Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

herzlich willkommen auf der Seite zur Versorgung struktureller Herzerkrankungen.

Eine strukturelle Herzerkrankung liegt vor, wenn die Herzklappen oder Herzwände strukturelle Veränderungen aufweisen, die die Funktion des Herzens beeinträchtigen können oder zu einer zusätzlichen Herzbelastung führen. Die Veränderungen können sowohl angeboren sein, als auch im Laufe des Lebens erworben worden sein.

Unser Team besteht aus sehr erfahrenen und hochspezialisierten Ärzten aus den Fachrichtungen der Herzchirurgie, Kardiologie und Anästhesie. Nach ausführlicher Diagnostik erfolgt die individualisierte Besprechung eines jeden Falls in unserer interdisziplinären Konferenz. Auf dieser Basis wird entschieden, ob eine offen-chirurgische, minimal-invasive oder nur medikamentöse Therapie das beste Verfahren darstellt. Eine Vorstellung zur Zweitmeinung oder Mitbeurteilung ist ebenfalls möglich. Darüber hinaus können sich Patienten mit erfolgter Korrektur von Herzklappenfehlfunktionen in dieser Sprechstunde zur Verlaufskontrolle des Therapieerfolges vorstellen. Wir verfügen über eine breite und langjährige Erfahrung in allen etablierten Standardverfahren. Zusätzlich bieten wir in speziellen Fällen auch neue oder spezielle individualisierte Therapieverfahren an. Bitte informieren Sie sich weiter unten gerne im Detail über die einzelnen Erkrankungsbilder. Sollten Sie von Ihrem Arzt zugewiesen worden sein, einen Termin in unserer Sprechstunde vereinbaren wollen oder möchten Sie sonst Kontakt mit uns aufnehmen, so können Sie uns unter folgenden Telefonnummern erreichen:

Koordination Strukturelle Herzerkrankungen:

+49 (0) 152 22800126 | Johanna Svoboda

+49 (0) 152 22824615 | Kristina Rehberg

Mit freundlichen Grüßen

Priv.-Doz. Dr. Edith Lubos, Prof. Dirk Westermann,
Dr. Lenard Conradi & Dr. Leonie Schulte-Uentrop

Erkrankungen der Aortenklappe

  • Die Verengung der Aortenklappe wird als Klappenstenose bezeichnet. Viele Menschen haben eine gering ausgeprägte Verengung der Aortenklappe, die in der Regel keine Beschwerden verursacht und auch nicht behandelt werden muss. Wenn die Verengung der Herzklappe allerdings ausgeprägt ist, führt dies zu einer Belastung des Herzens. Letztlich kann es, bedingt durch die Schädigung des Herzmuskels, zu einer ausgeprägten Herzschwäche kommen.

  • Die Aortenklappenstenose kann sich auf verschiedene Weisen entwickeln:

    • angeborene Fehlbildungen
    • altersbedingte Veränderung
    • degenerative Veränderung des Klappengewebes (z.B. nach Entzündungen, Bestrahlung, etc.)

  • Viele Menschen haben eine gering ausgeprägte Verengung oder aber auch nur Sklerose der Aortenklappe, die in der Regel keine Beschwerden verursacht und auch nicht behandelt werden muss. Wenn die Verengung der Herzklappe allerdings ausgeprägt ist (Öffnungsfläche kleiner 1 cm2), führt dies zu einer Belastung des Herzens und damit auch im fortgeschrittenen Stadium zur Erkrankung weiterer Organsysteme des Menschen. Sehr oft entwickelt sich eine Verdickung der linken Herzkammer, da diese über lange Zeit mit deutlich erhöhtem Kraftaufwand arbeiten muss als bei einer gesunden Klappe. Letztlich kann es, bedingt durch die Schädigung des Herzmuskels, zu einer ausgeprägten Herzschwäche kommen. Gleichzeitig können sich als Folge Herz-Rhythmusstörungen entwickeln.

  • Nicht alle Menschen mit Aortenstenose wissen, dass sie an dieser Herzveränderung leiden. Einige Menschen habe sogar trotz hochgradiger Aortenklappenstenose keine Symptome (asymptomatische Aortenklappenstenose).

    Typische Beschwerden bei Aortenklappenstenose sind:

    • Müdigkeit oder auch Schwächegefühl und Luftnot bei alltäglichen Tätigkeiten
    • Appetitlosigkeit
    • Brustenge (Angina pectoris)
    • Luftnot, insbesondere bei Belastung und im Liegen
    • Kurze Bewusstlosigkeit (Synkope), Schwindel und „Schwarzwerden“ vor den Augen
    • Zunahme des Körpergewichts durch Einlagerung von Wasser im Gewebe, z. B. Beinödeme

    Ob diese Symptome bei Ihnen durch eine Klappenverengung erklärt werden können, kann in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung (Herzecho) festgestellt werden. Grundsätzlich ist es sehr wichtig, dass Sie mit dieser Herzklappenveränderung regelmäßig zu einem Spezialisten gehen, der eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Herzklappe durchführen kann.

  • Die klassische Therapie der fortgeschrittenen Aortenklappenstenose ist der chirurgische Herzklappenersatz. Sollte bei Ihnen jedoch das Risiko für eine offene Herzoperation erhöht sein (z.B. durch hohes Alter, durch bestimmte Vorerkrankungen wie Nierenschwäche, Lungenhochdruck, neurologische Erkrankungen oder durch Voroperationen am Herzen) ist eine Behandlung über eine kathetergestützte Aortenklappenimplantation am schlagenden Herzen (ohne Herz-Lungen-Maschine) möglich. Die Entscheidung über die Verfahrensweise des Aortenklappenersatzes stellen wir gemeinsam mit Ihrem überweisenden Arzt, sowie in einer gemeinsamen interdisziplinären Konferenz (Heart-Team aus Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesie). Diese Vorgehensweise bietet Ihnen die größtmögliche Sicherheit bei der Entscheidung, wie Ihre Herzklappe am besten behandelt werden kann und soll.

    Bei der kathetergestützten Aortenklappenimplantation kann auf eine Eröffnung des Brustbeins sowie den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine verzichtet und der klappentragende Katheter über die Leistenschlagader bis zur erkrankten Herzklappe vorgebracht werden. Dieses Verfahren wird auch TAVI genannt, was für „Transcatheter Aortic Valve Implantation“ oder Transkatheter-Aortenklappenimplantation, steht. Die zusammengefaltete Herzklappen-Prothese wird dabei kathetergestützt in die verengte Herzklappe eingesetzt und dort verankert. Mittels Herzultraschall und Röntgendurchleuchtung wird dann die Funktion der implantierten Herzklappen-Prothese überprüft. Sollte ein Zugang über die Leistengefäße – zum Beispiel bei hochgradiger Einengung – nicht möglich sein, bestehen alternative Zugangsmöglichkeiten, z.B. über die Schlüsselbeinarterie oder die Herzspitze durch den Zwischen-Rippenraum. Es stehen mehrere verschiedene TAVI-Systeme zur Verfügung, um den individuellen Gegebenheiten der Patienten in optimaler Weise gerecht zu werden. Der Eingriff kann zumeist in lokaler Betäubung durchgeführt werden; eine Intubationsnarkose ist nur in Ausnahmefällen notwendig (Ausnahme: Eingriff über die Herzspitze). Die TAVI-Prozedur wird in einem hochmodernen Hybrid-Operationssaal durchgeführt, der die Möglichkeiten eines Herzkatheterlabors und eines Operationssaals vereint. Ein erfahrenes interdisziplinäres Team aus Kardiologen, Herzchirurgen und Kardioanästhesie führt die Intervention gemeinsam durch und kann unseren Patienten so die größtmögliche Sicherheit bieten.

    Edwards Klappe

    Die TAVI-Prozedur stellt besonders bei solchen Patienten eine schonende Alternative dar, für die eine herkömmliche Herzoperation aufgrund von Vorerkrankungen oder fortgeschrittenem Lebensalter zu risikoreich ist. Das Verfahren wird fortlaufend weiterentwickelt und die Ergebnisse im Rahmen der bundesweiten Qualitätssicherung sowie im Deutschen Aortenklappen-Register kontrolliert. Am Universitären Herzzentrum Hamburg werden dabei im Vergleich zum Bundesdurchschnitt sehr gute Ergebnisse erzielt. Unser Zentrum war darüber hinaus eine der ersten Kliniken in Europa, an der diese neue Technik verfügbar war. Seit 2007 hat unser Team mehr als 2.200 Patienten (Stand 12/2016) behandelt. Mit derzeit über 400 Prozeduren pro Jahr zählt das Universitäre Herzzentrum Hamburg zu den erfahrensten Zentren und ist internationales Schulungszentrum für viele der verfügbaren TAVI-Systeme. Je nach Indikation und anatomischen Gegebenheiten finden viele unterschiedliche, aber auch teilweise nur am UHZ etablierte, Klappenmodelle für die Implantation Verwendung. Das UHZ gehört damit zu den führenden Zentren in Deutschland für diese Verfahren. Diese große Erfahrung erhöht die Sicherheit für diese Eingriffe und kommt unseren Patienten zugute. Wir verfügen über eine sehr große Auswahl verschiedener Klappenprothesen die wie individuell für unsere Patienten aussuchen und den anatomischen Gegebenheiten anpassen können.

    Edwards Sapien 3
    Edwards Sapien 3
    Am UHZ besteht eine langjährige Erfahrung mit zahlreichen verschiedenen TAVI-Herzklappensystemen. Die Behandlung wird individuell für jeden Patienten gewählt.
    CoreValve EvolutR
    CoreValve EvolutR
    Am UHZ besteht eine langjährige Erfahrung mit zahlreichen verschiedenen TAVI-Herzklappensystemen. Die Behandlung wird individuell für jeden Patienten gewählt.
    Symetis Acurate Neo
    Symetis Acurate Neo
    Am UHZ besteht eine langjährige Erfahrung mit zahlreichen verschiedenen TAVI-Herzklappensystemen. Die Behandlung wird individuell für jeden Patienten gewählt.
    Boston Scientific Lotus
    Boston Scientific Lotus
    Am UHZ besteht eine langjährige Erfahrung mit zahlreichen verschiedenen TAVI-Herzklappensystemen. Die Behandlung wird individuell für jeden Patienten gewählt.
    Portico Valve Hero Angle - ©St. Jude Medical 2016
    Portico Valve Hero Angle - ©St. Jude Medical 2016
    Am UHZ besteht eine langjährige Erfahrung mit zahlreichen verschiedenen TAVI-Herzklappensystemen. Die Behandlung wird individuell für jeden Patienten gewählt.

    LOTUS-Klappe

    Schon in Kürze wird vermutlich ein weiteres Modell verfügbar sein welches als selbstexpandierendes System mittels Elektromotor im Katheter sehr passgenau platziert werden kann. Am UHZ wurde diese Klappe in einer Zulassungsstudie mit sehr guten Ergebnissen begleitet.

    Centera-Klappe

    Die optimale Weiterführung der medikamentösen Therapie wird auch nach der interventionellen Behandlung von großer Bedeutung sein. Für Patienten nach kathetergestützter Aortenklappenimplantation bieten wir daher im Rahmen einer speziellen Sprechstunde regelmäßige Nachsorge-Untersuchungen an, um den Erfolg der Behandlung sowie die Funktion der Herzklappen-Prothese zu prüfen und die weitere Behandlung mit den niedergelassenen Ärzten abzustimmen. Diese regelmäßigen, mindestens jährlich stattfindenden Kontrolluntersuchungen sehen neben der Durchführung eines Herzultraschalls, eines Elektrokardiogramms, sowie einer Blutentnahme, auch weitere individualisierte Diagnostik, sowie ein ausführliches Gespräch mit einem unserer Herzspezialisten vor. Selbstverständlich stehen wir Ihrem primär behandelnden Hausarzt und Kardiologen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Interventionelle (kathetergestützte) Mitralklappentherapie

(MitraClip®, Cardioband®, biologische Klappenprothese)

  • Die Undichtigkeit der Mitralklappe Mitralklappeninsuffizienz (MI) ist eine häufige Herzerkrankung. Die Mitralklappe kontrolliert den Fluss des Blutes, welches, beladen mit Sauerstoff, aus ihren Lungen über die Mitralklappe in die linke Hauptkammer fließt. Wenn sich die Mitralklappe öffnet, füllt sich die linke Hauptkammer Ihres Herzens mit sauerstoffreichem Blut. Wenn diese Klappe schließt, pumpt die linke Hauptkammer das Blut in den großen Körperkreislauf. Wenn die Mitralklappe nicht richtig schließt, fließt das Blut in die umgekehrte Richtung zurück in die Lunge. Dieser Rückfluss von Blut wird als Mitralklappen-Undichtigkeit (Mitralklappeninsuffizienz) bezeichnet.

    In dieser Situation muss das Herz deutlich mehr arbeiten, um den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen.

  • Die Undichtigkeit einer Mitralklappe kann sich auf verschiedene Weisen entwickeln:

    • angeborene Fehlbildungen der Mitralklappe
    • altersbedingte Veränderung der Mitralklappe
    • degenerative Veränderung des Klappengewebes
    • Erkrankungen des Herzmuskels, wie sie sich nach Herzinfarkt oder bei anders bedingter Herzschwäche entwickeln

  • Viele Menschen haben eine gering ausgeprägte Undichtigkeit der Mitralklappe, die keine Beschwerden verursacht und meistens auch nicht behandelt werden muss. Wenn die Undichtigkeit der Herzklappe allerdings ausgeprägter ist, führt dies zu einer Belastung der Lunge und letztlich aller anderen Organe des Menschen. Sehr oft entwickelt sich eine Vergrößerung der linken Herzkammer, da diese über lange Zeit mehr arbeiten muss als bei gesunder Klappe. Letztlich kann es, bedingt durch die Schädigung des Herzmuskels, zu einer ausgeprägten Herzschwäche kommen. Gleichzeitig können sich als Folge Herz-Rhythmusstörungen entwickeln.

  • Nicht alle Menschen mit Undichtigkeit der Mitralklappe wissen, dass sie an dieser Herzveränderung leiden. Menschen, die eine Undichtigkeit dieser Klappe haben, können sehr unterschiedliche Probleme haben. Wenn die Undichtigkeit der Klappe nur gering ausgeprägt ist, können Beschwerden völlig fehlen. Es ist sehr wichtig, dass Sie mit dieser Herzklappenveränderung regelmäßig zu einem Spezialisten gehen, der eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Herzklappe durchführt.

    Typische Beschwerden bei Undichtigkeit der Mitralklappe sind:

    • Müdigkeit oder auch Schwächegefühl und Luftnot bei alltäglichen Tätigkeiten
    • Appetitlosigkeit
    • Reizhusten, der sich oft verschlechtert, wenn Sie flachliegen
    • Luftnot, insbesondere nachts und im Liegen
    • Zunahme des Körpergewichts durch Einlagerung von Wasser im Gewebe, z. B. Beinödeme

    Eine deutliche Undichtigkeit der Mitralklappe belastet das Herz. Bei schweren Formen ist eine Operation mit Eröffnung der Brusthöhle seit vielen Jahren das übliche Therapieverfahren. Es gibt aber auch Möglichkeiten den Eingriff minimal-invasiv chirurgisch durchzuführen (siehe Abteilung für Herzchirurgie).

    Es gibt jedoch Patienten, die durch offen-chirurgische Eingriffe einem zu hohen Risiko ausgesetzt wären. Eine mögliche Alternative kann in diesen Fällen das Einsetzen eines MitraClip sein.

  • Das Ziel der MitraClip-Therapie ist die Klappenundichtigkeit (der sogenannten Mitralklappe) deutlich zu verringern. Die Mitralklappe besitzt zwei Klappensegel. Durch Einsetzen eines MitraClips werden diese beiden Segel im Bereich der Undichtigkeit derart zusammengefügt, dass die Klappe anschließend nicht mehr undicht ist, sich aber noch ausreichend öffnen kann.

    Der MitraClip wird über die Leistenvene in den Körper eingebracht und kann von außen durch den Operateur im Herzen gesteuert werden.

    Der MitraClip wird über die Leistenvene in den Körper eingebracht und kann von außen durch den Operateur im Herzen gesteuert werden.

    MitraClip

    Die Vorteile des Eingriffs liegen darin begründet, dass der Eingriff am schlagenden Herz durchgeführt werden kann, eine Eröffnung des Brustraums nicht notwendig ist und auch der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine vermieden werden kann. Allerdings ist für den Eingriff eine Vollnarkose notwendig. Die Steuerung des MitraClips im Herzen wird über eine Röntgendurchleuchtung und über Ultraschall überwacht. Dadurch ist die Gabe von Röntgenkontrastmittel in der Regel nicht erforderlich und die Implantation eines MitraClips auch bei deutlich herabgesetzter Nierenleistung möglich.

    Insgesamt handelt es sich bei der MitraClip-Implantation um ein etabliertes Therapieverfahren, das in unserem Herzzentrum bereits seit 2008 durchgeführt wird. Das Universitäre Herzzentrum in Hamburg war das erste Krankenhaus in Deutschland, das mit dieser damals noch neuen Behandlungsform begonnen hat. Seitdem konnten wir helfen, diese Therapieform weiter zu entwickeln und können nun auf die Erfahrung aus über 800 (Stand 12/2016) Behandlungsfällen zurückgreifen.

  • Die MitraClip-Implantation ist eine inzwischen etablierte Behandlungsmethode für Patienten, die nur eingeschränkt am offenen Brustkorb operiert werden können (hoher Operationsrisiko). Die Erfolgsrate des Eingriffs liegt bei über 90%. Erfreulicherweise kann diese minimal-invasive Therapieform auch bei schwer kranken Patienten mit geringem Risiko angewandt werden (Komplikationsrate für schwere Zwischenfälle <2%). Behandelte Patienten können nach erfolgreicher Prozedur mit einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität, verminderter Luftnot und verbesserter Belastungstoleranz rechnen.

    In unserem Zentrum bieten wir eine Anbindung an unsere Klappen-Sprechstunde an, um das Therapieergebnis regelmäßig zu kontrollieren und die weitere (medikamentöse) Behandlung mit den niedergelassenen Ärzten abzustimmen.

  • Die Behandlung einer Mitralklappeninsuffizienz mit dem Cardioband® ist wie beim MitraClip Patienten vorbehalten, die schwerwiegende Grund- und Nebenerkrankungen haben, so dass ein zu hohes Operationsrisiko besteht. Bei diesem Eingriff wird unter Vollnarkose über einen Katheter - der wie das MitraClip von der Beinvene in das Herz eingeführt wird - in einem ersten Schritt ein flexibles Band mit mehreren Gewebeschrauben auf den Rand der Mitralklappe befestigt (die Schrauben fungieren analog zur chirurgischen Naht). In einem zweiten Schritt wird das Band gerafft, so dass die beiden Mitralklappensegel näher aneinanderrücken und es wieder zum Schluss der Mitralklappensegel kommt (ähnlich der chirurgischen Rekonstruktion).

    Cardio-Band

  • Im Rahmen von Studien oder individuellen Heilversuchen bieten wir inoperablen Patienten oder Patienten mit hohem Operationsrisiko, die nicht mit einem MitraClip® oder einem Cardioband® behandelt werden können, auch die Möglichkeit an, sich hinsichtlich der Möglichkeit eines kathetergestützten Ersatzes der Mitralklappe untersuchen zu lassen. Beim interventionellen Mitralklappenersatz wird unter Vollnarkose über einen kleinen Schnitt an der linken Brustwand über die Herzspitze ein Katheter eingebracht. Über diesen Katheter wird eine gefaltete Herzklappe (biologische Herzklappe) passgenau in der defekten Mitralklappe platziert, entfaltet und verankert. Diese Therapieoption befindet sich noch in einer frühen Phase der Entwicklung an der wir am Herzzentrum in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Herstellern teilnehmen.



    Auswahl biologischer Klappen

    Auswahl biologischer Klappen

    Ob ein Patient für eine solche Therapieform in Frage kommt, muss im Vorfeld in mehreren Untersuchungen (Herzkatheteruntersuchung, CT, Schluckecho, etc.) in unserer Klappensprechstunde oder auf unserer Klappenstation untersucht werden. Es bleibt jedoch kritisch anzumerken dass Langzeitergebnisse zu allen Verfahren nur in sehr begrenzten Umfang vorliegen und dass diese Verfahren durch einen aufwendigen Prozess behördlich genehmigt werden müssen, was neben einem zeitlichen Aufwand für die Vorbereitung auch die aktive Mitarbeit von Seiten der Patienten mittels Nachsorgeuntersuchungen erfordert.

  • Die optimale Weiterführung der medikamentösen Therapie wird auch nach Implantation des MitraClip®, Cardioband®oder des Mitralklappenersatzes von großer Bedeutung sein. Das UHZ bietet daher ein spezielles Nachbeobachtungsprogramm für diese Patienten an, um die korrekte Funktion des Herzens und der Mitralklappe auch im Verlauf zu erfassen und Ihre Medikation entsprechend anzupassen.

    Diese regelmäßigen, mindestens halbjährlich stattfindenden Kontrolluntersuchungen sehen neben der Durchführung eines Herzultraschalls, eines Elektrokardiogramms, sowie einer Blutentnahme, die speziell der Einschätzung Ihrer Herzfunktion dienen sollen, auch weitere individualisierte Diagnostik, sowie ein ausführliches Gespräch mit einem unserer Herzspezialisten vor.

    Weiterhin erhält im Rahmen des Nachbeobachtungsprogrammes jeder Patient einen Behandlungs-Pass, der ähnlich wie ein Herzschrittmacherausweis zur Information anderer behandelnder Ärzte, aber auch für Notfallsituationen immer mitgeführt werden sollte. Selbstverständlich stehen wir Ihrem primär behandelndem Hausarzt und Kardiologen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Erkrankungen der Trikuspidalklappe

  • Die Trikuspidalklappe ist das Einlassventil zwischen rechtem Vorhof und rechter Kammer. Eine höhergradige Undichtigkeit der Trikuspidalklappe (Trikuspidalklappeninsuffizienz) tritt häufig begleitend bei Patienten mit Linksherzerkrankungen, wie z.B. einer Linksherzinsuffizienz oder einer relevanten Mitralklappeninsuffizienz, auf. In der Regel handelt es sich dabei um ältere, nicht selten auch herzchirurgisch voroperierte Patienten, so dass eine chirurgische Korrektur dieses Herzklappenfehlers aufgrund eines zu hohen operativen Risikos im Rahmen einer Zweitoperation oft nicht möglich ist.

  • Die Undichtigkeit der Trikuspidalklappe kann sich auf verschiedene Weise entwickeln:

    • Erkrankungen des Herzmuskels insgesamt oder primär der linken Herzseite, wie sie sich nach Herzinfarkt oder bei anders bedingter Herzschwäche entwickeln können
    • Erkrankungen der Lunge (beispielsweise Lungenhochdruck)
    • altersbedingte Veränderung der Trikuspidalklappe
    • angeborene Fehlbildungen der Trikuspidalklappe (selten)
    • degenerative Veränderung des Klappengewebes

  • Neben Luftnot leiden Patienten mit einer relevanten Triksupidalklappeninsuffizienz aufgrund des chronischen Blutrückstaus in die Hohlvenen fast immer auch an einer Neigung zu Wassereinlagerungen in den Unterschenkeln (Ödeme), der Bauchhöhle (Aszites) und/oder in den Lungenzwischenraum (Pleuraerguss) sowie an einer eingeschränkten Nierenfunktion. Die konservative Therapie der Trikuspidalklappeninsuffizienz beschränkt sich im Wesentlichen auf Gabe von wassertreibenden Medikamenten (Diuretika). Im Laufe der Zeit wird diese Therapie allerdings häufig aufgrund einer sich weiter verschlechternden Nierenfunktion ineffektiv, so dass bei vielen Patienten wiederholte stationäre Behandlungen zur intravenösen Diuretika-Therapie notwendig werden.

  • Nicht alle Menschen mit Undichtigkeit der Trikuspidalklappe wissen, dass sie an dieser Herzveränderung leiden. Menschen, die eine Undichtigkeit dieser Klappe haben, können sehr unterschiedliche Probleme haben. Wenn die Undichtigkeit der Klappe nur gering ausgeprägt ist, können Beschwerden völlig fehlen. Es ist sehr wichtig, dass Sie mit dieser Herzklappenveränderung regelmäßig zu einem Spezialisten gehen, der eine Ultraschalluntersuchung Ihrer Herzklappe durchführt.

    Typische Beschwerden bei Undichtigkeit der Trikuspidalklappe sind:

    • Wassereinlagerungen an den Füßen und Beinen, teils am Körperstamm
    • Wassereinlagerungen im Bauch
    • Wassereinlagerungen an den Händen
    • nächtlicher Harndrang
    • Gestaute Halsvenen
    • Laborchemische Veränderungen der Leberwerte und/oder der Blutgerinnung
    • Zunahme des Körpergewichts durch Einlagerung von Wasser im Gewebe, z. B. Beinödeme

    Eine deutliche Undichtigkeit der Trikuspidalklappe belastet das Herz. Bei schweren Formen ist eine Operation mit Eröffnung der Brusthöhle ein mögliches Therapieverfahren, welches primär in Erwägung gezogen werden sollte. Es gibt aber auch Möglichkeiten den Eingriff minimal-invasiv chirurgisch durchzuführen (siehe Abteilung für Herzchirurgie).

    Für Patienten, die bei einer offen-chirurgischen Versorgung aufgrund zahlreicher Begleiterkrankungen, Gebrechlichkeit oder hohem Lebensalter einem zu hohen Risiko ausgesetzt wären, gibt es katheter-interventionelle Alternativen. Jedoch sind diese Alternativen ein einem noch sehr früher Stadium und müssen sehr sorgfältig abgewogen werden. Am Universitären Herzzentrum wird dann im Vorfeld in mehreren Untersuchungen (Herzkatheteruntersuchung, CT, Schluckecho, etc.) in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Herstellern eine solche Behandlungsmöglichkeit geprüft.

  • Zur Behandlung der Klappenundichtigkeit werden zurzeit Katheter-Techniken entwickelt, mit denen inoperable Patienten mit einer relevanten Trikuspidalklappeninsuffizienz schonend behandelt werden können (z.B. Cardioband™ TR, TriCinch™, MitraClip™ in Trikuspidalposition). Zum jetzigen Zeitpunkt sind diese Therapiemöglichkeiten nur für wenige Patienten in Form eines individuellen Heilversuches oder im Rahmen von Studien verfügbar. Erste Daten weisen darauf hin, dass es sich hierbei um relativ sichere Therapiemethoden handelt, deren langfristige Wirksamkeit allerdings erst noch bestätigt werden muss.

    Wir am UHZ nehmen an der Erprobung der Katheter-basierten Therapie der Trikuspidalklappeninsuffizienz teil und haben bereits einige Patienten mit verschiedenen Techniken behandelt. Wir sind davon überzeugt, dass sich die interventionellen Therapiemöglichkeiten für die Trikuspidalklappe auch in den kommenden Jahren weiterentwickeln und etablieren werden.

    Gerne beraten wir Sie zum Thema Trikuspidalklappeninsuffizienz auch in unserer interdisziplinären Klappensprechstunde (Terminvereinbarung unter +49 (0) 152 22824615 ).

Erkrankungen der Pulmonalklappe

  • Erkrankungen der Pulmonalklappe sind meist angeboren und werden klassischerweise von Kinderkardiologen und Kinderherzchirurgen im jungen Patientenalter operativ versorgt. Durch stetig bessere Ergebnisse dieser Operationen finden sich zunehmend häufiger Patienten im Erwachsenalter mit nun angeboren Herzfehlern (EMAH) die zwar operativ versorgt wurden aber im Verlauf einen weiteren Korrektureingriff benötigen. Die Pulmonalklappe ist das Trennungsventil zwischen rechter Kammer und dem Lungenkreislauf. Fehlfunktionen dieser Klappe führen zur Rechtsherzbelastung mit den gleichen klinischen Symptomen wie bei der Trikuspidalinsuffizienz. Korrekturen können entweder erneut mittels herzchirurgischen Maßnahmen (Klappen-Re-Ersatz) oder mittels Kathetertechnik durchgeführt werden. Diese Eingriffe besprechen wir in unserer interdisziplinären Konferenz und führen diese Eingriffe im Team bei erhöhtem Risiko einer offenen Herzoperation dann mittels Katheterklappentechnik durch.

    Interventioneller Pulmonalklappenersatz

Erkrankungen an voroperierten Herzklappen

  • Für den herzchirurgischen Ersatz einer erkrankten Herzklappe kommen grundsätzlich mechanische oder biologische Klappenprothesen zum Einsatz. Der Vorteil der mechanischen Klappenprothesen besteht in der theoretisch lebenslangen Haltbarkeit, ihr Nachteil ist die zwingende Notwendigkeit zur dauerhaften Blutverdünnung (Antikoagulation) mit den möglichen Folgen von thrombembolischen Risiken und/oder Blutungskomplikationen. Im Gegensatz dazu kann bei Patienten mit biologischem Klappenersatz auf die Antikoagulation verzichtet werden. Aufgrund dieses Vorteils erleben biologische Prothesen derzeit eine Renaissance. Allerdings besteht ihr Nachteil in einem frühzeitigeren Verschleiß (Prothesendegeneration). Kommt es zu einer relevanten Prothesendegeneration, so verursacht diese beim Patienten in der Regel Beschwerden wie Luftnot, Schwäche, Schwindel, Brustschmerz und/oder Wassereinlagerungen. Es besteht dann die Notwendigkeit einer erneuten Operation oder Intervention an der degenerierten Klappenprothese.

    Bei Patienten mit Degeneration einer chirurgisch implantierten biologischen Herzklappenprothese ist zur Vermeidung einer erneuten Operation ebenfalls eine interventionelle Behandlung möglich. Dabei wird kathetergestützt eine neue TAVI-Prothese in der vorhandenen degenerierten Herzklappen-Prothese platziert und verankert (Valve-in-valve Implantation). Das Verfahren ist dem Vorgehen bei der TAVI, wie oben beschrieben sehr ähnlich.

    Bei Bioprothesen kann hierbei die katheterinterventionelle „Valve-in-Valve“-Implantation als Therapiealternative zur konventionellen Re-Operation erwogen werden, wenn das Operationsrisiko erhöht ist. Auch die Möglichkeit einer Implantation in Mitralklappenringe nach chirurgischer Mitralklappen-Rekonstruktion ist möglich (Valve-in-Ring Implantation). Welches Verfahren für den Patienten dabei am besten geeignet ist, wird am UHZ im interdisziplinären Herzteam bestehend aus erfahrenen Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten gemeinsam entschieden. Je nach Lokalisation (Aorten-, Mitral-, Trikuspidal- oder Pulmonalklappe) der degenerierten Bioprothese kann die katheterinterventionelle Klappenimplantation über die Leistengefäße (arteriell oder venös) oder über die Herzspitze erfolgen. Derzeit sind multiple, wie im Kapitel Aortenklappenstenose beschriebenen Systeme, verfügbar. Am UHZ führen wir pro Jahr etwa 30-40 solcher „Valve-in-Valve“ Katheterklappenimplantationen durch.

  • Wenn sich eine Undichtigkeit einer Herzklappenprothese nicht innerhalb, sondern außerhalb - direkt neben - dem Klappenersatz ausbildet, spricht man von einer paravalvulären (para (altgr.)= neben; valva (lat.) = Klappe) Leckage. Solche Leckagen treten häufig im Bereich von Mitral-, seltener im Bereich von Aortenklappenprothesen auf, wobei die eigentliche Klappenprothese – v.a., wenn es sich um eine mechanische Prothese handelt - oft funktionell intakt ist. Patienten mit relevanten paravalvulären Leckagen leiden unter zunehmender Belastungsluftnot. Zusätzlich kann es in manchen Fällen (v.a. bei paravluvlären Leckagen der Mitralklappe) zu einem regelrechten Verbrauch von Blutzellen (mechanische Hämolyse) kommen, da das Blut mit jedem Herzschlag mit hohem Druck durch das Leck hindurchgepresst wird. Um dem Patienten eine verhältnismäßig große Re-Operation zu ersparen, lassen sich diese Leckagen auch durch die Implantation kleiner Schirmchen (Okkluder) mittels Katheter-Technik verschließen. In den meisten Fällen kann der Okkluder über die Leistenarterie- oder vene eingebracht werden. Nur selten ist hierfür ein Zugang über die Herzspitze (transapikaler Zugang) erforderlich. Da der Eingriff durch eine Schluck-Ultraschallbildgebung begleitet wird, führen wir diese Prozeduren in Vollnarkose durch. Auf den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine kann verzichtet werden. Am UHZ führen wir jährlich etwa 10-15 Katheter-basierte Leckverschlüsse durch.

    Besteht bei Ihnen der Verdacht auf eine defekte Klappenprothese, beraten wir Sie gerne in unserer interdisziplinären Klappensprechstunde (Telefon: +49 (0) 152 22824615 ).

Erkrankungen der Vorhofscheidewand

  • Der Vorhofseptumdefekt (Atrialer Septaler Defekt – ASD) ist einer der häufigsten angeborenen Herzfehler. Er ist durch einen Substanzdefekt in der Vorhofscheidewand mit Blutübertritt aus dem linken in den rechten Vorhof gekennzeichnet. Etwa 1/3 aller ASDs werden erst im Erwachsenenalter entdeckt. Hauptsymptom ist zunehmende Belastungsluftnot. Ohne Therapie können bedeutsame ASDs zu chronischem Lungenhochdruck und in der Folge zu einer Rechtsherzschwäche führen. Ob ein ASD relevant ist, wird mittels Herzultraschall- und Rechtsherzkatheteruntersuchung bestimmt. Man unterscheidet zwei Defektformen: Den ASD I (Septum primum Defekt) und den häufigeren ASD II. Als Behandlungsverfahren kann entweder ein chirurgischer Verschluss des Vorhofseptumdefektes mittels Patchplastik oder aber ein interventioneller Verschluss mit einem selbstexpandierbaren Schirmchen (Okkluder) durchgeführt werden. Während für den ASD I die chirurgische Methodik immer noch Standard ist, wird beim ASD II meist ein interventioneller Verschluss durch Implantation eines Schirmchens durchgeführt (wenn der Defektrand dies erlaubt). Die Intervention wird mittels Schluckultraschallbildgebung überwacht. Für den Zeitraum der Implantation kann bei Bedarf eine milde Narkose zum Einsatz kommen. Verlaufsstudien haben gezeigt, dass der ASD-Verschluss mittels Herzkatheter sicher und effektiv ist. Im Vergleich zum chirurgischen Verschluss wird beim interventionellen Vorgehen die Funktion des rechten Herzens besser erhalten. Zudem treten Komplikationen deutlich seltener als beim konventionellen chirurgischen Verschluss auf.

  • Das Foramen ovale ist eine Kurzschlussverbindung zwischen rechtem und linkem Vorhof, die im Kreislaufsystem des ungeborenen Kindes dazu dient, das Blut an der Lungenstrombahn vorbeizuleiten. Nach der Geburt verschließt sich diese Verbindung innerhalb weniger Tage. Jedoch lässt sich bei ca. 25-30% der gesunden Normalbevölkerung auch im Erwachsenenalter noch eine „Rest-Verbindung“ zwischen den beiden Vorhöfen nachweisen, was dann als persistierendes Foramen ovale (PFO) bezeichnet wird. Beim gesunden Menschen hat ein PFO keinen Krankheitswert. Kommt es jedoch zu einer akuten Durchblutungsstörung des Gehirns (ischämischer Schlaganfall) ohne eine offensichtliche Ursache (wie z.B. einer kardialen Emboliequelle z.B. bei Vorhofflimmern, Atherosklerose der hirnversorgenden Arterien oder zerebrale Mikroangiopathie), einem sog. kryptogenen Schlaganfall, kann ein PFO als mögliche Ursache angesehen werden. Hierbei wird angenommen, dass kleine Blutgerinnsel aus dem venösen Kreislaufsystem durch das PFO in das arterielle System gelangen und so einen Verschluss einer hirnversorgenden Arterie verursachen können (paradoxe Embolie). Die Wahrscheinlichkeit, dass das PFO tatsächlich ursächlich an der Schlaganfallentstehung beteiligt ist, erhöht sich, wenn das PFO in Kombination mit einer Aussackung der Vorhofscheidewand (atriales Septumaneurysma = ASA) auftritt und/oder die Durchtrittstelle eine gewisse Größe überschreitet. Bei Patienten, die einen kryptogenen Schlaganfall erlitten haben und bei denen ein PFO vorliegt, kann ein Verschluss des PFOs durch Einbringen eines Schirmchens (Okkluder) mittels Katheter-Technik durch die Leistenvene das Risiko eines wiederkehrenden Schlaganfalls reduzieren. Ob ein solcher Verschluss medizinisch sinnvoll ist, sollte im Einzelfall in enger Zusammenarbeit zwischen einem interventionellen Kardiologen und dem behandelnden Neurologen entschieden werden. Am UHZ führen wir viele interventionelle PFO-Verschlüsse durch.

    Gerne beraten wir Sie zum Thema Vorhofseptumerkrankungen auch in unserer interdisziplinären Sprechstunde für strukturelle Herzerkrankungen (Telefon: +49 (0) 152 22824615 ).