Manfred Wigger und Thomas Hampel
Anja Brandt, Prof. Dr. Christian Gerloff, Monica Estevez, Manfred Wigger
Vernissage in O10
Manfred Wigger, Prof. Dr. Christian Gerloff, Thomas Hampel

Zwischen Horizont und Klinikalltag: Fotoausstellung im UKE eröffnet

Mit rund 200 Gästen wurde am 25. März im zweiten Obergeschoss des Hauptgebäudes des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) die Ausstellung „Das Fahren mit dem Schiff“ des Fotografen Manfred Wigger eröffnet.

Das Jazz-Quartett Analogue Swing eröffnete den Abend stimmungsvoll mit dem Stück „La mer“. In seiner Begrüßung griff Prof. Dr. Christian Gerloff, Ärztlicher Direktor und Vorstandvorsitzender des UKE, diese Atmosphäre auf und schlug eine persönliche Brücke zu den Arbeiten: Als Segler kenne er jene besonderen Momente auf See, in denen Licht und Bewegung eine eigene Intensität entfalten – Erfahrungen, die sich auch in den Fotografien von Manfred Wigger widerspiegeln.

Seit vielen Jahren fotografiert Wigger auf Fährüberfahrten zwischen europäischen Häfen. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten steht nicht das Ziel, sondern das Unterwegssein selbst. Durch das Fotografieren aus der Bewegung heraus und mit längeren Belichtungszeiten entstehen Bilder mit charakteristischer Unschärfe, die das Schwingen des Schiffes und die Dynamik des Meeres sichtbar machen.

In der Einführungsrede betonte Thomas Hampel, Hamburger Fotograf und Freund von Manfred Wigger, die gemeinsame Studienzeit und Zusammenarbeit mit ihm, in der beide intensiv mit der Fotografie experimentierten, Patente auf künstlerische Verfahren entwickelten und sich immer wieder die Frage stellten, ob die Dinge wirklich immer so aussehen müssten, wie sie erscheinen.

Diesen Gedanken griff Manfred Wigger anschließend auf: Der Blick über den Horizont beschäftige ihn seit Jahrzehnten, und lange sei es in der Fotografie keineswegs selbstverständlich gewesen, mit Unschärfe zu arbeiten. Für ihn ist sie heute ein bewusst eingesetztes Mittel, um Bewegung und Zeit sichtbar zu machen und einen flüchtigen Moment festzuhalten.

Im Anschluss nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum Rundgang durch die Ausstellung und zum persönlichen Austausch mit dem Fotografen.

Die Ausstellung „Das Fahren mit dem Schiff“ ist in den kommenden Monaten zu sehen. Sie lädt dazu ein, sich für einen Augenblick treiben zu lassen. Zwischen Stationsalltag, Gesprächen und Wegen durch die Flure öffnet sie kleine gedankliche Räume – Momente des Innehaltens und des Schauens.

Manfred_Wigger 028
Manfred Wigger 105
Manfred Wigger 038
Manfred Wigger 080
Manfred Wigger 058

Ausstellungseröffnung

Manfred Wigger
"Das Fahren mit dem Schiff"

Am Mittwoch, 25. März 2026, um 18.30 Uhr wird im Hauptgebäude (O10) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) die Ausstellung „Das Fahren mit dem Schiff“ des Hamburger Fotografen Manfred Wigger eröffnet wird. Gezeigt werden Fotografien, die auf Fährüberfahrten zwischen europäischen Häfen entstanden sind und das Unterwegssein auf dem Meer in eindrucksvoller Weise erfahrbar machen.

Seit vielen Jahren widmet sich Manfred Wigger in seiner Arbeit dem Thema des Unterwegsseins auf See. Seine Fotografien entstehen auf Fährüberfahrten zwischen europäischen Häfen – in jenen Übergangszeiten, in denen der Tag kommt oder geht und sich Licht, Himmel und Meer in einem stetigen Wandel befinden.

Das Ziel der Reise bleibt dabei bewusst im Hintergrund. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung der Bewegung selbst. Charakteristisch für Wiggers Arbeiten ist eine vibrierende Unschärfe, die durch das Fotografieren aus der Hand und durch längere Belichtungszeiten entsteht. Die Bewegung des Schiffes, das Wogen des Meeres und die Veränderung des Lichts schreiben sich unmittelbar in seine Bilder ein.

So entstehen keine dokumentarischen Aufnahmen, sondern visuelle Verdichtungen von Zeit, Wahrnehmung und Atmosphäre. Seine Fotografien zeigen eine Welt, in der nichts wirklich stillsteht: Schiff, Wasser und Himmel befinden sich in einem fortwährenden, leisen Rhythmus. Seine Fotos halten diese flüchtigen Momente fest und machen zugleich ihre Vergänglichkeit spürbar. In diesem Spannungsfeld entfaltet sich eine eigenständige Bildsprache, die das Sichtbare mit dem Erlebten verbindet.

Programm

Begrüßung: Prof. Dr. Christian Gerloff, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE

Gedanken zur Ausstellung: Thomas Hampel, Fotograf

Musik: Jazz-Quartett Analogue Swing

Ausstellungs- und Veranstaltungsort: UKE, Hauptgebäude O10, Café im 2. OG, Martinistraße 52, 20246 Hamburg

Vita

Geboren in Verden an der Aller, studierte Manfred Wigger ab 1974 zunächst Physik und Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg, wechselte dann 1977 zum Studium Visueller Kommunikation mit dem Schwerpunkt Fotografie an die Kunsthochschule Kassel. Prägende Impulse erhielt er dort von Prof. Gunter Rambow und Prof. Hans Hillmann.

Seit 1983 arbeitet Wigger freiberuflich in Hamburg. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von künstlerischer Fotografie, Design und konzeptioneller Projektentwicklung. Werke von ihm befinden sich in nationalen und internationalen Sammlungen.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit, die ihn auch zu Arbeitsaufenthalten in die USA und in die Schweiz führte, realisiert er seit vielen Jahren Ausstellungsprojekte als Kurator, unter anderem für den Verband der Ersatzkassen (vdek) und DAK-Unternehmen Leben. Darüber hinaus lehrte er an verschiedenen Kunsthochschulen und war von 1994 bis 2018 Dozent für Fotografie am Institute of Design Hamburg.

Manfred Wigger lebt und arbeitet in Hamburg.

Vergangene Ausstellungen im UKE

September 2024 - Februar 2026

Kunstausstellung - Carolin Beyer

"...AND EVEN IF IT'S JUST A SMILE..."

„…AND EVEN IF IT‘S JUST A SMILE…“ ist der ironisch-verspielte Titel der Kunstausstellung der Hamburger Malerin Carolin Beyer, die von September bis Februar 2026 im Hauptgebäudes O10 des UKE gezeigt wurde. Eine ausdrucksstarke, gegenständliche Malerei, in deren Mittelpunkt der Mensch in der Natur, im Alltag, in der Freizeit und mit Hund, steht.

Weitere Informationen und Impressionen zur Kunstausstellung

September 2023 - August 2024

Kunstausstellung - Kim Lewerenz

Zugehörigkeit
Lebenslinien - Farbwelten

Mit Fragen nach Identität und Zugehörigkeit setzt sich Dr. Kim Lewerenz in Gesprächen mit ihren Patient:innen und Kolleg:innen, aber auch in ihrer Kunst auseinander. Die Fachärztin für Allgemeinmedizin arbeitet neben der stationären Patient:innenversorgung als Beauftragte für Reha- und Entlassmanagement und im Martin-Zeitz-Centrum für Seltene Erkrankungen.

Weitere Informationen und Impressionen zur Kunstausstellung

Tanzender Derwisch - ein Bild von Frau Renate Pribert-Zimny

Februar 2020 bis Juli 2023

Kunstaustellung

Renate Pribert-Zimny „Sphärenklänge“

Renate Pribert-Zimny schafft Bilder, die mehr vermitteln als nur Motive – es sind Destillate von Klängen, von Momenten, von Atmosphäre, von Spannung, die von den Betrachtenden erlebt und gefühlt werden können. Bilder, in die alle immer tiefer hineinschauen können. Die von einer positiven Ausstrahlung, voller Dynamik und Musik sind.

Ihre Bilder sind jetzt in der Poliklinik für Parodontologie, Präventive Zahnmedizin und Zahnerhaltung, Gebäude O 58, 1.OG, zu sehen.

Weitere Informationen und Impressionen zur Kunstaustellung