DKG / AG-CPC Zertifizierte Dysplasiesprechstunde / Vulvasprechstunde

Foto Dysplasiesprechstunde

Das Team der Dysplasiesprechstunde

Ausführliche Beratung, modernste Diagnostik und Therapie für Frauen mit Erkrankungen von Gebärmutterhals, Scheide und äußerem Genitale (Vulva). Zertifiziert gemäß den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie (AG-CPC).

Die Dysplasie-Einheit am UKE: Individuelle und schonende Therapie in unserem Kompetenzzentrum

Wenn bei Ihnen im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung ein auffälliger Abstrich diagnostiziert wurde oder Veränderungen im Bereich der Vulva aufgefallen sind, können Sie sich zur weiteren Abklärung in unserer Dysplasiesprechstunde vorstellen.

Unsere Aufgabe in der Sprechstunde ist es, durch zusätzliche Untersuchungen entzündliche Veränderungen, Krebsvorstufen (Dysplasien) oder frühe Stadien von Krebs der Schleimhäute von Vulva, Vagina und Gebärmutterhals zu erkennen, zu unterscheiden und wenn nötig zu behandeln.

Am UKE finden Sie eine der größten Dysplasiesprechstunden Norddeutschlands. Im Rahmen unserer Sprechstunde werden mehr als 2000 Patientinnen mit Veränderungen des unteren Genitaltraktes nach Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft für Zervixpathologie und Kolposkopie von langjährig erfahrenen Ärzten untersucht und erfolgreich behandelt. Zusätzlich sind wir an der Gestaltung von Behandlungsempfehlungen und an Forschungsprojekten zur Verbesserung der Behandlung betroffener Frauen in Deutschland maßgeblich beteiligt. Ein spezieller Schwerpunkt der Sprechstunde liegt auf der Behandlung von Krebs und Krebsvorstufen des äußeren Genitale (Vulva). Auch international zählt das UKE bei der Behandlung dieser Erkrankungen zu den größten Kompetenzzentren, die die Verbesserung der operativen und medikamentösen Therapie entscheidend vorantreiben.

Was ist ein auffälliger Abstrich?

Die regelmäßige Krebsvorsorge- oder Früherkennungsuntersuchung der Frau stellt die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Gebärmutterhalskrebs dar. Für die meisten Frauen handelt es sich um eine jährliche Routineuntersuchung, bei der Zellen des Gebärmutterhalses mit einem Spatel oder einer Bürste entnommen werden und unter dem Mikroskop nach einer speziellen Färbung untersucht werden (kurz: Pap-Abstrich). Meistens wird diese Untersuchung mit einem normalen Ergebnis (also einem Abstrich der Gruppe I) abgeschlossen.
Wenn das Ergebnis von diesen Werten abweicht (insbesondere Gruppe III und IV), ist der Krebsvorsorgeabstrich "auffällig". Ein auffälliger Abstrich ist nicht selten und bedeutet nicht unbedingt, dass Sie an Krebs erkrankt sind. Viele Frauen haben einmal in ihrem Leben einen verdächtigen Abstrich. In den meisten Fällen handelt es sich um eine Infektion oder eine Vorstufe des Gebärmutterhalskrebses - eine Dysplasie, also eine oberflächliche Zellveränderung. Dysplasien werden durch Humane Papillomaviren (HPV) hervorgerufen, die in der Bevölkerung sehr weit verbreitet sind und mit Hilfe eines zusätzlichen Abstriches nachgewiesen werden können.
Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses sind zu 100% heilbar und einige Formen können sich auch von alleine zurückbilden. Andere Formen entwickeln sich jedoch zum Krebs weiter. Die Entstehung des Krebses aus einer Dysplasie benötigt einen gewissen Zeitraum, so dass in der Regel genug Zeit besteht, Dysplasien zu erkennen, zu beobachten und individuell und differenziert zu therapieren.

Diagnostik

Wenn Ihr Zellabstrich vom Gebärmutterhals auffällig ist oder die mikroskopische Untersuchung des Gebärmutterhalses einen abklärungsbedürftigen Befund erbracht hat, kann Ihr behandelnder Gynäkologe Sie zur weiteren Diagnostik und ggf. zur Therapieplanung zu uns überweisen. Ebenfalls kann dies bei unklaren Veränderungen der Vulva geschehen.
Je nach vorliegenden Befunden und Beschwerdebild, werden folgende Untersuchungen von uns durchgeführt:

  • Ausführliche Inspektion des weiblichen Genitale einschließlich mikroskopischer Untersuchung der Haut und Schleimhaut (Kolposkopie / Vulvoskopie). Unter Anwendung verschiedener Wirkstoffe (z.B.: Essigsäure) können wir verdächtige Areale identifizieren und verschiedene Schweregrade der Veränderungen festlegen.
  • Von den verdächtigen Arealen werden ggf. nochmals Zellabstriche entnommen.
  • Bei verdächtigen Befunden in der Zytologie und Kolposkopie / Vulvoskopie ist oft die Entnahme einer Gewebeprobe notwendig. Dies kann sofort oder im Rahmen einer ambulanten Folgebehandlung geschehen. Die Probe wird dann durch die Pathologen unseres Hauses feingeweblich untersucht (Histologie) und eine endgültige Diagnose über Art und Schweregrad der Veränderung gestellt.
  • Ob eine Therapie notwendig ist und welcher Art diese sein sollte, wird nach Eingang aller Befunde in einem ruhigen und ausführlichen Gespräch mit Ihnen besprochen.

    Therapie / Operation

    Unser Ziel ist eine optimale, auf Ihre persönliche Situation abgestimmte Therapieplanung. Dazu stehen uns alle derzeit anerkannten Therapieverfahren zur Verfügung, die durch Kombination individuell angepasst werden können:

  • Medikamentöse Therapie (z.B. Cremes und Zäpfchen)
  • Laserverdampfung (Vaporisation) verdächtiger Bereiche und Warzen
  • Hochfrequenzschlingenentfernung (LEEP oder LOOP) zur punktgenauen Entfernung der veränderten Areale
  • Klassische Konisation und Laserkonisation (Kegelentfernung eines Gewebsstückes aus dem Gebärmutterhals bei fortgeschrittenen Veränderungen)
  • In der Mehrzahl der Fälle kann die Therapie als ambulanter Eingriff in unserem ambulanten Operationszentrum erfolgen. In besonderen Fällen ist auch eine kurzfristige stationäre Behandlung möglich. Wir bemühen uns immer, eine notwendige Behandlung so schonend wie möglich durchzuführen und dennoch eine vollständige Heilung zu erzielen! Dies gilt insbesondere auch für Frauen mit bestehendem Kinderwunsch.

    Kontakt

    Terminvergabe: Telefon: +49 (0) 40 7410 - 23800

    SPRECHZEITEN:

    Montag 12.00 - 15.00 Uhr

    Dienstag 8.30 - 14.00 Uhr

    Mittwoch 8:30 - 14:30 Uhr

    Adresse:
    Neues Klinikum
    Gebäude O 10, Parterre

    Kontakt

    Linn Wölber
    Prof. Dr. med.
    Linn Wölber
    • Leitung Dysplasieeinheit
    • Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    • Kolposkopiediplom
    Katharina Prieske
    Dr. med.
    Katharina Prieske
    • Fachärztin
    • Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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