Ästhetische Chirurgie

Der ästhetische Bereich unseres Fachgebietes stellt einen weiteren Schwerpunkt unserer Abteilung dar, dem wir am UKE mit großer Sorgfalt begegnen.

Die anerkannte Ästhetische Chirurgie ist in Deutschland unserer Facharztkompetenz "Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie" zugeordnet. Im Gegensatz dazu sind Schönheitsoperation und kosmetische Chirurgie von den entsprechenden medizinischen Berufsverbänden nicht als Fachgebiet definiert. Dies heißt nicht automatisch, dass Qualität garantiert ist.

Körperformende Chirurgie

  • Bei der Bauchdeckenstraffung wird die erschlaffte überschüssige Haut inklusive des darunter befindlichen Fettgewebes der Bauchwand entfernt. Während der Operation erfolgt eine Verlagerung und Neuformung des Bauchnabels. Infolge der Abdominoplastik kann eine deutliche Konturverbesserung der Bauchdecke erreicht werden. Dieser Eingriff kann mit einer Liposuktion (Fettabsaugung) kombiniert werden.

  • Diese Operation wird zur Reduktion überschüssigen Gewebes an den Oberarmen eingesetzt. Die Schnittführung erfolgt zumeist an der Oberarminnseite. Darüber hinaus kann der Eingriff mit einer Liposuktion (Fettabsaugung) kombiniert werden.

  • Im Rahmen der Oberschenkelstraffung wird überschüssige Haut sowie Unterhautfettgewebe im Bereich der Oberschenkel­innenseiten entfernt. Diesen Eingriff bitten wir auch in Kombination mit einer Liposuktion (Fettabsaugung) an.

  • Eine schlaffe Gesäßregion kann mittels Gesäßstraffung behandelt werden, um die Wiederherstellung einer harmonischen Gesäßkontur zu erzielen.

  • Ein Bodylift (Straffung der gesamten unteren Körperstammregion) sollte in Erwägung gezogen werden, wenn durch massiven Gewichtsverlust sowohl die Straffung der Gesäß-, seitlichen Oberschenkel-, der Bauchpartien und des Schamhügels geplant ist.

  • Fettabsaugungen können prinzipiell mit allen Verfahren der Straffungsoperationen kombiniert werden oder auch als einzelnes Verfahren zur Wiederherstellung der Körperkonturierung eingesetzt werden.

  • Brustverkleinerung
    Zu große Brüste können eine physische und psychische Belastung für Frauen darstellen und sind oft mit Rückenschmerzen und Haltungsschäden der Patienten assoziiert. In unserer Abteilung wird die Brustverkleinerung als ästhetischer Eingriff angeboten. Sofern die Brust übermäßig groß ist und eine anerkannte medizinische Indikation vorliegt, besteht nach Beantragung im Einzelfall die Möglichkeit einer Kostenübernahme für Operation durch die Krankenkasse.


    Brustvergrößerung
    Die weibliche Brust gilt vielerorts als das Sinnbild für die Weiblichkeit. Bei einer Brustvergrößerung wird durch Einbringen eines Brustimplantates die bestehende Brust in ihrer Form vergrößert. In einem individuellen Gespräch erfolgt die ausführliche Beratung über die möglichen Implantatgrößen, Formen, Beschaffenheiten sowie den operativen Eingriff (u.a. Schnittführung, Lokalisation der Implantat-Implantation).


    Bruststraffung
    Bei der Straffung der Brust wird die überschüssige Haut und - je nach Ausmaß des Erschlaffungszustandes - zumeist auch Anteile des darunter liegenden Fett- und Drüsengewebes reduziert.

Gesichtschirurgische Eingriffe

  • Bei der Oberlidstraffung (Oberlidblepharoplastik) und Unterlidstraffung (Unterlidblepharoplastik) werden die „hängenden“ Ober- bzw. Unterlider operativ gestrafft. Dabei werden Hautüberschüsse, häufig aber auch Fett- und Muskelanteile entfernt. Die Patienten leiden zumeist unter einem übermüdeten Gesichtsausdruck. Ein starker Hautüberschuss im Bereich der Oberlider kann eine Sichtfeld- und damit eine Seheinschränkung zur Folge haben – in diesem Fall liegt eine medizinische Indikation für eine Oberlidstraffung vor, so dass die Kostenübernahme durch die Krankenkasse beantragt werden kann.

  • Infolge des Alterungsprozesses kommt es zu einer zunehmenden Erschlaffung der gesamten Gesichtsregion. Nicht nur die Haut, sondern auch die darunterliegenden Schichten, wie das superfizielle-muskulo-aponeurotische System (SMAS), einschließlich des Fett-, Faszien und Bindegewebes und auch die Muskulatur, unterliegen dem Alterungsprozess. Mittels Gesichtsstraffung wird der Schwerkraft entsprechend nach untern verlagerte Haut- und Unterhautgewebe, insbesondere die Stirn-, Schläfen-, Wangen- und Halsregion, wieder an den ursprünglichen Platz zurückgeführt und dort fixiert. In unserer Abteilung wird das komplette Facelift in Vollnarkose durchgeführt. Neben einem ausführlichen Beratungsgespräch werden ebenso alternative Behandlungsoptionen sowie andere Lifting-Operationen detailliert mit den Patienten besprochen und ein individueller Behandlungsplan erstellt.

    Facelifts lassen sich grob in Stirnlift, Mittelgesichtslift und Halslift unterteilen. Neben dem großen Facelift können diese Lifting-Methoden auch isoliert angewendet werden – je nach individuellen Wünschen und Erwartungen der Patienten.

  • Diese Straffungsoperation stellt eine effektive Methode zur Straffung der Stirn und Augenbrauenregion dar. Dabei kommt dem Stirnlift, auch als isoliert angewendetes Gesichtsstraffungsverfahren, eine besondere Bedeutung zu. Die Straffung der Stirnregion verfolgt zumeist das Ziel eines jüngeren und gefälligeren Erscheinungsbildes. Hierbei nimmt die neue Augenbrauenposition sowohl statisch als auch funktionell einen enormen Einfluss auf das Behandlungsergebnis. Die Wahl des methodischen Vorgehens bei der Stirnstraffung bzw. der Brauenhebung hängt dabei maßgeblich von den gegebenen anatomischen Verhältnissen und im Besonderen von den individuellen Wünschen und Erwartungen des Patienten ab. Diese werden in einem ausführlichen Beratungsgespräch ermittelt und erörtert.

  • Mit zunehmendem Alter kommt es zu einem Verlust der Spannung und Elastizität der Halsregion mit Ausbildung eines Doppelkinnes. Das Halslift kann ebenso in Kombination mit anderen Straffungsoperationen der Gesichtsregion durchgeführt oder einer Liposuktion der Kinnregion kombiniert werden. In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird der bestmögliche Behandlungsansatz ermittelt und erörtert.

  • Bei dem Midface Lifting werden abgesunkene Haut- und Gewebepartien des Mittelgesichtes angehoben, bei gleichzeitiger Reduktion der Kummerfalten und Hamsterbäckchen. Ein ausführliches Beratungsgespräch bildet die Grundlage für den weiteren Behandlungsansatz.

  • Ästhetisch störende, örtlich begrenzte, kleinere Fettpolster stellen die Indikation für eine Injektionslipolyse dar. Vielfach wird diese Methode zur Reduktion des Doppelkinnes oder abgesackter Fettpolster der Wangenregion eingesetzt.

  • Hyaluronsäure
    Hyaluron ist ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers, der auch auf biotechnologischem Wege gewonnen werden kann. Aufgrund der Eigenschaften der Hyaluronsäure wird diese zur Faltenbehandlung gezielt eingesetzt. Das in die Hautschichten eingebrachte Hyaluron bindet Wassermoleküle. Durch diesen Volumeneffekt können Hautfalten günstig beeinflusst werden. Eingesetzt wird Hyaluron vor allem zur Behandlung von Falten im Gesicht, am Hals und Dekolleté.

    Eigenfetttransfer (Lipotransfer/Lipofilling)
    Neben einer Behandlung von Falten der Gesichtsregion mittels Hyaluron-Fillern kann auch die Unterspritzung mit Eigenfett erfolgen. Die Methode zielt auf die Behandlung des Volumenverlustes im gealterten Gesicht ab und gleicht den Volumenverlust mit körpereigenem Fettgewebe sukzessive aus. Dieser Behandlungsansatz ist mit kleinen Narben (Punktionsstellen) verbunden und führt zu langfristigen natürlichen Ergebnissen. Die Gewinnung des Fettgewebes erfolgt mit Hilfe einer Fettabsaugung an einer geeigneten Körperregion.

    Botulinumtoxin
    Botulinumtoxin wird ebenso als Verjüngungsverfahren der Haut eingesetzt. Hierbei werden gezielt Muskelpartien ruhiggestellt, welches dem Bilden von Falten entgegenwirkt. Bewährte Regionen der Botox-Behandlung sind die Stirnregion, die seitliche Augenregion und die Kinn- und Halsregion. Weitere Regionen stehen je nach individuellem Befund zur Verfügung.

  • Neben der ästhetischen Nasenchirurgie bieten wir die Behandlung von Funktionsstörungen der Nase, welche häufig mit Nasenatmungsproblemen vergesellschaftet sind, an. Funktionelle Störungen können z.B. nach einem Nasentrauma (schwerwiegendem Bruch) mit Einengung des Naseneinganges sowie bei einem Scheidewandschiefstand und einer starken Nasenmuschelvergrößerung vorliegen. In (solchen) derartigen Fällen kann eine operative Verkleinerung der Nasenmuscheln oder eine Begradigung der Nasenscheidewand (Septorhinoplastik) indiziert sein. Die Diagnosestellung erfolgt in enger Abstimmung mit den Kollegen der Klinik für HNO sowie mit niedergelassenen HNO-Ärzten.

    Neben dem Beheben funktioneller Störungen der Nasenatmungsbehinderung bieten wir ebenso ästhetische Nasenoperationen an. Die Anatomie der Nase ist komplex und minimale Abweichungen können ein unharmonisches Erscheinungsbild zur Folge haben. Hier führen wir individuelle Beratungsgespräche zu möglichen Formkorrekturen der Nase durch, um den Wünschen und Erwartungen der Patienten gerecht zu werden.

  • In unserer Abteilung kommen zur Korrektur der Ohrmuscheln, je nach individuellem Befund, verschiedene Korrekturverfahren zur Anwendung. Nicht selten liegt aufgrund einer angeborenen Anomalie bzw. einer von der Norm abweichenden anatomischen Formveränderung des Ohres eine medizinische Indikation zur operativen Korrektur vor. Hier übernimmt im Einzelfall ggf. die Krankenkasse die Kosten des Eingriffes.

Intimchirurgie

  • In unserer Abteilung werden verschiedene operative Verfahren zur Korrektur der inneren oder äußeren Schamlippen (Labioplastik) angeboten. Diese Operationen können aus rein ästhetischen Gründen erfolgen sowie auch aus funktionellen Gründen indiziert sein. Das Spektrum der operativen Korrekturen umfasst Straffungsoperationen der kleinen/inneren Schamlippen, Verkleinerungen und Vergrößerungen der äußeren Schamlippen. Vergrößerungen werden vornehmlich mittels Eigenfetttransfer (Lipotransfer/Lipofilling), nach vorheriger Liposuktion an anderer Körperstelle (z.B. Bauchregion), durchgeführt.

Schweißdrüsenbehandlungen/Axilläre Hyperhydrosis

  • Schwitzen ist ein physiologischer Prozess des Körpers. Übermäßige Schweißproduktion kann jedoch sehr belastend für die Patienten sein. Neben der Behandlung der vermehrten Schweißproduktion mit axillären Botulinumtoxin-Injektionen bieten wir die operative Schweißdrüsenentfernung (Kürettage) oder Denervierung der Schweißdrüsen mittels Liposuktion an.