Ein Wort an Sie, liebe Eltern!

Die Geburt eines Kindes ist ein freudiges, bewegendes und unvergessliches Ereignis.

Wenn das Baby gesund ist, werden wir als Kinderärzte nicht weiter in Erscheinung treten. Wir werden lediglich die Vorsorgeuntersuchung U2 durchführen, die frühestens am dritten Lebenstag des Kindes vorgenommen werden kann, damit Sie im Anschluss unbesorgt nach Hause gehen können. Außerdem stehen wir jederzeit zur Verfügung, wenn im Laufe Ihres Aufenthaltes irgendwelche Fragen zum Baby auftreten sollten, die wir als Kinderärzte dann gerne beantworten.

Wenn das Baby hingegen zu früh - möglicherweise viel zu früh - geboren ist oder eine andere angeborene oder erworbene Erkrankung aufweist, sind Sie verständlicherweise in größter Sorge. Seien Sie versichert, dass wir um diese Sorge wissen und Alles tun werden, um Ihnen die anstehenden Probleme und notwendigen Behandlungsschritte ausführlich zu erklären; die Einbeziehung der Eltern in die Behandlung der Neugeborenen hat für uns oberste Priorität. Durch unsere Ausstattung als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungskategorie ("Level 1") sind wir zudem in der glücklichen Lage, Ihr Baby mit den modernsten technischen Verfahren und auf dem aktuellsten Stand der internationalen Wissenschaft behandeln zu können. Darüber hinaus erlaubt uns die Vernetzung innerhalb des Universitätsklinikums, bei allen erdenklichen Problemen kompetente Kollegen anderer Fachdisziplinen hinzuzuziehen, sodass eine umfassende Betreuung Ihres Babys gewährleistet ist.

Das Gleiche gilt, wenn Ihr Kind schon etwas älter ist und wegen einer ernsten Erkrankung oder eines schweren Unfalls auf der Kinderintensivstation behandelt wird. Erfüllt schon eine "normale" Erkrankung des Kindes die Eltern mit Sorge, so ist ein Aufenthalt auf einer Intensivstation oft eine Quelle kaum zu ertragender Ängste. Auch hier können Sie sicher sein, dass wir diese Ängste kennen und respektieren und gemeinsam mit Ihnen alles, was heutzutage medizinisch möglich und sinnvoll ist, für die Genesung Ihres Kindes tun werden. Dabei hat die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Spezialisten der unterschiedlichsten Fachdisziplinen größte Bedeutung - ebenso wie die individuelle Betreuung der Kinder und ihrer Eltern durch ein hochqualifiziertes Pflegeteam.

Ein Wort noch zum Thema "Kommunikation": Es ist unser Grundsatz, dass wir den Eltern alle Aspekte der Erkrankung ihres Kindes wahrheitsgemäß erläutern - auch wenn die Wahrheit mitunter weniger erfreulich sein sollte. Nur so können Sie uns aber vertrauen, wenn wir Ihnen sagen, dass Alles in Ordnung ist. Umgekehrt haben wir eine Bitte an Sie: Auf einer Intensivstation gibt es viele Dinge, die für Sie fremd sind, die Sie nicht verstehen und die Sie möglicherweise irritieren. Bitte lassen Sie uns wissen, wenn es etwas gibt, das Sie speziell beunruhigt. Wir beantworten nicht nur gerne alle Ihre Fragen, sondern können Ihnen auf Wunsch auch psychologische oder seelsorgerische Unterstützung vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen für Ihr Kind,

Prof. Dr.med. Dominique Singer