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Patientenfamilie vor dem Eingang der Ambulanz
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Patientenfamilie in der Therapiestunde
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Patientin in der Kunsttherapie

Flüchtlingsambulanz: Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche

Seit 1998 versorgen wir minderjährige Kinder und Jugendliche und deren Angehörigen, die in ihrem Heimatland oder auf der Flucht Opfer von Krieg und Gewalt wurden, ambulant in Hamburg. Wir behandeln im Schwerpunkt Traumafolgestörungen und damit verbundene Symptome wie zum Beispiel Ängste, Schlafstörungen und Depressionen. Ein multikulturelles und interdisziplinäres Team bietet Psychotherapien, psychiatrische und psychoziale Angebote sowie non-verbale Therapieformen wie Kunsttherapie sowohl einzeln als auch in Gruppen an. Die Behandlungen werden ungeachtet des Aufenthaltstatus der Patientinnen und Patienten durchgeführt und mittlerweile mit Hilfe von Dolmetschern auf über 21 Sprachen angeboten.

Ergänzt werden die therapeutischen und psychosozialen Angebote durch wechselnde Ferienprogramme, eine Studie über die unterschiedlichen Behandlungsformen in Bezug auf ihre Wirksamkeit bei Traumata sowie Fortbildungen für Berufsgruppen aus dem Bildungs- und Gesundheitssektor.

Die Flüchtlingsambulanz des Ambulanzzentrum des UKE wird u.a. von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sowie von der Stiftung Children for Tomorrow gefördert.

Imagefilm - Flüchtlingsambulanz für Kinder und Jugendliche

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Die Flüchtlingsambulanz wird gefördert von

Spannende Einblicke in die Flüchtlingsambulanz

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Das Team der Flüchtlingsambulanz

Wir bleiben. In Bewegung.

Unter diesem Motto öffnete die Flüchtlingsambulanz des UKE am Dienstag, 27. August 2019, auf dem Gelände des UKE (O44) ihre Türen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erhielten anhand eines Mixes aus Bühnenprogramm, Themenräumen, Aktionen und Vorträgen spannende Einblicke in die therapeutische Arbeit. Unter den geladenen Gästen auch Dr. Melanie Leonhard, Senatorin der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

Das Programm finden Interessierte hier.

Tag der offenen Tür

Lasse Grunewald begrüßt die Gäste mit einem Potpourri aus Pop und Jazz am Saxophon
Tag der offenen Tür

v.l.: Prof. Dr. Burkhard Göke, Dr. Areej Zindler, Dr. Melanie Leonhard
Tag der offenen Tür

Marie-Sophie Goossens, Dr. Areej Zindler, Dr. Melanie Leonhard, Prof. Dr. Burkhard Göke mit Familie Shirzad
Tag der offenen Tür

Senatorin Leonhard im Gespräch mit Familie Shirzad, Prof. Dr. Burkhard Göke, Dr. Areej Zindler und Marie-Sophie Goossens
Tag der offenen Tür

NDR-Moderatorin Gabriela Mirkovic (r.) führte durch das Bühnenprogramm und die Talkrunde
Fotos

Axel Kirchhof

Das Team der Flüchtlingsambulanz mit CFT-Botschafterin und Tennislegende Stefanie Graf

Das Team der Flüchtlingsambulanz mit CFT-Botschafterin und Tennislegende Stefanie Graf
CFT-Botschafterin Graf im Austausch mit einer Kollegin der Flüchtlingsambulanz

CFT-Botschafterin Graf im Austausch mit einer Kollegin der Flüchtlingsambulanz
Stefanie Graf im Gespräch mit der Leitung der Flüchtlingsambulanz

Stefanie Graf im Gespräch mit der Leitung der Flüchtlingsambulanz
Fotos

Silvano Ballone

Supervision/Fortbildungen 2019

Seit 1998 bieten wir ambulante psychiatrisch – psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung für Flüchtlingskinder in Hamburg an.


Referentinnen und Referenten 2019

Ein Team aus Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Kunsttherapeuten, Musiktherapeuten, Pädagogen, Sozialpädagogen und Dolmetschern freut sich auf ihre Anmeldung.


  • Kontakt
  • Flüchtlingsambulanz für Kinder und Jugendliche

    Angebote

    Seit 1998 bietet ein Team aus mittlerweile 14 Ärztinnen, Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen Kindern und Jugendlichen mit Fluchtgeschichte sowie deren Angehörige Hilfe bei der Bewältigung von Traumafolgestörungen und bei ihrer Integration in Deutschland.

    Schwerpunkte

    Das multikulturelle und interdisziplinäre Team bietet Psychotherapien, psychiatrische und psychoziale Angebote sowie non-verbale Therapieformen wie Kunsttherapie sowohl einzeln als auch in Gruppen an. Die Behandlungen werden ungeachtet des Aufenthaltstatus der Patientinnen und Patienten durchgeführt. Knapp 70 Prozent von ihnen leiden an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), ein Großteil unter depressiven Episoden und Anpassungsschwierigkeiten. Alle Therapeuten verfügen über Zusatzqualifikationen in der Behandlung von Traumata.

    Ergänzt werden die therapeutischen und psychosozialen Angebote durch wechselnde Programme für Flüchtlingskinder und -jugendliche während der Hamburger Ferien. Seit 2017 erforscht die Flüchtlingsambulanz überdies anonymisiert die unterschiedlichen Behandlungsformen in Bezug auf ihre Wirksamkeit bei Traumata, erste Ergebnisse sollen Ende des Jahres vorliegen.

    Besonderheiten

    Die Flüchtlingsambulanz hat 47 Dolmetscher unter Vertrag, die mehr als 21 Sprachen bedienen, darunter etwa Dari/Farsi, Fula, Kurmanci oder Mandinka. Voraussetzung für die Mitarbeit in der Flüchtlingsambulanz ist eine Pflichtfortbildung zu den Grundlagen und Besonderheiten des Dolmetschens im therapeutischen Setting. Durchschnittlich werden die Dolmetscher 1100 Mal pro Quartal in der Flüchtlingsambulanz eingesetzt.

    Etwa einmal pro Monat bietet die Flüchtlingsambulanz eine Fortbildung für Berufsgruppen aus dem Bildungssektor, darunter Lehrer, Erzieher und Jugendhelfer, an. 2018 haben 92 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Fortbildungen für Berufsgruppen aus dem Bildungs- und Gesundheitssektor wahrgenommen. Die Themen reichen vom Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung über berufsspezifische Fallsupervision bis zu Techniken zur Anspannungsregulation bei geflüchteten Jugendlichen.

    Patientinnen, Patienten und Herkunftsländer

    In der Flüchtlingsambulanz werden jährlich rund 540 Patienten pro Jahr auf bis zu 21 Sprachen behandelt, die meisten von ihnen stammen aus Afghanistan, Syrien und Somalia.

    Stellenwert in Deutschland

    Die Einrichtung zählt zu den ältesten, größten und umfangreichsten ihrer Art in Deutschland.

    Förderer

    Gefördert wird die Flüchtlingsambulanz von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sowie von der Stiftung Children for Tomorrow (CfT) mit ihrer Botschafterin Stefanie Graf.

Supervisionen / Fortbildungen 2019 der Flüchtlingsambulanz

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Fortbildungen 2019 Flüchtlingsambulanz

Herzlich willkommen zu den Supervisionen und Fortbildungen 2019 der Flüchtlingsambulanz im UKE

Durch den Flüchtlingsstrom werden immer mehr Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Jugendhilfe, der Schule, der Kita und der Therapie mit den Anforderungen und speziellen Bedürfnissen traumatisierter Flüchtlingskinder konfrontiert. Mit unseren Fortbildungsangeboten wollen wir dem Umfeld der Flüchtlingskinder helfen, ihre Symptome schneller zu verstehen und einordnen zu können und fachgerecht Hilfe zu bieten.

Die Supervisionen und Fortbildungen richten sich an Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe insbesondere Betreuer und Vormünder, Psychotherapeuthen, Ärzte, Dolmetscher, Lehrer, Mitarbeiter in Kitas, Mitarbeiter in Ausbildungsbetrieben und kultursensible Interessenten.

Im weiteren Verlauf erhalten Sie einen Überblick zu den Fortbildungsveranstaltungen und den jeweiligen Referenten. Alle Fortbildungen und Supervisionen können sowohl von interessierten UKE-Mitarbeiter/innen als auch von externen interessierten Personen gebucht und besucht werden.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Fortbildungsprogramm 2019 - Flüchtlingsambulanz für Kinder- und Jugendliche

Hinweise/Formulare:

Fortbildungen 2019

03.09.2019

Dolmetschen im therapeutischen Setting

In dieser Fortbildung vermitteln wir Wissen über Besonderheiten beim Dolmetschen für Flüchtlinge und informieren, wie die Lebensumstände dieser Bevölkerungsgruppe die Interaktion mit dem Dolmetscher beeinflussen.

O46 - Etage EG

24.09.2019

„Psychoedukative Gruppen mit traumatisierten Jugendlichen“ – Erfahrungen mit dem STEP-Gruppenprogramm

Im Rahmen dieser Fortbildung möchten wir die Kenntnisse über das Störungsbild einer Posttraumatische Belastungsstörung bei jugendlichen Flüchtlingen sowie den Umgang mit den damit verbundenen Symptomen erweitern.

O46 - Etage EG

29.10.2019

Techniken zur Anspannungsregulation bei geflüchteten Jugendlichen (Skills-Training)

Menschen, die Traumatisches erlebt haben, geraten sehr häufig in psychische Anspannungszustände oder werden von heftigen Gefühlen, ausgelöst durch Erinnerungen an traumatische Erlebnisse, überflutet.

O46 - Etage EG

12.11.2019

Sicheres Handeln in psychischen Notfallsituationen

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Krisengebieten werden Helfer der verschiedenen Institutionen immer wieder mit Situationen konfrontiert, in denen es schwierig sein kann, das Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche oder auch andere Menschen einzuschätzen.

O46 - Etage EG

21.11.2019

Schlafschwierigkeiten bei psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen - Grundlagen und ihr Umgang damit

Zu den am häufigsten beobachteten Beschwerden nach traumatischen Erfahrungen zählen Ein- und Durchschlafstörungen, nicht erholsamer Schlaf und Alpträume.

O46 - Etage EG

11.12.2019

TFKVT als Verfahren zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Ziel dieser Fortbildung ist es, neben dem tieferen Verständnis der Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung bei Kindern und Jugendlichen eine Übersicht zu vermitteln über die Module dieser Therapiemethode mit dem Kernstück der Erstellung eines Traumanarrativs.

O46 - Etage EG

12.12.2019

Umgang mit Trauma und geflüchteten Kindern im Kontext KITA

Die Zahl geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Hamburger KITAs ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Nicht selten haben diese Kinder jahrelang Krieg, Folter und Gewalt erlebt.

O46 - Etage EG

Referentinnen und Referenten 2019

  • Kreativ Therapeutin, B.A. und Kunstpsychotherapeutin, M.A.

    Im Rahmen ihrer Ausbildung hat Frau Goossens in mehreren Ländern (Zentral Amerika, Niederlande, Groß Britannien, Asien) gelebt, gearbeitet und hierdurch Einsicht in verschiedenste Kulturen bekommen. Ein besonderes Interesse hat die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in ihr geweckt. So war sie in verschiedensten Institutionen (Grundschule, Wohltätigkeitsorganisation für HIV betroffene Familien und sozial ausgegrenzte Jugendliche, Station für psychisch erkrankte Jugendliche) tätig. Zudem arbeitete sie als Praktikumskoordinatorin und Dozentin an einem renommierten Londoner Ausbildungsinstitut für den Master in Integrativer Kunstpsychotherapie tätig. Seit 2017 ist sie in der Flüchtlingsambulanz als Kunstpsychotherapeutin tätig.

  • Psychologin, B.Sc

    Frau Jelassi arbeitet in der Flüchtlingsambulanz hauptsächlich in der Diagnostik und der psychosozialen Beratung. Außerdem bietet sie verschiedene Gruppenangebote für traumatisierte Kinder und Jugendliche an. Zuvor arbeitete sie im Sozialmanagement einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

  • Arzt in Weiterbildung, Systemischer Therapeut und Berater (DGSF)

    Herr Meißner arbeitet seit 2018 in der Flüchtlingsambulanz und befindet sich im letzten Teil seiner Ausbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Er setzte sich ab 2011 mit dem Themenfeld der transkulturellen Psychiatrie auseinander, nahm an Diversity Trainings am PSZ Düsseldorf von 2013 bis 2014 teil und schloss eine Systemische Therapieausbildung bei der IGST Heidelberg (Arnold Retzer) ab. Im Anschluss kam er 2015 zur Arbeit als systemischer Therapeut bei Refugio Münster, einem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge. Am IfS in Essen nahm er an einer Ausbildung zum systemischen Traumatherapeuten teil. Von 2016-2018 arbeitete er in einer Spezialsprechstunde für Flüchtlingskinder am Universitätsklinikum Münster.

  • Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) mit Fachkundenachweis zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen.

    Bereits seit 2011 ist Frau Mogk in der Flüchtlingsambulanz tätig und verfügt somit über langjährige Erfahrungen in der psychotherapeutischen Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen. Am Institut O. Schubbe (Berlin) absolvierte sie eine umfassende traumatherapeutische Weiterbildung.

  • Klinische Psychologin, M.Sc. und Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Frau Neumann-Holbeck sammelte sowohl im Studium als auch durch parallele berufliche Beschäftigung Erfahrungen in internationalen und interkulturellen Kontexten.
    Darüber hinaus arbeitete sie als Mentorin für Geflüchtete und war Mitgründerin einer Initiative in den Niederlanden, die zum Dialog mit Geflüchteten einlädt. Besonders die Vielschichtigkeit und komplexe Arbeit in der Flüchtlingsambulanz hat sie Anfang 2017 dazu bewogen, hier anzufangen. Neben der Patientenversorgung ist Frau Neumann-Holbeck in Kooperationsprojekte und Forschung involviert.

    Anne Neumann-Holbeck
    M. Sc.-Psych.
    • Psychologin
    Standort

    O46 , EG, Raumnummer 08
  • Dipl. Pädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Verhaltenstherapie).

    Frau von Möllendorff ist seit 2013 in der Flüchtlingsambulanz tätig. Während ihrer 4jährigen klinischen Tätigkeit absolvierte sie diverse Schulungen im Bereich der traumafokussierten kognitiven Verhaltenstherapie. 2014 absolvierte sie am Institut für traumazentrierte Psychotherapie und Pädagogik das Curricula „Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT)“ und EMDR (EMDRIA).

    Anna von Möllendorff
    • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
    Standort

    O46 , EG, Raumnummer 13
  • Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (tiefenpsychologischer Schwerpunkt), Ärztliche und fachliche Leitung der Flüchtlingsambulanz.

    Bereits seit 2003 ist Frau Dr. Zindler in der Flüchtlingsambulanz als Ärztin tätig. Sie verfügt über einen breiten Erfahrungsschatz in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Arbeit mit minderjährig unbegleiteten Flüchtlingen sowie mit traumatisierten Flüchtlingskindern und deren Familien im familientherapeutischen
    Setting. Von 2004 bis 2011 war sie als Projektkoordinatorin, Dozentin und Supervisorin im internationalen Weiterbildungsprojekt „Curriculum Middle East“ tätig.
    Diese hat die Ausbildung von arabischen Psychiatern und Psychologen aus dem Mittleren Osten zu Kinder und Jugendlichenpsychotherapeuten zum Ziel. Letztendlich
    befähigt sie zudem ihr kultureller Hintergrund als gebürtige Palästinenserin für die Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen.

    Dr. med.
    Areej Zindler
    • Fachärztin
    • Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
    Standort

    O44, EG