COPSY-Studie
Die COPSY-Längsschnittstudie untersucht die Auswirkungen und Folgen der COVID-19 Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Studie wird von Frau Prof. Dr. Ravens-Sieberer geleitet und von der Forschungsabteilung Child Public Health am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt. Ein weiteres Ziel der COPSY-Studie ist es, Einflussfaktoren zu identifizieren, welche die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in dieser Krisensituation fördern. Daraus sollen Empfehlungen und Strategien für Präventions- und Interventionsansätze abgeleitet werden, um die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie zu fördern.
Ablauf der Studie
Die COPSY-Studie wurde in Anlehnung an das Design und die Methodik der repräsentativen longitudinalen BELLA-Studie konzipiert. Die BELLA-Studie ist das Modul zur psychischen Gesundheit der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS), welche seit 2003 in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut durchgeführt wird. Die umfangreichen Datensätze der BELLA-Studie werden als bevölkerungsbasierte Referenzdaten vor der COVID-19-Pandemie zum Vergleich mit der COPSY-Stichprobe genutzt.
In der bundesweiten COPSY-Studie wurde von Mai bis Juni 2020 eine umfangreiche Online-Befragung zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen und ihren Familien in Deutschland durchgeführt. Die repräsentative Stichprobe der bundesweiten COPSY-Studie umfasst mehr als 1.000 11- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche sowie 1.500 Eltern von 7- bis 17-Jährige. Der Online-Fragebogen umfasste Fragen zum Umgang der Kinder mit der Krisensituation, Fragen zu den Bereichen Schule, Freunde und Familie, zu psychischen Problemen wie Ängsten und Depressionen und zu psychosomatischen Beschwerden. Auch das Familienumfeld, der Medienkonsum und Ernährungsgewohnheiten wurden beleuchtet. Von Dezember 2020 bis Januar 2021 fand die erste Folgebefragung der COPSY-Studie statt. Eine weitere Folgebefragung im Sommer 2021 ist geplant. Über die COPSY-Studie und ihre Ergebnisse wird in den Medien und in der wissenschaftlichen Literatur berichtet (siehe bitte Pressespiegel unten) .
Parallel zu der bundesweiten Befragung wurden in der COPSY Hamburg-Studie in Kooperation mit der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration auch gezielt Hamburger Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern befragt. Die bevölkerungsbezogene Stichprobe umfasst insgesamt ca. 1.500 11- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern.
Die COPSY-Studie wird in wissenschaftlicher Kooperation mit Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School in Berlin, dem Robert Koch-Institut sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchgeführt. Für die deutschlandweite Befragung erfolgt darüber hinaus eine Zusammenarbeit mit infratest dimap.
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer ( ravens-sieberer@uke.de )
Die COPSY-Längsschnittstudie wurde von der Kroschke Kinderstiftung und der Fritz und Hildegard Berg-Stiftung dankenswerterweise finanziell gefördert.
Wissenschaftliche Publikationen
In unserer folgenden Referenzliste finden Sie alle Publikationen resultierend aus der COPSY Studie. Referenzliste
Pressespiegel
2021
- ZEIT Online: "So schlimm ist Long Covid bei Kindern" (20.07.2021)
- tageschau.de: "Belastung junger Menschen" (29.04.2021)
- Phoenix vor ort: "Der Lockdown verlangt den Kindern einiges ab" (24.03.2021)
- NDR DAS!: "Studie über Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise" (21.03.2021)
- ZDF heute: Sendung vom 10.02.2021
- NDR Hamburg Journal: "Fast jedes dritte Kind psychisch auffällig während Pandemie" (10.02.2021)
- Tagesschau: "Studie zu Lockdown-Auswirkungen Fast jedes dritte Kind psychisch auffällig" (10.02.2021)
- ZEIT ONLINE: "Den Kindern geht es schlechter" (10.02.2021)
- Spiegel online: "Fast jedes dritte Kind zeigt psychische Auffälligkeiten während der Coronakrise" (10.02.2021)
- Süddeutsche Zeitung: "Fast jedes dritte Kind psychisch auffällig während Pandemie" (10.02.2021)
- WELT: "Neue Studien zeigen das Lockdown-Leid der Kinder auf" (10.02.2021)
- ZEIT ONLINE: "Copsy-Studie: Fast jedes dritte Kind in der Pandemie psychisch auffällig" (10.02.2021)
Pressegespräch am 10.02.2021
In einem Pressegespräch am 10.02.2021 ab 11 Uhr hat Frau Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Ergebnisse aus der zweiten Befragungswelle der COPSY-Studie berichtet. Pressemitteilung vom 10.2.2021 Mitschnitt der Pressekonferenz
2020
- Süddeutsche Zeitung: "Erschöpft" (28.11.2020)
- Spiegel: "Generation Corona" (28.11.2020)
- Experteninterview mit Frau Prof. Dr. Ravens-Sieberer am UKE (10.07.2020)
- Tagesschau: "Corona-Studie zu psychischen Problemen bei Kindern" (10.07.2020)
- Süddeutsche Zeitung: "Pandemie und Psyche" (10.07.2020)
- ZDF heute: "Kinder in der Corona-Krise - Mehr psychische Probleme als erwartet" (10.07.2020)
- Spiegel Online: "Psychische Gesundheit von Kindern hat sich durch Corona verschlechtert" (10.07.2020)
- Focus: "'Die meisten fühlen sich belastet' Hamburger Studie zeigt: Jedes zweite Kind leidet psychisch unter Corona-Kontaktverbot" (10.07.2020)
- Süddeutsche Zeitung: "Studie untersucht Folgen der Corona-Krise auf Kinder-Psyche" (29.05.2020)
Die psychische Gesundheit von Kindern hat sich während der Corona-Pandemie verschlechtert. In einem Pressegespräch am 10.07.2020 ab 12 Uhr hat Frau Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf Ergebnisse der COPSY-Studie berichtet. Pressemitteilung vom 10.07.2020
Weitere Informationen
Informationen der Weltgesundheitsorganisation zu COVID und Kindern: Haben Kinder andere COVID-Symptome? Haben die Varianten/Mutanten des Virus andere Auswirkungen auf Kinder? Wie können Eltern ihre Kinder vor COVID-19 schützen? Science in 5 mit Dr Maria Van Kerkhove
Unterstützungsangebote
Für Eltern: Wenn Sie Sorgen haben oder Hilfe brauchen, finden Sie hier Kontakte, an die Sie sich wenden können und weitere Unterstützungsangebote:
Nummer gegen Kummer: Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen, sich überfordert oder manchmal sogar hilflos fühlen, ist das Elterntelefon für Sie da: Montags bis Freitags von 9-17 Uhr sowie Dienstags und Donnerstags zusätzlich von 17-19h unter der Rufnummer 0800 111 0550 (anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz).
TelefonSeelsorge: Sorgen kann man teilen! In akuten Krisen stehen Ihnen die kostenfreien Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder 116 123 der TelefonSeelsorge zur Verfügung. Es wird auch OnlineSeelsorge angeboten.
Für Kinder und Jugendliche: Wenn du Sorgen hast oder Hilfe brauchst, findest du hier eine Telefonnummer, unter der jemand für dich da ist und weitere Hilfsangebote.
Nummer gegen Kummer: Wenn du dich gerade mit deinen Problemen alleine fühlst, ist das Kinder- und Jugendtelefon für dich da. Montags bis Samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 116 111 oder per Mail oder Chat (anonym und kostenlos vom Handy und Festnetz).
Corona und Du: Infoportal zur psychischen Gesundheit für Kinder und Jugendliche