Häufige Fragen zum Aufenthalt

  • Die Kinderherzstation ist im Verbund mit dem Universitären Herzzentrum Hamburg der Dreh- und Angelpunkt für die Behandlung aller Herzkrankheiten. Von hier aus werden alle entscheidenden Therapien initiiert oder durchgeführt, wie Herzkatheter-, elektrophysiologische Eingriffe, Herzoperationen, die medikamentöse Behandlung angeborener und erworbener Herzerkrankungen.

    Ihr Kind wird bei uns rund um die Uhr von examinierten Kinderkrankenschwestern qualifiziert und einfühlsam betreut. Unsere Kinderkardiologen und Stationsärzte befinden sich täglich von 8:00 bis 16:30 Uhr auf Station. Außerhalb dieser Zeiten ist der ärztliche Spät- oder Nachtdienst für die Versorgung unserer Patienten zuständig.

    Unsere Patienten werden auf der Kinderherzstation in kindgerechten Zimmern untergebracht und in der Regel ständig über Monitore überwacht.

    Die Visite findet täglich zwischen 9:00 Uhr und 11:00 Uhr statt. Eltern sind für die Absprache und das Verständnis des weiteren Behandlungsablaufes bei der Viste ausdrücklich erwünscht. Sie können auch individuelle Gespräche mit den Kinderkardiologen/Innen und dem zuständigen Oberarzt am Nachmittag vereinbaren, um sich über den weiteren Behandlungsablauf Ihres Kindes eingehend zu informieren und wichtige Fragen zu stellen. Unsere Chefarztvisite findet jeden Mittwoch ab 9:00 Uhr statt.

    Die Mahlzeiten können individuell am Buffetwagen von Ihnen ausgewählt werden. Unsere Servicekraft geht dabei selbstverständlich auch auf Nahrungsunverträglichkeiten bzw. Allergien ein. Für Säuglinge steht ein umfangreiches Nahrungsangebot zur Verfügung. Bedenken Sie bitte, dass die kleinen Patienten oft nur das zu sich nehmen mögen, was sie von zu Hause kennen.

    Tägliche Besuche sind wichtig. Bitte beschränken Sie Ihren Besuch auf zwei Personen in den Zimmern. Auch Geschwister sind bei uns herzlich willkommen. Allerdings sollten sie gesund sein. Um dies sicherzustellen, führt der Stationsarzt eine kurze Untersuchung der Besucher unter 14 Jahren durch. Wir bitten Sie, sich beim Pflegepersonal kurz an- und abzumelden.

    Täglich finden im Bedarfsfall physiotherapeutische Anwendungen und psychologische Betreuungen statt. Unsere Erzieherin spielt mit Ihrem Kind im Spielzimmer oder am Krankenbett und sorgt für eine pädagogisch wertvolle Betreuung. Wenn Sie einen Besuch unserer Klinikseelsorger/in wünschen, organisiert das Stationsteam gerne den Kontakt für Sie. Unsere Stationssekretärin ist Ansprechpartnerin für alle verwaltungstechnischen Fragen rund um den Klinikaufenthalt Ihres Kindes. Sie stellt Ihnen Bescheinigungen für die Krankenkasse aus und steht Ihnen jeden Tag mit Rat und Tat zur Seite.

    Schulpflichtige Kinder, die einen längeren Aufenthalt auf unserer Kinderherzstation vor sich haben, können durch unsere Krankenhauslehrerin unterrichtet werden. Diese spricht die Lerninhalte mit der Schule Ihres Kindes eng ab.

  • Unsere Kinderintensivstation wird durch die Klinik für Kinderkardiologie geleitet und verfügt über ausgewiesene Intensivmediziner mit kinderkardiologischer Ausbildung sowie über einen herzspezifischen Schichtdienst rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche.

    Wir verfügen über einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Intensivpflegefachkräften für die Betreuung der herzkranken Kinder.

    Derzeit haben wir 6 Beatmungsplätze mit modernsten Überwachungs- und Beatmungsgeräten.

    Alle Formen der invasiven und nicht invasiven Beatmungstherapie können eingesetzt werden (inkl. Hochfrequenz- und NO – Beatmung).

    Assist und Herztransplantationsbetreuung: Im starken Verbund mit dem Universitären Herzzentrum Hamburg wird der teilweise und vollständige künstliche Herzersatz (ECMO, Heartware, „Berlin Heart, EXCOR“) schwerkranker Herzen durchgeführt. Erfolgt keine Erholung der Herzfunktion, erfolgt die Listung und Durchführung einer Herztransplantation.

    Bei Bedarf setzen wir alle verfügbaren Nierenersatzverfahren bei Nierenversagen ein: Hämofiltration, Hämodialyse oder Peritonealdialyse.

    Die perioperative Überwachung der Hirndurchblutung (NIRS-Verfahren) ist Standard in unserem Herzzentrum.

    Hochspezialisierte Kinderherzchirurgen und Anästhesisten stehen ebenfalls rund um die Uhr für die Betreuung der Patienten zur Verfügung.

    Für die Eltern haben wir großzügige Besuchzeiten, sie sind auf der Intensivstation stets herzlich willkommen, da sie den Heilprozess bei den Kindern unterstützen.

  • Der Tag vor der Untersuchung

    Der Herzkatheterarzt teilt Ihnen am Vortag im Aufklärungsgespräch mit, wann der Eingriff stattfinden wird. Außerdem wird er Ihnen Informationen darüber geben, wie die Herzkatheteruntersuchung erfolgt und wie lange die Untersuchung voraussichtlich dauern wird. Größere Kinder bekommen ca. eine halbe Stunde vor dem Eingriff einen Beruhigungssaft oder eine Tablette, damit sie nicht ganz so aufgeregt sind. Die betreuende Schwester und ein Krankentransport begleiten Sie und Ihr Kind dann ins das Herzkatheterlabor, wo der Eingriff stattfinden wird. Selbstverständlich können Sie Ihr Kind, bis zur Übergabe an das Herzkatheter-Team, begleiten. Besprechen Sie am Vortag mit dem Narkosearzt, ob die Möglichkeit besteht, dort zu bleiben, bis Ihr Kind schläft.

    Während des Eingriffs

    Die Wartezeit können Sie bei uns im Elternzimmer verbringen oder Sie lenken sich außerhalb des Klinikgeländes ab. Wir informieren Sie natürlich sofort, wenn der Eingriff beendet ist, und in der Regel können Sie dann sofort Ihr Kind auf dem Rückweg aus dem Herzkatheterlabor begleiten. Der Herzkatheterarzt berichtet Ihnen im persönlichen Gespräch oder telefonisch über den Verlauf und das Ergebnis der Untersuchung. Nach dem Eingriff muss Ihr Kind 24 Stunden Bettruhe einhalten. Die betreuende Schwester wird in dieser Zeit engmaschige Kontrollen durchführen, außerdem ist eine 24-stündige Überwachung mittels EKG-Monitor notwendig. Getränke können wieder zu sich genommen werden, wenn Ihr Kind ganz wach ist. Werden Getränke gut vertragen, darf Ihr Kind noch am gleichen Tag wieder essen. Am Folgetag werden Anschlussuntersuchungen wie EKG und Echokardiographie geplant und mit Ihnen besprochen. Die Entlassung Ihres Kindes wird nach Sichtung aller Befunde zusammen mit Ihnen geplant und erfolgt in der Regel einen oder zwei Tage nach der Herzkatheteruntersuchung.

  • Vor- und Nachbereitungen bei Operationen

    Unsere Herzchirurgen oder ein Mitarbeiter aus dem Stationsteam teilt Ihnen am Vortag mit, wann die Operation stattfinden wird. Der Eingriff erfolgt im OP Bereich des Herzzentrums. Dort befindet sich auch die Intensivstation, auf der Ihr Kind nach der Operation betreut wird. Wir ziehen die Kinder mit Ihnen gemeinsam um und binden Ihnen ein Namensbändchen um das Handgelenk. Eine Kinderkrankenschwester und ein Krankentransport begleiten Sie und Ihr Kind zur OP-Schleuse. Selbstverständlich können Sie Ihr Kind, bis zur Übergabe an das OP Team, begleiten. Größere Kinder bekommen ca. eine halbe Stunde vor der OP einen Beruhigungssaft oder eine Tablette, damit sie nicht ganz so aufgeregt sind.

    Das Warten

    Die OP Pflege und der zuständige Narkosearzt übernehmen dann die weitere Betreuung und Ihr Kind wird in den Operationssaal gebracht. Dort findet die Narkoseeinleitung statt und die Operation beginnt. Dies ist die Zeit, die für die Eltern am schwersten ist. Lange Wartezeiten müssen überbrückt werden. Versuchen Sie sich abzulenken.

    Information nach der Operation

    Ist die Operation beendet, werden Sie umgehend von unserem Herzchirurgen über den Verlauf der Operation informiert. Sollten Sie sich außerhalb des Klinikgeländes aufhalten, wird er Sie anrufen. Sprechen Sie dies am besten bei den Aufklärungsgesprächen persönlich ab. Ihr Kind wird in der Zeit von unserem Intensivteam versorgt. Viele Medikamente und Geräte sind in den ersten Stunden notwendig. Die Erstversorgung nach OP braucht etwas Zeit, die Sie am besten im Wartebereich der Intensivstation verbringen. Die Mitarbeiter der Kinder-Herz-Intensivstation werden Sie informieren, sobald Sie zu Ihrem Kind können.

  • Die Entlassungen erfolgen auf den Stationen häufig vormittags. Sie sollten ggf. Fragen bereithalten, die während des Entlassungsgesprächs beantwortet werden können. Zu Ihrer Entlassung erhalten Sie den Entlassungsbrief und ggf. für einen weiteren Tag die Entlassungsmedikamente. Bitte beachten Sie, dass sich die Entlassungszeiten bei Blutentnahmen oder Untersuchungen am Entlassungstag verzögern können. Das eigenständige Führen von Fahrzeugen (Auto, Motorrad, Fahrrad etc.) im Straßenverkehr ist erst 24 Stunden nach der Untersuchung möglich. Denken Sie bitte rechtzeitig daran, damit Sie z.B. von Familienangehörigen abgeholt werden können. Zur Vermeidung von nachträglichen Einblutungen sollten Sie das Heben schwerer Lasten, sportliche Betätigungen, wie z.B. Radfahren, Schwimmen, Laufen etc. für etwa zwei Wochen meiden.