Mein Auslandssemester in Dänemark

Leon Friedrichs (Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ) hat von August 2021 bis Dezember 2021 sein Auslandssemester in Esbjerg, Dänemark verbracht.

Zum Auslandssemester nach Dänemark? Das klingt im ersten Moment als gebürtiger Norddeutscher nicht sehr besonders, weil man schließlich schon des Öfteren dort seinen Urlaub verbracht hat. Das Wetter ist ab Herbst auch nicht sehr aussichtsreich. An der dänischen Westküste ist der Wechsel von Sonne auf Regen unvorhersehbar. So gut vorbereitet wie in dem obigen Bild war ich leider nicht immer. Dennoch stellte sich heraus, dass dieses Auslandssemester eine unfassbar schöne Zeit war und einen prägenden Eindruck hinterlassen hat.

Zwischen einem Urlaub in Dänemark und einem Auslandssemester an einer international ausgerichteten Hochschule liegen Welten. Während man im Urlaub seine Zeit mit der Familie oder Freunden in einem Ferienhaus verbringt und sich täglich auf den Weg zum Strand begibt, lernt man im Auslandssemester die kulturellen Eigenschaften Dänemarks erst so richtig kennen. Und man entdeckt nicht nur die dänische Kultur, sondern ebenfalls die Kulturen aller international Studierenden, mit denen man tagtäglich zusammenlebt und gemeinsam tolle Erfahrungen macht. Die Sonnenuntergänge am Strand ließen wir uns natürlich trotzdem selten entgehen.

Bild von den Dächern in Aarhus
Blick über Aarhus
Eine Fähre fährt über das Meer nach Fanø
Fähre nach Fanø

Ab nach Esbjerg!

Ich entschied mich für Dänemark, da mir die COVID-19-Pandemie als Risikofaktor bei außereuropäischen Zielen zu groß war. Bei sich wöchentlich ändernden Beschränkungen in vielen Ländern sah ich im skandinavischen Raum ein geringeres Risiko für einen zwischenzeitlichen Abbruch oder starken Einschränkungen während des Auslandssemesters. Ich wollte schließlich sehr gerne Auslandserfahrungen sammeln, viele Menschen persönlich kennenlernen und nicht virtuell vor dem Computer den Vorlesungen folgen.

Die Business Academy Southwest in Esbjerg bot sich für mich an, da ich hier einige Module des betriebswirtschaftlichen Teils meines Studiums absolvieren konnte. Die Hochschule ist sehr modern und bietet viel für seine Studierenden. Kleine interaktive Kurse mit vielen Gruppenarbeiten haben für den fachlichen Austausch unter den Studierenden gesorgt. Es wurde viel Wert auf lösungsorientierte Zusammenarbeit gelegt. Des Weiteren konnte ich meine Englischkenntnisse weiter verbessern, da ich über die fünf Monate ausschließlich Englisch gesprochen habe, sowohl in der Hochschule als auch außerhalb.

Junge Männer stehen auf einer Wiese und machen Pause vom Fußballspielen
Kurze Pause beim wöchentlichen Fußballmatch

Freizeit & Fußball

Über die Freizeitangebote der Business Academy hinaus bot die Stadt Esbjerg ebenfalls viele Events an, bei denen sich international Studierende kennenlernen konnten. Besonders haben mir die Sportturniere gefallen, wo man in Teams gegeneinander angetreten ist. Aus diesem Grund habe ich anschließend selbst große Fußballmatches organisiert, wo wir wöchentlich ein- bis zweimal 11 gegen 11 gespielt haben. Da auch viele der international Studierenden aus Spanien kamen, war ich nicht der einzige Fußballbegeisterte. Dass Esbjerg keine Großstadt ist und sich trotzdem viele Hochschulen dort befinden, hatte zudem den Vorteil, dass ich viele Leute im Ort wirklich persönlich kannte. Ich ging selten durch die Stadt ohne jemanden zu treffen, den ich kannte.

Rom bei Nacht
Rom bei Nacht
Leon und seine Kommilitoninnen liegen am Strand
Am Strand in Pescara
Ausblick auf die Berge in Italien
Ausblick von den Bergen Italiens

Trip nach Italien

Die Highlights des Auslandssemesters waren die gemeinsamen Reisen durch Dänemark, tolle Abende am nahegelegenen Strand und eine 10 tägige Reise nach Pescara, Italien in die Heimat meines italienischen Freundes. Dort erlebten wir als kleine Gruppe beeindruckende Tage. Von Ausflügen an schöne Strände über Bergwanderungen mit Meerblick auf 2000 Metern Höhe bis hin zu einer schlaflosen Erkundung von Rom über Tag und Nacht hatten wir die volle Bandbreite an Erlebnissen. Darüber hinaus sahen wir in dem traditionellen Betrieb seiner Familie auf dem Land, wie die Oliven von den Feldern maschinell zu Olivenöl weiterverarbeitet werden, nachdem wir einen Tag bei der Ernte mithalfen.

Fazit: Was ich aus der Zeit mitnehme

Ein großer Vorteil des Auslandssemesters in Dänemark ist, dass ich jederzeit Freunde, mit denen ich viel erlebt habe, an einem Wochenende wiedersehen kann. Esbjerg ist nur drei Stunden mit dem Auto oder der Bahn von Hamburg entfernt. So habe ich Freundschaften geschlossen, die über die Zeit des Auslandssemesters hinausgehen. Selbst zu den Studierenden, die ebenfalls nur ein Semester in Esbjerg studiert haben und wieder weit weg zurück in die Heimat geflogen sind, habe ich engen Kontakt. Die nächste gemeinsame Reise ist bereits geplant.

Ich kann zusammenfassend jedem empfehlen ein Auslandssemester zu machen, da dieses eine optimale Ergänzung zum dualen Studium darstellt. Man lernt in kurzer Zeit sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen und trifft auf andere gesellschaftliche Strukturen, Mentalitäten sowie Lebenseinstellungen. Diese wertvollen Erfahrungen prägen einen und man erweitert seinen Horizont.

Verantwortlich für den Inhalt

Autor: Leon Friedrichs, Nordakademie-Student, UKE-Akademie für Bildung und Karriere
Veröffentlicht durch: Ida Kieckhefen, Werkstudentin, UKE-Akademie für Bildung und Karriere
Erstellung: 10.02.2022
Letzte Änderung: 10.02.2022