Unsere Behandlungsangebote

  • Eingebettet im Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg mit exzellenter Vernetzung zu allen notwendigen Experten des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) gehört unsere Klinik für Kinderkardiologie zu den wenigen Kliniken europaweit, die eine umfassende Behandlung aller Herzerkrankungen vom Frühgeborenen bis zum Erwachsenen anbietet. Hier erwartet Sie ein Behandlungsangebot, das die gesamte Diagnostik und das komplette Therapiespektrum für angeborene Herzfehler jeglicher Art umfasst. Dafür steht ein erfahrenes ärztliches Team rund um die Uhr bereit und wird durch ein engagiertes Pflegeteam, Physio- und Spieltherapeuten sowie Psychologen und Sozialarbeitern unterstützt. Unser Anspruch ist es, neben einer exzellenten medizinischen Versorgung eine Atmosphäre zu schaffen, die der heimischen Umgebung möglichst nahe kommt und die gesamte Familie in den Heilungsprozess einbezieht.

    Es liegt uns ganz besonders am Herzen, Sie individuell über die bestmögliche und sicherste Behandlungsoption für Ihr Kind zu beraten. Wir stehen Ihnen jederzeit zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung.

    Bitte sprechen Sie uns an:
    Tel.: +49 (0) 40 7410 - 53718

  • Bei Herzrhythmusstörungen ist die normale Abfolge des Herzschlags gestört. Der Herzschlag kann für die jeweilige Situation zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig sein. Rhythmusstörungen können bereits während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt vorkommen. Andere treten eher im späteren Kindes- oder Jugendalter erstmalig auf.

    Rhythmusstörungen werden in schnelle (tachykarde) und langsame (bradykarde) Störungen unterteilt. Sie entstehen im Herzvorhof, dem Reizleitungssystem oder der Herzkammer. Sie können angeboren oder erworben sein, z.B. nach Operationen am Herzen oder Entzündungen des Herzmuskels.

    Es gibt auch Rhythmusstörungen, die vererbt werden und gelegentlich bei mehreren Mitgliedern einer Familie vorkommen (z.B. Long-QT-, Brugada-Syndrom).

    Nicht alle Rhythmusstörungen sind krankhaft oder bedürfen einer Behandlung. Eine sorgfältige Anamnese und Diagnostik (z. B. durch ein EKG oder ein Langzeit-EKG) sind jedoch sehr wichtig, um das Risiko für jeden Patienten abzuschätzen und die bestmögliche Therapie zu wählen.

    Wie erkenne ich eine Rhythmusstörung bei meinem Kind?

    Insbesondere kleine Kinder können noch keine genauen Angaben machen. Sie fallen häufig durch unerklärliche Verhaltensänderungen, Blässe, Schwitzen, Kraftlosigkeit oder Trinkunlust auf. Manchmal werden Rhythmusstörungen im Rahmen der regulären Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt erkannt.

    Je älter die Patienten sind, desto genauer beschreiben sie Herzrasen, Herzstolpern oder unregelmäßige Herzschläge.

    Sollten Sie bei Ihren Kindern diese oder ähnliche Symptome bemerken, kann in den meisten Fällen Ihr Kinderarzt entscheiden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Bei Bedarf bieten wir im Rahmen unserer Rhythmussprechstunde eine umfassende Diagnostik, Beratung und individuelle Therapie an.

  • Im Herzkatheterlabor für angeborene Herzfehler des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg behandelt und diagnostiziert ein Team aus sehr erfahrenen Ober- bzw. Chefärzten, technischen Assistenten und Pflegekräften der Klinik für Kinderkardiologie alle Arten von angeborenen und erworbenen Herzfehlern. Mit Hilfe einer hochmodernen Zwei-Ebenen-Anlage können schonend und minimal invasiv verschiedenste angeborene Fehlbildungen der Herzklappen, Gefäße sowie Defekte der Vorhof- und Kammerscheidewände korrigiert werden, ohne dass eine Operation am offenem Herzen erfolgen muss. Die sichere und effektive Behandlung im Herzkatheterlabor ist unser oberstes Ziel. Mit Hilfe neuester Technik und optimierter Untersuchungsabläufe konnte die Sicherheit und Effektivität der Behandlung in den letzten Jahren auf ein Höchstmaß gesteigert werden. Zeitgleich wurde die Durchleuchtungszeit und Intensität bei Herzkatheteruntersuchungen auf ein nie erreichtes minimales Niveau gesenkt.

    Unsere Patienten vom Frühgeborenen bis zum Erwachsenen stehen bei uns im Mittelpunkt. Dafür sind wir 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für Sie da!

    Ansprechpartner

    Götz Müller
    Priv.-Doz. Dr.
    Götz C. Müller
    • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Kinderkardiologie
    Herzkatheterlabor

    Im Herzkatheterlabor
    Herzkatheterlabor

    Während der Herzkatheterbehandlung
    Herzkatheterlabor

    Herzkatheterbehandlung
    Herzkatheterlabor

    Herzkatheterlabor

    CoA
    Herzkatheterlabor

    Darstellung im Herzkatheterlabor
    Herzkatheterlabor

    Einsatz einer Melodyklappe
  • Angeborene Herzfehler sind sehr vielfältig. Sie reichen von „einfachen“ Herzfehlern wie bspw. einem Loch in der Vorhofscheidewand (Vorhofseptumdefekt, ASD) bis hin zu „komplexen“ Herzfehlern, die eine aufwändige Therapie erfordern.

    Jeder Patient ist individuell und braucht eine „maßgeschneiderte“ Therapie. Unser erfahrenes Team kann bereits heute vielen Patienten mit einfachen Herzfehlern mit einer schonenden Katheterintervention (Therapie mit einem Herzkatheter) helfen.

    Ist dies nicht möglich, so ist ein operatives Verfahren erforderlich. Am Universtären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg bieten wir für jeden Patienten mit angeborenem Herzfehler die optimale chirurgische Therapie, die sich an den derzeitigen modernsten Standards orientiert.

    Bei einfacheren Herzfehlern bieten wir schonendere operative Verfahren (Minimal-invasive Chirurgie) an, die zu einem optimalen kosmetisches Ergebnis führen kann, denn ist der Herzfehler versorgt, bleibt nur die Narbe als Erinnerung zurück.

    Patienten mit komplexen Herzfehlern benötigen meist ein aufwendiges Therapiekonzept, das wiederholte operative Eingriffe erfordern kann. Auch für diese Patienten bieten wir maßgeschneiderte Lösungen.

    In speziellen Fällen können wir Patienten auch mit einem individualisierten Hybrid-Eingriff helfen: Hierbei wird eine Operation und eine Katheterintervention gleichzeitig durchgeführt. Wir verfügen über die hochspezialisierten technischen Möglichkeiten dieses Verfahren auf jede geeignete Situation anzuwenden.

    Neben den angeborenen Herzfehlern gibt es auch Kinder mit erworbenen Herzfehlern, wie bspw. Entzündungen von Herzklappen oder Erkrankungen des Herzmuskels, die zu einer Herzschwäche führen können. Ungeachtet der Ursache, können wir jeden Patienten mit schwerer Herzschwäche, die nicht mehr ausreichend mit Medikamenten behandelt werden kann, mit einem Herzunterstützungssystem „Kunstherz“ auffangen. Sollte sich das Herz nicht erholen, bieten wir als Therapie die Herztransplantation an.

    Aufgrund immer besserer Therapieverfahren haben die allermeisten Patienten mit angeborenem Herzfehler heute eine gute Lebenserwartung, benötigen aber in speziellen Fällen weitere katheterinterventionelle oder operative Verfahren. Unser Verantwortungsbereich endet daher nicht mit Erreichen der Volljährigkeit des Patienten. Wir sind als zertifiziertes überregionales Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) auch für die Versorgung dieser Patienten jenseits der Kindheit verantwortlich.

    Ansprechpartner

    André Rüffer
    Prof. Dr. med.
    André Rüffer
    • Sektionsleiter Herzchirurgie für angeborene Herzfehler
    • Facharzt für Herzchirurgie
    Standort

    O70 , 4. Etage, Raumnummer 336.3
  • Jede Herzerkrankung bei Kindern und Jugendlichen stellt eine enorme emotionale Belastung für die gesamte Familie dar. Da diese Erkrankungen heute meist bereits im Säuglingsalter oder sogar vor der Geburt eines Kindes erkannt werden, setzt unser supportiv- psychotherapeutischer-Ansatz schon dort an, wo eine Erstdiagnose gestellt wird. Dieser Ansatz bietet eine psychotherapeutische Unterstützung, die sich familienorientiert auf die unterschiedlichen Belastungsaspekte ausrichtet.

    Supportive Psychotherapie soll vor allem prophylaktisch langfristigen emotionalen oder psychischen Problemen entgegenwirken, die im Zusammenhang mit den hohen Belastungsanforderungen der einzelnen Familienmitglieder entstehen können. Sie kann im Kontext einer familientherapeutischen Unterstützung der gesamten Familie bei der Krankheitsverarbeitung und den speziellen Bewältigungsanforderungen helfen oder gezielt auf Einzelpersonen ausgerichtet sein.

    Somit decken wir den gesamten Bereich der Entwicklung unserer jungen Herzpatienten bis ins Erwachsenenalter hinein ab. Individuelle Erstgespräche dienen dazu einen Behandlungsbedarf zu ermitteln und zu lokalisieren. Somit wird zunächst erörtert ob und wo eine Unterstützung hilfreich wäre, um anschließend beispielsweise folgende Belastungsaspekte zu behandeln:

    • Verhaltensauffälligkeiten der Geschwisterkinder
    • Verhaltensauffälligkeiten der betroffenen Kinder
    • Ängste und Panikreaktionen der Eltern
    • Paarkonflikte und Beziehungsprobleme der Eltern
    • Krisenintervention wenn im stationären Alltag „die Decke auf den Kopf zu fallen droht“

    Wir verfolgen damit einen multiprofessionellen Behandlungsansatz, in dem auch die psychische Gesundheit unserer Patienten Beachtung findet. Dieser wird in der Praxis durch regelmäßige Visiten und Fallbesprechungen, in denen Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger sowie unser Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Indikationen und Behandlungsverläufe diskutieren.

    Psychotherapeutische Unterstützung ist ein fester Bestandteil unserer Behandlungsstrategie und wird somit nicht separat abgerechnet. Wir benötigen dazu keine Überweisungen oder Ähnliches.

Unsere Stationen

  • Auf der Kinderherzstation werden Säuglinge, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit angeborenen und erworbenen Herzfehlern kardiologisch und herzchirurgisch behandelt und betreut.

    • Lageplan
      So finden Sie uns

      Gebäude O50 | 7. OG

  • Das Team der Kinderherzintensivstation H2c
    Das Team der Kinderherzintensivstation H2c

    Auf der Kinderherzintensivstation H2c mit derzeit acht Betten werden herzkranke Kinder durch die Kinderherzspezialisten des Universitären Herz- und Gefäßzentrums UKE Hamburg intensivmedizinisch betreut.

    Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Pädiatrischen Intensivstation K1a mit 12 Betten ("Beatmungsplätzen"), die für die intensivmedizinische Behandlung von Kindern bei anderen komplexen Erkrankungen, großen Operationen oder schweren Unfällen zuständig ist und sich im Gebäude des Kinder-UKE befindet.

    Pflege

    Die pflegerische Betreuung, der meist schwerkranken Patienten, wird durch ein großes Team fachweitergebildeter Mitarbeiterinnen gewährleistet. Durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen können neue Verfahren und Behandlungsabläufe schnell und zeitnah angewandt werden, um den Patienten die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen.

    Eine geregelte Rotation mit der Pädiatrischen Intensivstation K1a stellt sicher, andere nicht kardiologische Probleme des Patienten zu erkennen und adäquat zu behandeln. Die Pflegenden sind in der Lage, Kinder mit verschiedensten Beatmungsformen (HFO, NO, CPAP, Highflow etc) an verschiedenen Beatmungsgeräten zu überwachen und die hohen pflegerischen Standards zu erfüllen. Hinzu kommen weitere Verfahren, wie Peritoneal Dialyse, Hämofiltration oder Hämodialyse, die hier optimal betreut werden.

    Die ganzheitliche Betreuung spielt eine essentielle Rolle in der pflegerischen Versorgung der Kinder. So gibt es keine Besuchszeiten für Eltern und Angehörige, um die Genesung des Kindes optimal zu unterstützen und zu fördern. In stabilen Situationen begrüßen wir das sogenannte Känguruhen (Kuscheln auf dem Arm mit Hautkontakt) sehr und sehen immer wieder den positiven Effekt. Wenn die Eltern keine Möglichkeit haben, ihr Kind häufig zu besuchen, gibt es die Möglichkeit einer/eines Kuschelpaten/in.

    Auch die Ernährung mit Muttermilch hat einen großen Stellenwert und wird unterstützt. Sobald der Zustand es zulässt, können die Kinder natürlich auch gestillt werden. Die Möglichkeit der adäquaten Ernährung ist durch ein großes Sortiment verschiedener Nahrungen mit regelmäßiger Abstimmung mit der Diätküche gegeben.

    Die psychosoziale Betreuung der Patienten ist immens und manchmal zeittechnisch schwer zu leisten. Trotzdem hat die Pflege immer ein offenes Ohr und kümmert sich empathisch um die Sorgen und Nöte. Eine Kollegin aus dem sozialen Dienst ist regelmäßig vor Ort, auch der psychosoziale Dienst kann hinzugerufen werden.

    Das Team arbeitet auf sehr hohem Niveau mit verschiedenen Fachrichtungen zusammen, um stets auf dem neusten Stand zu sein und die Kinder bestmöglich duch die schwierige Zeit zu begleiten.