Onkologische Versorgungsforschung

Die onkologische Versorgungsforschung hat die Aufgabe, die Ergebnisse der Krebsbehandlung bei allen Patienten zu untersuchen. Sie stellt einen wichtigen Prüfstein dar, bei dem analysiert wird, ob die Ergebnisse klinischer Studien an sehr genau definierten Patientengruppen auch bei der breiten Anwendung nachvollziehbar sind.

Dabei werden z.B. Spätfolgen der Behandlung identifiziert oder Patientengruppen identifiziert, bei denen bestimmte Einflussfaktoren die Wirksamkeit von Therapien beeinflussen können. Die Versorgungsforschung bedient sich dabei der Daten aus dem Klinischen Forschungskrebsregister oder wertet Daten gemeinsam mit dem Hamburger Krebsregister aus.

Ein wesentliches Ziel ist es dabei, die Entwicklung von nationalen Leitlinien für die Krebsbehandlung durch wissenschaftliche Analysen zu unterstützen und Kennzahlensysteme zur Qualitätsprüfung weiterzuentwickeln.

Projekte

  • Das UCCH leitet das nationale Entwicklungsprojekt für die Unterstützung einer hohen Datenqualität in klinischen Krebsregistern (Tumor-Wiki), das von 5 Standorten des CCC-Netzwerkes getragen wird.

    Diese entwickelt eine webbasierte Plattform, auf der verschiedene Nutzergruppen (Patienten, Dokumentare, Ärzte, Wissenschaftler) zukünftig einheitliche und jeweils verständliche Informationen erhalten, was wie und in welcher Form für eine optimale Arbeit von Krebsregistern notwendig ist.

    Dies erfolgt in enger Abstimmung mit verschiedenen Fachgesellschaften (z.B. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren - ADT, Gesellschaft Epidemiologischer Krebsregister in Deutschland - GEKID), um u.a. deren gesetzliche Aufgabe der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Krebsregistrierung zu unterstützen. In einem Teilprojekt wird ein modernes Wissensmanagement mit dieser Plattform verknüpft, um die Interpretation und Nutzung derartiger Daten transparent, einheitlich und international vergleichbar zu ermöglichen.