Unsere Stationen der Neonatologie und Intensivmedizin stellen sich vor:

Neonatologische Intensivstation (5H)

Pflegekräfte am Inkubator
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Wir fördern die Entwicklung Ihres Kindes
Inkubator
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Kurze Wege für die Sicherheit Ihres Kindes
Pflegekräfte mit Ruheampel
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Unsere Ruheampel sorgt für eine angenehme Atmosphäre

Das Team der neonatologischen Intensivstation besteht aus verschiedenen Berufsgruppen mit unterschiedlichen Qualifikationen, die sich alle um das Wohlergehen der kleinen Patienten und ihrer Eltern kümmern. Neben den spezialisierten Ärztinnen uns Ärzten arbeiten bei uns Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende, Neonatalbegleiterinnen, Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC), und viele andere Berufsgruppen. Die Einbeziehung der Eltern in die Behandlung und Pflege der Früh- und Neugeborenen spielt bei uns eine zentrale Rolle.

Weil die Intensivstation Tür an Tür zum Kreißsaal und gemeinsam mit der Früh- und Neugeboren, sowie der Wochenbettstation auf einer Etage untergebracht ist, können wir kurze Wege garantieren.

Einzelheiten zum Stationsablauf und zu den vielfältigen Hilfsangeboten entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Menupunkten sowie dem Flyer, der weiter unten zum Download für Sie bereitsteht.

  • Moderne Technik und neueste medizinische Fortschritte ermöglichen ein Überleben immer kleinerer Frühgeborener und kranken Neugeborener. Neben der Versorgung dieser PatientInnen und der Überwachung der notwendigen Geräte nimmt die Betreuung und Unterstützung der Eltern einen immer höheren Stellenwert auf einer neonatologischen Intensivstation ein. Mütter von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen haben häufig einen langen und sorgenvollen Krankenhausaufenthalt hinter sich. In dieser Zeit führen NeonatologInnen mit den werdenden Eltern Informationsgespräche über die zu erwartenden Probleme ihrer Kinder und deren Therapiemöglichkeiten. Häufig treten nach diesen Gesprächen weitere Fragen und Ängste der Eltern auf, die sich um alltägliche Dinge, wie zum Beispiel Besuchszeiten, Kontakt zum Kind und Ernährung drehen. Um den Eltern die fehlenden Informationen zu geben und Ängste zu nehmen, hat sich das Pflegeteam der Intensivstation für Früh- und Neugeborene im Jahr 2014 das pflegerische Ziel gesetzt, die Beratung der werdenden Eltern zu optimieren und als ergänzende pflegerische Leistung die sogenannte „Pränatalvisite“ eingeführt. Denn wer Nachwuchs erwartet, möchte vor allem eins: sich sicher und geborgen fühlen, wie in einem Zuhause. Genau das ist unser Anspruch: Wir möchten werdenden und jungen Familien sowie ihren Früh- und Neugeborenen alles bieten, was sie dafür brauchen.

  • Vater kuschelt mit Kindern
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    Känguruhing fördert die Bindung

    Wir versorgen unsere PatientInnen bereits seit vielen Jahren nach dem Konzept der entwicklungsfördernden Betreuung. Dabei orientieren wir uns an den Leitsätzen des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V.
    Ein Schwerpunkt ist es, die Eltern so früh wie möglich in die Versorgung des Kindes einzubeziehen. Wenn es der medizinische Zustand des Kindes erlaubt, werden die Eltern in der Pflege ihres Kindes angeleitet und können diese dann auch übernehmen.
    Um die Entwicklung Ihres Kindes positiv zu beeinflussen, ermöglichen wir mehrmals täglich das Känguruhing mit Ihrem Kind. Bequem auf einem Liegestuhl dürfen Sie auf diese Weise mit Ihrem Kind kuscheln. Es kann den Herzschlag hören, den spezifischen Geruch der Eltern wahrnehmen und die Körperwärme spüren, die Atmung des Kindes stabilisiert sich.

    Leitsätze des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e.V.

  • Mehrlinge liegen bei uns möglichst nebeneinander, sodass wir die Geschwister zusammen in ein Bett (z.B. Inkubator, Wärmebett) legen können, sobald es der medizinische Zustand erlaubt. So ist es auch möglich, dass trotz Monitorüberwachung und weiterer Geräte Zwillinge gemeinsam kuscheln und känguruhen können oder Mehrlinge gleichzeitig an die Brust gelegt werden.

  • Wir legen großen Wert auf eine Ernährung mit Muttermilch. Ist Ihr Kind zu klein oder zu krank, um selbstständig zu trinken, kann die Milch abgepumpt und über eine Magensonde gefüttert werden.

    Wir beraten Sie gerne jeden Donnerstag im „Stillcafe“ bei Fragen zum Thema Stillen und Abpumpen von Muttermilch:

    Neues Klinikum Gebäude O10

    Nordturm (grüne Fahrstühle), 5.OG

    Raum 66.1. „Elterneinweisung“

    Ergänzend dazu stehen Ihnen auf unserer Station zwei ausgebildete Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) zur Verfügung, die Sie während ihrer Schichtzeiten gerne beraten. Als Alternative für Muttermilch haben wir verschiedene Produkte vorrätig, mit denen wir das Baby je nach Bedarf füttern können.

  • Händesdesinfektionsmittel
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    Die hygienische Händedesinfektion
    Pflegekraft bei der Händedesinfektion
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    Wir schulen Sie zu hygienischen Maßnahmen

    Die Sicherheit unserer Patienten ist uns ein besonderes Anliegen. Dabei spielt die Einhaltung von hygienischen Maßnahmen eine ganz wesentliche Rolle. Die Früh- und Neugeborenen auf unserer Station sind oft sehr anfällig für Infektionen. Keime, die für gesunde Menschen völlig unbedenklich sind und die uns an den Händen oder der Kleidung täglich begleiten, können für die Kinder gefährlich werden. Um Infektionen vorzubeugen und unsere Patienten bestmöglich zu schützen, haben wir Hygienerichtlinien entwickelt, an die wir uns im Stationsalltag strikt halten. Bei Ihrem ersten Besuch erläutern wir Ihnen gern die notwendigen Schritte und stehen Ihnen darüber hinaus bei Fragen jederzeit zur Verfügung! Sprechen Sie uns an – wir sind gerne für Sie da!

  • Sobald es Ihrem Kind besser geht und es keine intensivmedizinischen Maßnahmen mehr benötigt, wird es auf die Früh- und Neugeborenenstation auf der gleichen Etage verlegt. Wir sind bemüht, Sie im Voraus über diesen Zeitpunkt zu informieren, jedoch kann eine Verlegung aus organisatorischen Gründen auch einmal kurzfristig erfolgen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Früh- und Neugeborenenstation (5E)

Babyhand
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Zeit zum Wachsen
Mutter beim Wickeln
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Wir unterstützen Sie in der Versorgung Ihres Kindes
Monitorüberwachung
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Wir betreuen Ihr Kind sicher und liebevoll

Die in Nachbarschaft zur Wochenstation gelegene Früh- und Neugeborenenstation erlaubt Ihnen als Eltern den unmittelbaren Kontakt zu Ihrem Kind. Besuchszeiten gibt es nicht - sie können so oft kommen und so viel Zeit mit Ihrem Kind verbringen, wie Sie möchten.

Wie auf der Wochenstation erhalten sie auch hier umfangreiche Anleitung und Hilfestellung durch ein sehr erfahrenes Team von Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, unterstützt durch Stillberaterinnen und viele weitere Berufsgruppen. Wenn Sie Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen - wir helfen Ihnen gerne.

Ein Highlight auf der Normalstation für Früh- und Neugeborene ist die Musiktherapie, die einmal pro Woche speziell für diejenigen Kinder angeboten wird, die als sehr kleine Frühgeborene lange Zeit auf der Intensivstation verbracht haben.

Die Entlassung planen wir mit Ihnen gemeinsam. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt ist dies ein besonders aufregender Moment. Wir freuen uns mit Ihnen und klären letzte Fragen und Themen.

(Kardio-) Pädiatrische Intensivstation

Mutter lacht mit Kind
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Fröhlichkeit ist unsere Stärke
Pflegemaßnahmen am Kind
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Ihr Kind ist bei uns rundum gut versorgt
Mutter versorgt Kind
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Wir binden Sie in die Pflege Ihres Kindes ein

Auf der Kinderintensivstation steht - neben dem Ärzteteam - ein hochmotiviertes Pflegteam mit ca. 60 Mitarbeitenden zur qualifizierten Betreuung der schwerkranken Kinder bereit. Unterstützt wird es von Physiotherapeuten, Medizintechnikern und weiterem fachspezifischen Personal.

Wir unterstützen Sie als Eltern und leiten Sie in der Versorgung Ihres Kindes in dieser besonderen Situation an. Dabei erklären wir Ihnen gerne worauf Sie achten sollten, beispielsweise welche hygienischen Maßnahmen Sie einhalten müssen.

Neben allgemeinpädiatrischen Patientinnen und Patienten, werden ebenfalls Kinder aller Altersstufen nach kinderherzchirurgischen Operationen betreut. Ein weiterer Schwerpunkt ist hier die Behandlung von Kindern mit Herzrhythmusstörungen.

Erfüllt schon eine "normale" Erkrankung des Kindes die Eltern mit Sorge, so ist ein Aufenthalt auf einer Intensivstation oft eine Quelle kaum zu ertragender Ängste. Auch hier können Sie sicher sein, dass wir diese Ängste kennen und respektieren und gemeinsam mit Ihnen alles, was heutzutage medizinisch möglich und sinnvoll ist, für die Genesung Ihres Kindes tun werden. Wir möchten Ihnen in dieser Zeit zur Seite stehen und sie begleiten. Wir versuchen Ihnen die Sorgen und Ängste, die sich aus dem Intensivaufenthalt ergeben, zu nehmen. Sie können auf die Erfahrung des ärztlichen und pflegerischen Teams unserer Station vertrauen.

Antworten zu den häufigsten Fragen

  • Ist Ihr Kind in einem Alter, wo es vor allem nachts nach seinen Eltern verlangt, verspüren Sie sicher den Wunsch, Ihr Bett direkt neben dem Ihres Kindes aufzustellen. Leider ist dies aufgrund der räumlichen Kapazitäten unserer Station nicht möglich. In der Regel können wir Sie aber auf einer anderen Station in der Kinderklinik unterbringen. Somit sind Sie immer in erreichbarer Nähe, können sich aber auch zwischendurch einmal zurückziehen, wenn Ihnen danach ist.
    Sofern Sie einen weiten Anfahrtsweg haben, gibt es für Eltern die Möglichkeit, in einem Appartement im Ronald McDonald Haus-Eppendorf untergebracht zu werden. Leider ist nur eine geringe Anzahl von Betten verfügbar. Bitte sprechen Sie uns darauf an.

  • Generell dürfen Sie Ihr Kind zu jeder Tages- und Nachtzeit besuchen. Erfahrungsgemäß ist ein Intensivaufenthalt auch für die Eltern sehr kräfteraubend. Daher empfehlen wir Ihnen die Nächte zu Hause, beziehungsweise in Ihrer Unterkunft zu verbringen. Dazu verweisen wir Sie gerne an das Ronald McDonald Haus-Eppendorf in unmittelbarer Nähe unserer Klinik. Wir bitten Sie aber am Vormittag nicht vor 9.30 Uhr ihren Besuch zu planen, da in dieser Zeit die Visiten in den Patientenzimmern stattfinden. Unsere Besuchsregelung beschränkt sich ausschließlich auf die Anzahl der Besucher. Es dürfen maximal 2 Personen auf die Station, d. h. beide Elternteile, oder ein Elternteil mit einer anderen, nahestehenden Person. Nur in bestimmten Ausnahmesituationen ist es möglich, von dieser Regelung abzuweichen. In der Regel sind nur die Eltern berechtigt, Auskunft zu erhalten.

    Nach einer kurzen Untersuchung durch einen unserer Kinderärzte dürfen auch kleinere Kinder (< 14 Jahren) ihre Geschwister auf Station besuchen - bitte melden Sie sich bei uns- sollte dieser Wunsch bestehen. Im Einzelfall sollten Sie selbst entscheiden, ob man dem Kind/Jugendlichen den Besuch des kranken Geschwisterkindes zumuten kann.

    Die Visiten finden täglich zu folgenden Zeiten statt:
    Montag bis Freitag 07:30 - 09:30 Uhr und
    Dienstag 12:00 - 13:00 Uhr

    Die Zeiten können - auch durch Notfälle bedingt - variieren. An den Wochenenden gelten abweichende Zeiten. Auftretende Fragen können Sie nach den Visiten klären. Oft kommen die Ärzte direkt auf Sie zu. Darüber hinaus haben Sie auch tagsüber die Möglichkeit, mit einem Arzt zu sprechen. Wenden Sie sich hierfür gern an das Pflegepersonal. Bitte beachten Sie jedoch, dass solche Gespräche nicht immer sofort geführt werden können. Gerne vereinbaren wir einen Termin für Sie.

    Natürlich können Sie sich jederzeit telefonisch nach dem Zustand Ihres Kindes erkundigen.
    Telefon: +49 (0) 40 7410 - 53722 oder +49 (0) 40 7410 - 56578 Hierfür benötigen Sie Ihr vereinbartes Passwort. Damit stellen wir sicher, dass wir nur befugten Personen telefonisch Auskunft geben.

  • Pflegekräfte mit Mutter und Kind
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    Wir leiten Sie gezielt an und beantworten Ihre Fragen

    Ihr Kind wird in regelmäßigen Abständen versorgt. Wir sind bemüht, Ihrem Kind möglichst viel Ruhe zukommen zu lassen. Wenn Sie mit der neuen Situation etwas vertrauter sind und Ihr Kind selber pflegen möchten, besprechen Sie mit dem zuständigen Pflegepersonal, was Sie an Aufgaben für Ihr Kind selber übernehmen können, wie z. B. Wickeln, Temperatur messen, Waschen, Eincremen und Füttern. Wir werden Ihnen gerne zeigen, wie Sie diese Dinge am besten durchführen. So werden Sie einen großen Teil zum Wohlbefinden Ihres Kindes beitragen können.

  • Mutter beim Vorlesen
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    Kuschelzeit ist wichtig für die Heilung

    Grundsätzlich dürfen und sollten Sie Ihr Kind streicheln und mit ihm sprechen, es wird es spüren und sich sicherlich dabei wohlfühlen. Denken Sie bitte daran, sich vorher die Hände zu waschen und zu desinfizieren, sowie Schmuck und Uhren abzunehmen.

    Wenn Sie zum Kuscheln, Spielen, Vorlesen oder "Känguruhen" kommen, sollten Sie mindestens 2 Stunden Zeit mitbringen, damit diese besondere Ruhephase für Ihr Kind nicht zu kurz ist. Sie sollten sich so entspannt wie möglich hinsetzen, tragen Sie also am besten bequeme und luftige Kleidung. Für das "Känguruhen" verfügen wir über bequeme Liegestühle.

    Größere Kinder äußern meist von allein den Wunsch, auf oder in den Arm genommen zu werden. Dieses ist natürlich kein Problem, wir bitten in diesem Fall um eine kurze Mitteilung an die Ihr Kind betreuende Pflegekraft, um eventuell vorhandene Venenzugänge zu sichern und die fortlaufende Monitorüberwachung zu gewährleisten.

  • Muttermilch ist für Babys die beste Nahrung. Wenn Ihr Kind während des Aufenthalts bei uns nicht an der Brust trinken kann, gibt es die Möglichkeit, die Milch abzupumpen und über eine Sonde zu füttern. Achten Sie bitte beim Abpumpen auf ein hygienisches Vorgehen. Sterilisierte Flaschen zum Transport der Milch erhalten Sie bei uns. Diese müssen mit Namen, Datum und Uhrzeit beschriftet sein. Um eine Anreicherung der Muttermilch mit Bakterien zu verhindern, ist es sehr wichtig, daß die Milch direkt nach dem Abpumpen gekühlt wird, d. h. daß Sie die Milch beim Transport unbedingt in einer Kühltasche aufbewahren sollten. Sollte sie eingefroren sein, kann sie nach dem Auftauen problemlos gefüttert werden. Informieren Sie uns bitte, wenn Sie Medikamente nehmen müssen, da diese sich in der Muttermilch anreichern können.

    Falls einmal keine ausreichende Menge an Muttermilch zur Verfügung steht, oder diese aus einem anderen Grund nicht gefüttert werden kann, stehen uns verschiedene Produkte zur Verfügung, die dem Bedarf Ihres Kindes angepaßt sind. Die Anzahl der Mahlzeiten ist dabei abhängig von Alter, Nahrungsverträglichkeit und Gesundheitszustand Ihres Kindes.

  • Kind wird per Magensonde ernährt
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    Die Magensonde unterstützt die Nahrungsaufnahme

    Unter Umständen ist Ihr Kind beatmet. In diesem Fall kann Ihr Kind nicht essen oder trinken und benötigt eine Magensonde. Die Magensonde ist ein weicher Schlauch, der meist durch die Nase oder den Mund in den Magen führt. Darüber wird die Nahrung dann verabreicht. So kann auch überprüft werden, inwieweit die Fähigkeit vorhanden ist, die zugeführte Nahrungsmenge zu verdauen, indem die Restmenge der letzten Mahlzeit bestimmt wird.

    Um Ihr Kind zu unterstützen, können Sie ihm angefeuchtete Wattestäbchen reichen. Dies sorgt für ein angenehmeres Mundgefühl.

  • Pflegekraft mit Kind
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    Wir nehmen Ihnen die Angst vor den Schläuchen

    Wie Sie oben schon erfahren haben, müssen einige Kinder über eine Magensonde ernährt werden. Da aber oft die Nahrungsmenge, die darüber zugeführt werden kann, für eine optimale Ernährung nicht ausreicht, wird zusätzlich Flüssigkeit direkt in die Blutbahn gegeben. Diese enthält Zucker, Salze, Spurenelemente, Eiweiß, Fette und Vitamine. Wir bezeichnen das als Infusion. Um die Flüssigkeit verabreichen zu können, legen wir einen "Venenzugang". Dazu wird ein biegsamer Kunststoffschlauch in eine kleine Vene, bei schwierigen Venenverhältnissen gegebenenfalls in eine große Vene ("zentraler Venenkatheter") geschoben.

    Sehr viele, besonders bei kleinen Kindern gut sichtbare Venen verlaufen am Kopf. Erschrecken Sie deshalb nicht, wenn Ihr Kind einen Venenzugang am Kopf hat.

    Sehr wichtig sind diese Zugänge auch, damit wir ihrem Kind darüber Medikamente geben können. In einigen Fällen kann darüber sogar schmerzfrei Blut abgenommen werden.

  • Sauerstoffüberwachung
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    Die "kleine rote Lampe" am Fuß

    Mit kleinen Elektroden auf Brust und Bauch werden Atem- und Herzfrequenz kontrolliert. Über eine "kleine rote Lampe" an Hand oder Fuß kann der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen werden. Weitere Werte, die u. a. der Optimierung der Beatmung dienen, liefert eine auf die Haut geklebte Meßsonde. All dies ist für Ihr Kind völlig schmerzfrei. Andere Möglichkeiten der Überwachung erklären wir Ihnen gerne am Bett.

    Der Überwachungsmonitor und andere technische Geräte haben verschiedene Klänge für Alarme unterschiedlicher Bedeutung. Das Personal kann diese selbstverständlich voneinander unterscheiden. Alarmiert es einmal, bedeutet dies nicht automatisch eine Gefährdung Ihres Kindes, es kann sich z. B. auch einfach nur um eine Elektrode handeln, die sich gelöst hat. Auf unserer Station ist die Technik ein unerläßliches Hilfsmittel bei der Betreuung Ihres Kindes, selbstverständlich aber kein Ersatz für unsere Beobachtung, Zuwendung und Fürsorge.

  • Ein Blasenkatheter ist ein kleiner Schlauch, der durch die Harnröhre in die Harnblase führt. Er wird benötigt für verschiedene diagnostische Maßnahmen (Urinuntersuchung), wenn ein Kind zu krank ist um selbständig Urin zu lassen, weil bestimmte Medikamente dies erfordern oder z. B. auch nach einer Operation, um die genaue Urinmenge erfassen zu können. Normalerweise wird so ein Blasenkatheter nur vorübergehend benötigt und so schnell wie möglich wieder entfernt.

  • Die Kinder werden in der Regel anfangs mehrmals täglich körperlich untersucht, um alle auftretenden Veränderungen sofort feststellen zu können. Gegebenenfalls werden weiterführende Maßnahmen veranlaßt, wie z. B. die Anfertigung eines Röntgenbildes. Ferner werden individuell und nach Bedarf Blutentnahmen durchgeführt, um sowohl die Diagnostik, als auch die Therapie zu optimieren. Danach werden z. B. Beatmungseinstellungen oder Infusionen geändert. Da Blutentnahmen unangenehm und schmerzhaft sein können, werden diese auf das nötige Maß beschränkt und immer dem Krankheitsbild der Kinder und deren Bedarf angepaßt.

  • Sollte Ihr Kind beatmet sein, erhält es Unterstützung von einem Beatmungsgerät. Dazu liegt ein weicher Schlauch (Tubus) in die Luftröhre. Die Intubation ist für Ihr Kind schmerzfrei, da es vorher Medikamente zur Ruhigstellung und gegen Schmerzen erhält.

    Ab und zu ist es für den Genesungsprozeß eines Kindes sehr wichtig, daß es überhaupt nicht mitatmet. Dann erhält es von uns Medikamente, die einen "künstlichen Schlaf" herbeiführen. Dieses geschieht auch dann, wenn die Beatmung von Ihrem Kind ganz offensichtlich als sehr unangenehm empfunden wird.

    Erschrecken Sie nicht, wenn Ihr Kind zu sprechen versucht oder Ihr Baby weint und Sie nichts hören. Unter Beatmung sind durch den Tubus die Stimmbänder blockiert. Diese Begleiterscheinung verschwindet mit der Entfernung des Tubus.

    Um unsere kleinen und großen Patienten nicht zu überfordern, werden sie schonend von der Beatmung entwöhnt. Dies geschieht in mehreren Schritten (z. B. durch Reduzierung der Beatmungsfrequenz), bis sie schließlich ihre Atmung wieder völlig alleine übernehmen können. Dann wird auch der Tubus wieder entfernt (Extubation). Gelegentlich kann nach der eigentlichen Extubation für eine gewisse Zeit noch eine Atemhilfe über einen Luftstrom notwendig sein, der über einen kleinen Schlauch bzw. eine kleine Nasenmaske, in den Nasen-Rachenraum gegeben wird (Nasen-CPAP). Diese Maßnahme erleichtert für eine kurze Zeit den Übergang zum selbständigen Atmen.

  • Bei einigen Kindern ist es nötig, zusätzlich rote Blutkörperchen zuzuführen (z. B. nach einer Operation). Sie erhalten dann eine sogenannte Bluttransfusion. Alle Blutkonserven stammen von ausgewählten Spendern, genügen hohen Qualitätsansprüchen und werden selbstverständlich engmaschig kontrolliert. Kleine Patienten erhalten auch nur geringe Mengen Blut. Dieses wird, der Haltbarkeitsdauer entsprechend, solange es möglich ist, aus derselben, der sogenannten "Mutterkonserve" entnommen.
    Weitere Informationen zu Bluttransfusionen finden Sie unter den Seiten der Transfusionsmedizin im UKE.

Weitere Informationen

2016-2017 - Ausgezeichnet für Kinder
Zertifikat - Pflege e.V. Zertifiziert Angehörigenfreundliche Intensivstation