Leistungszahlen

Hier finden Interessierte einen Überblick über die neuesten Zahlen und Fakten.

Statistik 2020
3.112Geburten
3.266geborene Kinder
295Frühgeborene insgesamt
99Frühgeborene <1.500 g
166Mehrlingsgeburten (5,3%)
234äußere Wendungen bei Beckenendlage (54,4% erfolgreich)
49vaginale Geburten aus Beckenendlage
60Lasereingriffe bei Zwillingstransfusionssyndrom
31,7%Sectiorate
5,2%Dammschnittrate

Mehr zum Thema Perinatalzentrum und Frühgeburt

Wann ist mein Kind ein Frühgeborenes?

Eine normale Schwangerschaft dauert zwischen 38 und 42 Wochen. Ein Kind gilt als Frühgeborenes, wenn es vor dem Ende der 37. Schwangerschaftswoche, also früher als drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, zur Welt kommt. Wenn ein Kind vor 32 Schwangerschaftswochen geboren wird, liegt das Geburtsgewicht in der Regel unter 1.500 Gramm. Man spricht dann von sehr untergewichtigen Frühgeborenen, die weniger als 1.500 Gramm bzw. weniger als 1.250 Gramm wiegen.

Was ist ein Perinatalzentrum?

Ein Perinatalzentrum (perinatal = "um die Geburt herum") ist eine Einrichtung zur Versorgung von Früh- und Neugeborenen. Seit 2006 gibt es gesetzliche Qualitätskriterien, die erfüllt sein müssen, damit sich eine Klinik Perinatalzentrum nennen darf. Die Kriterien orientieren sich vorwiegend an der Anzahl der behandelten Frühgeborenen und ihrem Geburtsgewicht. Auch die besonderen fachlichen Qualifikationen der Mitarbeiter:innen, die ständige Betreuung durch Geburtshelfer und Kinderärzt:innen mit spezieller Qualifikation für Risikogeburten und Neugeborenenmedizin sowie die modernste technische Ausstattung der Klinik sind gesetzlich geregelt.

Was ist der Unterschied zwischen Level-1 und Level-2?

In Perinatalzentren Level-1 werden Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm und einer Geburt vor 29 Schwangerschaftswochen behandelt. In Perinatalzentren Level-2 werden Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht zwischen 1.250 Gramm und 1.499 Gramm und einer Geburt zwischen 29 und 32 Schwangerschaftswochen behandelt.

Mehr Informationen zum rechtlichen Hintergrund erhalten sie über diesen Link ; der Beschluss ist als Download hier erhältlich.

Ausstattungsmerkmale

Wie viele Kreißsäle gibt es und wie sind sie ausgestattet (eigene Toilette, Badewanne etc)?

5 Kreißsäle, jeweils ausgestattet mit

  • Kreißbett
  • Geburtsseil
  • Gymnastikmatte und -ball
  • eigenem Bad mit Dusche
  • Erstversorgungseinheit für das Neugeborene mit Wärmelampe
  • kabelloser CTG-Überwachung

1 Kreißsaal verfügt zusätzlich auch über eine große Gebärwanne. Alle Räume sind entsprechend der asiatischen Harmonielehre Feng Shui eingerichtet.

Wie viele Vorwehenzimmer gibt es und wie sind sie ausgestattet?

3 Vorwehenzimmer im Kreißsaalbereich, alles Einzelzimmer, jeweils ausgestattet mit

  • eigenem Waschbecken
  • Gymnastikmatte und -ball
  • kabelloser CTG-Überwachung

3 vorgeburtliche CTG- und Untersuchungsräume mit kabelloser CTG-Überwachung

1 Raum mit Wanne zum Entspannungsbad

Alle Räume sind entsprechend der asiatischen Harmonielehre Feng Shui eingerichtet.

Wie hoch ist die Zahl der Ärzte/Hebammen insgesamt und pro Schicht (und wie lang sind deren Schichten)?

  • Oberärztin/Oberarzt der Geburtshilfe, Anästhesie und Neonatologie
  • 2 bis 3 Assistenzärzte im Kreißsaal ständig anwesend
  • 1 weiterer Gynäkologe ständig im Haus rufbereit
  • 4 Hebammen im Kreißsaal ständig anwesend, 1 bis 2 weitere Hebammen zur Entlastung in der Kernarbeitszeit anwesend

Wie viele Betten gibt es auf der Wochenbettstation?

32 Betten für Wöchnerinnen und 6 Familienzimmer für Eltern und ihr Baby

Wie viele Betten gibt es für Frühchen und ab welcher Woche sind Frühchengeburten möglich?

Die Normalstation für Früh- und Neugeborene befindet sich direkt neben der Wochenstation. Sie verfügt über 27 Betten. Die Intensivstation für Früh- und Neugeborene befindet sich ebenfalls auf der Mutter-Kind-Etage, direkt gegenüber dem Kreißsaal. Die Lage (Tür an Tür zum Kreißsaal) ist deshalb wichtig, weil sie sicherstellt, dass die kleinsten und unreifsten Frühchen nach der Geburt nur einen ganz kurzen Transportweg haben und direkt in ihrem „Brutkasten“ (Inkubator) auf die Intensivstation gebracht werden können.

Die Intensivstation verfügt über 15 Betten („Beatmungsplätze“). Die so genannte Grenze der Lebensfähigkeit liegt bei 23 bis 24 Schwangerschaftswochen, also rund 4 Monate vor dem errechneten Geburtstermin – wobei das Ziel der Frühgeborenenmedizin nicht im Aufstellen von Rekorden, sondern in der Gewährleistung einer möglichst hohen Versorgungsqualität für die betroffenen Kinder und Familien besteht. Das beinhaltet auch, dass Frühgeburten, wenn immer möglich, hinausgezögert oder gänzlich vermieden werden.