Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über das Spektrum der pharmazeutischen Dienstleistungen der Klinikapotheke des UKE geben.

Für Informationen zu Forschungsaktivitäten , Publikationen sowie Aus- und Weiterbildung folgen Sie bitte den entsprechenden Links oder nutzen Sie die Navigation auf der linken Seite.

  • AM-Versorgung
  • AM-Versorgung

    Safe Medication in Time (SMiT) - Unit-Dose

    Im Oktober 2007 erfolgte die Einführung der Unit-Dose-Versorgung, einer patientenbezogenen Arzneimittelversorgung. Inzwischen sind 71 Stationen, darunter 11 Intensivstationen, mit mehr als 1400 Betten und die Aufnahmestation der Zentralen Notaufnahme an die Unit-Dose-Versorgung angeschlossen.

    Ziel dieses Konzepts ist es, Verordnungsfehler, Übertragungsfehler und Fehler bei der Arzneimittelverteilung zu vermeiden.

    Durch die enge Zusammenarbeit von Stationsapothekern, Ärzten und Pflegekräften kann eine intensive pharmazeutische Betreuung der Patienten gewährleistet werden. Nach Überprüfung und Freigabe der ärztlichen Verschreibungen durch Stationsapotheker, erfolgt das patientenindividuelle Abpacken der Arzneimittel und die Belieferung der Stationen. Dies führt zu einer verbesserten Compliance und auch zu einer Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), da durch die eindeutige Kennzeichnung der Arzneimittel Verwechslungen ausgeschlossen werden können.

    Der Verpackungsvorgang der festen oralen Arzneiformen wird in einem separaten Raum, der den Anforderungen der Reinraumklasse F entspricht, von Verpackungsautomaten durchgeführt. Diese sind mit einem Verordnungssystem zur elektronischen Erfassung der Arzneimittel verbunden. Davon räumlich abgetrennt erfolgen die Kommissioniervorgänge von parenteralen Arzneiformen und das Einbringen der Tablettenschläuche in die jeweiligen Transportkisten.

    Täglich werden ca. 12 000 Units kommissioniert und an die Stationen just in time ausgeliefert. Darunter sind 7 000 feste orale Arzneimittel, die maschinell einzeln verpackt und mit Arzneimittelnamen, Applikationszeitpunkt und Einnahmehinweisen patientenbezogen gekennzeichnet sind.

    Simone Melzer
    Simone Melzer
    MBA
    • Fachapothekerin für Klinische Pharmazie

    Versorgung mit Fertigarzneimitteln

    Unter Nutzung modernster Technologie versorgen wir alle Stationen und Teileinheiten des UKE rund um die Uhr mit:

    • Arzneimitteln aus dem In- und Ausland incl. Plasmapräpraten
    • Betäubungsmitteln
    • Infusions- und sterile Spüllösungen
    • Desinfektionsmitteln
    Weitere Dienstleistungen:
    • Auswahl und Einkauf von Arzneimitteln nach fachlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten
    • Notfalldepot der Apothekerkammer Hamburg
    • Versorgung von Fremdhäusern

    Gunnar Ebeling
    Gunnar Ebeling
    • Fachapotheker für Klinische Pharmazie
  • Rezeptur und Defektur unsteriler Arzneimittel

    In der Apotheke des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf werden Arzneimittel entwickelt und hergestellt, die (noch) nicht im Handel erhältlich sind, deren Haltbarkeit für eine industrielle Fertigung zu gering ist oder die in der Eigenherstellung wesentlich günstiger sind (z. B. topische Corticoidzubereitungen).

    Dabei werden vor allem Salben, Cremes, Kapseln, Lösungen, Zäpfchen und Ophthalmika (Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Augenerkrankungen, z. B. Ciclosporin-Augentropfen) von unserem fachkundigen pharmazeutischen Personal hergestellt.

    Die Herstellung erfolgt entweder patientenindividuell im Rezeptur-Maßstab (Herstellung von Einzelzubereitungen sowie Einzelzubereitungen für den Stationsbedarf) oder bei häufig angefragten Zubereitungen im Defektur-Maßstab (Herstellung wiederholt angeforderter Zubereitungen in größerer Menge; bis zu 100 abgabefertige Packungen pro Herstellungsgang) als Anfertigung im Voraus.

    Besonders im Bereich der Pädiatrie (Kinderheilkunde) sind Arzneimittel häufig nicht in der benötigten Dosierung erhältlich, sodass niedriger dosierte Zubereitungen, vor allem in Form von Kapseln, patientenindividuell angefertigt werden.

    Zudem erfolgt die Anfertigung von Individualrezepturen für die innerliche und äußerliche Therapie sowie von allergologischen Provokations-Diagnostika.

    Auch Prüfpräparate für klinische Studien (diverse orale und topische Arzneiformen) werden standardmäßig für das Universitätsklinikum hergestellt.

    Darüber hinaus bieten wir eine umfassende und produktbezogene Beratung für Ärzte und Pflegepersonal bei allen Fragen zur Anwendung, Zusammensetzung, Verträglichkeit und Dosierung der hergestellten Arzneimittel.

    Angela Goerke
    Angela Goerke
    • Apothekerin
    • Sachkundige Person (Arzneimittelgesetz)

    Sterilproduktion

    In der Sterilabteilung der Krankenhausapotheke des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf stellen wir in größerem Maßstab sterile Zubereitungen her, die entweder im Endbehältnis sterilisiert oder unter rein aseptischen Bedingungen hergestellt werden. Produziert werden hauptsächlich Arzneimittel, die im Handel nicht erhältlich sind oder deren Eigenherstellung günstiger ist als der Einkauf des entsprechenden Fertigproduktes.

    Schwerpunkte sind:

    • Herstellung von patientenindividuellen und standardisierten parenteralen Ernährungslösungen
    • Herstellung patientenindividueller Zubereitungen zur parenteralen Applikation (z. B. Antibiotika)
    • Herstellung von Infusionen/Injektionen
    • Herstellung von Schmerzbeuteln
    • Herstellung ophthalmologischer Spezialprodukte

    Mit dem Umbau der Sterilabteilung werden neue Räumlichkeiten geschaffen, die alle GMP-Regularien erfüllen und die Herstellung nach Qualitätsstandards gemäß den EU-GMP-Leitlinien gewährleistet

    Matthias Manske
    Matthias Manske
    • Apotheker

    Zentrale Zytostatika-Zubereitung (ZZZ)

    Zytostatika sind hochwirksame Arzneistoffe, die das Zellwachstum bzw. die Zellteilung hemmen. Sie werden meist in Kombination mit einer Operation und/oder einer Strahlentherapie zur Behandlung von bösartigen Krebserkrankungen eingesetzt. Leider ist die toxische Wirkung nicht allein auf die Krebszellen beschränkt, weshalb auch gesunde Zellen betroffen sein können, was mehr oder weniger starke Nebenwirkungen verursachen kann und unter Umständen unterstützend behandelt werden muss (sog. Supportivtherapie). Daher benötigen schwer kranke Patienten eine individuelle Arzneimitteltherapie.

    In der Apotheke des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf werden täglich etwa 200 individuell dosierte Zytostatikalösungen mithilfe aseptischer Arbeitstechnik und unter Berücksichtigung eines optimalen Personenschutzes hergestellt. Durch eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Personal wird jede Verordnung anhand der Patientendaten vor der Herstellung nach klinisch-pharmazeutischen Gesichtspunkten auf Plausibilität geprüft, wodurch eine optimale Therapiesicherheit gewährleistet wird. Eine Beratung der Ärzte bezüglich aller auftretenden Fragen zu Zytostatika, deren Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen liegt uns zudem sehr am Herzen.

    In der Apotheke des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf erfolgt zudem eine frühzeitige Einbindung in neue onkologische Studien. Durch jahrelange Mitwirkung bei der Durchführung von klinischen Studien, nicht nur im onkologischen Bereich, sind wir mit der Betreuung onkologischer Studien vertraut, die neben der Herstellung, die Randomisierung, Verblindung und Dokumentation der Studienware beinhalten.

    Ines Battermann
    Ines Battermann
    • Fachapothekerin für Klinische Pharmazie

    Analytik

    In unseren analytischen Laboren werden mit Hilfe von instrumentellen und nasschemischen Analysemethoden sowohl quantitative als auch qualitative Qualitätskontrollen durchgeführt. Dabei werden sowohl in der Apotheke hergestellte als auch Fertigarzneimittel. Dadurch gewährleisten wir, dass alle zur Patientenversorgung bestimmten Arzneimittel von einwandfreier Qualität sind. Zu den hierbei häufig angewandten Verfahren zählen die Hochdruckflüssig- und die Dünnschichtchromatographie, Titrationen sowie auch die IR- und UV/VIS-Spektroskopie. Schwerpunkte der durchgeführten Kontrollen sind:

    • Prüfung von Rohstoffen für die Rezeptur und Defektur
    • Prüfung von in der Apotheke hergestellten Defekturen
    • Prüfung von für klinische Studien bestimmte Arzneimittel
    • Prüfung ausgewählter Fertigarzneimittel
    • Prüfung der Wasserqualität der Apotheke
    Unsere analytischen Prüfgeräte werden regelmäßig validiert, um aussagekräftige und reproduzierbare Ergebnisse liefern zu können und damit eine gleichbleibend hohe Qualität unserer Arzneimittel sicherzustellen.

    Michael Löbering
    Michael Löbering
    • Stellvertretende Apothekenleitung
    • Fachapotheker für Klinische Pharmazie
    • Sachkundige Person (Arzneimittelgesetz)
  • Wissenschaftlich fundierte und unabhängige Informationen sind die Grundlage für kompetente Aussagen in der pharmazeutischen Beratung.

    Deshalb bieten wir allen öffentlichen Apotheken im Raum Hamburg im Auftrag der Hamburger Apothekerkammer das Arzneimittelinformationszentrum (AIZ) als kompetente Beratungsstelle an.

    Um die Kollegen/-innen in den öffentlichen Apotheken zu unterstützen bieten wir Ihnen folgende Dienstleistungen:

    • Bearbeitung von Anfragen zu komplexen, arzneimittelspezifischen Fragestellungen mit ausführlichen Schriftlichen Antworten.
    • Recherche in medizinisch-wissenschaftlichen Datenbanken
    • Ausbildung von Pharmaziestudierenden im Bereich Arzneimittelinformation

    Joachim Kaufhold
    • Fachapotheker für Klinische Pharmazie
  • Klinische Studien

    Die Klinikapotheke des UKE greift im Bereich Klinische Studien auf eine langjährige Erfahrung zurück und befindet sich in stetigem Wachstum. Sowohl Prüfärzte als auch Prüffirmen finden hier einen zentralen und kompetenten Ansprechpartner für die Koordinierung und Durchführung von Studien.

    Unser engagiertes, pharmazeutisches Fachpersonal erbringt für Sie folgende Dienstleistungen:

    Dienstleistungen für Prüffirmen und Prüfärzte

    • Lagerung der Prüfmuster mit Überwachung und Dokumentation der Umgebungsbedingungen (Raumtemperatur, 2 – 8 °C, -20 °C)
    • Randomisierung von Patienten und Studienmedikation
    • patientenindividuelle Rekonstitution, ggf. mit Verblindung
    • Dokumentation (Drug Account, Delegation Log, Training Log etc.)
    • Betreuung von Monitoringbesuchen
    • Teilnahme an Audits und behördlichen Inspektionen

    Die Rekonstitution von Studienmedikation für die Patienten des UKE stellt hierbei unsere Hauptaufgabe dar. Zurzeit ist die Klinikapotheke an mehr als 80 Studien beteiligt.

    Ihre Ansprechpartner

    Ulrike Gogolka
    • Studienkoordinatorin
    • PTA
    Anja Gärtner
    • Fachapothekerin für Klinische Pharmazie

    Herstellungsbetrieb

    Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist im Besitz einer Herstellungserlaubnis für klinische Prüfpräparate gemäß §13 des Arzneimittelgesetzes (AMG) für ausgewählte Darreichungsformen.

    Seit 2003 stellen wir im Rahmen dieser Herstellungserlaubnis Prüfpräparate für klinische Studien her und arbeiten hierbei eng mit Kliniken, Studienzentren, Prüfärzten sowie der pharmazeutischen Industrie zusammen. Durch die enge Anbindung an den Klinikalltag haben wir die Chance, sehr schnell auf individuelle Wünsche der Sponsoren zu reagieren.

    Als pharmazeutisches Unternehmen unterliegt der Herstellungsbetrieb dabei den jeweils aktuell geltenden Regularien, insbesondere der Arzneimittel-und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV), dem EU-GMP-Leitfaden sowie der GCP-Verordnung und dem Arzneimittelgesetz (AMG). Somit wird sichergestellt, dass Arzneimittel von allerhöchster Qualität produziert werden.

    Höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards, fachliches Know-how, Flexibilität und Zuverlässigkeit sind für uns selbstverständlich. Mit unserer Expertise und Erfahrung leisten wir gerne einen wichtigen Beitrag zum Erfolg Ihrer Studie.

    Umfang der Herstellungserlaubnis

    • nicht sterile Produkte in Form von Hartkapseln
      • vollständige und teilweise Herstellung, inkl. Umfüllen, Abpacken und Kennzeichnen
      • Chargenfreigabe und –zertifizierung
      • Lagerung und Vertrieb
    • Abpacken / Primärverpacken von Tabletten

    Import und Chargenfreigabe von Prüfpräparaten

    • sterile Produkte (aseptisch hergestellt oder im Endbehältnis sterilisiert)
    • nicht sterile Produkte

    Unsere Leistungen im Herstellungsbetrieb (Auswahl)

    • GMP-konforme Entwicklung, Herstellung und Prüfung von klinischen Prüfpräparaten
    • patientenbezogene Konfektionierung gemäß Randomisierungsliste
    • Kennzeichnung, Verblindung der Prüfpräparate, Erstellung von Entblindungsunterlagen
    • GMP-konforme Lagerung der Prüfpräparate
    • applikationsfertige Zubereitung der Prüfpräparate und Auslieferung/Versand
    • Unterstützung des Sponsors bei der Antragstellung (BfArM/Ethik)
    • Vertragsgestaltung (siehe auch Koordination Klinische Studien)
    • Import und Chargenfreigabe von Prüfpräparaten

    Ihre Ansprechpartnerin

    Angela Goerke
    Angela Goerke
    • Apothekerin
    • Sachkundige Person (Arzneimittelgesetz)
    Kontakt

    Standort

    N19 , Etage 1
  • Die Apotheke blickt mit ihrem Qualitätsmanagementsystem auf eine langjährige Tradition zurück. Als erste Krankenhausapotheke im norddeutschen Raum wurde sie - vielbeachtet - schon 1999 nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

    Seit 2010 ist die Apotheke als Abteilung des UKE in das klinikweite Qualitätsmanagementsystem eingebunden. Im Jahr 2011 folgte die Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001.

    Alle Prozesse, z.B. die Herstellung von Arzneimitteln, sind eindeutig beschrieben und werden laufend verbessert. Eventuelle Fehler in einer Verordnung patientenorientierter Zubereitungen werden bei sorgfältigen Kontrollen entdeckt, analysiert und systematisch dokumentiert. Eine optimale Patientenversorgung wird sichergestellt.

    Im QM-Handbuch des UKE sind eine Reihe von Verfahrensanleitungen (VA) veröffentlicht, die pharmazeutischen Rat bei verschiedensten Fragestellung des klinischen Alltags geben.

    Im Qualitätsmanagement-Handbuch (QMH) der Apotheke findet man alle relevanten Prozesse in SOPs (Standard Operating Procedures) und Anlagen (detaillierte Arbeitsanweisungen) dargestellt. Besonders umfangreich ist naturgemäß das Kapitel 2 „Verfahren und Leistungen“. Die vielfältigen Herstellungs-, Prüfungs- und Abgabeabläufe für Arzneimittel werden beschrieben und weitere Dienstleistungen dargestellt.

    Cornelia Tönnesmann
    Cornelia Tönnesmann
    • Fachapothekerin für Klinische Pharmazie
    • QM-Koordinatorin
  • Ambulante Abrechnung

    Die Klinikapotheke des UKE versorgt auch die Patienten der Ambulanzen. Sie erhalten von uns all die Arzneimitteln, die während des ambulanten Aufenthaltes gegeben werden. Hierzu gehören u.a. Immuntherapien und Arzneimittel aus dem Bereich der Onkologie, die individuell dosiert werden und daher oft erst am Behandlungstag zubereitet werden.

    Das Team der ambulanten Abrechnung:

    • bringt die Rezepte der gesetzlich Krankenversicherten (GKV) zur Abrechnung
    • gibt Zuzahlungsrechnungen in Auftrag
    • erstellt Rechnungen für Privatversicherte

    Als GKV-Patient ohne Zuzahlungsbefreiung erhalten Sie eine Rechnung über die Zuzahlung von unserem Abrechnungspartner PrivatCard.

    Falls Sie befreit sind, achten Sie bitte bei jedem Ambulanztermin darauf, Ihren Befreiungsausweis vorzulegen, da es sonst zu unnötigen Zuzahlungsrechnungen kommen kann.

    Sollten Sie eine Frage zu Ihrer Rechnung haben oder uns über Ihre Befreiung informieren wollen, erreichen Sie uns auf folgendem Wege:

    Christine Zimmermann
    • Sekretariat
    Standort

    N19 , Etage 1