Assoziierte Professuren
Prof. Dr. Maria Rosenthal
Maria Rosenthal ist eine W3-Professorin, die gemeinsam vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) berufen wurde und durch das Leibniz-Professorinnenprogramm gefördert wird. Seit Juni 2026 leitet sie die Arbeitsgruppe „Strukturelle Virologie“ am BNITM, ein Großteil ihrer Laborarbeit wird in naher Zukunft ans Zentrum für Strukturelle Systembiologie (CSSB) auf dem DESY-Campus verlagert werden. Parallel arbeitet ihr Team eng mit dem Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie (ITMP) zusammen. Sie hat einen Doktortitel in Virologie und Biochemie von der Universität Bremen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der molekularen Erforschung der viralen Genomvervielfältigung und Proteinproduktion seltener und tropischer Viren mit hohem epidemischem Potenzial und darauf basierender Entwicklung antiviraler Strategien. Ihr Team nutzt unter anderem Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM), reverse Genetik und Virologie (auch mit Erregern der höchsten biologischen Sicherheitsstufen), biophysikalische Interaktionsanalysen und Testentwicklung für Hochdurchsatzverfahren um die Architektur und Funktion makromolekularer viraler Komplexe zu untersuchen und Kleinmoleküle zu identifizieren, welche spezifische Funktionen hemmen können. In unterschiedlichen Kooperationen werden zudem Protein-Protein-Interaktionsnetzwerke untersucht, massenspektrometrische Verfahren verwendet und Computer- und KI-gestützte Analysen genutzt um essentielle Wirtsfaktoren und das Zusammenspiel unterschiedlicher Komponenten für die Virusvermehrung zu beleuchten. Vor ihrer jetzigen Position war sie BMBF-Nachwuchsgruppenleiterin und Postdoc am BNITM mit Gastaufenthalten am Europäischen Molekularbiologielabor (EMBL) in Grenoble. Sie ist Co-Organisatorin des regelmäßig stattfindenden internationalen Bunyavirus-Meetings und Mitglied der deutschen Gesellschaft für Virologie. Sie ist zudem eingebunden in den DFG-finanzierten Sonderforschungsbereich „Neu auftretende Virusinfektionen“ ( CRC1648 ) sowie die Graduiertenschule VISION ( GRK2887 ).
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Prof. Dr. Maya Topf
Maya Topf ist eine W3-Professorin, die gemeinsam vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und dem Leibniz-Institut für Virologie (LIV) berufen wurde. Seit Oktober 2020 leitet sie die Forschungsgruppe „Integrative Virologie“ am Zentrum für Strukturelle Systembiologie (CSSB) auf dem DESY-Campus in Bahrenfeld. Sie hat einen Doktortitel in Chemie von der Universität Oxford. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung integrativer Modellierungsmethoden, die Daten aus Techniken wie Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) und Strukturmassenspektrometrie (MS) mit computergestützten Ansätzen kombinieren, um die Architektur großer makromolekularer Komplexe, insbesondere von Viren, zu untersuchen. Ihr Team analysiert außerdem Protein-Protein-Interaktionsnetzwerke, nutzt KI-gestützte Vorhersagen zur Generierung und Verfeinerung von Strukturmodellen und entwirft gezielte Experimente zur Validierung dieser Vorhersagen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung der für Infektionsmechanismen entscheidenden Virus-Wirt-Interaktionsschnittstellen. Dabei werden hybride Strukturdaten verwendet, um die Auflösungsbeschränkungen einzelner Techniken zu überwinden. Vor ihrer jetzigen Position war sie Professorin für Strukturbiologie und Computerbiologie am Institute of Structural and Molecular Biology des Birkbeck/UCL, University of London, wo sie 2006 als Career Development Fellow des Medical Research Council begann. Zuvor hatte sie Postdoc-Stellen an der University of California, San Francisco, und der Australian National University inne. Ihr Team beteiligt sich aktiv an internationalen Gemeinschaftsprojekten und Initiativen wie CASP (Critical Assessment of Structure Prediction), bei dem sie eine der Organisatorinnen ist, und CCP-EM (Collaborative Computational Project for Electron Microscopy), dessen Vorsitzende sie ist. Seit 2024 ist sie zudem stellvertretende Forschungsdirektorin am Leibniz-Institut für Virologie und Co-Sprecherin des DFG-finanzierten Sonderforschungsbereichs „Neu auftretende Virusinfektionen“ ( CRC1648 ).
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