Das einzige von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Sarkom- und GIST-Zentrum in Norddeutschland – und eines der größten in Europa.
Bei allen unklaren Knochen- und Weichteiltumoren sind Sie bei uns richtig. Wir nehmen uns Zeit, ordnen Ihre Befunde ein und planen mit Ihnen die nächsten Schritte - von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge. Alles unter einem Dach mit allen benötigten Disziplinen.
Häufige Fragen - kurz beantwortet
Sarkome sind seltene und sehr vielfältige Tumoren. Unter dem Begriff „Sarkom" fassen Fachleute mehr als 100 verschiedene Untertypen zusammen, zu denen auch das GIST gehört. Diese Untertypen können sich in Verlauf, Prognose und Behandlung deutlich unterscheiden. Genau deshalb ist eine präzise Diagnose so wichtig: Sie ist die Grundlage für jede weitere Therapie.
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Was ist ein Sarkom?
Ein Sarkom ist eine seltene Krebsart, die in den Binde- und Stützgeweben des Körpers entsteht - also in Muskeln, Knochen, Fett, Knorpel, Blutgefäßen oder Nerven. Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten, die in Organen wie Lunge oder Darm entstehen, bilden sich Sarkome in den Weichteilen oder im Knochen. Sie können überall im Körper auftreten, am häufigsten aber in Armen und Beinen, im Bauchraum oder am Körperstamm. Sarkome wachsen oft langsam und bleiben deshalb manchmal längere Zeit unbemerkt.
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Was ist ein GIST?
Ein GIST (Gastrointestinaler Stromatumor) ist eine besondere Form des Sarkoms, die im Verdauungstrakt entsteht - meist im Magen oder Dünndarm. GIST gehen von speziellen Zellen aus, die die Bewegung der Darmmuskulatur steuern (den sogenannten Cajal-Zellen). Sie wachsen meist langsam und werden häufig zufällig bei einer Untersuchung entdeckt, die aus einem anderen Grund erfolgt. Für die Behandlung stehen neben der Operation auch spezielle Medikamente zur Verfügung, die das Wachstum gezielt hemmen.
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Welche Symptome gibt es?
Sarkome verursachen anfangs oft keine oder nur unklare Beschwerden. Häufig ist das einzige Anzeichen ein Knoten oder eine Schwellung, die größer wird - manchmal begleitet von einem Spannungsgefühl. Schmerzen treten meist erst auf, wenn der Tumor auf Nerven oder Nachbarorgane drückt. Bei Knochensarkomen kann es zu Gelenkschmerzen, Steifigkeit oder selten zu einem Knochenbruch kommen. Weil charakteristische Frühsymptome fehlen, werden Sarkome leider oft erst spät erkannt. Deshalb gilt: Jede unklare Schwellung, die nicht von allein verschwindet, sollte ärztlich abgeklärt werden. Es ist wichtig, Sarkome frühzeitig zu erkennen, um die besten Behandlungsergebnisse zu erzielen.
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Wie wird die Diagnose gesichert?
Am Anfang stehen ein Gespräch über Ihre Beschwerden (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung. Bei Verdacht folgen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, MRT (Magnetresonanztomografie) oder CT (Computertomografie). Sie zeigen Größe, Lage und Ausdehnung des Tumors. Gesichert wird die Diagnose in fast allen Fällen durch eine Biopsie - die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe, die anschließend unter dem Mikroskop untersucht wird (feingewebliche Untersuchung). Erst diese Untersuchung zeigt, um welchen Untertyp es sich genau handelt. Bei uns wird der Befund anschließend in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen.
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Wie sieht die Behandlung aus?
Die Behandlung von Sarkomen und GISTs ist komplex und erfordert ein spezialisiertes, interdisziplinäres Team aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen. Da diese Tumoren selten sind, ist es besonders wichtig, dass die Behandlung individuell auf jeden Patienten zugeschnitten wird. In einem sogenannten Tumorboard oder einer Tumorkonferenz besprechen Experten aus unterschiedlichen Disziplinen, wie Chirurgie, Onkologie, Radiologie und Pathologie, gemeinsam den besten Behandlungsplan für den jeweiligen Fall.
Multimodale Therapie: Verschiedene Behandlungsansätze kombiniert
Die Behandlung von Sarkomen und GISTs umfasst häufig eine Kombination aus verschiedenen Therapieansätzen. Dieses Vorgehen nennt man "multimodale Therapie". Dazu können folgende Maßnahmen gehören:
- Operation: In den meisten Fällen ist eine Operation notwendig, um den Tumor vollständig zu entfernen. Ziel ist es, den Tumor samt einem Sicherheitsrand gesunden Gewebes zu entfernen, um das Risiko eines Wiederauftretens zu minimieren.
- Strahlentherapie: Bei einigen Sarkomen wird zusätzlich eine Strahlentherapie eingesetzt, entweder vor der Operation, um den Tumor zu verkleinern, oder nach der Operation, um verbleibende Tumorzellen abzutöten.
- Chemotherapie: Bei bestimmten Sarkomtypen kann eine Chemotherapie notwendig sein, um Tumorzellen im gesamten Körper zu bekämpfen, insbesondere wenn das Risiko einer Ausbreitung hoch ist.
- Medikamentöse Therapie bei GIST: Bei GISTs können spezielle Medikamente (sogenannte Tyrosinkinase-Inhibitoren) eingesetzt werden, die das Wachstum der Tumorzellen hemmen. Diese Medikamente sind besonders wirksam und oft ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Warum ein zertifiziertes Zentrum wichtig ist
Da Sarkome und GISTs so selten sind, ist es entscheidend, sich in einem zertifizierten Zentrum behandeln zu lassen, das auf diese Tumoren spezialisiert ist. In solchen Zentren arbeiten erfahrene Experten, die sich intensiv mit der Behandlung dieser komplexen Erkrankungen auskennen. Hier profitieren Sie von der Erfahrung und dem Wissen eines interdisziplinären Teams, das eng zusammenarbeitet, um die bestmögliche Therapie für Sie zu planen.
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Wie ist die Prognose?
Weil es so viele verschiedene Untertypen gibt, fällt die Prognose sehr unterschiedlich aus. Sie hängt unter anderem davon ab, um welchen Untertyp es sich handelt, wie der Tumor beschaffen ist, an welcher Stelle er liegt und ob er bereits gestreut hat. Eine frühe Diagnose und eine Behandlung in einem erfahrenen Zentrum verbessern die Aussichten. Wichtig ist außerdem eine regelmäßige Nachsorge, damit Veränderungen rechtzeitig erkannt werden.
Jede unklare Schwellung, die nicht von alleine verschwindet, gehört diagnostisch abgeklärt. Je früher ein Sarkom bzw. GiST erkannt wird, desto besser können wir behandeln.
Wir freuen uns darauf, Sie zu Unterstützen.
Ihr Sarkom- und GIST-Team des UKE im Hamburg.