Die Forschungsaktivitäten des Instituts für Medizinische Soziologie sind in fünf Arbeitsgruppen untergliedert:

Gesundheitsförderung & Prävention

Leitung: Dipl.-Soz. Waldemar Süß

Im Fokus der AG steht die Begleitforschung zu Ansätzen der Gesundheitsförderung sowie der Verhältnis- und Verhaltensprävention auf sozialräumlicher Ebene in Kommunen. Dieses geschieht in den größeren Zusammenhängen der Public Health Forschung. Der Forschungszweig hat sich aus dem WHO-Ansatz „Healthy Cities“ entwickelt und untersucht intersektorale integrierte Handlungsstrategien in den Schnittfeldern von Gesundheit, Stadt(-teil)entwicklung, Umwelt und anderen Politikfeldern. Ein damit verbundener Schwerpunkt ist die Präventionsforschung, insbesondere zur Evaluation von lokal angelegten Programmen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie allgemeinen Präventionsansätzen in Deutschland.

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Krankenhausforschung

Leitung: Dr. phil. Stefan Nickel

Die AG Krankenhausforschung sieht ihre Hauptaufgabe darin, Zielkriterien und Informationen zum Handlungsbedarf im sozialen System Krankenhaus sowie zur besseren Entscheidungsfindung für die Praxis zur Verfügung zu stellen. Neben der Entwicklung und Testung von Messinstrumenten umfasst die Forschung auch die wissenschaftliche Begleitung von Modellvorhaben im Krankenhaus unter Einbeziehung von Gesichtspunkten der Gesundheitsförderung und Qualitätssicherung.

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Migration und Gesundheit

Leitung: Dr. phil. Nico Vonneilich & Niels-Jens Albrecht

Die AG entstand aus dem seit 1994 bestehenden Projekt "Migrantenversorgung im UKE, Sprach- und Kulturmittlung". Sie ist bundesweit auf kommunaler, politischer und wissenschaftlicher Ebene vernetzt. Auf internationaler Ebene wurden Strukturen insbesondere mit Einrichtungen der Migranten-Versorgung ausgebaut. Die Ergebnisse der AG-Projekte und -Veranstaltungen werden u. a. in den Wissenstransfer zwischen Forschung, Praxis und Politik eingebracht. Hierzu zählen u.a. Beratungs- und Evaluierungsaufgaben bei der Etablierung des Berufsbildes Sprach- und Integrationsmittler, Konzeption von migrantenorientierter Gesundheitsversorgung und Lehre und Ausbildung in kooperierenden Universitäten.

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Patientenorientierung und Selbsthilfe

Leitung: Dr. phil. Christopher Kofahl

Der Begriff "Patientenorientierung" kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden: Aus der Perspektive des Versorgungssystems und seiner Leistungserbringer steht Patientenorientierung für die Berücksichtigung von und Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse und Bedarfe der Nutzer (Patienten, Versicherte und/oder Bürgerinnen und Bürger). Aus der Perspektive der Nutzer steht Patientenorientierung für Empowerment und Autonomie, Mitsprache, Selbstverantwortung und Selbstmanagement. Hier stellt sich die Frage, ob und wie diese in ihrer Selbstverantwortung, in ihrem Selbstmanagement und bei ihren Selbsthilfepotenzialen unterstützt werden können.

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Soziale Einflüsse auf Gesundheit und Versorgung

Leitung: Univ.-Prof. Dr. phil. Olaf von dem Knesebeck

In der AG "Soziale Einflüsse auf Gesundheit und Versorgung" werden die Auswirkungen unterschiedlicher sozialer Faktoren auf Gesundheit und Krankheit (Sozialepidemiologie) sowie auf die gesundheitliche Versorgung im mittleren und höheren Lebensalter (Medizinsoziologische Versorgungsforschung) erforscht. Zu den untersuchten sozialen Faktoren gehören der sozioökonomische Status, soziale Beziehungen und psychosoziale Arbeitsbelastungen. Hierzu werden nationale und internationale quantitative und qualitative Studien durchgeführt bzw. herangezogen.

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