das Modul "Studienarbeit" im 10. Semester. Unterrichtet werden innerhalb der neun Module in den Semestern 1 bis 9 mindestens 180 Unterrichtstunden (à 45 min) und maximal 360 Unterrichtstunden (à 45 min), so dass minimal 10 und maximal 20 Unterrichtstunden pro Woche im Mittel erreicht werden. Ziel war es, ein an den Forschungsinteressen und klinischen Schwerpunkten der Fakultät und den Interessen der Studierenden orientiertes Angebot von Second Tracks zu etablieren. Dabei stehen theoretische, experimentelle und klinisch-praktische Anteile in einem ausgewogenen Verhältnis.

    Zu Beginn des Second Track sollen in dem Modul des 1. Semesters die wissenschaftliches Arbeiten sowohl im molekular-experimentellen, im klinischen, als auch im psychosozialen Bereich gelegt werden. Es geht darum, den Studierenden sehr früh das notwendige wissenschaftliche "Handwerkszeug" für einen Einstieg in die Forschungsschwerpunkte zu vermitteln, vertiefte Methodenkenntnisse anhand konkreter wissenschaftlicher Fragestellungen zu lehren und damit eine Brücke zwischen den Bereichen Lehre und Forschung zu schlagen.

    Second tracks
    Besonderes Wissen
    Interessant und spannend

    Besonders relevant ist die strukturierte Einführung in sowie das kontinuierliche Einüben des wissenschaftlichen Arbeitens als Vorbereitung für die im 10. Semester zu absolvierende Studienarbeit. Die einzelnen Module umfassen daher die Anfertigung von sich in ihrer Komplexität steigernden schriftlichen Ausarbeitungen (Projektarbeiten), um die Erarbeitung und Abfassung der Studienarbeit zu gewährleisten.Dabei handelt es sich bei den Modulen im 2. bis 4. Fachsemester um einführende Veranstaltungen, die basale Methoden und Inhalte der beteiligten Fächer in integrierter Form zum Lehrinhalt haben. Lernziele sind hier in erster Linie, exemplarisch in die Themengebiete des Second Tracks einzutauchen und die Konkretisierung wissenschaftlicher Arbeitsweisen in diesem Teilgebiet der Medizin zu verstehen.

    Zwischen dem 2. und 4. Semester, der Orientierungsphase, müssen die Studierenden zwischen den Second Tracks wechseln, um drei verschiedene, potentiell interessante Schwerpunkte erkunden zu können (siehe Abbildung). Daher werden die Module in diesem Abschnitt einen "Stand alone" - Charakter haben und ohne Besuch eines vorausgehenden Moduls durchführbar sein.Nach dieser Orientierungsphase treten die Studierenden in die Vertiefungsphase ein, dies sich vom 5. bis 9. Semester zieht. Diese ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Komplexität und Tiefe der Inhalte. Die Module bauen aufeinander auf. Um eine Vergabe von Themen für Studienarbeiten, und bei Bedarf Dissertationsthemen, zu unterstützen, werden im 5. und 6. Semester vertiefende Lehrangebote zur Forschungsmethodik angeboten.

    Moodle 2nd track: „Psychosoziale Medizin und Versorgungsforschung“

    Moodle 2nd track: „Gehirn und Geist ‒ Faszination Neurowissenschaften“

  • Weitere Lehrangebote:

    Doktorandenseminar Strukturelle und Funktionelle Bildgebung in der Psychiatrie
    2st, Di 16-17.30 Uhr, Haus W37, Raum 6037

    Forschungskolloquium Neurophysiologie und nichtinvasive Hirnstimulation
    2st, Do 13.30-15 Uhr, Haus W37, Raum 6037, n.V.

  • Buch
    Bücher für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie
    Von uns empfohlen!

    Empfohlene Lehrbücher

    Therapie psychischer Erkrankungen
    State of the Art, 12. Auflage, 2015/16
    Ulrich Voderholzer, Fritz Hohagen

    Psychiatrie und Psychotherapie
    Duale Reihe, 6. Auflage 2015
    Hans-Jürgen Möller, Gerd Laux

    Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotherapie
    11. Auflage 2016
    Otto Benkert, Hanns Hippius

    Notfallpsychiatrie und psychotherapeutische Krisenintervention
    1. Auflage, 2015
    Arndt Heinemann,Wolfgang Jordan, Alexandra Marx

    Klassifikationssysteme

    Internationale Klassifikation psychischer Störungen:
    ICD-10 Kapitel V (F). Klinisch-diagnostische Leitlinien
    H. Dilling, W. Mombour, M.H. Schmidt

    Multiaxiales Klassifikationsschema für psychiatrische
    Störungen im Kindes- und Jugendalter nach ICD-10 der WHO
    H. Remschmidt, M.H. Schmidt, F. Poustka

    Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer
    Störungen - DSM-5
    P. Falkai, H.U. Wittchen, … W. Rief, H. Saß, und M. Zaudig

  • e-learning
    e-learning Programme zu psychischen Störungen
    Einfach und schnell zum Experten werden

    Wenn Sie über eine UKE E-Mailadresse verfügen, können
    Sie sich mit Ihren Login-Daten bei Moodle einloggen.

    Anmeldung zu den E-Learning Programmen

    Systemanforderungen
    Hardware: Desktop, Notebook sowie Tablet (Achtung: Beta-Betrieb).
    Betriebsoberflächen: Linux, Windows, Mac OS X und iOS(*).
    Es wird eine Breitbandverbindung vorausgesetzt. Videoformat MP4, Codec h.264. Für die Nutzung unter Windows ist ggf. QuickTime erfoderlich. Lerninhalte stehen im HTML5-Format bereit.

    Für HTML5 werden folgende Browser vorausgesetzt:

    • Google Chrome ab v41.0
    • Internet Explorer ab v11.0
    • Mozilla Firefox ab v36.0
    • Opera ab v28.0
    • Safari ab v8.0 (*)
    KIS-Rechner im UKE-Intranet werden nicht unterstützt!

    (*) Einschränkung: Videos können im Safari Browser teilweise nicht korrekt von Anfang an erneut gestartet werden bei einem zu schnellen Folienwechsel zum vorherigen Inhalt (nach Button-Klick "zurück"). Unter Mac OS X kann dieser Effekt umgangen werden, in dem ein alternativer Browser genutzt wird. Unter iOS (iPad, iPhone) ist dies ebenfalls möglich auf einen Browser wie z.B. Mercury o.ä. auszuweichen.

  • Prüfungen
    Prüfungen im Fach Psychiatrie und Psychotherapie
    Informationen für eine gute Vorbereitung

    Überblick
    Im Fach Psychiatrie und Psychotherapie werden folgende Prüfungsarten angewendet:

    • Schriftliche Prüfung
    • OSCE-Prüfung

    Schriftliche Prüfung
    Die schriftliche Prüfung besteht aus 21 Fragen. Es werden drei Arten von Prüfungsfragen gestellt:

    • Offene Fragen (eine oder mehrere Antworten müssen angegeben werden)
    • Fallfragen (ein Fall wird geschildert und eine Antwort muss gegeben werden)
    • Multiple Choice Fragen

    OSCE Prüfung
    Der OSCE (Objective Structured Clinical Examination) ist eine fächerübergreifende praktische Prüfung in Form eines Prüfungsparcours (vergleichbar mit einem Zirkeltraining). Der OSCE kann nur als Gesamtparcour absolviert werden, die Prüfung von Einzelfächern im Parcour ist nicht möglich. Im Fach Psychiatrie und Psychotherapie existieren derzeit zwei OSCE Fälle.

    Beispielaufgaben zur schriftlichen Prüfung

    Offene Frage:

    Nennen Sie drei diagnostische Kriterien, die für die Diagnose einer Demenz erforderlich sind.
    1) Die Störung des Gedächtnisses beeinträchtigt: Aufnahme, Speichern und Wiedergabe neuer Information. Verlust von früher gelerntem und vertrautem Material.
    2) Die Beeinträchtigung des Denkvermögens hat Einfluss auf: Störung der Fähigkeit zum vernünftigen Urteilen, Verminderung des Ideenflusses, Beeinträchtigung der Informationsverarbeitung.
    3) Eine damit verbundene alltagsrelevante Einschränkung der Lebensführung.

    Fallfrage:
    Eine 49jährige Lehrerin stellt sich bei Ihnen in der Praxis vor. Sie berichtet, dass sie gerade beruflich sehr belastet sei und zudem einige gesundheitliche Probleme habe. Seit einigen Wochen leide sie unter regelmäßigen Durchschlafstörungen und Appetitverlust und es falle es ihr zunehmend schwerer, morgens aufzustehen. Sie könne kaum noch konzentriert arbeiten, besonders mühselig sei es am Vormittag. Die Patientin beklagt zudem Rücken- und Gliederschmerzen und äußert sich besorgt um ihre Gesundheit. Da sie kürzlich von Schulkollegen auf ihre schlechte psychische Verfassung und ihre häufigen Fehlstunden angesprochen wurde, sah sie sich gezwungen, nun zum Arzt zu gehen. Welche Verdachtsdiagnose haben Sie?
    1) Unipolare Depression (richtige Antwort)

    Multiple Choice Fragen:
    Zu welcher Klasse von Antidepressiva gehört Amitryptilin?
    A - Selektive Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SNRI)
    B - Mao-Hemmer
    C - Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)
    D - Tetrazyklika
    E - Trizyklika (richtige Antwort)

Verantwortlich für den Inhalt
Autoren: Prof. Dr. Martin Lambert
Erstellung: 28.01.2017
Letzte Änderung: 28.01.2017