Neonatologie

Die Neugeborenenmedizin ist Teil des Universitären Perinatalzentrums Hamburg und befindet sich auf der "Mutter-Kind-Etage" des Neuen Klinikums, die ausschließlich den werdenden oder "frischgebackenen" Müttern/Eltern und ihren Babys vorbehalten ist.

Im Universitären Perinatalzentrum bieten wir Ihnen das ganze Spektrum der modernen Neugeborenenmedizin von den Vorsorgeuntersuchungen bei gesunden Babies bis hin zur Behandlung von extrem unreifen oder schwer kranken Neugeborenen. Dabei ist es uns wichtig, dass wir jedem Kind diejenige Betreuung anbieten, die es benötigt - aber nicht mehr! Dies erreichen wir durch eine dreigliedrige Struktur unseres Arbeitsbereiches:

Wochenstation/Familienzimmer (Stationen 5G/4F im Neuen Klinikum)

Auf der Wochenstation (5G) und in den (eine Etage tiefer gelegenen) Familienzimmern (4F), die zur Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin gehören, befinden sich die gesunden Babies in den Zimmern der Mütter/Eltern (Rooming-in).

Hier erscheint täglich eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt, um die Vorsorgeuntersuchung U2 vorzunehmen, die ab der 48. Lebensstunde durchgeführt werden kann. Bedeutung und Inhalte der U2 werden in einem Aufklärungsfilm erläutert, der über das Kliniks-Intranet abgerufen werden kann. Indem Sie diesen Film, der in 6 Sprachen (deutsch, englisch, französisch, türkisch, russisch, arabisch) angeboten wird, anschauen, können Sie sich gedanklich auf die erste große kinderärztliche Untersuchung Ihres Babys vorbereiten und sich alle Fragen notieren, die Sie dem Kinderarzt oder der Kinderärztin gerne stellen möchten. Die Vorsorgeuntersuchungen werden in einem Neugeborenen- bzw. Untersuchungszimmer vorgenommen, welches auf beiden Stationen (5G, 4F) eigens für diesen Zweck eingerichtet wurde.

Aber auch wenn außerhalb der Vorsorgeuntersuchung Fragen zum Baby auftreten, stehen unsere Kinderärztinnen und Kinderärzte jederzeit gerne für eine pädiatrische Wochenbettvisite zur Verfügung. Denken Sie bitte auch daran, uns rechtzeitig Bescheid zu geben, wenn während der Schwangerschaft von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin bestimmte Kontrollen bei Ihrem Baby vorgeschlagen wurden, von denen wir noch nicht vorher informiert wurden.

Normalstation für Früh- und Neugeborene (Station 5E im Neuen Klinikum)

Direkt neben der Wochenstation befindet sich die Normalstation für Früh- und Neugeborene. Sie umfasst 21 Betten und wird tagsüber von einem Kinderarzt oder einer Kinderärztin unter der Leitung eines/r verantwortlichen Oberarztes/ärztin betreut. Nachts ist für diese Station der kinderärztliche Dienstarzt der Mutter-Kind-Etage zuständig.

Auf der Normalstation für Früh- und Neugeborene werden Babies betreut, die in den ersten Lebenstagen - zum Beispiel wegen einer Infektion oder einer Neugeborenengelbsucht - einer kinderärztlichen Behandlung bedürfen. Außerdem werden auf dieser Station auch Frühgeborene gepflegt, und zwar nicht nur Babies, die ein bisschen zu früh geboren wurden und deshalb etwas mehr Hilfe beim Trinken benötigen, sondenr auch solche Frühchen, die wegen ihrer extremen Unreife lange Zeit auf der Intensivstation betreut werden mussten und jetzt noch darauf warten, dass sie nach Hause entlassen werden können.

Intensivstation für Früh- und Neugeborene (Station 5H im Neuen Klinikum)

Ebenfalls auf der Mutter-Kind-Etage befindet sich - direkt gegenüber dem Kreißsaal - die Intensivstation für Früh- und Neugeborene. Die Lage ("Tür an Tür" zum Kreißsaal) ist deshalb wichtig, weil sie sicherstellt, dass die kleinsten und unreifsten Frühchen nach der Geburt nur einen ganz kurzen Transportweg haben und direkt in ihrem "Brutkasten" (Inkubator) auf die Intensivstation gebracht werden können.

Auf der Intensivstation, die 15 Betten ("Beatmungsplätze") umfasst, werden zum einen sehr kleine und unreife Frühgeborene betreut. Zum anderen befinden sich auf dieser Station auch reife Neugeborene, die wegen schwerer (angeborener oder erworbener) Erkrankungen einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen.

Da auf der Intensivstation rund um die Uhr Kinderärzte im Schichtdienst arbeiten, ist die Station auch für die Erstversorgung von Früh- und Neugeborenen im Kreißsaal zuständig. Wenn die Geburt eines unreifen oder kranken Neugeborenen geplant verläuft, sind die Kinderärzte ohnehin anwesend, um das Baby direkt in Empfang zu nehmen. Aber auch bei unvorhergesehenen Notfällen ist durch die kurzen Wege eine unverzügliche Versorgung garantiert.

Nachsorgesprechstunde für ehemalige Frühgeborene und schwer kranke Neugeborene

In unserer Nachsorgesprechstunde, die von OA Thilo Diehl aufgebaut wurde und geleitet wird, bieten wir auf hohem Niveau Untersuchung und Beratung für Eltern und Kinder an, die in der Phase nach der Geburt wegen erheblicher Unreife des Frühgeborenen oder schwerer Krankheit des Neugeborenen länger in der Klinik bleiben mussten.

Die Nachuntersuchungen finden zunächst bis zum zweiten Geburtstag statt; neuerdings wird darüber hinaus ein weiterer Nachsorgetermin mit rund 5 Jahren (vor der anstehenden Einschulung) angeboten.

Sollte sich Entwicklungsauffälligkeiten zeigen, können durch die Vernetzung auf dem UKE-Gelände evtl. zusätzliche Untersuchungen problemlos veranlasst werden. Außerdem können zahlreiche Kontakte zu Institutionen außerhalb der Klinik vermittelt werden.