Intensiv- & IMC-Therapie

Das Universitäre Herz- und Gefäßzentrum UKE Hamburg verfügt über zwei Intermediate Care (IMC)-Stationen. Die Station H4a „Heart Failure Unit“ ist auf die komplexe Behandlung von Patienten mit akuter sowie terminaler chronischer Herzinsuffizienz spezialisiert und Teil des zertifizierten „Überregionalen Heart Failure Zentrums“. Auf der Station H4b „Cardio Vascular Care Unit“ wird der Fokus auf Patienten mit akutem Myokardinfarkt, kritischen Gefäßerkrankungen und der postoperativen Versorgung herzchirurgischer Patienten gelegt. Insgesamt werden auf den Stationen 2000 Patienten/Jahr behandelt.

Beide Stationen zusammen bilden eine Organisationseinheit zur optimalen Nutzung vorhandener Strukturen. Insgesamt stehen 30 Betten zur Verfügung. Unter der Leitung eines kardiologischen Oberarztes mit der Zusatzbezeichnung Intensivmedizin arbeiten ärztliches und pflegerisches Personal in einem 3-Schicht-System eng zusammen, um eine durchgehende Versorgung anbieten zu können. Im Sinne einer interdisziplinären Therapie, wird das ärztliche Personal durch die Klinik und Poliklinik für Kardiologie, die Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie sowie Klinik für Gefäßmedizin gemeinsam gestellt. Tägliche physiotherapeutische Behandlungen sowie die Möglichkeit einer kardiopsychiologischen Mitbetreuung stellen zudem eine wichtige Grundlage zur umfassenden Versorgung des komplex erkrankten Patienten dar. In täglichen interprofessionellen und -disziplinären Visiten wird ein umfassendes Therapiekonzept für die Zeit während und nach der stationären Behandlung festgelet.

Jeder Bettplatz verfügt über die Möglichkeit einer kontinuierlichen intravenösen Therapie sowie eines invansiven hämodynamischen Monitorings (arteriell, zentralvenös, pulmonalarteriell). Speziell bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz kann somit eine zielgenaue Katecholamintherapie angeboten und in besonders schweren Fällen die Indikation zur mechanischen Kreislauf Unterstüzung optimal gestellt werden. In Kooperation mit der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik (Nephrologie/Rheumatologie mit Sektion Endokrinologie) werden regelhaft Nierenersatzverfahren durchgeführt. Des Weiteren besteht die Option einer temporären transvenösen Schrittmacher Therapie bei Patienten mit bradykarden Herzrhythmusstörungen. Somit stellen die IMC-Stationen des Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg rund um die Uhr ein umfassendes Behandlungsangebot für den kritisch kranken Patienten zur Verfügung.

Intermediate Care (IMC)-Stationen

  • Als Teil des von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierten „Überregionalem Heart Failure Zentrum“ stellt die Station H4a „Heart Failure Unit“ einen wichtigen Baustein zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz dar. Das Behandlungsangebot umfasst das volle Spektrum der modernen interdiziplinären Herzinsuffizienz Therapie.

    Für die Betreuung von Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz während der „HU“-(Hochdringlichkeits) Wartezeit auf eine Herztransplantation verfügt die Station über fünf eigens eingerichtete Einzelzimmer. Das Behandlungsangebot umfasst des Weiteren die unmittelbar postoperative Betreuung nach einer Herztransplantation. So wurden 2018 Patienten 18 Patienten einer Herztransplantation zugeführt. Zudem besteht die Möglichkeit zur Plasmapherese im Rahmen der Therapie einer Abstoßungsbehandlung. In enger Kooperation mit der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie werden Patienten mit ventrikulären Herzunterstützungssystemen betreut. Dies umfasst die präoperative Evaluation gleichermaßen, wie die postoperative Versorgung inkl. Therapie der möglichen Komplikationen.

    Für die Behandlung der akut dekompensierten Herzinsuffizienz mit kardiogenen Schock stehen jederzeit Experten (Schockteam) zur Verfügung. Durch invasives Monitoring, der Möglichkeit zur positiv inotropen Therapie sowie einem möglichen Nierenersatzverfahren entsteht ein optimales Umfeld zur Therapie einer akut dekompensierten Herzinsuffizienz.

    Ein weiterer wichtiger Bestandteil besteht in der Behandlung und Überwachung nach interventionellen elektrophysiologischen Untersuchungen. Durch das erweiterte Monitoring und ein speziell geschultes Personal können mögliche Komplikationen nach komlpexen elektrophysiologischen Untersuchungen jederzeit behandelt werden.

    Sie sind Arzt/Ärztin und haben Rückfragen zu stationär behandelten Patienten oder einer möglichen Verlegung herzinsuffizienter Patienten? Unter der Tel. Nr. +49 (0) 40 7410 - 28230 stehen wir rund um die Uhr zur Verfügung.

  • Für Patienten mit akutem Myokardinfarkt stellt die „Cardio Vasculare Care Unit“ im Zusammenspiel mit der Chest-Pain-Unit sowie unserem Herzkatheterlabor einen weiteren wichtigen Bestandteil in der akuten Versorgung dieser schwer erkrankten Patienten dar. Nach komplexen perkutanen Koronarinterventionen besteht die Indikation zur erweiterten Überwachung und Therapie möglicher Früh- und Spätkomplikationen.

    In enger Zusammenarbeit mit dem Team der Strukturellen Herzerkrankungen wird des Weiteren die postinterventionelle Überwachung nach percutanen Klappeninterventionen durchgeführt. Dazu zählen unter Anderem die Überwachung nach kathetergestützten Aortenklappenimplantationen, interventionellen Mitralklappentherapien (wie z.B. MitraClip®, Cardio Band® sowie biologische Klappenprothesen) und interventionellen Trikuspidalklappentherapien.

    Durch die Kooperation mit der Klinik für Gefäßmedizin kann zudem die Überwachung und Therapie akuter Gefäßerkrankungen angeboten werden. Dies umfasst die prä- und postoperative Versorgung von Patienten mit Typ B Aortendissektionen sowie symptomatischen Aortenaneurysmen. Für diese akut lebensbedrohlichen Erkrankungen steht zu jederzeit ein „Aortenbett“ zur Verfügung. Somit wird durchgehend eine rasche Übernahme dieser Patienten ermöglicht und der besten Therapie zugeführt.

    Als Bindeglied zwischen Intensivstation und Normalstationen erfolgt des Weiteren die zwischenzeitliche Behandlung herzchirurgischer Patienten nach komplexen Operationen. Durch den angepassten Pflegeschlüssel kann eine ausgezeichnete postoperative Überwachung, auch bei komplexen Patienten mit zum Beispiel postoperativem Delir, gewährleistet werden. Ein interdiszsiplinäres Team aus kardiologischen, herz- und gefäßchirurgischen Assistenz-, Fach- und Oberärtzen stellt eine somit umfassende Expertise für den komplex erkrkankten kardiovaskulären Patienten dar.