Aktuelles

Prof. Marcus Altfeld (links), Dr. Angelique Hölzemer (mittig) mit Prof. Georg M. N. Behrens bei der Preisübergabe in Salzburg
Preisübergabe in Salzburg

Dr. Angelique Hölzemer für Leistungen in der HIV-Forschung geehrt

Im Rahmen des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses (DÖAK) in Salzburg wurden am 15. Juni 2017 Prof. Marcus Altfeld und Dr. Angelique Hölzemer mit dem „Hector Forschungspreis HIV 2017“ ausgezeichnet.

Der Preis würdigt die gemeinsame Leistung der beiden Wissenschaftler auf dem Gebiet der HIV-Forschung: Sie untersuchen, wie Natürliche Killerzellen (NK-Zellen) auf HIV-1 infizierte Zellen reagieren können. So haben sie nachgewiesen, dass NK-Zellen durch veränderte HIV-1-Peptide gehemmt werden, was das HI-Virus potentiell als Mechanismus nutzen kann, der Immunerkennung auszuweichen.

Prof. Marcus Altfeld ist seit 2013 Leiter der HPI-Abteilung „Virus Immunologie“ sowie W3-Professor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Dr. Angelique Hölzemer ist Assistenzärztin am UKE in der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik und als HPI-Gastwissenschaftlerin in der Abteilung „Virus Immunologie“ tätig. Sie wird durch ein MD/PhD Stipendium des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) unterstützt.

Zur vollständigen Pressemitteilung des HPI

Zum Forschungsaufenthalt nach New York

Dr. Johann von Felden, Assistenzarzt in der Klinik, ist von der DFG mit einem Forschungsstipendium ausgezeichnet worden und wird ab dem 1. Juni zum Thema "Liquid Biopsy im Leberzellkrebs" im Labor von PD Dr. A. Villanueva am Mount Sinai Medical Center, New York, forschen.

Preisverleihung Theodor-Frerichs-Preis 2017
Preisverleihung Theodor-Frerichs-Preis 2017

DGIM verleiht Theodor-Frerichs-Preis an Prof. Samuel Huber

Geschätzt 400.000 Menschen in Deutschland leiden unter Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Tendenz steigend. Bei beiden Erkrankungen ist die friedliche Koexistenz von Darmbakterien und Immunsystem gestört. Wissenschaftler um Prof. Dr. Samuel Huber konnten einen grundlegenden molekularen Hebel identifizieren, der mitverantwortlich ist, dass die Darmschleimhaut bei den Patienten nicht ausheilt und die Krankheiten chronisch werden. Ihre in Science veröffentlichte Arbeit wurde nun von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) mit dem renommierten Theodor-Frerichs-Preis 2017 ausgezeichnet.

Prof. Huber erklärt im Video die aktuellen Forschungsergebnisse.

Fluoreszenzmikroskopie HBV infizierter Leberzellen
Fluoreszenzmikroskopie HBV infizierter Leberzellen

Natürliche Zellteilung als Achillesferse des Hepatitis B Virus nachgewiesen

Eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) ist bislang nicht vollständig heilbar. Ursächlich dafür ist das im Kern infizierter Leberzellen abgelegte Virusgenom, auf das bestehende Therapien keinen Zugriff haben. Erstmals haben nun Wissenschaftler um Prof. Dr. Maura Dandri, Leiterin der Arbeitsgruppe Virushepatitis in der I. Medizinischen Klinik und Projektleiterin im Sonderforschungsbereich „Leberentzündung“ in einem Modell mit menschlichen Leberzellen gezeigt, dass die Wirtszellen sich der viralen DNA durch natürliche Zellteilung entledigen und im Anschluss durch bekannte Medikamente vor einer Neuinfektion geschützt werden können.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung vom 25. April 2017.

Prof. Dandri und Dr. Allweiss, Erstautorin der Studie, erklären im Video die aktuellen Forschungsergebnisse .

Wie ein Ebola-Impfstoffkandidat unser Abwehrsystem ankurbelt

Bereits 2016 konnte die klinische Phase-I-Prüfung eines potenziellen Impfstoffs gegen das Ebola-Virus erfolgreich abgeschlossen werden. Nun haben Wissenschaftler um Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin der Sektion Tropenmedizin in der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) erstmals in einer weiteren Studie zeigen können, wie unser Immunsystem im Einzelnen auf den Impfstoff reagiert – ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem zugelassenen Impfstoff.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung vom 13. April 2017.

Dr. Martini - Preisträger 2017
Weinberger, Breckwoldt, Tomas (vorne), Pecha, Ehlken (hinten)

Dr. Martini-Preis 2017 verliehen

Fünf junge Wissenschaftler des UKE sind am Montag im Beisein der Staatsrätin Dr. Eva Gümbel, Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, mit dem Dr. Martini-Preis 2017 ausgezeichnet worden.

„Die wissenschaftliche Exzellenz der drei ausgezeichneten Forschungsarbeiten hat das Kuratorium in besonderem Maße überzeugt. Die Würde des ältesten Medizinpreises Deutschlands konnte in diesem Jahr auch durch die großzügige Unterstützung der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve gewahrt werden. Wir möchten der Spenderin Frau Eva-Maria Greve ausdrücklich dafür danken“, sagt Prof. Dr. Ansgar W. Lohse, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Martini-Stiftung und Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE.

Den ersten Preis teilen sich Dr. Nicola M. Tomas, dessen Forschung neue, gerichtete Therapien statt bisheriger Dauermedikation bei der membranösen Glomerulonephritis, einer Autoimmunerkrankung der Niere, in Aussicht stellt, sowie Dr. Kaja Breckwoldt, Dr. Florian Weinberger und Dr. Simon Pecha, die erfolgreich künstliches Herzmuskelgewebe aus humanen Stammzellen züchten und im Modell einsetzen. Der zweite Preis geht an Dr. Hanno Ehlken für seine grundlegende Arbeit zur Rolle von Entzündungsmediatoren bei Infektionen und autoimmunen Prozessen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung.

Zum Forschungsaufenthalt nach Calgary

Dr. Moritz Peiseler, Assistenzarzt in der Klinik, ist von der DFG mit einem Forschungsstipendium ausgezeichnet worden und wird ab Herbst zwei Jahre zum Thema "Dysfunktionale Kupffer-Zellen führen zu unkontrollierten Infektionen bei Leberzirrhose" im Labor von Prof. Dr. Paul Kubes am Institut für Physiologie & Pharmakologie, der Universität Calgary, Kanada, forschen.

I.Med. Klinik u. Poliklinik Gastroenterologie - Assoziierte Klinik der Deutschen Leberstiftung 2017