Musiktherapie in der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik

'Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.'
(Victor Hugo)

Die Diagnose Krebs bedeutet für den betroffenen Menschen einen tiefen Einschnitt in sein bisheriges Leben. Die Integrität des Körpers scheint verloren, soziale Bindungen wanken und immer wieder tauchen Ängste vor der Krankheit, der Behandlung, dem Sterben und Tod auf.

Dazu kommen die unmittelbar belastenden Symptome der Erkrankung und die Nebenwirkungen der Therapie. Die subjektive Lebensqualität ist deutlich eingeschränkt.

Viele Menschen fühlen sich mit dieser Situation überfordert. Oft führt sie in eine Sprachlosigkeit hinein. Nicht selten tauchen Gefühle von Isolation oder depressive Gedanken auf.

Hier kann Musiktherapie helfen und wird seit mehreren Jahren in der Begleitung onkologischer Patienten eingesetzt
Sie ermöglicht einen Zugang zum inneren Erleben, kann ein 'Sprachrohr' sein, und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, kreative Fähigkeiten neu zu entdecken und zu entwickeln.

Musiktherapie als eine Form der Psychotherapie schafft für den Patienten in Musik und/oder begleitendem Gespräch eine Ebene, auf der Erfahrungen und Erlebnisse im Zusammenhang mit der Erkrankung und Behandlung zum Ausdruck kommen und verarbeitet werden können.

Musiktherapie kann durch ihre Form des Ausdrucks dazu beitragen, die Handlungsfähigkeit des Betroffenen zu erhalten, das Selbstwertgefühl zu verbessern, und letztendlich einen Wiedergewinn von Lebensqualität und Lebensfreude erzielen.

Die Ausrichtung der Musiktherapie ist ressourcenorientiert. Die jeweiligen Zielsetzungen und Inhalte werden mit dem Patienten individuell vereinbart.

Angebote:

Musiktherapie wird derzeit auf der Palliativstation (C2B), der Leukämiestation (C5A ) sowie den Onkologischen Stationen C5B und C4A/B angeboten.

Es finden überwiegend Einzeltherapien statt. Je nach Bedarf gibt es jedoch auch Angebote gemeinsam mit den Angehörigen des Patienten, ebenso wie Musiktherapie für Angehörige allein.
In der Musiktherapie wird mit aktiven und rezeptiven Methoden gearbeitet. In der aktiven Improvisation kommen Instrumente aus unterschiedlichen Kulturkreisen zum Einsatz, die vom Patienten selbst und/oder vom Therapeuten gespielt werden. In der rezeptiven Musiktherapie geht es um das aktive Hören von live gespielter Musik oder auch Musik von Tonträgern.

Die Musiktherapie findet entweder im Patientenzimmer oder in einem speziell ausgestatteten Musiktherapieraum statt. Musikalische Vorkenntnisse sind dazu nicht erforderlich.

Kontakte:

Musiktherapeutin M.A., Dipl.-Instrumentalpädagogin
Sarah Böhmer Musiktherapeutin M.A. (DMtG), Dipl.-Instrumentalpädagogin
Marieke Bothe Musiktherapeutin M.A., Diplom-Musikpädagogin

Telefon: +49 (0)40 7410 -54446
E-Mail: s.boehmer@uke.de Palliativstation

Die Musiktherapie bei Patienten mit hämatologischer oder onkologischer Erkrankung und auf der Palliativstation wird seit 2015 gefördert von der:

Musiktherapie:

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