Herzlich Willkommen in den Bewegungsstörungs-Ambulanzen!

Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf ist die umfassende Versorgung von Patienten mit Bewegungsstörungen von der Neudiagnose bis hin zur Behandlung im fortgeschrittenen Stadium möglich. Eine Besonderheit ist dabei die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Betreuung.

Ambulant werden bereits ein Großteil der Diagnostik sowie eine umfassende Therapie durchgeführt. Bei speziellen Fragestellungen erfolgt die weitergehende stationäre Behandlung durch das gleiche ärztliche Team.

In der Neurologischen Poliklinik und dem Ambulanzzentrum Neurologie (MVZ) bieten wir vier Sprechstunden (sog. Ambulanzen) und eine spezielle Tagesklinik an.

Was sind Bewegungsstörungen?


Unter Bewegungsstörungen versteht man Erkrankungen, die entweder mit einer Verarmung oder Verminderung von spontanen oder willkürlichen Bewegungen einhergehen oder die durch einen Überschuss an Bewegungen charakterisiert sind. Eine der allgemein bekanntesten Bewegungsstörung ist die Parkinson-Erkrankung , die mit einer Bewegungsverarmung, Zittern, Muskelsteifigkeit, Gang- und Gleichgewichtsstörungen einhergeht. Weitere häufige Bewegungsstörungen stellen Dystonien , Tremor, Chorea, Tics, Myoklonien und Spastiken dar.

Für die verschiedenen Störungen bieten wir spezielle Sprechstunden an. Die Details finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Da eine wesentliche Behandlungsmöglichkeit die Implantation eines Tiefen-Hirnstimulators ist, haben wir zu dieser Therapie eine eigene Sprechstunde.

Parkinson - Ambulanz

Parkinson - Tagesklinik

Tiefe Hirnstimulation (THS) - Ambulanz

Dystonie - Ambulanz

  • Anmeldung
  • Anmeldung

    Herzlich Willkommen in der Dystonie-Ambulanz!

    Im Rahmen dieser Sprechstunde bieten wir eine umfassende Betreuung von Patientinnen und Patienten mit isolierten und kombinierten Dystonien an.

    Ambulante Vorstellungen können nur nach Terminvereinbarung erfolgen und erfordern zudem einen gültigen ärztlichen Überweisungsschein. Bei der Erstvorstellung in unserer Sprechstunde ist die Mitnahme von Vorbefunden (Arztberichte), bildgebenden Verfahren (Kopf-MRT), laborchemischen Befunden und ggf. genetischen Testungen erbeten.

    Terminvereinbarung unter der Telefonnummer: +49 (0) 40 7410 - 52771

    • Adresse Anfahrt
      Adresse

      Dystonie-Sprechstunde

      Neurologische Poliklinik, Haus O 10 (Hauptgebäude), Erdgeschoß

      Martinistraße 52

      20246 Hamburg

  • Als Dystonien werden Bewegungsstörungen bezeichnet, die mit länger anhaltenden, unwillkürlichen Muskelkontraktionen einhergehen. Diese können zu verzerrenden, sich wiederholenden Bewegungen, abnormen Haltungen oder bizarren Fehlstellungen von Körperteilen führen. Die Dystonie kann im Bereich des Gesichtes (Blepharospasmus bzw. Lidkrampf), des Halses (Torticollis spasmodicus bzw. Schiefhals), aber auch im Bereich des Rumpfes, der Beine oder im Bereich der Hände aktionsgebunden auftreten (Schreibkrampf). Tremor ist ein häufiges Begleitsymptom dystoner Bewegungsstörungen.

    Hinsichtlich der symptomatischen Behandlung von Dystonien stehen uns neben der selektiven peripheren Denervierung mittels Botulinumtoxin medikamentöse Behandlungsoptionen zur Verfügung, deren Einsatz sich nach dem Verteilungsmuster der betroffenen Körperregionen richtet. Während bei fokalen Dystonien Injektionen von Botulinumtoxin in der Regel die Therapie der ersten Wahl darstellt, stehen bei generalisierten Dystonien medikamentöse Therapieversuche im Vordergrund. Als weitere Therapieoption kann bei konservativ therapierefraktären Dystonien mit schwerer Behinderung die tiefe Hirnstimulation (THS) erwogen werden.


    Link zum Krankheitsbild:

    Dystonie

  • 1) Diagnostik

    In unserer Ambulanz wird im Rahmen der Erstvorstellung eine umfassende Diagnostik zur Einschätzung der Ursache des dystonen Syndroms angeboten.

    Neben der ausführlichen Anamnese und der klinisch neurologischen Untersuchung zählen hierzu in einzelnen Fällen weitere apparative, laborchemische und molekulargenetische Verfahren.

    2) Therapie

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Dystonien mittels systemischen medikamentösen Therapien und lokalen Botulinumtoxin-Injektionen. Zur Optimierung des Therapieerfolges der Botulinumtoxin-Injektionen werden ergänzend Sonographie und Elektromyographie gestützte Injektions-Techniken angewandt.

    Bei Versagen konservativer Methoden bieten wir zusätzlich die Evaluation hinsichtlich der Möglichkeit einer tiefen Hirnstimulation (THS) an.

Spastik - Ambulanz

  • Anmeldung
  • Anmeldung

    Herzlich Willkommen in der Spastik-Ambulanz!

    Im Rahmen dieser Sprechstunde bieten wir eine umfassende Betreuung von Patientinnen und Patienten mit spastischen Syndromen an.

    Ambulante Vorstellungen können nur nach Terminvereinbarung erfolgen und erfordern zudem einen gültigen ärztlichen Überweisungsschein. Bei der Erstvorstellung in unserer Sprechstunde ist die Mitnahme von Vorbefunden (v.a. Arztberichte) erbeten.

    Insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit einem spastischen Syndrom, das nicht durch einen Schlaganfall verursacht wurde, ist die zusätzliche Mitnahme von bereits veranlassten Untersuchungen (Kopf-MRT, laborchemische und ggf. genetische Testungen) wünschenswert.

    Wenn Sie zum ersten Mal zu uns kommen möchten, melden Sie sich bitte bei unserer Sekretärin Frau Sandra Lupp-Klarfke an.
    Wenn Sie bereits bei uns waren und einen Folgetermin ausmachen möchten, tun Sie dies bitte über unsere Ambulanz-Hotline: 040-7410-22300 .

    • Adresse Anfahrt
      Adresse

      Spastik - Sprechstunde

      Neurologische Poliklinik, Haus O 10 (Hauptgebäude), Erdgeschoß

      Martinistraße 52

      20246 Hamburg

  • Spastizität entwickelt sich als Folge einer Läsion des oberen Motoneurons.

    Die Ursachen von Spastizität sind vielfältig und schließen vaskuläre, traumatische, entzündliche, hypoxische und degenerative Ursachen ein – wobei für die Ausbildung der Spastik weniger die Ursache selbst, sondern vielmehr die Lokalisation der Schädigung innerhalb des zentralen Nervensystems entscheidend ist.

    Im Erwachsenenalter ist die häufigste Ursache von Spastik der ischämische Schlaganfall. Wenngleich es sich bei Spastizität oft um eine chronische Erkrankung handelt, deren Ursache nicht kausal behandelt werden kann, hat die symptomatische Therapie einen hohen Stellenwert für die Lebensqualität.

    Zu den Zielen einer Behandlung zählen die Verbesserung der passiven Beweglichkeit, die Reduktion von Schmerzen, eine Prophylaxe von Sekundärkomplikationen (Druckulcera / Gelenkversteifungen / Orthesenintoleranz), Effekte auf aktive Beweglichkeit und die Verbesserung des Selbstbildes.


    Link zum Krankheitsbild:

    Spastik

  • 1) Diagnostische Verfahren

    In der Ambulanz wird im Rahmen einer Erstvorstellung mit der Frage nach Behandlung von Spastizität nach Schlaganfall eine ausführliche Anamnese und klinisch-neurologische Untersuchung durchgeführt ­ um dann das weitere Therapiekonzept zu planen.

    2) Therapeutische Verfahren

    Der Schwerpunkt liegt hierbei vor allem auf der Behandlung von fokaler Spastizität mittels lokalen Botulinumtoxin-Injektionen. Zur Optimierung des Therapie-Erfolges der Botulinumtoxin-Injektionen werden routinemäßig Sonographie-gestützte Injektions-Techniken angewandt.

    Bei Patientinnen und Patienten mit einem spastischen Syndrom unklarer Ursache steht zunächst die diagnostische Einschätzung im Vordergrund. In einem zweiten Schritt werden dann die therapeutischen Möglichkeiten evaluiert, die von einer systemischen Pharmakotherapie über lokale Botulinumtoxin-Injektionen bis hin zur intrathekalen Baclofen-Therapie im Fall schwerster Spastizität reichen.

    Zur weiteren Optimierung der Therapie streben wir eine enge Zusammenarbeit mit den mitbehandelnden Kolleginnen und Kollegen der Ergo- und Physiotherapie an.

Videos zu Morbus Parkinson

Morbus Parkinson - Therapiezentrum am UKE

Reportage der Sendereihe "MED.IN Hamburg" über die Parkinson-Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten am UKE (2013)

Weitere Videos zur Tiefen Hirnstimulation bei Parkinson finden Sie hier.

Links für Patienten