Drittmittelprojekte:

  • Das Forschungsprojekt SOTHA wird seit dem 01.08.2010 im Auftrag von der Justizbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg durchgeführt und dient der Evaluation der Sozialtherapeutischen Anstalt Hamburg (SH). Die SH verfügt derzeit über ca. 160 Haftplätze, davon entfallen ca. 40 Haftplätze auf die Außenstelle Bergedorf. Im Fokus des Projekts steht zum einem der Aufbau einer standardisierten Eingangs- und Verlaufdiagnostik, mit deren Hilfe die Behandlung der Insassen geplant werden kann. Zum anderen soll anhand wiederholter Messungen in regelmäßigen Abständen ab dem Zeitpunkt der Aufnahme die Wirksamkeit der Behandlungsmaßnahmen überprüft und verbessert werden. Alle Insassen, die in die SH aufgenommen werden, werden von ProjektmitarbeiterInnen des UKE hinsichtlich der Rahmenbedingungen aufgeklärt und bei Einverständnis untersucht. Zwischen den wiederholten Messzeitpunkten liegen in der Regel 24 Monate.

    Förderung: Seit August 2010
    Projektleitung: Prof. Dr. Peer Briken, Dipl.-Psych. Franziska Brunner
    Externe Kooperationspartner: Dr. Martin Rettenberger, Dr. Dahlnym Yoon, M.A
    Kontakt für weitere Informationen: evaluation-sotha@uke.de

  • Im Zentrum der Arbeit der Juniorprofessur steht die Frage, welche Rolle das Internet für die sexuelle Sozialisation Jugendlicher spielt, aber auch, inwiefern es als Ort sexueller Übergriffe und ihrer Vorbereitung genutzt wird. Außerdem geht es darum zu analysieren, wie das Internet als Medium der Prävention sexueller Übergriffe und sexueller Gewalt eingesetzt werden kann. Vor diesem Hintergrund erfolgt die Erarbeitung präventiver Konzepte, Strategien und Materialien und die Erhebung dafür notwendiger Qualifikationen pädagogischen Personals. Entwickelt wird ein interfakultäres Lehrangebot für Studierende verschiedener Fachrichtungen sowie mittelfristig die Entwicklung eines Curriculums „Sexuelle Gesundheit und Prävention“. Langfristig wird die Einführung eines eigenen entsprechenden Masterstudiengangs angestrebt.

    Förderung: Juli 2013 bis Juni 2019 (BMBF)
    Projektleitung: Prof. Dr. med. Peer Briken
    Juniorprofessor: Prof. Dr. phil. Arne Dekker
    Mitarbeit: Dr. phil. Urszula Martyniuk, Dipl.-Psych. Frederike Wenzlaff
    Kontakt: dekker@uke.de

  • Derzeit fördert das BMBF zahlreiche „Forschungsvorhaben im Zusammenhang mit sexueller Gewalt in pädagogischen Kontexten“ im Rahmen einer entsprechenden Förderlinie. Das Verbundvorhaben der Hochschulen Münster, Merseburg und Kiel sowie des UKE dient dazu (a) die Einzelprojekte der Förderlinie im Sinne einer Profilbildung bei Diskussion und Ergebnisaustausch zu unterstützen, (b) den Transfer der zahlreichen Einzelergebnisse aus der Förderlinie in die Praxis zu koordinieren, (c) die Auseinandersetzung mit Fragen der Forschungsethik in Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt zu fördern und (d) die internationalen Fachdiskurse in die hiesige Debatte zu integrieren. Im Hamburger Teilprojekt wurde eine Arbeitsstelle für Profilbildung und Koordination des Praxistransfers eingerichtet, die den multidisziplinären Dialog innerhalb der Förderlinie mit Blick auf den Wissensaustausch mit der pädagogischen Praxis voranbringen soll. Zudem stehen die Koordination und Aufarbeitung der wissenschaftlichen Ergebnisse für Fachtagungen und Workshops, die Unterstützung der Teilprojekte bei der interdisziplinären Profilbildung und die redaktionelle Begleitung eines Praxisbandes im Vordergrund.

    Förderung: April 2016 bis März 2019 (BMBF)
    Projektleitung: Prof. Dr. phil. Arne Dekker
    Mitarbeit: Dr. phil. Maika Böhm
    Kontakt: dekker@uke.de

  • Ziel des Vorhabens ist die Durchführung einer Pilotstudie für einen repräsentativen quantitativen Survey zur Sexualität Erwachsener in Deutschland. Vergleichbare Surveys wurden mit verschiedenen Methoden in mehreren europäischen Ländern durchgeführt. Im Vordergrund der Pilotstudie stehen die Prüfung der Verständlichkeit und Länge eines Erhebungsinstruments sowie der Vergleich zweier Sampling- und Erhebungsmethoden in Hinblick auf die Reliabilität und Repräsentativität der Ergebnisse sowie auf die Verweigerungsrate. Zu diesem Zweck sollen Face-to-face-Interviews (n=500) und postversandte Fragebögen (n=500) als Verfahren miteinander verglichen werden. Erhoben werden Daten zur Sexualität unter besonderer Berücksichtigung der HIV/STI Prävention mittels eines vorab entwickelten Erhebungsinstruments.

    Förderung: Semptember 2016 bis September 2017 (BZgA)
    Projektleitung: Prof. Dr. med. Peer Briken, Prof. Dr. phil. Arne Dekker
    Projektkoordination: Dr. phil. Silja Matthiesen
    Kontakt für weitere Informationen: smatthie@uke.de

Abgeschlossene Projekte:

  • Ziel des Projekts ist die Erstellung einer wissenschaftlichen Expertise, die sich umfassend mit der Bedeutung von Internet und digitalen Medien für das Phänomen des sexuellen Kindesmissbrauchs auseinandersetzt. Die Expertise soll als Arbeitspapiers für die Konzeptgruppe Internet im Beirat des Unabhängigen Beauftragen in Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) dienen und in diesem Zusammenhang sowohl Bestandsaufnahme als auch Empfehlungen für wichtige Handlungsfelder bieten.

    Förderung: August 2015 bis Februar 2016 (UBSKM)
    Projektleitung: Prof. Dr. phil. Arne Dekker, Prof. Dr. med. Peer Briken
    Mitarbeit: Thula Koops, M.Sc. Psych., Urszula Martyniuk, M.A. Psych.
    Kontakt: dekker@uke.de

  • Das Projekt dient der Entwicklung eines Indikatorensatzes und zugehörigen Fragebogens zur Durchführung einer Studie zur Sexualität Erwachsener in Deutschland. Hintergrund sind die veränderten Bedingungen der Präventionsarbeit in Deutschland, die neben HIV zunehmend auch auf die Prävention anderer STI zielt. Die damit entstehenden zahlreichen neuen Fragestellungen lassen sich bei gegenwärtiger Datenlage nur unzureichend bearbeiten. Aus diesem Grund wird geprüft, welche Daten zur sexuellen Gesundheit für die passgenaue HIV/STI-Prävention benötigt werden. Anschließend soll der Indikatorensatz/Fragebogen durch ein multidisziplinäres Team erstellt und von einem wissenschaftlichen Beirat diskutiert und modifiziert werden. Schließlich sollen erste Empfehlungen für die Methodik des angestrebten Survey gegeben werden.

    Förderung: September 2015 bis Dezember 2015 (BZgA)
    Projektleitung: Prof. Dr. med. Peer Briken, Prof. Dr. phil. Arne Dekker
    Mitarbeit: Dipl.-Psych. Franziska Brunner, Urszula Martyniuk, M.A. Psych., Dipl.-Psych. Verena Klein
    Kontakt: briken@uke.de

  • Seit der Gründung des Transgender-Centrums am UKE im Oktober 2013 zeichnet sich ein Bild vielfältiger Bedarfe und Befürchtungen von (potenziellen) Behandlungssuchenden und lokaler Transgender-Selbsthilfe gegenüber eines interdisziplinären, integrativen Versorgungsangebotes ab. Um bedarfsgerecht reagieren zu können und langfristig eine zielführende Transgender-Gesundheitsversorgung am UKE sicherzustellen, wurde eine Online-Studie zur Qualitätsentwicklung am Transgender-Centrum durchgeführt, die partizipativ mit Vertreter_innen der Selbsthilfe und niedergelassenen FAachkräfte aus den Bereichen Psychotherapie und Endokrinologie entwickelt wurde. Die Ergebnisse der Studie sollen die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Transgender-Gesundheitsversorgung ermöglichen, etwa bezüglich der Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Wünsche von Behandlungssuchenden oder der Berücksichtigung nonbinärer Identitäten in den Versorgungsangeboten.

    Förderung: Januar bis Dezember 2015, Forschungsförderungsfonds der Medizinischen Fakultät (FFM) der Universität Hamburg
    Projektleitung: Dr. phil. Timo O. Nieder
    Mitarbeit: Jana Eyssel, M.Sc. Polit. Psych.; Andreas Köhler
    Kontakt: t.nieder@uke.de

  • Intergeschlechtlichkeit ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von angeborenen Erscheinungsformen, bei denen die körperliche Geschlechtsentwicklung nicht "typisch weiblich" und auch nicht "typisch männlich" verläuft. Beratung und Aufklärung für Menschen mit Intergeschlechtlichkeit / DSD (Diverse Sex Development) und für Eltern von intergeschlechtlich geborenen Kindern wird von vielen Seiten gefordert. Mit Hilfe Online-Studie sollte ein Überblick über Bestand und Bedarf an spezifischen Beratungs- und Unterstützungsangeboten für intergeschlechtlich geborene Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie deren Eltern gewonnen werden. Ziel war es, politischen Handlungsbedarf zu erkennen und darauf aufbauend die notwendigen Beratungsstrukturen in Deutschland zu verbessern.

    Die Ergebnisse der Befragung finden Sie hier .

    Förderung: Juni – September 2015 (BMFSFJ)
    Projektleitung: Dr. phil. Katinka Schweizer, Prof. Dr. med. Peer Briken
    Kontakt: k.schweizer@uke.de

  • Die International Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD), herausgegeben von der World Health Organisation (WHO; Weltgesundheitsorganisation), ist in Deutschland das gängige Diagnosemanual für die Klassifizierung von Erkrankungen in der klinischen Praxis. Derzeit revidiert die WHO Teile des Diagnosemanuals. Das Forschungsprojekt soll der Überprüfung neuer Diagnosekategorien der ICD für die Bereiche Sexual Disorders and Sexuality-Related Conditions mit dem Schwerpunkt LGBT, Entstigmatisierung und HIV Prävention dienen. Anhand von Feldstudien (field trials) soll geprüft werden, ob die neu vorgeschlagenen Diagnosekriterien mit einer Verbesserung in der klinischen Praxis einhergehen sowie zu Entstigmatisierung beitragen können.

    Förderung: April 2014 bis September 2015 (BZgA)
    Projektleitung: Prof. Dr. Peer Briken
    Mitarbeit: Dipl.-Psych. Franziska Brunner, Dipl.-Psych. Verena Klein, Dr. phil. Timo Nieder
    Kontakt: fbrunner@uke.de

  • Ziel dieser qualitativen Interviewstudie war es, fundierte Daten darüber zu erheben, wie Studierende Sexualität und Beziehungen sozial organisieren und welche Wertvorstellungen und Erwartungen sie in Bezug auf sexuelle Beziehungen haben. Ein Schwerpunkt der Untersuchung lag dabei auf dem reproduktivem Verhalten, ein weiterer auf der sexualbezogenen Internetnutzung.

    Förderung: August 2012 bis Juli 2014 (BZgA)
    Projektleitung: Dr. phil. Silja Matthiesen
    Mitarbeit: Dipl.-Soz.Päd. Maika Böhm, Dipl.-Soz. Philipp Franz
    Kontakt: smatthie@uke.de

  • Im Mittelpunkt des Projektes stand die teilweise Wiederholung von drei Fragebogenerhebungen zur Sexualität von Studentinnen und Studenten, die vom Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie in den Jahren 1966, 1981 und 1996 an 12 bis 15 deutschen (bis 1981 westdeutschen) Universitäten durchgeführt wurden. Die Hamburger StudentInnenstudien bieten die Gelegenheit, den Wandel des Sexual- und Beziehungsverhaltens in Deutschland (für die soziale Gruppe der jungen, akademisch gebildeten Frauen und Männer) über einen Zeitraum von 45 Jahren systematisch zu beschreiben und zu analysieren.

    Förderung: Dezember 2011 bis Dezember 2014 (DFG)
    Projektleitung: Prof. Dr. phil. Arne Dekker, Dr. phil. Silja Matthiesen
    Kontakt: dekker@uke.de

  • Das Forschungsprojekt MiKADO war ein Verbundprojekt unter der Federführung der Universität Regensburg, gemeinsam mit den Universitäten Hamburg, Bonn, Dresden, Ulm und Turku (Finnland). Aufgeteilt auf drei Module wurden die Ausgangssituation, die Ursachen, die Folgen und präventive Möglichkeiten sexuellen Missbrauchs in Deutschland erhoben.

    Förderung: 2011 bis 2015 (BMFSFJ)
    Beteiligte Kooperationszentren: Universität Regensburg (Prof. Dr. Osterheider), Universität Bonn (Prof. Dr. Banse), Universität Dresden (Prof. Dr. Hoyer), Universität Ulm (Prof. Dr. Goldbeck), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Prof. Briken), Abo Akademi Universität Turku (Prof. Dr. Santilla).
    Projektmitarbeiter in Hamburg: Dipl.-Psych. Daniel Turner
    Weitere Informationen und Kontakt: briken@uke.de ; http://www.mikado-studie.de

  • Das SAPROF ist ein Instrument zur strukturierten Erfassung von Schutzfaktoren beim Risiko zu gewalttätigem Verhalten. Das SAPROF ist eine Checkliste, die zusammen mit einem Risikoprognoseinstrument für Straftäter verwendet wird. Durch diese Kombination entsteht eine balancierte Einschätzung des zukünftigen (sexuellen) Gewaltrisikos und bietet gleichzeitig Hilfestellung zur Prävention über einen positiven Behandlungsansatz. In Kooperation mit der Van der Hoeven Klieniek wurde das Instrument aus dem Niederländischen und Englischen ins Deutsche übersetzt. Die Validierung der deutschen Version sowie die Mitwirkung an einer internationalen Vergleichsstudie sind Teil des Kooperationsprojektes zwischen der niederländische Arbeitsgruppe und dem Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie.

    Projektleitung: Prof. Dr. med. Peer Briken, Dahlnym Yoon, M.A.
    Projektmitarbeiter: Dipl.-Psych. Fritjof von Franqué
    Kooperationspartner: Dr. phil. Vivienne de Vogel, Prof. Dr. phil. Corine de Ruiter, Yvonne Bouman, M.Sc., Michiel de Vries Robbé, M.Sc. (Van der Hoeven Kliniek, Niederlande)
    Kontakt: briken@uke.de

  • Das Hamburger Modellprojekt versuchte, sexuell auffällig gewordene Kinder und Jugendliche möglichst frühzeitig angemessen zu versorgen. Im Rahmen einer Begleitevaluation wurde die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft, um das Angebot weiter zu entwickeln.

    Förderung: August 2007 bis September 2010 (BSG)
    Projektleitung: Prof. Dr. med. Peer Briken, Dr. biol. hum. Dipl.-Psych. Martin Rettenberger
    ProjektmitarbeiterInnen: Dipl.-Psych. Verena Klein
    Kontakt: briken@uke.de

  • Ziel dieser Studie war ein Vergleich von Frauen mit verschiedenen Formen der Beeinträchtigung von Unfruchtbarkeit hinsichtlich ihrer Lebensqualität, psychischen Befindlichkeit, Sexualität und erlebten Weiblichkeit. Die Untersuchung wurde mittels halbstandardisierter Interviews und schriftlicher Fragebögen durchgeführt.

    Förderung: 2008 – 2010 (Else Kröner-Fresenius-Stiftung
    Projektleitung: Prof. Dr. phil. Hertha Richter-Appelt
    Projektmitarbeiterinnen: Dipl.-Psych. Kerstin Huber, Dipl.-Psych. Franziska Brunner, Dipl.-Psych. Maike Fliegner
    Kontakt: hrichter@uke.de

  • Ziel der Studie war es, fundierte empirische Daten darüber zu erheben, wie Jugendliche Sexualität und Beziehungen organisieren und welche Wert- und Idealvorstellungen sie dabei leiten. Im Mittelpunkt stand das Thema „Jugendsexualität und Internet“, also die Frage, wie der einfache, jederzeit mögliche Zugang zu sexuell expliziten Bildern, Chats und Filmen im Internet gegenwärtig die sexuellen Sozialisationsbedingungen Jugendlicher verändert. befragt wurden 160 17- und 18-jährige Frauen und Männer in Leipzig und Hamburg unterschiedlicher Bildungsschichten mittels leitfadengestützter Interviews

    Förderung: Juni 2009 bis Dezember 2011 (BZgA)
    Projektleitung: Dr. phil. Silja Matthiesen
    ProjektmitarbeiterInnen: Dr. Uta Starke, MA Psych. Urszula Martyniuk, Anja Wermann, André Aude, Dennis Krämer, Christian Gruber
    Kontakt: smatthie@uke.de

  • Ziel dieser Untersuchung war es, valide Kriterien für die Gefährlichkeitsprognose bei sexuell motivierten Tötungsdelikten zu ermitteln. Es wurden 166 überwiegend in den 1970er und 1980er Jahren erstellte psychiatrische Gutachten über Männer ausgewertet, die aufgrund eines sexuellen Tötungsdelikts (gem. Definition von Ressler et al., 1986) begutachtet worden sind.

    Förderung: März 2002 bis 2006 (DFG, BMJ)
    Projektleitung: Prof. Dr. med. Wolfgang Berner, Dr. med. Andreas Hill
    Mitarbeiter: Dr. med. Peer Briken, Dipl.-Psych. Niels Habermann
    Kooperationspartner: Prof. Dr. med. Norbert Leygraf (Essen), Prof. Dr. med. Friedemann Pfäfflin (Ulm), Dr. med. Rüdiger Müller-Isberner (Gießen)
    Kontakt: briken@uke.de

  • Diese Studie zu Schwangerschaften bei minderjährigen Frauen wurde vom Hamburger Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie in Zusammenarbeit mit dem pro familia Bundesverband durchgeführt. Vor dem Hintergrund möglicherweise steigender Schwangerschaftsraten bei Minderjährigen sollte untersucht werden, in welchen Lebenslagen minderjährige Frauen ungewollt schwanger werden, für welche demographischen Gruppen die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Schwangerschaft besonders groß ist und welche Bedarfe minderjährige Frauen und ihre Partner in der krisenhaften Situation haben.

    Förderung: 2005 - 2008 (BZgA)
    Projektleitung: Prof. Dr. phil. Gunter Schmidt, Elke Thoss
    Mitarbeiterin: Dr. phil. Dipl.-Soz. Silja Matthiesen
    Kontakt: smatthie@uke.de

  • In Kooperation mit der Abteilung für Pädiatrische Endokrinologie des Universitätsklinikums Schleswig Holstein (Standort Lübeck, Leitung Prof. Hiort) wurden in einer bundesweiten Studie die körperliche und psychische Entwicklung und die Behandlungserfahrungen von erwachsenen Personen mit verschiedenen Formen der Intersexualität untersucht. Dabei spielten die Traumatisierung durch die Intersexualität selbst, aber auch durch den Umgang damit eine wichtige Rolle. Ziel der Studie war es, Schlussfolgerungen für die Leitlinien zur Behandlung von Menschen mit Intersexualität ziehen zu können und ein angemessenes Behandlungsmodell für die Betreuung von Personen mit Intersexualität zu entwickeln.

    Förderung: 2002 – 2009 (DFG, Hamburger Stiftung für Bildung und Forschung und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
    Projektleitung: Prof. Dr. Hertha Richter-Appelt
    Kontakt: hrichter@uke.de