ADOPT-Epidemiologie

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Das Verbundprojekt ADOPT

Die Studie zur Erfassung und Epidemiologie Affektiver Dysregulation (ADOPT-Epidemiologie) wird von Frau Prof. Dr. Ravens-Sieberer geleitet und von der Forschungsabteilung Child Public Health am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgeführt. Die Studie ist Teil des Verbundprojektes ADOPT (Affektive Dysregulation – Optimierung von Prävention und Therapie), welches an der Uniklinik Köln geleitet und in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, dem Universitätsklinikum Dresden, dem Universitätsklinikum Ulm, der Universität zu Köln und dem Zentralinstitut für seelische Gesundheit Mannheim durchgeführt wird. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über 4 Jahre gefördert.

Was ist Affektive Dysregulation?

Affektive Dysregulation beschreibt eine Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen, welche durch anhaltende Reizbarkeit, plötzliche Wutausbrüche und Stimmungsschwankungen gekennzeichnet ist. Bislang existieren keine geeigneten Fragebögen, um die Symptomatik der Affektiven Dysregulation präzise zu erfassen. Des Weiteren ist nicht bekannt, wie viele Kinder in Deutschland hiervon betroffen sind und welche Einflüsse psychosoziale Risiko- und Schutzfaktoren auf diese Symptomatik haben. Es ist weiterhin noch nicht ausreichend untersucht worden, welche Behandlung den betroffenen Kindern helfen könnte und wie die Eltern dieser Kinder am besten unterstützt werden können. Dieses Wissen wird aber benötigt, um die gesundheitliche Situation der betroffenen Kinder und ihrer Familien verbessern zu können.

Ziel des Projektes

Das übergeordnete Ziel des Verbundprojektes ADOPT ist die Verbesserung von Prävention und Therapie von Kindern mit einer affektiven Dysregulation.

Ablauf des Projektes

Der nationale Forschungsverbund setzt sich aus insgesamt fünf eng aufeinander abgestimmten Teilprojekten zusammen. Das Teilprojekt ADOPT-Epidemiologie wird von der Forschungsabteilung Child Public Health am UKE durchgeführt. Die Hamburger Forschungsgruppe ist verantwortlich für die Entwicklung eines Screening-Fragebogens zur Erfassung von Affektiver Dysregulation bei Kindern. Dieser Screening-Fragebogen wird dann in einer Stichprobe aus der Allgemeinbevölkerung von Familien mit Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren zum Screening auf Affektive Dysregulation eingesetzt.
Im weiteren Verlauf der ADOPT-Studie werden Kinder, die eine entsprechende Symptomatik aufweisen sowie zufällig ausgewählte nicht-betroffene Kinder (zum Vergleich) weitergehend befragt und erhalten Unterstützungsangebote. In einem stufenweisen Behandlungsansatz wird für die Eltern eine Online-Intervention angeboten und für die Kinder ein modulares Behandlungsprogramm zur intensiven ambulanten Psychotherapie entwickelt sowie geprüft.

Zu den weiteren Aufgaben des Teilprojekts ADOPT-Epidemiologie zählen die Begleitung der weiteren Datenerhebungen des Gesamtprojektes und die Analyse quer- und längsschnittlich erfasster Daten zu komorbiden Beschwerden, psychosozialen Risiko- und Schutzfaktoren und Wohlbefinden bei Kindern mit Affektiver Dysregulation.

Weitere Informationen zum Verbundprojekt ADOPT finden Sie auf der Website www.adopt-studie.de

Ansprechpartnerinnen: Dr. Christiane Otto ( c.otto@uke.de ) und Anne Wüstner ( a.wuestner@uke.de )