Aktuelle News & Presseberichte 2020

  • Prof. Dr. Tilo Kölbel

    18.02.2020

    Aortenaneurysma: Erfolgreiche Behandlung im UKE

    Eine gerissene Hauptschlagader hätte fast zum Tod von Andreas Baum geführt. Schnelle Hilfe fand er im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), eine Notoperation rettete sein Leben. Prof. Dr. Tilo Kölbel und sein Team im Aortenzentrum behandeln viele Patienten mit einer gefährlichen Erweiterung der Hauptschlagader, einem Aortenaneurysma. Oft setzen sie ihnen Gefäßprothesen ein.

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    Scheckübergabe NAVIGATOR-energie Service
    M. Weichert-Prinz, Prof. Dr. R. Kozlik-Feldmann, Peter Jacobsen
    Scheckübergabe MERIDIAN
    M. Weichert-Prnz, Prof. Dr. R. Kozlik-Feldmann, Leo Eckstein

    06.02.2020

    Energie für Kinderherzen -
    Kinderkardiologie hat doppelten Grund zur Freude

    Direkt zum Jahresstart gab es für die Kinderkardiologie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums UKE Hamburg doppelten Grund zur Freude. Nicht eine, sondern gleich zwei tolle Spenden durfte Prof. Dr. Rainer Kozlik-Feldmann, Direktor der Klinik für Kinderkardiologie, dank des Projektes „Energie für Kinderherzen“ am 27. Januar 2020 entgegennehmen.

    Die ersten 500 Euro überreichte Peter Jacobsen, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der NAVIGATOR-energie Service GmbH. Das Unternehmen fördert das Projekt „Energie für Kinderherzen“ seit Beginn an tatkräftig, indem es als Servicepartner kostenfrei die Prüfung und Optimierung von Strom- und Gastarifen interessierter Privat- und Firmenkunden übernimmt. Hinzu kommt, dass NAVIGATOR-energie Service und deren bundesweite Vertriebspartner weitere 5 Euro für jeden Strom- und Gaszähler spenden, wenn der Kunde selbst auch für kranke Kinderherzen spendet – und genau daraus ist auch die Spende in Höhe von 500 Euro entstanden, die nun für kleine Kinderherzen eingesetzt wird. Mit unserer Unterstützung möchten wir die kleinen Patienten und ihre Familien in der schweren Krankenhauszeit unterstützen. Es wäre außerdem schön, wenn diese Spende eine kleine Motivation für andere Kunden und Unternehmen sein kann, sich ebenfalls an dem Projekt zu beteiligen und etwas für die kleinen Herzkinder zu tun. , so Peter Jacobsen.

    Die zweite Spende wurde an diesem Tag von Leo Eckstein, Geschäftsführer der Meridian Spa & Fitness Deutschland GmbH, auf der Kinderherzstation überreicht. Dank einer fantastischen Weihnachtsaktion, bei der von jedem verkauften Weihnachtsgutschein 1 Euro an das Projekt „Energie für Kinderherzen“ gespendet und die von Meridian am Ende nochmal aufgestockt wurde, durfte Prof. Dr. Rainer Kozlik-Feldmann 5.000 Euro entgegennehmen. 5.000 Euro, die unter anderem für aktuell fehlende kindgerechte Raumausstattungen eingesetzt werden und die damit direkt den kleinen Herzpatienten zu Gute kommen. Für MERIDIAN ist ‚Energie für Kinderherzen‘ ein echtes Herzensprojekt. Es ist schön zu sehen, dass wir mit unserer Spende den Kindern glückliche Momente im oftmals tristen Krankenhausalltag ermöglichen können , äußerte sich Leo Eckstein bei seinem Besuch auf der Kinderherzstation.


    Gutes tun und gleichzeitig Geld sparen

    ENERGIE FÜR KINDERHERZEN ist ein gemeinsames Projekt des Freundes- und Förderkreises von HAMBURG schnackt!

    Mit der Idee „Eine Handvoll Leben – eine Handvoll Vorteile“ können Unternehmen und Privatpersonen Strom- und Gaskosten reduzieren und aus der Einsparung Geld für herzkranke Kinder im Universitären Herz- und Gefäßzentrum spenden.

    „Eine Handvoll Leben – eine Handvoll Vorteile“
    Aus den Energie-Einsparungen helfen Unterstützer dann ohne eigenen finanziellen Aufwand:
    Sie geben „eine Handvoll Leben“, das heißt, sie spenden 5 % ihrer Energiekosten-Einsparungen an ENERGIE FÜR KINDERHERZEN zugunsten der herzkranken Kinder. Für jeden Gas- oder Stromzähler eines Unterstützers werden zusätzlich 5 Euro an das Projekt gespendet.

    Weitere Bilder der Scheckübergabe sowie Informationen zum Projekt finden Sie hier.

    Tschüss -
    Priv.-Doz. Dr. Ulf Radunski

    Mehr als zehn Jahre war Priv.-Doz. Dr. Ulf Radunski als Kardio­loge im Herz- und Gefäßzentrum aktiv. Zum Jahresbeginn startete er als neuer kardiologischer Chefarzt der Regio Kliniken – mit großer Freude auf das Neue und einer Prise Wehmut.

    Zur ganzen Geschichte | UKE Life

     

    16.01.2020

    SAT.1 Regional

    Organspende: Bundestag stimmt gegen Widerspruchslösung und für Einverständnislösung

    Das Organspendegesetz war am Donnerstag das große Thema in Deutschland und damit auch bei uns im Norden. Die Abgeordneten des Bundestags haben mehrheitlich gegen die doppelte Widerspruchslösung entschieden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte angestrebt, dass jeder automatisch Organspender ist – es sei denn, er widerspricht ausdrücklich.

    Durchgekommen ist der Gesetzentwurf der Grünen, bei dem im Grunde alles bleibt, wie es ist. Der Gesetzentwurf zur Einverständnislösung sieht vor, dass man alle zehn Jahre im Einwohnermeldeamt bei der Beantragung eines neuen Personalausweises angesprochen wird, wie man sich im Falle einer Organspende entscheiden will. Man kann sich dort in ein Zentralregister eintragen lassen. Außerdem kann man sich alle zwei Jahre von seinem Hausarzt zum Thema beraten lassen...

    ...Hier sehen und lesen Sie den gesamten Beitrag auf SAT.1 Regional.

    Im Interview/Beitrag: Prof. Dr. Stefan Kluge, Klinik für Intensivmedizin und Prof. Dr. Hermann Reichenspurner, Klinik und Poliklinik für Herz- und Gefäßchirurgie

     

    D. Günther-Gemeinhardt vor dem Reichstag in Berlin

    16.01.2020

    Hamburger Abendblatt | Autor: Peter Wenig

    Warum ein Hamburger für Organspendergesetz kämpft

    Dennis Günther-Gemeinhardt wirbt für die Widerspruchslösung von Gesundheitsminister Jens Spahn. Dem Rahlstedter wurde vor Jahren ein Herz transplantiert.

    Der Mann hat, man darf das sagen, eine Mission. Seit Monaten wirbt Dennis Günther-Gemeinhardt für sein großes Ziel: Der Bundestag soll heute die Organspende neu regeln. Im Endspurt reiste der Rahlstedter in die Hauptstadt, um Abgeordnete zu überzeugen, für den gemeinsamen Entwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu stimmen. Beide Politiker kämpfen mit einem parteiübergreifenden Unterstützerkreis für die doppelte Widerspruchslösung. Wer zu Lebzeiten nicht einer Organspende widerspricht – ob über ein Online-Register oder in einer Erklärung gegenüber Verwandten oder Freunden – wäre dann Spender. Günther-Gemeinhardt traf Befürworter wie den Hamburger CDU-Abgeordneten Christoph Ploß und Gegner wie die Grünen Co-Chefin Annalena Baerbock, die für eine Reform der jetzigen Entscheidungsregelung wirbt.

    Wir brauchen die Widerspruchslösung, sagt Günther-Gemeinhardt. Nur so könne die Zahl der Transplantationen steigen. Der 40-Jährige spricht aus eigener leidvoller Erfahrung. Bereits mit 20 hatte er mehrere Herzinfarkte, die sein Herz so schädigten, dass auch Bypass- Operationen nicht mehr halfen. Er kämpfte um sein Leben, musste reanimiert werden, lag über drei Monate auf der Intensivstation: Meine Herzleistung lag nur noch bei fünf Prozent. Ich war so schwach, dass ich kaum noch die Zahnbürste heben konnte. Im Januar 2008 setzte ihm UKE-Herzchirurg Prof. Hermann Reichenspurner ein Spenderherz ein.

    Seitdem fühle ich mich wie neugeboren, sagt Günther-Gemeinhardt. Mit anderen Transplantierten startete er die Online-Petition „Leben retten: Einführung der Widerspruchslösung“ über die Plattform change.org. Inzwischen haben sich über 151.000 Menschen dieser Petition angeschlossen. Die Widerspruchslösung ist mir buchstäblich eine Herzensangelegenheit, sagt Günther-Gemeinhardt. Er habe Verständnis für jeden, der eine Organspende für sich ablehne, aber es sei zumutbar, dieses dann auch zu bekunden. Zu oft komme es vor, dass ein Spenderausweis nicht ausgefüllt werde oder im Fall der Fälle nicht auffindbar sei. Auf Dauer werden es andere Länder, in denen die Widerspruchslösung längst gilt, nicht hinnehmen, dass wir viel zu wenig Organe spenden.

    Günther-Gemeinhardt kämpft auch aus eigenem Interesse für eine Neuregelung. Denn irgendwann wird auch er wieder ein Herz brauchen. Ein Spenderorgan altert schon durch die Medikamente, die ein Transplantierter nehmen muss, deutlich schneller: Der Rahlstedter schluckt jeden Tag 14 Tabletten – auch gegen Abstoßungsreaktionen. Dennoch ist er so fit, dass er Mega-Partys am Hühnerposten veranstalten kann: Ich treibe viel Sport, mir geht es blendend.

     

    09.01.2020

    UKE-Herzforscherinnen und -Forscher leiten neue, weltweite Studie zur Früherkennung

    Vorhofflimmern – die unterschätzte Gefahr

    Lange vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt bei vielen Betroffenen das Herz unmerklich aus dem Takt: Vorhofflimmern verursacht häufig keine Beschwerden, ist aber ein Vorläufer lebensbe-drohlicher Durchblutungsstörungen. Ein von der EU finanziertes internationales Forschungsprojekt, das von Prof. Dr. Renate Schnabel aus dem Universitären Herz- und Gefäßzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) geleitet wird, soll jetzt die Früherkennung von Vorhofflimmern deutlich verbessern.

    Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen in der Allgemeinbevölkerung. Insbesondere in alternden Gesellschaften wie in Deutschland ist das ein zunehmendes Problem", sagt UKE-Herzforscherin Prof. Schnabel. Herzrhythmusstörungen seien an sich nicht lebensbedrohlich, sie würden aber einhergehen mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfall, Herzinsuffizienz oder auch Demenz. Eine eingeschränkte Lebensqualität und eine erhöhte Sterblichkeit seien die Folgen. Besonders problematisch dabei ist, dass Vorhofflimmern oft symptomlos verläuft und die Betroffene daher gar nicht wissen, dass ihr Herzschlag außer Takt geraten ist und auf Dauer weitere Erkrankungen verursachen kann, erläutert die Projektleiterin, die sich mit ihrem Team im Universitären Herz- und Gefäßzentrum des UKE seit Jahren intensiv mit der Erforschung von Vorhofflimmern beschäftigt.

    Gefährdete Personen identifizieren und effektiv untersuchen
    Gemeinsam mit den internationalen Projektpartner sollen nun Strategien entwickelt werden, um gefährdete Personen zu identifizieren und effizient auf Vorhofflimmern zu untersuchen. Die ent-scheidenden Fragen lauten: Wer genau muss untersucht werden und welche Methoden sind dafür die am besten geeigneten?, erklärt die Herzforscherin. Standard zur Untersuchung von Herzrhyth-musstörungen sei ein Zwölf-Kanal-EKG, bei dem mehrere Elektroden auf den Oberkörper der Pati-enten geklebt werden müssen. Das ist sehr aufwändig und nicht jeder Hausarzt hat ein solches Gerät, so Prof. Schnabel. Günstige und weit verbreitete technische Alternativen, die Hinweise auf Vorhofflimmern liefern können, seien zum Beispiel Blutdruck- oder Pulsmessgeräte, tragbare Gürtel, unter die Haut implantierbare Mini-Geräte, aber auch die Kamera des Handys oder eine Smart-Watch. Ein Screening muss möglichst einfach sein, um bei möglichst vielen Menschen angewendet werden zu können. Ob alle oder nur Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, mit Übergewicht oder ab einem bestimmten Alter untersucht werden sollten, seien weitere Fragen, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beantworten wollen. Ich hoffe, dass wir bereits in zwei, drei Jahren erste Ergebnisse haben, von denen die Patientinnen und Patienten profitieren können, sagt Prof. Schnabel.

    Internationales Projekt wird mit sechs Millionen Euro von der EU gefördert
    Das zum Jahresbeginn gestartete und auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben mit der Be-zeichnung „AFFECT-EU" (Titel: Digital, risk-based screening for atrial fibrillation in the European Community) wird von der EU im Rahmen des aktuellen Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020" mit insgesamt knapp sechs Millionen Euro unterstützt. Auf das UKE als Studien-zentrale entfallen etwa 1,5 Millionen Euro Fördergelder. Beteiligt sind 26 Einrichtungen und Insti-tutionen aus 16 Ländern. Das Projekt hat weltweit ein solches Interesse geweckt, dass nicht nur Partner aus der Förderregion EU teilnehmen, sondern auch aus den USA, Kanada und Australien – letztere sogar ausschließlich mit eigenen Mitteln.

     

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