Zahlen und Fakten

Das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) ist als Onkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) seit 2011 und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) seit 2007 zertifiziert. Das UCCH ist durch die Deutsche Krebshilfe (DKH) als Onkologisches Spitzenzentrum seit 2009 ausgezeichnet.

Ziel

Ziel dieses koordinativen Netzwerkes ist eine optimale individuelle tumormedizinische Versorgung der Patienten und die konsequente Weiterentwicklung der klinischen und translationalen Forschung in der Metropolregion Hamburg. Auf der Basis molekularbiologischer Analysen werden personalisierte Therapiekonzepte angeboten. Neben Therapie und Forschung kümmern wir uns um das individuelle Wohlergehen der Patienten durch zahlreiche Zusatzangebote (z. B. Musik-, Kunst-, Sporttherapie, Ernährung etc.) und haben auch Prävention und Nachsorgekonzepte weiterentwickelt.

Als erstes Bundesland erfolgt seit 2015 die Umsetzung des novellierten regionalen Krebsregistergesetzes (Hamburg) mit enger Kooperation des klinischen Krebsforschungsregisters am UKE, das durch das UCCH koordiniert wird. Das Hamburgische Krebsregister (HKR) wurde 1926 begründet und ist damit das Älteste dieser Art in der Welt.

Historie / Entwicklung

2004
Erstzertifizierung als Brustzentrum am UKE (DKG - Organkrebszentrum)

2007
Gründung & Start Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) und Zertifizierung durch die
DGHO als Onkologisches Zentrum

2007
Erstzertifizierung als Prostatazentrum (DKG - Organkrebszentrum)

2009
Auszeichnung und Start der 1. Förderperiode durch die DKH als Onkologisches Spitzenzentrum

2009
Gesamtkonzernzertifizierung des UKE nach DIN ISO9001 (erstes Klinikum in Deutschland)

2009
Zertifizierung als Familienfreundliches Unternehmen, sowie nach Kriterien zu
Patientensicherheit und Ethik & Werte

2009
Erstzertifizierung als Gynäkologisches Krebszentrum (DKG - Organkrebszentrum) mit zertifizierter Dysplasieeinheit seit 2015

2010
Etablierung einer zentralen Administration / Anlaufstelle / Ambulanz für alle Krebspatienten

2011
Erstzertifizierung als übergeordnetes Onkologisches Zentrum (DKG) mit Kopf-Hals-Tumorzentrum (Organkrebszentrum)

2013
Erneute Auszeichnung und Start 2. Förderperiode durch die DKH als Onkologisches Spitzenzentrum

2014
Erstzertifizierung als Darmzentrum (DKG - Organkrebszentrum)

2016
Erneute Auszeichnung und Start 3. Förderperiode durch die DKH als Onkologisches Spitzenzentrum

2017
Erstzertifizierung des ENETS Center for Excellence - Europäische Zertifizierung als Exzellenzzentrum für neuroendokrine Tumore

Patientenversorgung

Im UCCH werden Patienten mit dem gesamten Spektrum onkologischer und hämatologischer Erkrankungen ambulant und stationär betreut. In Abhängigkeit der Behandlungsmethoden (Chemotherapie, Strahlentherapie, Operation etc.) erfolgt die stationäre und ambulante Versorgung in den jeweiligen Kliniken.

Das UCCH bietet somit ein umfangreiches Spektrum in der Versorgung und Therapie von onkologischen und hämatologischen Patienten an. Auf der Grundlage von interdisziplinären Tumorkonferenzen und Konsiliardiensten besteht eine enge Zusammenarbeit mit allen kooperierenden Zentren und externen Partnern in und um die Metropolregion Hamburg.

  • 42% aller Krebspatienten des UKE erreichen uns über unser Zentrales Anmeldeportal
  • > 20 Prozent der Patienten kommen überregional aus Deutschland
  • Palliativmedizinischer Schwerpunkt am UKE mit ESMO Zertifizierung, Anerkennung durch die DKG sowie Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
  • Über 30 Spezial-Sprechstunden für einzelne Entitäten (Tumore)
  • 13 spezialisierte unterstützende / beratende Sprechstunden (u.a. für Komplementärmedizin, hereditäre Tumoren, Zweitmeinung, Prävention und für Personalisierte Medizin) Sprechstundenplan UCCH
  • Survivorship-Programm für Patienten in der Nachsorge
  • Psychoonkologische Versorgung und Forschung (>11.000 Kontakte/Jahr)
  • Intensive Zusammenarbeit mit über 30 Selbsthilfegruppen

Das UCCH in Zahlen

  • > 7.000 Patienten stationär und >15.000 Patienten ambulant
  • > 4.500 neu diagnostizierte Patienten/Jahr
  • > 25.000 Patienten/Jahr besuchen die Sprechstunden und Ambulanzen
  • > 11.000 individuelle Konzepte zur Therapie unserer Patienten pro Jahr werden in interdisziplinären Tumorkonferenzen erstellt
  • > 2.000 Patienten erhalten medikamentöse Tumortherapien/Jahr mit > 28.000 Applikationen

    (Auswertung für das Jahr 2017)

Klinische Studien

  • > 1.400 UCCH-Patienten werden in interventionellen klinischen Studien behandelt (2017)
  • Elektronisches Tool: "Trial Finder" zur internen und externen Schnellsuche aktuell offener Studien
  • Gemeinsames Studienmanagement mit Kooperationspartnern

Forschung

  • Zentrumsübergreifende Forschungsprogramme zu Disseminierung und Metastasierung, Prostatakrebs, Leukämien und Lymphomen, Neuroonkologie, Psychoonkologie, Kopf-/Halstumoren, Gastrointestinalen Tumoren sowie Krebsepidemiologie
  • > 25 Core Facilities im Dienste der experimentellen, klinischen, translationalen und epidemiologischen Krebsforschung
  • > 1.450 krebsbezogene Publikationen (2014-17)

Qualität

  • > 35 evidenzbasierte Leitlinien für Diagnostik, Therapie und Nachsorge
  • 21 interdisziplinäre Tumorboards / Woche
  • Zentrale Einheiten - UCCH Krebsregister, UCCH Studienzentrale, UCCH Biobank
  • Steuerung aller krebsrelevanten Bio-und Gewebebanken am UKE
  • Regelmäßige Evaluation von Tumorboardbeschlüssen

Mitarbeiter

Ca. 520 Wissenschaftler, Ärzte und wissenschaftliches, klinisches und administratives Fachpersonal im UCCH und den zugehörigen Kliniken / Instituten im Dienst der Krebsmedizin.

Vorstand/Direktorium

Die Struktur des UCCH ist in drei hierarchische Ebenen gegliedert:
1.) UCCH Vorstand (der wiederum dem UKE-Vorstand nachgeordnet ist),
2.) Vorstandsrat,
3.) Mitgliederversammlung.

UCCH Vorstand und Direktorium

Förderer

  • Hubertus-Wald-Stiftung
  • Deutsche Krebshilfe e.V.