Ihr Aufenthalt in der Sektion für Stammzelltransplantation und Immunologie

  • Die KMT-Ambulanz und KMT-Tagesklinik versorgen unsere Patientinnen und Patienten vor der Transplantation und danach. Sie bilden eine Versorgungseinheit direkt neben der KMT-Station und dadurch kann die Betreuung durchgehend vom gleichen Team stattfinden, das die Familien vor, während und nach der Transplantation begleitet. Dadurch ist unser Personal eng vertraut mit unseren Patienten und kann individuell auf die besonderen Bedürfnisse eingehen, ohne dass lange Erklärungen durch die Familien notwendig sind. Aufgrund dessen können wir auch so viele Maßnahmen wie möglich ambulant durchführen und den stationären Aufenthalt verkürzen. Hier findet auch der nahtlose Übergang von externen Zuweisern an uns und zurück statt sowie gemeinsame Diskussionen mit Spezialisten aus den Stoffwechselambulanzen und der hämatologischen Ambulanz.

    Patientinnen und Patienten mit Infektionen oder problematischen Keimen stehen Behandlungszimmer im Erdgeschoss zur Verfügung die direkt von außen betreten werden können. Durch die baulichen Gegebenheiten in unserer 2017 neu errichteten Klinik und intensive Schulungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können wir den hohen Anforderungen an die Hygiene für unsere stark immunsupprimierten Patienten auch im ambulanten Bereich gerecht werden.

  • In unserer immunologischen Ambulanz betreuen wir Kinder und Jugendliche mit Unter- und Überfunktionen des Immunsystems. In einer gemeinsamen Ambulanz im Erdgeschoss der neuen Klinik vereinigen wir nun die Expertise der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie in unserer Sektion. Angeborene Immundefekte bilden hierbei einen Schwerpunkt in der engen Kooperation des diagnostischen Labors und wissenschaftlichen Mitarbeitern einerseits sowie pflegerischem und ärztlichen Dienst andererseits. In Patientenkonferenzen, die alle zwei Wochen stattfinden, besprechen wir die komplexen Krankheitsgeschichten, Laborbefunde und möglichen Therapien zusammen mit Kolleginnen und Kollegen z. B. aus der Rheumatologie, Hämatologie, Pulmologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Radiologie etc. Aber auch die Abklärung und Behandlung erworbener Immunschwächen wie HIV, Autoimmun-Neutropenien o. ä. In der Therapie kommen klassische Medikamente, Immunglobuline und Biologika zum Einsatz.

  • In unserer neuen Klinik befindet sich die KMT-Station in der Nachbarschaft der kinderhämatologischen Station, der Intensivstation und des Operationsbereiches. Dadurch sind besonders kurze Wege garantiert. Der Zutritt ist streng begrenzt zum Schutz der Patientinnen und Patienten. Besondere Hygienemaßnahmen sind zu beachten. Für den stationären Aufenthalt stehen Zimmer zur Verfügung, die einerseits modernste Medizintechnik beherbergen und andererseits einen mehrwöchigen Aufenthalt für Patient und Begleitperson durch besondere Möblierung so angenehm wie möglich machen. Soviel Medizintechnik wie möglich wurde aus den mit spezieller Luftfilterung ausgestatteten Zimmern in den Vorraum (Schleuse) verlagert, so dass unnötige Störungen durch Gerätesignale vermieden werden können. Kinderpädagogen, Musiktherapeuten und Kunsttherapeuten sind wichtige Stützen für die Kinder und deren Familien. Der psychosoziale Dienst begleitet darüber hinaus die Familien in dieser anspruchsvollen Zeit.

    Technisch gesehen ist das UKE das Klinikum in Deutschland mit dem höchsten Digitalisierungsgrad, so dass Informationen immer abrufbereit sind und viele mögliche Fehlerquellen gegenüber der Papierdokumentation vermieden werden. Therapeutische Entscheidungen lassen sich so immer auf einer umfassenden und aktuellen Datengrundlage treffen.

    Die erste Anlaufstelle in unserer Klinik ist wochentags unsere Hämato-onkologische Ambulanz. Unsere Ambulanz ist montags bis freitags von 8:00 - 16:30 Uhr besetzt und ist mit einem eigenen Wartebereich sowie separaten Zimmern für Kinder mit infektiösen Krankheiten ausgestattet.

    Alle Kinder, die stationär aufgenommen werden, müssen vorher vom Ambulanzarzt untersucht werden. Auch die Patienten, die nur zu Besuch auf die Station kommen wollen, müssen vorher vom Arzt untersucht worden sein. Geschwisterkinder unter 16 Jahren dürfen im Regelfall nicht auf die Station.

    Die Mitaufnahme eines Elternteils ist jederzeit möglich, auch ein Elternhaus steht in unmittelbarer Nachbarschaft der Klinik zur Verfügung. Es ist uns wichtig, für Ihr Kind und Sie trotz intensiver medizinischer Maßnahmen eine angenehme und freundliche Atmosphäre zu schaffen, in der trotz vieler Sorgen und Ängste ein Lachen möglich ist.