Aktuelles

ERN RARE-LIVER

Wir sind die neuen Koordinatoren des European Reference Network (ERN) RARE-LIVER!

Das europäische Referenznetzwerk RARE-LIVER ist ein Netzwerk für die klinische Behandlung seltener Lebererkrankungen bei Erwachsenen und Kindern.

Auf Grund des bevorstehenden Brexits hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die Koordination des ERN RARE-LIVER, die bisher das Newcastle upon Tyne Hospital in Großbritannien innehatte, zum 01.03.2019 übernommen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE, und Prof. Dr. Christoph Schramm, Leiter des Martin Zeitz Centrums für Seltene Erkrankungen am UKE, soll die Kompetenz im Bereich seltener Lebererkrankungen, insbesondere immunologischer Lebererkrankungen, vernetzt werden.

Ziel des Netzwerkes ist es, die Versorgungsstandards und das klinische Wissen bei seltenen Lebererkrankungen in ganz Europa zu verbessern. Gemeinsam stellen Kliniken, Ärzte und Patienten (vertreten durch Patientenorganisationen) Informationen zur Verfügung, um das Expertenwissen und die Behandlungsstandards zu verbessern.

Das CPMS (Klinisches Patientenmanagementsystem) ermöglicht Ärzten aus allen teilnehmenden Zentren, besondere Patientenfälle anonymisiert hochzuladen und Meinungsbildner aus ganz Europa um Rat zur Diagnostik und Behandlung zu fragen.

Erkrankungen gelten als selten, wenn sie nicht mehr als 5 von 10 000 Personen betreffen. Insgesamt beeinträchtigen zwischen 6 000 und 8 000 seltene Erkrankungen den Alltag von etwa 30 Millionen Menschen in Europa. Weil es in den einzelnen Ländern der EU jeweils nur eine geringe Anzahl dieser Patienten gibt, ist es eine große Herausforderung, auf nationaler Ebene ein ausreichend großes Patientenkollektiv für die Erforschung dieser seltenen Erkrankungen zu bilden. Durch den hohen Grad an Spezialisierung, der für die Diagnostik und Behandlung dieser Krankheiten notwendig ist, gibt es europaweit nur wenige Spezialisten für die jeweiligen Erkrankungen.

Jetzt zum 15. Hamburger Intensivkurs Innere Medizin anmelden

Vom 28.03. – 30.03.2019 findet der 15. Hamburger Intensivkurs Innere Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf statt.

Mit diesem Intensivkurs bieten wir interessierten Ärztinnen und Ärzten, unabhängig von der Industrie, die praktischen und theoretischen Wissensinhalte im Gesamtgebiet der Inneren Medizin auf höchstem aktuellen Niveau, evidenzbasiert, praxisorientiert und verständlich an.

Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung zum Internisten benötigen während dieser Zeit, besonders aber vor der Facharztprüfung, fachlich hoch stehende und didaktisch gute Vortragsveranstaltungen (Crash-Kurs).

Für die fertigen Internisten ist der Intensivkurs eine optimale Möglichkeit, das gesamte aktuelle Wissen in der Inneren Medizin in kompakter Form innerhalb einer Woche aufzufrischen (Refresher-Kurs).

Der Intensivkurs basiert auf der langjährigen Erfahrung der Organisatoren und der Dozenten mit der Durchführung solcher Veranstaltungen.

Das Anmeldeformular finden Sie hier Anmeldeformular für den 15. Hamburger Intensivkurs Innere Medizin

Das gesamte Programm finden Sie hier Programm 15. Hamburger Intensivkurs Innere Medizin

Erste klinische Studie zu therapeutischem Hepatitis-B-Impfstoff mit 4 Millionen Euro gefördert

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM), dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig und dem Universitätsklinikum München rechts der Isar wird Frau Prof. Marylyn M. Addo, Leiterin der Sektion Infektiologie an der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik, einen Hepatitis-B-Impfstoff testen. Die Gründung einer neuen Initiative verschiedener Forschungseinrichtungen "Proof of Concept" (PoC) hat es ermöglicht Spitzenwissenschaftler zusammenzubringen und Gelder für die erste klinische Studie zur Entwicklung des therapeutischen Hepatitis-B-Impfstoffs einzuwerben.

Dadurch dass eine chronische Hepatitis B Infektion zu Leberschädigungen und Leberkrebs führen kann, ist eine neue kurative Behandlungsmöglichkeit für die Patienten dringend notwendig. Wollen Sie mehr über das spannende Thema erfahren? Hier geht es zur Pressemitteilung.

Preisverleihung des Dr. Martinipreises 2018
(von links Fegebank, Ghadban, Reeh, Rechtien, Lohse, Engler)

Dr. Martini-Preis 2018 verliehen

Vier junge Wissenschaftler des UKE sind am 12.02.2018 im Beisein der Senatorin Katharina Fegebank, Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, mit dem Martinipreis 2018 ausgezeichnet worden.

„Die Würde des ältesten Medizinpreises Deutschlands wird durch die Historie und die Qualität der Preisarbeiten gewährleistet. Auch dieses Jahr lagen dem Kuratorium wieder zahlreiche sehr gut Beiträge vor, die ausgezeichneten Arbeiten überzeugten uns besonders durch ihre Exzellenz und ihren innovativen Ansatz. Dank der großzügigen Unterstützung der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve ist der Preis, seiner Würde entsprechend, ausreichend dotiert. Wir möchten der Spenderin Frau Eva-Maria Greve ausdrücklich dafür danken.“ sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und der Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE.

Der erste Preis geht an Dr. Dr. Jan Broder Engler, dessen Forschung sich mit der Frage beschäftigt, warum Schwangerschaft Schutz vor Autoimmunität vermittelt. Seine Erkenntnisse können bedeutsame neue therapeutische Ansätze die Autoimmunerkrankungen liefern. Den zweiten Preis teilen sich Dr. Anne Rechtien aus der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik, für ihre Arbeit zur frühen Einschätzung der Wirksamkeit eines neuen Ebola-Impfstoffs sowie Priv.-Doz. Dr. Matthias Reeh und Dr. Tarik Ghadban für ihre neu entwickelte Tumorklassifikation, welche bei Patienten mit Speiseröhrenkrebs bereits vor der Operation wichtige Informationen für die Prognose und Folgetherapie liefert.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung.

Logo der GASL

34. Jahrestagung der German Association for the Study of the Liver (GASL)

Am 26. und 27. Januar 2018 findet unter der Präsidentschaft von Herrn Professor A. W. Lohse die 34. Jahrestagung der GASL in Hamburg im Hauptgebäude der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1 statt.

Schwerpunktthemen der Jahrestagung sind:

1. Fibrogenesis and Nonparenchymal Cells

2. Clinical Hepatology

3. MetabolismTransport

4. Tumors - Liver Surgery - Transplantation

5. Viral Hepatitis and Immunology

Anmeldungen für die Jahrestagung der GASL unter Link GASL-Anmeldung .

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Programmflyer .

Zum Forschungsaufenthalt nach New York

Dr. Johannes Hartl, Assistenzarzt in der Klinik, ist von der DFG mit einem Forschungsstipendium ausgezeichnet worden und wird ab dem 1. Januar 2018 zwei Jahre zum Thema "Die Rolle von DNASEIL3 und deren endogenem Substrat. Mikropartikel –assoziierter DNA, in der Pathogenese von humanem Systemischen Lupus erythematodes sowie experimenteller Systemischer Sklerose" im Labor von Prof. Dr. Boris Reizis am Institut für Pathologie, New York University (NYU), USA, forschen.

Zum Forschungsaufenthalt nach Calgary

Dr. Moritz Peiseler, Assistenzarzt in der Klinik, ist von der DFG mit einem Forschungsstipendium ausgezeichnet worden und wird ab Herbst zwei Jahre zum Thema "Dysfunktionale Kupffer-Zellen führen zu unkontrollierten Infektionen bei Leberzirrhose" im Labor von Prof. Dr. Paul Kubes am Institut für Physiologie & Pharmakologie, der Universität Calgary, Kanada, forschen.

Ebola-Studie zeigt Wirksamkeit von neuem Impfstoff

Krankheitserreger wie Ebola, Zika und MERS-Corona haben in jüngerer Vergangenheit zu lebensbedrohlichen Infektionsverläufen geführt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fördert die Bemühungen, wirksame Impfstoffe zu entwickeln, so auch die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Marylyn Addo, Ärztin und Wissenschaftlerin am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Dr. Anne Rechtien, die vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung gefördert wurde und Erstautorin der im Journal Cell Reports veröffentlichten Studie ist, konnte Ansätze für die Wirksamkeit des „rVSV-ZEBOV“ Impfstoffs gegen Ebola im Menschen nachweisen.

Lesen Sie hier die ganze Pressemitteilung vom 30. August 2017.

Lesen Sie hier die Originalpublikation.

Neue Leitlinie zur Behandlung autoimmuner Lebererkrankungen erschienen

Der aktuelle Erkenntnisstand wurde von Wissenschaftlern in der neuen Leitlinie „Autoimmune Lebererkrankungen“ zusammengefasst, um Diagnose und Therapie dieser noch immer schwer greifbaren Erkrankungen zu fördern, zu verbessern und praxisorientierte Hinweise zu geben. Diese Erkrankungen, zu denen unter anderem die autoimmune Hepatitis (AIH), die primär biliäre Cholangitis (PBC) und die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) zählen, verursachen oft über lange Zeit hinweg keine, oder nur sehr unspezifische Symptome wie Müdigkeit oder Juckreiz. Deshalb werden autoimmune Lebererkrankungen meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt – was mit ungünstigen Folgen für Verlauf und Prognose einhergeht. Ist die autoimmune Hepatitis vorangeschritten, muss das Immunsystem der Patienten konsequent zum Beispiel mit Kortikosteroiden gebremst werden, um die Leber zu schützen. „Diese Therapie ist lebensnotwendig, kann aber mit starken Nebenwirkungen einhergehen“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Schramm von der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, der ebenfalls federführend an der Erstellung der Leitlinie beteiligt war.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel vom 21.08.2017

Prof. Marcus Altfeld (links), Dr. Angelique Hölzemer (mittig) mit Prof. Georg M. N. Behrens bei der Preisübergabe in Salzburg
Preisübergabe in Salzburg

Dr. Angelique Hölzemer für Leistungen in der HIV-Forschung geehrt

Im Rahmen des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses (DÖAK) in Salzburg wurden am 15. Juni 2017 Prof. Marcus Altfeld und Dr. Angelique Hölzemer mit dem „Hector Forschungspreis HIV 2017“ ausgezeichnet.

Der Preis würdigt die gemeinsame Leistung der beiden Wissenschaftler auf dem Gebiet der HIV-Forschung: Sie untersuchen, wie Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) auf HIV-1 infizierte Zellen reagieren können. So haben sie nachgewiesen, dass NK-Zellen durch veränderte HIV-1-Peptide gehemmt werden, was das HI-Virus potentiell als Mechanismus nutzen kann, der Immunerkennung auszuweichen.

Prof. Marcus Altfeld ist seit 2013 Leiter der HPI-Abteilung „Virus Immunologie“ sowie W3-Professor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Dr. Angelique Hölzemer ist Assistenzärztin am UKE in der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik und als HPI-Gastwissenschaftlerin in der Abteilung „Virus Immunologie“ tätig. Sie wird durch ein MD/PhD Stipendium des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) unterstützt.

Zur vollständigen Pressemitteilung des HPI

Zum Forschungsaufenthalt nach New York

Dr. Johann von Felden, Assistenzarzt in der Klinik, ist von der DFG mit einem Forschungsstipendium ausgezeichnet worden und wird ab dem 1. Juni zum Thema "Liquid Biopsy im Leberzellkrebs" im Labor von PD Dr. A. Villanueva am Mount Sinai Medical Center, New York, forschen.

Preisverleihung Theodor-Frerichs-Preis 2017
Preisverleihung Theodor-Frerichs-Preis 2017

DGIM verleiht Theodor-Frerichs-Preis an Prof. Samuel Huber

Geschätzt 400.000 Menschen in Deutschland leiden unter Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Tendenz steigend. Bei beiden Erkrankungen ist die friedliche Koexistenz von Darmbakterien und Immunsystem gestört. Wissenschaftler um Prof. Dr. Samuel Huber konnten einen grundlegenden molekularen Hebel identifizieren, der mitverantwortlich ist, dass die Darmschleimhaut bei den Patienten nicht ausheilt und die Krankheiten chronisch werden. Ihre in Science veröffentlichte Arbeit wurde nun von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) mit dem renommierten Theodor-Frerichs-Preis 2017 ausgezeichnet.

Prof. Huber erklärt im Video die aktuellen Forschungsergebnisse.

Zertifikat - Assoziierte Klinik der Deutschen Leberstiftung 2019
European Reference Network for rare or low prevalence complex diseases //Network, Hepatological Diseases (ERN RARE-LIVER)
Logo SFB841 - Projekt: Leberentzündung: Infektion, Immunregulation und Konsequenzen
Logo KFO306 - Projekt: Primär Sklerosierende Cholangitis
Logo ENETS - European Neuroendocrine Tumor Society