Glaukom | Grüner Star
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Was ist ein Glaukom?
Der Begriff
Glaukom
(nach altgriechisch: glaukós - grünlich schimmernd | Synonym:Grüner Star
) stellt eine Gruppe von Erkrankungen dar, die aufgrund einer zunehmenden Schädigung des Sehnervs zu fortschreitenden nicht erholbaren Gesichtsfeldausfällen führt. Unbehandelt kann die Erkrankung zur Erblindung führen.Das Glaukom gehört zu den dritthäufigsten Ursachen für eine Erblindung. Oftmals wissen die Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung, da sich zu Beginn keine Symptome bemerkbar machen.
Ein Glaukom entwickelt sich meist schleichend und ohne Warnzeichen — umso wichtiger sind eine frühzeitige Diagnose und eine Therapie, die zu Ihnen passt. Unser Glaukomteam begleitet Sie mit modernster Diagnostik, langjähriger Erfahrung und dem gesamten Spektrum der konservativen, Laser-basierten und operativen Behandlung.
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Symptome
Das Tückische am Glaukom: Es verursacht über lange Zeit keinerlei Beschwerden. Weder ein langsam erhöhter Augeninnendruck noch die beginnende Schädigung des Sehnervens sind spürbar. Die entstehenden Gesichtsfeldausfälle beginnen meist im mittleren Randbereich des Sehens und werden vom Gehirn und vom jeweils anderen Auge lange „ausgeglichen". Viele Betroffene bemerken ihre Erkrankung daher erst, wenn bereits ein großer Teil der Sehnervenfasern unwiederbringlich verloren ist. Mögliche Anzeichen eines fortgeschrittenen Glaukoms sind:
- zunehmende Einschränkungen des Gesichtsfeldes („Tunnelblick"), z. B. Übersehen von Hindernissen, Personen oder Fahrzeugen am Rand des Blickfeldes
- Orientierungsprobleme, häufigeres Stolpern oder Anstoßen
- Schwierigkeiten beim Lesen oder beim Sehen in der Dämmerung
- Zunehmendes Verschwommensehen
Ein Sonderfall ist der akute Glaukomanfall (Winkelblock):
Hier steigt der Augeninnendruck plötzlich stark an. Typisch sind heftige Augen- und Kopfschmerzen, ein gerötetes und sehr hartes Auge, verschwommenes Sehen, das Wahrnehmen von Farbringen um Lichtquellen sowie Übelkeit und Erbrechen. Der Glaukomanfall ist ein Notfall — suchen Sie in diesem Fall sofort eine Augenklinik oder den augenärztlichen Notdienst auf. Weil das chronische Glaukom so lange unbemerkt bleibt, kommt der Früherkennung eine entscheidende Bedeutung zu: Einmal entstandene Gesichtsfeldausfälle lassen sich nicht rückgängig machen — ein rechtzeitig erkanntes Glaukom lässt sich jedoch in aller Regel gut aufhalten.
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Ursachen
Beim Glaukom gehen fortschreitend Nervenfasern des Sehnervens zugrunde. Der wichtigste — und behandelbare — Faktor ist dabei ein zu hoher Augeninnendruck. Im Inneren des Auges wird ständig Kammerwasser gebildet, das die Linse und die Hornhaut versorgt und über ein feines Abflusssystem im Kammerwinkel (das Trabekelmaschenwerk) wieder abfließt. Gerät dieses Gleichgewicht aus Bildung und Abfluss aus dem Takt, steigt der Druck im Auge — und der empfindliche Sehnervenkopf wird auf Dauer geschädigt. Je nach Ursache des gestörten Abflusses unterscheidet man verschiedene Glaukomformen:
- Primäres Offenwinkelglaukom — die häufigste Form. Altersbedingte Veränderungen des Trabekelmaschenwerks erhöhen den Abflusswiderstand; der Augeninnendruck steigt langsam über Jahre an. Die Erkrankung tritt meist ab dem 40. Lebensjahr auf.
- Normaldruckglaukom — der Sehnerv wird geschädigt, obwohl der Augeninnendruck im statistischen Normalbereich liegt. Hier spielen eine gestörte Durchblutung des Sehnervenkopfes und eine erhöhte Druckempfindlichkeit des Sehnervs eine wesentliche Rolle.
- Engwinkel- und Winkelblockglaukom — bei anatomisch engem Kammerwinkel (z. B. bei ausgeprägter Weitsichtigkeit oder fortgeschrittenem Grauen Star) kann der Abfluss behindert oder plötzlich vollständig blockiert werden — bis hin zum akuten Glaukomanfall.
- Sekundärglaukome — Folge anderer Erkrankungen oder Veränderungen des Auges, z. B. beim Pseudoexfoliationssyndrom (PEX-Glaukom), beim Pigmentdispersionsglaukom, nach Gefäßverschlüssen der Netzhaut, bei Entzündungen im Augeninneren, nach Verletzungen oder als Folge einer diabetischen Augenerkrankung. Auch eine langfristige Kortisontherapie kann den Augeninnendruck erhöhen.
- Angeborenes und kindliches Glaukom — seltene Formen durch Entwicklungsstörungen des Kammerwinkels, die eine spezialisierte Betreuung erfordern.
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Risikofaktoren
Bestimmte Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einem Glaukom zu erkranken. Wer einen oder mehrere davon aufweist, sollte regelmäßig augenärztliche Kontrolluntersuchungen wahrnehmen:
- Erhöhter Augeninnendruck — der wichtigste Risikofaktor, auch wenn nicht jeder erhöhte Druck zum Glaukom führt und ein Glaukom auch bei normalem Druck entstehen kann
- Höheres Lebensalter — die Häufigkeit nimmt ab dem 40. Lebensjahr deutlich zu
- Familiäre Vorbelastung — sind Eltern oder Geschwister erkrankt, ist das eigene Risiko erhöht
- Dünne Hornhaut — sie geht mit einem höheren Glaukomrisiko einher und führt zudem dazu, dass der gemessene Augeninnendruck unterschätzt wird
- Starke Kurzsichtigkeit (für das Offenwinkelglaukom) bzw. starke Weitsichtigkeit (für das Engwinkelglaukom)
- Pseudoexfoliationssyndrom (PEX) und Pigmentdispersion
- Durchblutungsstörungen und Gefäßfaktoren — z. B. sehr niedriger Blutdruck (insbesondere nächtliche Blutdruckabfälle), Migräne oder Gefäßregulationsstörungen (kalte Hände/Füße); sie spielen vor allem beim Normaldruckglaukom eine Rolle
- Langfristige Kortisonbehandlung (Tropfen, Tabletten oder Injektionen)
- Frühere Augenverletzungen, -entzündungen oder -operationen
- Diabetes mellitus und andere Gefäßerkrankungen
Ab dem 40. Lebensjahr empfehlen die augenärztlichen Fachgesellschaften regelmäßige Glaukom-Früherkennungsuntersuchungen; bei Risikofaktoren gegebenenfalls früher und in kürzeren Abständen. Ihre niedergelassene Augenärzt:in berät Sie hierzu gerne.
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Diagnostik
Die Augenklinik des UKE führt im Rahmen der Früherkennung und der Verlaufskontrolle von Glaukomerkrankungen eine umfassende, auf modernsten Untersuchungsverfahren basierende Diagnostik durch. Sie ist die Grundlage, um Form und Schweregrad der Erkrankung individuell zu bestimmen und die Therapie gezielt festzulegen und zu überprüfen. Zu unserem diagnostischen Spektrum gehören:
- Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie) — ergänzt durch die Messung der Hornhautdicke (Pachymetrie), da diese die Druckwerte beeinflusst und für deren korrekte Einordnung wichtig ist.
- Untersuchung des Sehnervenkopfes (Papille) — Beurteilung der glaukomtypischen Aushöhlung (Exkavation) des Sehnervenkopfes an der Spaltlampe und mittels Fotodokumentation.
- Optische Kohärenztomographie (OCT) — ein schmerzfreies, berührungsloses Bildgebungsverfahren, das die Nervenfaserschicht der Netzhaut und den Sehnervenkopf mikrometergenau vermisst. Damit lassen sich Schäden häufig erkennen, bevor Gesichtsfeldausfälle messbar sind — und Verläufe über Jahre präzise dokumentieren. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten pro Auge.
- Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie) — bestimmt Art und Ausmaß der funktionellen Ausfälle. Das Gesichtsfeld umfasst den gesamten Bereich, den man wahrnimmt, ohne Augen oder Kopf zu bewegen.
- Untersuchung des Kammerwinkels (Gonioskopie) — zur Unterscheidung von Offenwinkel-, Engwinkel- und Sekundärglaukomen.
- Stationäre Augeninnendruckanalyse (Tagesdruckprofil) — der Augeninnendruck schwankt im Tagesverlauf. Bei ausgewählten Patient:innen führen wir deshalb wiederholte Druckmessungen über 48 Stunden — auch nachts — unter stationären Bedingungen durch. So erkennen wir Druckspitzen, die einer Einzelmessung entgehen, und können die Therapie entsprechend anpassen.
Die Basisuntersuchungen (Augeninnendruck, Sehnerv, Gesichtsfeld) führt in der Regel Ihre niedergelassene Augenärzt:in durch. Bei auffälligen oder unklaren Befunden übernehmen wir gerne die Mitbeurteilung — die Verlaufskontrollen erfolgen ambulant oder bei besonderen Fragestellungen im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts. Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin vorhandene Vorbefunde (insbesondere Gesichtsfeld- und OCT-Befunde), Ihre aktuelle Medikamentenliste und Ihre Brille mit.
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Medikamentöse Therapie
Ziel jeder Glaukomtherapie ist es, den Augeninnendruck so weit zu senken, dass die Erkrankung nicht weiter fortschreitet. Den dafür nötigen Zieldruck legen wir individuell fest — abhängig von Glaukomform, Schweregrad, Ausgangsdruck und Verlauf. In den meisten Fällen beginnt die Behandlung mit drucksenkenden Augentropfen.
Zur Verfügung stehen verschiedene Wirkstoffgruppen, die die Bildung des Kammerwassers verringern oder seinen Abfluss verbessern — unter anderem Prostaglandin-Analoga, Betablocker, Carboanhydrasehemmer und Alpha2-Agonisten. Häufig genügt zunächst ein einzelnes Präparat; bei Bedarf werden Wirkstoffe kombiniert, oft in praktischen Kombinationspräparaten.
Entscheidend für den Erfolg ist die regelmäßige und dauerhafte Anwendung.
Die Tropfen wirken nur, solange sie konsequent — meist ein Leben lang — angewendet werden, auch wenn keine Beschwerden bestehen. Bei der richtigen Tropftechnik und bei Fragen zur Verträglichkeit unterstützen wir Sie gerne; bei Unverträglichkeiten oder trockenen, gereizten Augen kann häufig auf konservierungsmittelfreie Präparate oder andere Wirkstoffe gewechselt werden.Ob die Therapie ausreichend wirkt, überprüfen wir gemeinsam mit Ihrer Augenarztpraxis in regelmäßigen Kontrolluntersuchungen von Augeninnendruck, Sehnerv und Gesichtsfeld. Reicht die medikamentöse Drucksenkung nicht aus oder wird sie nicht vertragen, stehen Laserverfahren und operative Behandlungen zur Verfügung.Bitte bringen Sie zu jedem Besuch Ihre vollständige Medikamentenliste mit und teilen Sie uns mit, welche Medikamente Sie nicht vertragen — das hilft uns, die für Sie beste Therapie zu finden.
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Operation
Wenn Augentropfen den Augeninnendruck nicht ausreichend senken, nicht vertragen werden oder die Erkrankung trotz Therapie fortschreitet, kommen Laserverfahren und operative Eingriffe zum Einsatz. Unsere Klinik bietet hierfür das gesamte Spektrum der modernen Glaukomchirurgie an — von schonenden Laserbehandlungen über minimalinvasive Verfahren bis zur klassischen filtrierenden Operation. Welches Verfahren das richtige ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen — abhängig von Glaukomform, Zieldruck, Voroperationen und Ihrer individuellen Situation.
Laserverfahren
- Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT): Der Laser moduliert das körpereigene Abflusssystem (Trabekelmaschenwerk) und verbessert so den Kammerwasserabfluss. Der Eingriff erfolgt ambulant, ist schmerzarm und kann bei Bedarf wiederholt werden. In geeigneten Fällen kann die SLT auch als erste Therapie anstelle von Augentropfen eingesetzt werden.
- Laser-Iridotomie: Beim Engwinkelglaukom schafft der Laser eine kleine Öffnung in der Regenbogenhaut und stellt so den Kammerwasserfluss sicher — eine wirksame Vorbeugung gegen einen Glaukomanfall.
- Zyklophotokoagulation: Durch gezielte Laserbehandlung des Ziliarkörpers wird die Kammerwasserproduktion reduziert; das Verfahren kommt vor allem bei fortgeschrittenen oder mehrfach voroperierten Glaukomen zum Einsatz.
Kleinste Implantate oder mikrochirurgische Eingriffe verbessern den Kammerwasserabfluss über die natürlichen oder neu geschaffene Abflusswege. Die Verfahren sind gewebeschonend, die Erholungszeit ist kurz.
Nicht-filtrierende Operationen
Bei diesen Verfahren wird das Auge nicht vollständig eröffnet. Bei der tiefen Sklerektomie werden die äußeren Schichten des Abflusssystems mikrochirurgisch abgetragen, sodass nur eine hauchdünne natürliche Membran stehen bleibt, über die das Kammerwasser kontrolliert abfließen kann. Verwandte Verfahren wie die Viskokanalostomie oder die Kanaloplastik erweitern zusätzlich den natürlichen Abflusskanal des Auges (Schlemm-Kanal).
Filtrierende Operationen
- Trabekulektomie: Das Standardverfahren der Glaukomchirurgie mit der stärksten drucksenkenden Wirkung. Dabei wird ein neuer, feiner Abflussweg für das Kammerwasser unter die Bindehaut geschaffen (Sickerkissen).
- Glaukom-Drainageimplantate: Bei komplexen Ausgangssituationen oder bereits mehrfach voroperierten Augen leiten spezielle Implantate das Kammerwasser kontrolliert ab.
Spezielle Verfahren
Die Glaukomchirurgie entwickelt sich derzeit rasant weiter. Unsere Klinik setzt moderne Verfahren ein, die eine wirksame Drucksenkung mit möglichst geringer Gewebebelastung verbinden — darunter neuartige Mikro-Drainageimplantate, die das Kammerwasser über einen winzigen Kanal kontrolliert unter die Bindehaut ableiten, sowie schonende Laserverfahren wie die Mikropuls-Zyklophotokoagulation, bei der der Ziliarkörper gewebeschonend behandelt wird. Als universitäres Zentrum bieten wir zudem Verfahren für komplexe Ausgangssituationen an und nehmen an klinischen Studien teil — unsere Patient:innen profitieren so früh von aktuellen Entwicklungen.
Kindliche Glaukome erfordern eine besonders spezialisierte operative Versorgung: Anders als beim Erwachsenen steht hier die Operation meist am Anfang der Behandlung. Zum Einsatz kommen kammerwinkelchirurgische Eingriffe wie die Goniotomie und die Trabekulotomie, die den angeborenen Abflusswiderstand direkt beseitigen, sowie bei Bedarf Drainageimplantate.
Nachsorge
Bei allen filtrierenden Verfahren ist die Wundheilung des Körpers die entscheidende Herausforderung: Verschließt sich der neu geschaffene Abfluss, kann der Augeninnendruck wieder ansteigen. Eine engmaschige Nachsorge in den Wochen nach der Operation ist daher wesentlich für den langfristigen Erfolg. Diese planen wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrer behandelnden Augenarztpraxis.
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FAQ
Ist der Grüne Star heilbar?
Nein — bereits entstandene Schäden am Sehnerv und Ausfälle im Gesichtsfeld lassen sich nicht rückgängig machen. Das Fortschreiten der Erkrankung kann durch eine konsequente Senkung des Augeninnendrucks aufgehalten werden. Je früher das Glaukom erkannt wird, desto besser lässt sich das Sehvermögen erhalten.Was ist der Unterschied zwischen Grünem und Grauem Star?
Trotz des ähnlichen Namens handelt es sich um völlig verschiedene Erkrankungen: Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die Augenlinse ein — das lässt sich durch eine Operation mit Einsetzen einer Kunstlinse sehr gut beheben. Beim Grünen Star (Glaukom) wird der Sehnerv geschädigt — diese Schäden sind nicht umkehrbar, das Fortschreiten lässt sich aber aufhalten. Beide Erkrankungen können gemeinsam auftreten.Ich habe Glaukom und keine Beschwerden — warum soll ich trotzdem tropfen?
Das chronische Glaukom verursacht bis in späte Stadien keine Beschwerden — weder der erhöhte Druck noch die frühen Gesichtsfeldausfälle sind spürbar. Die Tropfen schützen Ihren Sehnerv jedoch nur, wenn sie regelmäßig und dauerhaft angewendet werden. Das Weglassen der Therapie bemerken Sie nicht sofort — die dadurch entstehenden Schäden sind aber unwiederbringlich.Muss ich die Augentropfen ein Leben lang nehmen?
In der Regel ja — solange keine andere drucksenkende Behandlung (Laser oder Operation) erfolgt ist. Nach einem erfolgreichen Eingriff kann die Zahl der Tropfen häufig reduziert werden oder ganz entfallen; das entscheidet sich im individuellen Verlauf.Wie oft muss ich zur Kontrolle?
Das hängt vom Schweregrad und der Stabilität des Befundes ab. Üblich sind Kontrollen von Augeninnendruck, Sehnerv und Gesichtsfeld alle drei bis zwölf Monate. Ihre behandelnde Ärzt:in legt das Intervall individuell mit Ihnen fest.Ist ein erhöhter Augeninnendruck dasselbe wie ein Glaukom?
Nein. Ein erhöhter Augeninnendruck ohne Sehnervenschaden wird als okuläre Hypertension bezeichnet — nicht jede Drucksteigerung führt zum Glaukom, sie erhöht aber das Risiko und sollte kontrolliert werden. Umgekehrt kann ein Glaukom auch bei normalen Druckwerten entstehen (Normaldruckglaukom).Darf ich mit Glaukom Auto fahren?
Das hängt vom Ausmaß der Gesichtsfeldausfälle und der Sehschärfe ab. Bei frühen Stadien ist das Fahren meist uneingeschränkt möglich; bei fortgeschrittenen Ausfällen kann die Fahreignung eingeschränkt sein. Sprechen Sie uns an — wir beraten Sie und führen die erforderlichen Gesichtsfelduntersuchungen im Rahmen von Begutachtungen durch.Kann ich selbst etwas tun, um mein Glaukom günstig zu beeinflussen?
Das Wichtigste ist die konsequente Anwendung Ihrer Therapie und das Wahrnehmen der Kontrolltermine. Darüber hinaus wirken sich ein gesunder Lebensstil, regelmäßige moderate Bewegung, Nikotinverzicht und eine gute Einstellung von Blutdruck und Blutzucker günstig aus. Informieren Sie Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen — insbesondere über Kortisonpräparate.Wie bekomme ich einen Termin in Ihrer Glaukomsprechstunde?
In der Regel erfolgt die Vorstellung nach Überweisung durch Ihre niedergelassene Augenärzt:in. Termine vereinbaren Sie unter Kontakt . Bitte bringen Sie Vorbefunde, Ihre Medikamentenliste und Ihre Brille mit. -
Team
Dr. rer. nat. Dr. med. Dipl.-Phys.Carsten GrohmannFEBO- Oberarzt
- Koordinator EDV und IT
- Facharzt für Augenheilkunde
- Prüfarzt (Medizinproduktegesetz)
- Prüfarzt (Arzneimittelgesetz)
Standort
W40 , 2. Etage, Raumnummer 206
Dr. med.Ulrike BrocksFEBO- Oberärztin
- Fachärztin für Augenheilkunde
Standort
W40 , EG
Standort
W40 , EGStandort
W40 , EG
Standort
W40 , EGKonsiliarärztin Glaukom
Prof. Dr. med.Maren Klemm- Konsiliarärztin
- Fachärztin für Augenheilkunde
Standort
W40 , 1. Etage